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Bin ich hypochondrisch? Was hilft??

aulexH-ha#se hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

ich denke, ich muss mir mal etwas von der Seele schreiben. Seit etwa einem halben Jahr bin ich extrem empfindlich bei irgendwelchen Regungen meines Körpers und habe sofort Angst etwas Schlimmes könne sich dahinter verbergen. Im Mai und Juni hatte ich z.B. Verdauungsprobleme die ich so vorher nicht hatte, habe im i-net geschaut und sofort Angst vor Darmkrebs bekommen. Einige Wochen später hatte ich nachdem ich eine Weile meinen Kopf in der Hand aufgestützt hatte eine taube Stelle auf der Lippe, die aber innerhalb eines Tages wieder verschwand. Was soll ich sagen - ich habe nach "tauber Lippe" gegoogelt und bin natürlich auf MS gestoßen - ziemlich blöd wenn man mit Abstand drüber nachdenkt. Seit diesem Tag aber habe ich regelmäßig regelrechte Panikattacken wenn mal irgendwo was taub wird ... heute habe ich total schwache Beine, und kann nicht sagen ob ich mirs einbilde oder nicht ... Hatte auch ziemlich Stress in letzter Zeit und hab mich, glaub ich, insgesamt etwas übernommen. Kann schlecht entspannen und schlafe schlecht ... Aber ich werd diese verdammte Angst nicht los... bin auch wegen eines kleinen blauen Flecks unter dem Zehnagel nach ner langen Wanderung zum Arzt, weil ich Angst vor nem Melanom hatte .... Was soll ich tun? Ich will nicht mehr zu Ärzten rennen, ich will einfach wieder fröhlich und unbeschwert sein können!

Ich hoffe niemand mit einer ernsthaften Erkrankung fühlt sich von diesem Beitrag in irgendeiner Weise angegriffen. Aber im Psychologieforum kam ich mir auch nicht richtig vor. Bin dankbar für alle Antworten.

Antworten
Rbemux-la


Ja, das kennen wohl viele hier. Ich kenne das auch. Ist bei mir aber nicht extrem, bei dir?

Wenn man nicht extrem hypochondrisch ist und es zur Phobie wird, kann man sich glaub ich gut einfach ablenken. Sich auf Dinge besinnen die Spass machen, die man gerne macht. Letzten Monat hab ich eine Woche lang gedacht ich hätte vielleicht Eierstockkrebs. Da hat mir das gut geholfen, einfach anderes zu machen, nicht zu googeln, und das Testergebniss abzuwarten.

Ich finds nicht so schlimm, wenn es nicht krankhaft wird, denn da man sich manchmal Sorgen macht, macht man ja auch regelmässiger Check-Ups und Routine Vorsorge etc. Und das ist ja nur gut!

Solange man die Gedanken disziplinieren kann ... ;-)

e8miclia7


hallo alex,

der wichtigste tip den ich dir in dieser sache geben kann ist: finger weg vom internet!!!

natürlich sind viele informationen dort wichtig und nützlich, aber als laie hat man keine möglichkeit das richtig zu filtern. du gibst z.b. schwindel ein und landest ziemlich schnell beim hirntumor.... natürlich kann das ein symtom sein, aber die wahrscheinlichkeit ist äußerst! gering... je mehr man liest desto größer werden angst und panik und bei mir war es so dass ich irgendwann meiner internet-selbstdiagnose mehr geglaubt und vertraut habe als dem fachmann (-arzt).

wenn du einen guten hausarzt hast dem du vertraust erzähl ihm von deinem problem, dann könnt ihr vielleicht gemeinsam einen weg für dich finden.

aTlex=-hasxe


So, da bin ich wieder und hol den Faden aus der Versenkung. Eine Zeit lang ging es mir ganz gut, hatte natürlich immer wieder mal kurze Angstphasen, hab das aber ganz gut im Griff gehabt, mir selbst gesagt "du bewertest das über, bildest dir das ein" usw. In den letzten Wochen geht es mir aber ziemlich schlecht. Aber wieder starke Angts vor bestimmten Krankheiten (will das nicht weiter ausbauen an der Stelle) und bilde mir dauernd ein, ein neues Symptom gefunden zu haben, habe wirklich Angst, teilweise bis hin zu Panikattacken mit Zittern und allem drum und dran. Hatte lange keinen Tag mehr, den ich unbeschwert genießen konnte, wegen dieser Gedanken. Es hilft auch nichts, wenn ich versuche den Gedankenfluss zu unterbrechen und mir selbst laut "stopp" sage, wenn die negativ-gedankenmühle losgeht. Ich denke, dass ich nicht allein damit fertig werde und das ich Hilfe brauche. Was kann ich tun, wie geht man da vor? Hat hier jemand Erfahrung – kann mir schlecht vorstellen, zum Hausarzt zu gehen, und zu sagen "ich bin hypochondrisch" ...

danke für hilfreiche Antworten!

L-öck]cdhenx1


Hi alex-hase,

es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Du an deinem Problem arbeiten kannst.

Wenn du sehr unter Paniattacken leidest, könntest Du einen Psychiater aufsuchen, welcher dir warscheinlich ein Antidepressivum verschreibt. Das lindert die Symptome, solange Du das AD einnimmst. Es ändert aber nichts an deiner psychischen Erkrankung. AD wirken übrigens erst nach einigen Wochen einahme.

Die zweite Möglichkeit ist ein Psychotherapie. Adressen von Psychotherapeuten bekommst Du bei deiner Krankenkasse und der kassenärztlichen Vereinigung deines Bundeslandes. Bei Angststörungen werden im allgemeinen Verhaltenstherapien empfohlen da am wirksamsten bei dieser Störung. Alle wichtigen Infos zur Verhaltenstherapie findest Du hier:[[http://www.palverlag.de/Kognit.-Verhaltenstherapie.html]]

LgöckLchgen1


Und hier: [[http://www.palverlag.de/Psychotherapie-Information.html]]

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