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Zittern der Hände, Übermüdung, Angst zu Versagen

KJur:aiShRinzxo hat die Diskussion gestartet


Hallo erstmal.

Ich bin normalerweise ein Mensch, der Krankheiten und Infektionen auf die leichte Schulter nimmt, da ich schon seit ich ein kleines Kind bin, ständig krank bin. Mittelohrentzündungen, Seitenstrang-Angina, alles bekannte Sachen für mich. Deshalb war ich wohl bisher wegen meinen Symptomen nicht beim Arzt und möchte daher zuerst einmal hier fragen, ob jemandem meine Symptome bekannt vorkommen.

Zu mir: Ich bin 21 Jahre alt, Studentin, arbeite nebenher noch dreimal die Woche (insgesamt 15 Stunden), lebe mit meinem Freund zusammen, bin Raucher und übergewichtig (gerade auf Diät, esse nicht zu wenig, sondern stelle mein Essverhalten um, seit 6 Monaten - 9 Kilo reduziert). Ich trinke wenig Alkohol, wenn nur auf Partys oder 1x die Woche abends ein Glas Wein.

Meine Symptome: Seit einigen Monaten habe ich kurze Phasen (2-3 Tage durchgehend) Zittern in beiden Händen, rechts stärker als links. Ich bin ständig Übermüdet, habe Phasen sowohl Zuhause als auch in der Uni, in denen ich von einer auf die andere Minute einschlafen kann. Ich schlafe oft mehr als 10 Stunden durch ohne aufzuwachen. Heute ist schon der zweite Tag, an dem ich es einfach nicht geschafft habe mich auzuraffen und aus dem Bett aufzustehen und meine Vorlesungen verpasst habe.

In meiner Wohnung herrscht das absolute Chaos, weil mir Abwaschen, Putzen und Kochen nach der Uni einfach zu viel sind.

Zudem habe ich seit langer Zeit ständig die Angst zu Versagen. Das bezieht sich nicht nur auf die Uni, sondern auch auf meine Arbeit, meinen Haushalt und auch auf mein Umfeld, wo ich denke, niemandem gerecht zu werden, was langsam auch auf Depressionen ausartet.

Zudem habe ich oft Probleme mit dem Magen (Durchfall, Magenkrämpfe)

Ich würde gern mal wieder aufstehen und denken: Was für ein geiler Tag. Ich würde gern mal wieder rausgehen, Sport machen, Shoppen oder einfach Spazieren gehen. Aber ich bekomm meinen Hintern einfach nicht hoch. Ich komme von der Uni, lerne noch ein wenig und denke: Gott sei Dank, den Tag haste auch wieder hinter dich gebracht.

Und ich habe echt Angst davor, dass das die nächste Zeit so weiter geht. Auf der anderen Seite hab ich Angst, dass ich einfach einen an der Waffel habe (ich will hier niemanden mit neurologischen Problemen angreiffen!!) und anfangen muss Happy-Tabletten zu futtern.

Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll und habe auch Schiss davor zum Arzt zu gehen und eine oben genannte Diagnose zu bekommen.

Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann.

Liebe Grüße

KuraiShinzo

Antworten
R e!mu-xla


Es kann gut sein dass du eine Mangelerscheinung hast. Hast du Zucker und Kohlenhydrate in den letzten Monaten wo du abgenommen hast vermieden? Dann bist du vielleicht manchmal einfach unterzuckert. Wenn ich unterzuckert bin zittern meine Hände auch und ein bisschen essen hilft dann auch sofort. Versuch mal Traubenzucker oder einen Keks oder einen Löffel Honig etc wenn deine Hände zittern und schau ob das hilft. Tritt das Zittern auf wenn du dich gerade körperlich irgendwie angestrengt hast?

Und/oder du könntest einen Mineralienmagel haben. Eisen fällt mir da als erstes ein. Ich habe seber einen Eisenmangel und kenne es mich einfach zu nichts aufraffen zu können. Seit ich Eisentabletten nehme geht es mir langsam besser.

Kann auch was anderes sein - zuwenig Proteine, Mineralien ...

Wie sieht denn deine Diät bzw Nahrungsumstellung aus verglichen mit früher? Der Körper gewöhnt sich ja auch dran bestimmte Nährstoffe zu bekommen und wenn man dann etwas ganz oder fast ganz weglässt, kann das zu einer Mangelerscheinung führen.

Kbu^raiyShinzxo


Ich schaue eigentlich darauf, von allem genug zu Essen. Es wird auch nicht besser, wenn ich Zucker zu mir nehme oder nach dem Essen. Auch wenn ich ausgiebig frühstücke geht es mir nicht besser und die Hände sind am weiterzittern. Ich hab mir ne Zeitlang angewöhnt vor der Uni zu essen, weil ich anfangs die Symptome auch aufs Essen bezogen habe. Aber ess hilft mir einfach nicht. Selbst nach dem Frühstück oder Mittagessen hab ich Phasen in der Uni, wo ich plötzlich einschlafen kann und total übermüdet bin.

Eisen hab ich genug, meist über dem Normalwert, da ich Blutspender bin.

