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Muskel-/ Nervenerkrankung oder doch nicht?

Afchil[les'84 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr.

Einige von euch mögen meinen letzten Beitrag noch kennen bei dem ich meine enorme Angst vor ALS geäussert habe.Nun seitdem sind nun einige Monate ins Land gegangen.Ich kann mich erinnern das einer da mal schrieb "warte noch 5-6 Monate dann weist du mehr".Tja was soll ich sagen die Monate sind vergangen und ich bin nicht wirklich schlauer geworden.Vielleicht fehlt mir aber auch einfach langsam ein bisschen Objektivität,deshalb bitte ich nochmal um euro Hilfe.

Meine Symptome sind geblieben und teilweise schlimmer geworden.Aktuell:

Muskelschwäche im ganzen Körper

Muskelvibrationen,-zittern,-zuckungen

gestörte Balance,Bewgungskoordination

Verlust von Muskulatur

Knochen und Gelenkschmerzen

Gefühlsstörungen

Erschöpfung / Müdigkeit

etc.,etc.etc

Meine ganzen Muskeln fühlen sich immer noch weich und schwammig an und ich spüre jeden Knochen hindurch.Ist aktuell so schlimm geworden das ich auch beim LAufen Schmerzen habe weil ich erstens jeden kleinen Fussknochen durchspüre und mir die Gelenke schmerzen.Die Fusssohle ist auch so weich das ich immer das Gefühl habe mir verschiebt es den ganzen Fuss wenn ich auf was festes trete.Die Knöchel wirken so instabil als hätte man 2 Knöchelverletzungen.Das wirkt sich natürlich nicht grad positiv auf die Bewegungsstabilität aus.Da macht schon laufen echt keinen Spass mehr.Vom Laufen mal abgesehen,sind die anderen Muskeln nicht viel besser.Alles irgendwie ohne Spannung und beschwert sich bei jeder Bewegung.Beine zittern manchmal schon beim Treppe runtergehen,ABER packen wenn ich sie zwinge noch 120 Kg an der Beinpresse.Und auch letzten Monat als ich mal ein bisschen Handstandtraining machte war das zwar ein einziges zitterndes Elend aber nach ner Woche stemmte ich 50KG locker über Kopf,was ich in meinen fitten Tagen nie konnte.Auch meine dürren Spinnenhände sehen zwar nicht gut aus und die Knochen schmerzen seit langem,aber ich drücke mit mässiger Mühe dennoch meinen neuen 91 kg Gripper zusammen.So richtig Sinn macht das alles für mich nicht.

Auf der einen Seite sieht alles nach einer richtig hässlichen Muskel oder Nervenerkrankung aus...

Die ganze Schwäche und das Zittern ist so echt wie es nur sein kann.Ich hab auch wirklich Probleme mit meiner Körperstabilität und Balance.Muss mich im Zug schon festhalten wie ne alte Oma.Meine ganzen Bewegungen fühlen sich an als würde ich auf der Felge laufen und mich permanent auf Eiern bewegen.Meine Knochen schmerzen,und ich denke mir "logisch wenn mein Fuss so dünn ist gehts mir halt auf die Knochen und die Gelenke,macht völlig Sinn".Und auch Muskulatur hab ich sichtbar verloren,besonders merklich an den Händen und Füssen weil da ja mit die kleinsten Muskeln sind.Achja und dann hab ich natürlich auch noch richtige Muskelzuckungen,sowohl welche die ich merke als auch mehr Feine die kaum spürbar und allenfalls sichtbar sind.Wenn ich das so lese denke ich "klare Sache,finito das wars!"

oder vielleicht doch nicht?!?

wie seit Beginn dieser Geschichte bin ich auch die letzten Monate pausenlos umhergezogen und habe nach Meinungen zu meiner Symptomatik gesucht.Ich war seit August auch nochmal bei etlichen Neurologen,inclusive 2 guter Professoren und 2 Oberärzten.Zuletzt war ich 7 Tage in Halle bei Professor Zierz der mit zu den besten in Europa gehört.Und gerade gestern komm ich von der Uni Halle beim Professor Witte.Die Einschätzungen ähneln sich.

