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Hyperprolaktinämie und Migräne?

S4il1bexr hat die Diskussion gestartet


Weiss jemand, ob da ein Zusammenhang besteht? Oder anders gefragt, kann es sein, dass ich seltener Probleme mit Migräne (sofern es denn welche ist, ich warte immer noch auf meinen Termin für die Diagnostik) habe, seitdem ich Cabergolin einnehme? Oder ist das Zufall/Einbildung?

Habe so auf die Schnelle nichts dazu gefunden. :-/

Danke! @:)

Antworten
étpinxe


Welche Diagnostik ist denn gemacht worden - was ist die Ursache für die Prolaktinämie?

Nahe liegt da ja ein Prolaktinom (gutartiger Tumor an der Hirnanhangdrüse), das kann per Kopf-MRT festgestellt werden. Neben der medikamentösen Therapie kann auch eine OP in Betracht gezogen werden. Die Stelle im Kopf ist recht "eng", da könnte schon etwas drücken, falls da eine Raumforderung ist. Es kann aber auch gar nichts miteinander zu tun haben - das merkt man im Normalfall erst nach der OP ;-) Ich kenne das Präparat nicht, welche Nebenwirkungen hat es denn ansonsten?

Oft werden Prolaktinome mit Medikamenteneinnahme kleiner, das könnte auch ein Grund für die selteneren Anfälle sein...

Ich hatte an dieser Stelle eine Zyste, die jetzt vor fast 5 Jahren operiert worden ist. Meine Migräne hat sich dadurch erst gar nicht gebessert, inzwischen hab ich aber maximal noch einen Anfall in einem halben Jahr :)^

Aber ob das Ganze zusammenhing, weiß man nicht... :|N

SLilhber


Ursache: Das weiss ich noch nicht, hab den Arzttermin, wo das MRI besprochen wird, erst nächsten Donnerstag.

Ich persönlich glaube ja nicht, dass ich ein Prolaktinom habe, eher medikamentös, und durch Stress. Heute wurde mir Blut abgenommen, bin mal gespannt, wo der Wert jetzt ist.

Echt, das Prolaktinom selbst könnte Migräne auslösen? Sie hat mich nach Gesichtsfeldausfällen gefragt (weil ja da in der Nähe irgendein Sehnerv (oder so) ist), aber die habe ich nicht. Sie meinte aber auch, operieren würde man das nicht, eben wegen der Stelle dort. :-/ ???

Ich habe mich halt gefragt, ob der erhöhte Prolaktinspiegel (79,9 Mikrogramm/l, oberer Grenzwert 23,3. Bei der zweiten Blutuntersuchung - da sollte ausgeschlossen werden, dass die Erhöhung nur Zufall ist - war er dann noch höher, die genaue Zahl weiss ich nicht), unabhängig von der Ursache, was mit der Migräne zu tun haben könnte. Das werde ich die Ärztin sicherlich auch noch fragen. Wäre natürlich äusserst praktisch. :-) vielleicht ist es aber einfach nur Zufall,, ich habe immer mal wieder "bessere Zeiten", was die Migräne angeht.

Cabergolin hat bei mir keine Nebenwirkungen. Es kann wohl zu Übelkeit und sowas kommen, habe das jetzt nicht mehr im Kopf. Ich vertrage es einwandfrei. Kriege aber nur 0,25mg. Das Zeug ist auch schweineteuer (8 Tabletten à 0,5mg kosten 66 Euro :-o). %-|

Rxemux-la


Wenn du tatsächlich ein Prolaktinom hast kann das auch zu Kopfschmerzen führen (wie jede Raumforderung, gut- oder bösartig im Gehirn). Da die Gegend nahe dem optischen Nerv ist kann es auch zu Sehstörungen kommen, was dann auch mit Migräne verwechselt werden kann.

SD Unterfunktion kann auch zu erhöhtem Prolaktin führen, ich nehme an dein Blut wird gerade dafür getestet?

Wenn kein anderer Grund für die Hyperprolaktinämie gefunden wird wäre ein MRT gut.