Das Zittern kommt unterschiedlich. Wie ich geschrieben habe oft in kleinen "Schüben", die 3- 4 Tage dauern. Meist kommt das bei mir über Nacht- ich stehe morgend auf und das Zittern ist da und bleibt auch lange. Zudem kam das Zittern und die anderen Symptome schon vor der Diät, so dass ich es eigentlich ausschließen kann, das es etwas mit dem Essen zu tun hat.

RAemu-lxa


Ok, dann ist ja gut! :)^

Als nächstes würd ich an Blutdruck, Kreislauf, Herz denken.

Auch andere Krankheiten wie zB Leber- und Nierenkrankheiten können sehr müde machen und oft braucht es eine Zeit bis spezifischere Symptome auftauchen.

Lass doch mal ein grosses Blutbild machen, Blutdruck messen und EKG.

Ich glaube nicht dass ein Arzt sagt du hast "einen an der Waffel" weil du dich ständig müde fühlst.

Koura2iHShixnzo


Das mit "einen an der Waffel haben" meinte ich eigentlich anders. Ich hab mal mit ner Freundin darüber gesprochen und die erwähnte das "Burnout-Syndrom". Ich hab mich angefangen darüber zu informieren und viele Symptome (eigentlich alle) passen dazu. Aber hallo? Ich bin 21. Ich sollte doch wohl in der Lage sein mit meinem Leben klar zu kommen. Ich hab auch mehrer Tests gemacht und wurde jedesmal rot eingestuft. Aber ich will einfach nicht zu Arzt und sagen: "Hallo Doktor, ich bin 21 und völlig fertig und überfordert mit meinem Leben".

Ich hatte vor zwei Jahren ein langzeit EKG. Vollkommen in Ordnung. Blutdruck fast immer 120/80 Puls 82.

Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Ich will nicht zum Arzt gehen, diese Diagnose bestätigt bekommen und als totaler Versager darstehen. Ich bin so fertig, dass ich hier gerade sitze und weine während ich das schreibe.

Du müsstest mich mal in meiner Klausurphase sehen. Ich bin total aphatisch, nur noch am Weinen, total fertig mit der Welt, mein Freund kann mich kaum beruhigen.

Jetzt in diesem Moment wird das Zittern total schlimm.

Ich hab Angst mit jemanden in meinem Umfeld darüber zu reden, mit einem Arzt, meinen Eltern oder meinem Freund, weil ich immer Angst habe als Looser angesehen zu werden oder dass mich jemand auslacht.

Ich weiß, dass ich Hilfe brauche, aber ich weiß nicht, wohin ich gehen soll.

Rmemu-lxa


Ich bin so fertig, dass ich hier gerade sitze und weine während ich das schreibe.

:°_

In dem Fall solltest dir psychologische Hilfe holen. Es braucht ja niemand davon zu erfahren. Aber du solltest mit jemandem darüber reden der dir kompetent helfen kann diesen Druck den du dir selber machst loszulassen und die Versagensängste mal näher unter die Lupe zu nehmen. Sonst klappst du vielleicht mal irgendwann zusammen. Medikamente brauchst du ja nicht zu nehmen, wenn du nicht willst, aber darüber reden und herausfinden warum du so fühlst wär doch gut, oder? Angst zu versagen ist sehr verbreitet, kein Grund sich dafür zu schämen oder sowas. :-)

Kannst ja mal den Anfang machen und hier im Psychologie Forum schreiben, da sind sicher etliche die das auch kennen und dir besseren Rat als ich geben können.

Trotzdem würd ich auch ein grosses Blutbild machen lassen, einfach um unterschwellige Infektionen oder organische Krankheiten auszuschliessen. Solltest du nämlich körperlich krank sein, kann das dann auch dazu führen dass du dich überfordert fühlst.

Ich hoffe du kannst dich dazu durchringen dir Hilfe zu holen @:)

Vaan-essa2*009


:)* :)* :)* :)*

Ich hoffe dass alles wieder besser wird! @:)

KRurahiShinxzo


So, vielen Dank erstmal, für die lieben Antworten von euch. :)^

Ich war heute beim Arzt, nachdem sich meine Symptome verschlimmert haben.

Ich hab eine Überweisung zum Neurologen bekommen, auf den Verdacht hin, dass sich meine Hypophyse wieder vergrößert hat (wurde vor 4 Jahren festgestellt, dass ich sie vergrößert ist) und mir auf den Sehnerv drückt, da ich plötzlich einen kleinen blinden Fleck ins rechte Auge bekam, der kommt und wieder geht.

Zudem habe ich Doxepin-neuraxpharm gegen die Schlafprobleme und die Depressionen bekommen.

Auf eigenen Wunsch habe ich mir Methylphenidat verschreiben lassen, weil ich mich weder auf die Uni noch auf meine Seminare konzentrieren kann und endlich Ruhe zum lernen brauche. :-/ (Ich weiß, dass das nicht toll ist)

Ich werd dann wohl demnächst ein CT von Kopf und dann eine Hormonuntersuchung bekommen.

Ich hoffe, das da dann mal was raus kommt, denn diese Kopfschmerzen machen mich echt fertig. :-/

LG

RQem<u-la


Hast du richtig gemacht! :)^ Ich wünsche dir alles Gute, und dass du bald eine Diagnose und eine Behandlung bekommst! @:)

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