Am Ende steht immer "Kein Hinweis auf eine neurologische Erkrankung".Professor Zierz bestätigte mir zwar das ich richtige Faszikulationen habe,aber das war auch schon das einzige was ihm Sorgen machte.Professor Witte aus Jena ist sich sicher das alle Symptome eine Folge immenser Stressbelastung sind.

Keiner der Ärzte fand meine Hände oder Füsse besorgniserregend,wenngleich jeder zugab das da mehr Muskeln sein könnten,aber scheinbar nicht zuwenig sind.Noch gestern sagte der eine Professor zu mir das er da ganz klar leichten Muskelrückgang an meiner Hand erkennen könnte,das dass aber wohl eher von mangelnder Aktivität kommt...

seine Meinung unterstützen alle bisherigen Berichte seiner Vorgänger und zahllose Untersuchungsergebnisse.Seit diese Geschichte im Mai anfing wurde praktisch alles gemacht außer viellicht ner Muskelbiopsie.Es gab MRT,verschiedene NLG´s,insgesamt 5 EMG´s,2 LP´s,Messung des Autonomen Nervensystems,Tremoranalyse,zahlreiche Blutbilder inkl. Muskelenzyme Borreliose Sereologien und natürlich x-fache neurologische Untersuchungen.Und obwohl sich mein Zustand kontinuierlich verschlechtert hat gibt es bis heute keinerleic Auffälligkeit bis auf einen relativ niedrigen Magnesiumspiegel.Achja nebenbei hab ich auch alle anderne neurologischen Bereiche intensiv abgescheckt ohne Ergebnis...

Also was zum Teufel ist hier los?! ;-) Meine negative Seite sagt mir immer,es ist einfach noch nicht schlimm genug damit den Ärzten was auffällt.Auf der anderen Seite ist mein Zustand schon so katastrophal das sich irgendwo ne Auffälligkeit zeigen müsste.

Also jetzt mal ehrlich,könnte es vielleicht gar nichts neurologisch / organisches sein?! Könnte es sich hier vielleicht sogar um eine Kombination verschiedener Faktoren handeln?? Viele meiner Symptome könnten stressbedingt sein,dazu der ein oder andere Nährstoffmangel,und was nicht zu unterschätzen ist die enorme Angst und Panik vor schrecklichen Erkrankungen die einen mit jedem Tag noch hypersensibler macht für jede Kleinigkeit und die Wahrnehmung völlig verändert.Könnte das wirklich eine rationale Erklärung sein?!? Ich bin da sehr skeptisch,dennoch hier einige objektive Hinweise:

die ganze Situation begann Anfang dieses Jahres wo ich bereits gestresst war von meinem bis dahin verpfuschten Leben.Ich kann mich noch Erinnern wie ich als es mir langsam schlechter ging eines Nachts ein paar Zeilen schreib in denen ich mir vornahm mein Leben jetzt zu ändern oder überhaupt nicht mehr.Am nächsten Tag sollte es losgehen.Natürlich tat ich nichts wie immer,und in der darauffolgenden NAcht hatte ich die schlimmste Panikattacke meines Lebens die mich mit 140 Ruhepuls ins Krankenhaus brachte.Zufall nicht wahr?!

dann was die Muskelschwäche angeht,irgendwie ist das ne seltsame Geschichte.Auf der einen Seite zittern mir die Beine schon bei geringen Belastungen,meine Balance und Koordination ist völlig im Eimer,dennoch kann ich immer noch meine alten Gewichte drücken und sogar mehr als früher.Wenn ich 30 sekunden ein Glas halte wird mir der Arm schwer,aber ich kann immernoch Langhantelcurls mit 40 KG machen oder 50 Liegestütze.Ist alles nicht mehr schön,aber es geht.Auch Kraftzuwachs scheint noch drin zu sein.Ich hab schon viele Geschichten von Muskelkrankheiten gelesen,wo´s bei Leuten damit anfängt das sie kein Glas mehr halten können,geschweige denn ne Kurzhantel ;-)