S>ilbeyr


Die Schilddrüse wurde vor einem Jahr komplett untersucht, d.h. mit Ultraschall und allem.

ein MRI hatte ich letztens mal, das Ergebnis wird nächsten Donnerstag besprochen. :-)

Sehstörungen habe ich nicht, meine Migräne ist komisch, atypisch, keine Licht- und Lärmempfindlichkeit, keine Übelkeit/kein Erbrechen, Aura auch nicht - das einzige, was gleich ist, ist die Schmerzqualität, einseitig, hinterm Auge, Bewegung führt zu einem Pulsieren/Pochen, der Schmerz lässt sich nicht "wegschlafen" (wie man es z.B. bei Spannungskopfschmerz kann), Mindestdauer meistens 12 Stunden, Tabletten helfen am ehesten, wenn ich sie direkt zu Beginn nehme. Trotzdem- "normale" Migräne ist das wohl nicht. Deswegen fiebere ich ja der Diagnostik entgegen, warte seit Mai auf einen Termin. :-/

R9e6mu-xla


Klar ist das ne Migräne. Die müssen ja nicht unbedingt mit Aura und allem Tamtam sein. Ich hab die genauso wie du es beschreibst.

Achso, MRT hattest du schon. Dann wird es ja interessant sein zu erfahren ob du ein Prolaktinom hast und ob es viel Raum einnimmt.

Mehr kann man da wohl im Moment nicht sagen ... :-/

S+ilbexr


Wie wird die Migräne bei dir behandelt?

Mir gehen langsam aber sicher die Schmerzmittel aus, hab schon so vieles genommen, alles verliert nach einer Weile die Wirkung. %-|

Danke für die Antworten! @:)

R5e=mu-lxa


Ich nehme Ibuprofen + Paracetamol dagegen. Das hilft fast immer. Aspirin und Paracetamol alleine helfen mir nicht, auch icht hochdosiert. Triptane hab ich noch nicht ausprobiert. Hast du Kombinationen ausprobiert?

Habe gerade einen englischen Artikel gefunden wo ein Mann mit einem Prolaktinom nach Gabe von Bromocriptine (Alternative zu dem was du nimmst, verkleinert auch den Tumor) nie wieder Migräne hatte, davor 27 Jahre lang chronische, häufige, schwere Migräneanfälle.

Ich denke für dich besteht Hoffnung dass du deine Migräne auch bald los bist! Ich drück die Daumen! :)^

S:i5lbNer


Danke! @:)

Die einzige Kombination bisher ist das, was ich jetzt meistens nehme, Tramadol und Paracetamol. Ansonsten hatte ich eine Paracetamol-Koffein-Kombination. Half anfangs super - dann musste ich die Dosis steigern und dann half es gar nicht mehr. %-| Triptane hatte ich auch nie, der Arzt hat auch gesagt, so ohne Diagnose (er selbst ist da überfragt) will er sie nicht verschreiben.

Naja, ich hoffe mal, dass es wirklich daran liegt, also am zu hohen Prolaktinspiegel. Wäre nämlich echt froh, wenn das vorbei wäre...

lieben Dank nochmal für die Antworten (und fürs Suchen ;-))! @:) Und natürlich auch ein Dankeschön an épine! @:)

é^ptine


Also ich hab Triptane auch testweise vom Hausarzt bekommen... Migräne wird letztlich dann ja doch durch Symptomatiken diagnostiziert.

Mach mit dem Tramal vorsichtig... Aber das wirst Du ja wissen.

Nur hierzu:

Sie meinte aber auch, operieren würde man das nicht, eben wegen der Stelle dort. :-/ ???

Dann würde ich eiskalt den Arzt wechseln.

Diese OPs werden durch die Nase bzw. "transphenoidal" durchgeführt und verlaufen in der entsprechenden Klinik ganz ausgezeichnet. Ich selbst war in der Uni Erlangen und kann es nur empfehlen ;-)

Dort hab ich über Jahre der Beobachtung viele Patienten kennengelernt, der Großteil davon sehr jung, die an eben dieser Stelle irgendwas sitzen hatten... Zu 99,irgendwas % ist da auch alles gutartig... Zysten, Prolaktinome, andere hormonproduzierende oder nicht-produzierende Tumoren...

Teils mit Gesichtsfeldeinschränkungen, teilweise nicht. Und alle sind spätestens 9 Tage nach der OP wieder nach Hause :)^

Ich selbst brauchte die volle Zeit, weil die OP selbst zwar super lief und ich nicht mal Tamponaden hatte (Wunden ja auch nicht, die gehen ja durch die Nase) - allerdings danach eine Nebenhöhlenentzündung, die als Komplikation häufig kommt.

Ansonsten war es aber echt problemlos und in entsprechend spezialisierten Kliniken tatsächlich ein Routineeingriff... *:)

Vielleicht isses ja auch gar nichts und somit nicht nötig. :)z

Gute Besserung auf jeden Fall!