Auch meine Hände und Füsse die mir aktuell am meistren Sorgen machen sind ein gutes Beispiel für diese Surrealität.Schmerzen,dünn,Muskelverlust den man wirklich auch sehen kann.Auf der anderen Seite sagte mir der letzte Oberarzt als auch meine Physiotherapeutin das ich ordentlich Kraft sowohl in Füssen als auch in den Zehen habe.Und auch meine Hände sind jederzeit für sagen wir 65 KG Handkraft gut,dünn hin oder her.Wenn dieser Muskelrückgang nun also krankhaft wäre müsste ich eigentlich zumindest auch Schwäche in diesen Bereichen haben und zwar so das es merklich ist...achja Zehen und Hackenlaufen tut zwar weh aber kann ich trotzdem ne hlabe Stunde machen wenns sein muss ;-)

auch scheine ich die Tatsache zu unterschätzen das ich jetzt bereits seit 8 Monaten doch ein sehr eingeschränktes Bewegungspensum habe.Früher fuhr ich jeden Tag Fahrad 10 km Minium,ging laufen,schwimmen,basketball spielen.Seit 8 Monaten mache ich nichts von alledem,bewege mich allenfalls mal ein zwei Stunden am Tag in Form von Laufen,oder oft nur durch die Wohnung.Eigentlich ganz logisch das einem da mit der Zeit die Muskulatur flöten geht,ich hätte nur nicht gedacht das dass so schnell gehen könnte.Andererseits baut der Körper nunmal rigoros das ab was er nicht brauch.Der lezte Professor sagte ja auch,klar ist da Muskulatur verschwunden,aber wäre es neurologisch würde es anders oder viele schlimmer aussehen + Kraftverlust.

Auch das Magnesium habe ich lange vergessen.Mein Spiegel liegt mittlerweile knapp überm kritischen Bereich,was bedeutet das eventuell schon ein deutlicher Mangel and Mg in den Zellen vorliegen dürfte.Muskelzucken,Muskelschwäche kann alles mit Mg zusammenhängen.

und achja die ständige Angst die diese schreckliche Situation mit sich bringt erzeugt natürlich weiter Mengen an Stress der die Symptome verschlimmert.Laut dem Test meines autonomen Nervensystems springt meine Stresslevel durch die Decke.Professor sagte gestern das er das in der Tat für so schlimm hält das so ziemlich alles meine Symptome darauf zurückzuführen sind,gilt auch für Schmerzen,Instabilität,Muskelschwäche.

Also es bleiben 2 Möglichkeiten:

entweder ist es doch was neurologisches was einfach noch nicht schlimm genug ist um bei all den klinischen Untersuchungen und der intensiven Diagnosik über den Zeitraum der letzen 8 Monate aufzufallen

oder

ich habe es hier mit einem gravierendem psychologischen Phänomen zu tun.Eventuell ne Somaisierungsstörung verstärkt durch enormen Stress,Angst,Panik und vielleicht sogar noch nem Nährstoffmangel.

All das könnte mit Stress angefangen haben und hat sich dann durch die Angst vor Erkrankungen weiter intensiviert und ist zum Selbstläufer geworden.Dadurch resultierte Inaktivität die eventuell ebenfall Einfluss genommen hat + der immer weiter sinkende Magnesiumspiegel...

gewagte theorie,aber wer weiss...

was meint ihr denn zu diesem schlammassel??

kann stress oder die psyche wirklich so schwere symptome erzeugen?

kann sich meine hand und fussmuskulatur durch mangelnden gebrauch zurückentwickeln wie mein neurologe sagt?

beste grüsse

patrick

Antworten
M)ar{kusseql_x08


Hallo bin auch ein 84er.

Hatte ja vor einem Jahr eine ganz ähnliche Geschichte geschildert. Mir geht es mittlerweile ziemlich gut. Bin wieder mitten im Leben. Ich habe zwar kontinuierlich muskuläre Probleme, diese sind aber viel weniger intensiv wie sie es vor einem Jahr waren.

Ich hatte damals auch ganz schön Druck gemacht damit möglichst viel bei mir untersucht wurde. Bis auf eine Auffälligkeit bei einer Nervenwasseruntersuchung kam aber nichts heraus, bis auf die Vermutung, dass alles psychisch bedingt seien könnte. Ich hatte auch im Vorfeld eine massive Stresssituation.

Eigentlich bin ich sonst eine sehr starke und sichere Persönlichkeit und so konnte ich mir das alles kaum erklären. Außerdem irritierte mich das Verhalten einiger Ärzte, die sich wohl nur entsprechend irgendwelcher Standards verhalten wollten aber deshalb nie direkt und ehrlich auf mich eingehen konnten.

Wie Du war ich hin und her gerissen, was jetzt der wirkliche Grund meines, sich zu dieser Zeit, stetig verschlechternden Zustandes seien könnte. Alle meine körperlichen Interpretationen wiedersprachen sich doch immer in kleinen aber feinen Punkten.

Ohne jetzt weiter um den heißen Brei herumzureden fasse ich mich jetzt kurz:

-hatte dann damals Paroxetin genommen(der Wendepunkt) wenn das unwillkürliche Nervensystem verrücktspielt, man Angst hat und das die Situation weiter verschlechtert, tut es gut, wenn man mit diesem Medikament die Angst verliert.

Ich dachte mir dann: "Auch wenn ich wegen dem Misst bald krepier - jetzt habe ich erst mal Spaß"

-habe wieder angefangen regelmäßig Sport zu treiben

-wieder mit dem Alltag begonnen

-mich entschieden nichtmehr über neurologische Erklärungen nachzudenken/ ich muss(kann aber mal um mich zu beruhigen) nicht zum Arzt gehen denn wenn es wirklich so schlimm ist wird/muss mich eh jemand hintragen(das half den Aktionismus zu unterbrechen)

-jetzt habe ich weiter Geduld das es immer besser wird

Noch eine Meinung:

Wenn das Leben nicht so läuft wie man es sich wünscht ist es falsch sich vorzunehmen es mit einem Schlag zu ändern. Das baut enormen Druck auf(der Gedanke kommt auf: Etwas was man sein Leben lang nicht geschafft hatte muss jetzt klappen sonst ist alles verloren)

Meine Philosophie wie man sein Leben trotzdem aktiv in die richtigen Bahnen bringen kann:

Man muss alle kleinen Schritte und Entscheidungen abwägen und im Schnitt öfters in die richtige Richtung gehen dann verbessert sich die Situation immer weiter (Allein die Bereitschaft dazu aufrecht zu erhalten denke ich reicht schon fast).

J)ensx27


Hey ihr zwei,

ihr schreibt ja fast die gleichen Geschichten wie ich. Ich erkenne mich in vielen Punkten selbst.

Hab auch viele Symptome wo mich verückt mach siehe hier

[[http://www.med1.de/Forum/Orthopaedie/495818/13161769/]]

Mittlerweile beschränken sich meine Beschwerden großteils auf den Hals und gesichtberreich, wobei das Muskelzucken überall auftritt.

Bei mir ist es so gar so übel. dass mein hals und meine Wangen teilweise lange Taub sind.

War aber vor 2 Wochen in Rottweil beim chefarzt der Neurologie, welcher aber bis auf eine grenzwertige , kotikale P40 Latenz festgestellt hat, wo aber grenzwertig ist, was aber vom BSF in der LWS herführen könnte.

War diese Woche auch noch bei meinem ,, Hausneurologen '', welcher mir nochmals meine Arme und Hände durchgemessen hat, weil diese dort gerade emens gezuckt haten und Taub waren, kam aber nichts dabei raus.

Gruss

Jens

JDenos27


...man man man was schreib ich für ein Durcheinender ;-D

SoheBep


@ Achilles84

Wurde der Vitamin B12 Spiegel schon gemessen und auf Borreliose getestet?

AKc.hillBes8x4


B12 wurde glaub ich schonmal getestet.Borreliose ebenfalls,mal wars negativ mal positiv.

Es gab sowohl mal positive IgM als auch IgG Titer,aber nichts eindeutiges.Das Thema ist noch nicht so richtig vom Tisch da man sich im Zweifel besser nicht zu sehr auf die Standardtests verlässt,aber ich halte meine Symptome für zu untypisch um Borreliose zu sein.Hab trotzdem in Januar nen Termin beim Spezialisten.Vielleicht ergibt sich ja da nochwas...

A&chill3esx84


Ganz quatsch wäre Borreliose natürlich nicht,zumal die ganze Sache mit grippeähnlichen Symptomen angefangen hat von denen ich mich nicht wieder erholt habe.Zumindest das wäre ein klassischer Beginn.Und da ich im Wald wohne ziehe ich mir zwischen April und Oktober ca. alle 2 Wochen ne Zecke raus.Leider ergab sich kein charakteristischer Hautausschlag sonst wärs einfacher festzumachen...