Sjilbxer


Dankeschön! @:)

Die Ärztin ist ansonsten sehr gut (endlich mal eine, die mich ernst nimmt und nicht meint, ich soll halt einfach die Pille nehmen (bin ja wegen Zyklusstörungen bzw. Amenorrhoe bei ihr)), vielleicht meinte sie auch, man operiert dort nicht gerne, und nicht, man operiert dort gar nicht - ich weiss es nicht. Ich lebe in der Schweiz, deshalb ist Erlangen für mich sowieso nicht machbar. ;-)

mein Arzt sah sich nicht in der Lage, eine Diagnose zu stellen. Er sei sich nicht sicher, ob das Migräne sei. Es könnten auch Spannungskopfschmerzen sein. Na klar, diese sind zwar beidseitig, beeinträchtigen einen im Alltag nicht und verschlimmern sich nicht bei Bewegung -also genau das Gegenteil von meinen Schmerzen - aber gut, wie er meint. :=o

Ich mag das Tramadol nicht. Nicht wegen Abhängigkeitsgefahr, die besteht bei mir nicht, da ich mich so oder so auf die 10 Einnahmen pro Monat beschränken muss (wegen Medikamentenkopfschmerzgefahr, die sonst besteht) und diese inzwischen meistens nicht mehr erreiche. Mich stört halt das Krampfanfallsrisiko, weil ich bereits ein Antidepressivum nehme, das die Krampfschwelle senkt. Ich bin da nicht vorbelastet, aber man weiss ja nie. %-| des weiteren bin ich jetzt auch schon bei 150mg Tramadol auf einmal, grossartig erhöhen kann ich das nicht, zumindest nicht auf einmal. Und bei höheren Dosierungen wird mir dann schlecht. {:(

ansonsten habe ich noch Naproxen, aber das hilft nicht wirklich gut. der ganze Rest, der übrig bleibt, fällt bereits unter das Betäubungsmittelgesetz (Tilidin und sowas)- steht also gar nicht zur Debatte.

Deshalb wäre ich extrem froh, wenn die Migräne weggehen würde. :)^ naja, mal sehen, bin mal gespannt auf den Termin. :-)

R,emuh-xla


mein Arzt sah sich nicht in der Lage, eine Diagnose zu stellen. Er sei sich nicht sicher, ob das Migräne sei. Es könnten auch Spannungskopfschmerzen sein. Na klar, diese sind zwar beidseitig, beeinträchtigen einen im Alltag nicht und verschlimmern sich nicht bei Bewegung -also genau das Gegenteil von meinen Schmerzen - aber gut, wie er meint. :=o

Ist das ein Neurologe? Warum gehst du nicht zu jemand anderem, der dir Triptane verschreibt? Tramadol ist ja nicht gerade das Mittel erster Wahl bei Kopfschmerzen/Migräne.

naja, mal sehen, bin mal gespannt auf den Termin.

Ja, berichte dann mal! Alles GUte! @:)

S@ilbexr


Nein, ist ein Internist - ich brauche für einen Neurologen eine Überweisung, genauso wie für die Kopfschmerzsprechstunde. Da ich aber schlechte Erfahrungen gemacht habe (war letzten Dezember schon bei einem Internisten deswegen - er meinte nur, Kopfschmerzen habe jeder mal (ich habe ihm mehrfach erklärt, warum ich das nicht mehr als normale Kopfschmerzen, die jeder mal hat, betrachte) und weigerte sich, irgendwas zu machen. Der Internist, bei dem ich jetzt bin, wurde mir dann empfohlen. Ist zwar ein bisschen komisch, weil er mich immer fragt, was ich von ihm will, und welches Medikament und sowas - aber er nimmt mich wenigstens ernst und das finde ich sehr wertvoll. :-) :-)

Tramadol mag nicht erste Wahl sein, aber letzte, nicht dem BtmG unterstehende Möglichkeit. :-|

Danke dir - ich berichte dann. :-D @:)

S=ileber


Also, bin zurück vom Termin. Habe ein Mikroprolaktinom, d.h. ein kleines, ist auch gut abgegrenzt vom Rest.

Ob der Prolaktinspiegel Einfluss auf die Migräne hat habe ich nicht gefragt, weil meine Ärztin nicht da war und die 2, die sie vertreten haben, waren..naja. Sie schienen sich nicht wirklich auszukennen. :-| sie haben aber aufgeschrieben, dass es evtl. besser wurde mit der Migräne (ich kann es nicht einschätzen, habe immer mal schlechtere und mal bessere Zeiiten).

R'emur-lxa


Na, dann ist ja gut dass es nur klein ist! Kann man nur hoffen dass die Migräne dann wirklich mit der Zeit weniger wird mit dem Cabergolin.

Hast du denn nochmal einen Termin mit deiner regulären Ärztin?

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