S-heeOp


Den Hautaussschlag muss es ja nicht zwingend geben. Ich würde da mal dran bleiben. Das Blut müsste auch vom Arzt in ein Labor geschickt werden, welches sich auf solche Fälle spezialisiert hat, dann kann man sich des Ergebnisses auch recht sicher sein. An deiner Stelle würde ich dein Problem nochmal im Unterforum "Andere Infektionen" schildern. Vielleicht kann dir da jemand weiter helfen der mehr Ahnung von Borreliose hat.

L&öckchben1


Lieber Achilles,

all sie Symptome die Du beschreibst wurden vielfach körperlich abgescheckt und Du wurdest für körperliche gesund erklärt.

Die Symptome liegen aber nun mal vor, Dir geht es beschissen und du hattest auch schon Panikattacken. Du bist also psychisch belastet.

All die von Dir geschilderten Symptme kenne ich auch. Bei mir hatten sie psychische Ursachen. und geholfen hat mir ein Medikament das auf meine Psyche Einfluss nimmt, Sertralin ein Antidepressivum.

Ich vermute, wenn Du versuchen würdest, Deine Psyche zu stabilisieren, würden deine körperlichen Symtome verschwinden. Ein Psychiater könnte Dir helfen.

Es ist Deine Entscheidung, in wie weit Du bereit bist Dich mit diesen Gedanken auseinander zu setzen und Hilfe für Deine Psyche anzunehmen, damit es Dir besser gehen kann.

Apchillees84


@ Löckchen1

danke für deine Antwort.Ich weis ja das dass vielleicht wirklich eine Möglichkeit ist.Nur kann ich mir das mit diesem Beschwerdebild so schlecht vorstellen.Das ganze wacklige Gefühl auf den Beinen,die Muskelschwäche die ja auch wirklich da ist,die instabilen Gelenke und die ganze Schlaffheit der Muskulatur mal ganz abgesehen von den Knochen und Gelenkschmerzen.Das ist alles so verdammt real.Und dazu habe ich aus welchen Gründen auch immer nunmal wirklich Muskulatur verloren an bestimmten Stellen was es nicht weniger erschreckend macht.Gut zumindest das kann mangelnder Aktivität geschuldet sein,wer weis.

Meinst du wirklich das was Psychisches solche schweren Symptome verursachen kann?! Würde mich vielleicht ein bisschen bestätigen wenn du wirklich ähnliche Sachen hattest...

Gabs denn auch bei dir Probleme mit den Muskeln und der Bewegungskoordination?

Beste Grüsse

L9öckxchen1


Hi Achilles,

Nur kann ich mir das mit diesem Beschwerdebild so schlecht vorstellen.Das ganze wacklige Gefühl auf den Beinen,die Muskelschwäche die ja auch wirklich da ist,die instabilen Gelenke und die ganze Schlaffheit der Muskulatur mal ganz abgesehen von den Knochen und Gelenkschmerzen.Das ist alles so verdammt real.

habe ich oder irgend jemand anders gesagt, das all Deine Schmerzen, die Muskelzuckungen nicht vorhanden sind?

DU HAST SCHMERZEN, GLEICHGEWICHTSSTÖRUNGEN, MUSKELZUCKUNGEN und möglicherweise noch mehr. DAS IST EINE TATSACHE!!!

Ich stell Dir mal einen Link ein mit einer Symptomliste der Depression, die Liste ist nicht vollständig. Alle dort beschrieben Symtome sind nicht Einbildung des Kranken, sie sind real vorhanden.

S5heep


Von wievielen Ärzten ich schon für körperlich gesund erklärt wurde und wieviele meine Beschwerden schon auf die Psyche geschoben haben... wenn ich die Ärzte nicht ständig drangsaliert hätte, hätte ich wohl heute noch Antidepressiva (die mir nicht im geringsten geholfen haben) geschluckt und wäre immer noch im Glauben, dass ich was psychisches habe :(v Ich kann nur den Tipp geben, die Ärzte immer schön zu nerven, dass sie weitere Untersuchungen anstellen sollen. Ärzte meinen zu schnell schon alles untersucht zu haben, was aber in den meisten Fällen eben nicht der Fall ist, und schieben es schnell mal auf die Psyche.

LpöckcZhe)nx1


Hier der Link:

[[http://www.depression-depressionen.de/II-krankheitsbilder/idx_II.html]]

Muskelzuckungen und Gleichgewichtsstörungen sind nicht aufgeführt.

Ich selber war schwer depressiv und bin leicht chronisch depressiv. Ich hatte auch Muskelzuckungen und Gleichgewichtsstöungen und auch Störung der Bewegungungskoordination, Schwindel, Sehen wie durch Nebel, Gefühlslosigkeit, Libidoverlust, Geräuschempfindlichkeit, Kopfschmerz, Muskelschmerzen im ganzen Körper, Innere Unruhe, eine Bewegungssteifheit wie Lähmung, ständig ihrgendwelche Angstgefühle, Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Schlafstörungen und vieles mehr.

Ich habe mich in psychiatische Behandlung begeben. Nehme Sertralin und mir geht es wieder gut. Zudem bin ich seit langem in Psychotherapie, die jetzt langsam ausläuft.

Ich habe mir vorgenommen solange ich in Ausbildung bin mir die Antidepressivum-Krücke zu gönnen und sobald ich einen Arbeitsplatz gefunden habe und mich eingearbeitet habe, das AD auszuschleichen und ohne AD zu leben.

Das klappt, denn ich habe das schon mal vor einigen Jahren gemacht und dann 3 Jahre gut ohne AD gelebt. Dann kamm es aber zu einer Reihe von massiven Belastungen und ich hatte einen Rückfall.

Du siehst, wenn man bereit ist, sich nicht für einen psychisch makellosen Menschen zu halten (den gibt es sowieso nicht) und auf sein grundlegendes Problem einzugehen, ist Verbesserung möglich.

B4righltxy


Hallo Achilles,

Mir geht es Momentan genau gleich wie dir... leider...War jetzt bei 2 Neurologen, der erste meinte ein EMG sei nicht notwenig, der zweite führe diesen Test durch. Natürlich war er ergebnislos, alles i.O. Dennoch habe ich wie du auch:

-Faszikulationen (vorallem an den Beinen)

- Muskelschwäche in den Beinen

- Ab und zu Nervenschmerz

- eingebildete Muskelatrophien

Dennoch gibt es einige Anzeichen, die man bei einer ALS sehr gut erkennt. Die Diagnose fällt leider erst so spät weil der Hausarzt nicht die richtige Idee hat den Patienten zum Neurologen weiter zu schicken! Bei mir z.B. ist es so, dass ich eher abgeschwächte Eigenreflexe habe, bei ALS Patienten sind die meistens gesteigert. Ausserdem kannst du eine ALS sofort im EMG erkennen, jetzt ohne Mist... Vorallem 5 EMG's in 8 Monaten kannst du wirklich beruhigt sein. Die meisten wirklich Kranken zeigen schon vor den Symptomen Veränderungen im EMG. Ausserdem wärst du der absolut untypische ALS Kranke, weil wirklich Kranke noch nie oder ganz selten in ihrem "erwachsenen" Leben zum Arzt gegangen sind. Ausserdem ist die Krankheit sehr selten. (1-2 /100000), in deinem Alter ist das Risiko noch kleiner (1/1000000) oder so. Klar, es gibt Leute, die mit 25 daran Erkranken. ABER: Das sind genau jene Fälle, von denen wir auch hören, resp. die auch in den MEdien sind. Die wirkliche ANzahl der jungen Erkrankten ist ernorm, wircklich enorm klein und mit 5 sauberen EMG's besteht meiner Meinung nach 0% Chancen zu erkranken für dich.

Magnesium und Borre würde ich weiter abklären. Jetzt zum psychischen Teil: Deinen SChilderungen und Formulierungen nach kann man davon Ausgehen, dass du an extremer Krankheitsangst leidest (Hypochondrie). Du spürst deine Symptome enorm stark, obwohl sie in wirklichkeit gar nicht so stark sind. Deine Wahrnehmung ist, denke ich verschoben. Lass dich behandeln, in deinem Falle würde ich AD's ausprobieren.

Viel Glück für deine kommenden 70 Jahre auf diesem Planeten. BRIGHTY

C9yRuxZ


Positive IgG und IgM bei Borreliose, sowie genau die richtigen Symptome und die richtige Vorgeschichte? Was brauchst du noch mehr für eine Diagnose? Hast du deinem Neurologen das genau so geschildert und wie hat er reagiert?

mfg

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