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Schlaganfälle

a^drKian8x2 hat die Diskussion gestartet


hallo zusammen,

bin seit heute hier im Forum und vielleicht könnt ihr mir ein wenig weiterhelfen

Folgendes :

mein Vater (72) hatte am 1. Advent 09 einen schweren Schlaganfall. Es wurden Sofortmaßnahmen eingeleitet, mit Blutverdünnung usw. Im MRT stellten Sie dann fest, das eine Schädigung des Hirnstammes, Kleinhirn, Thalamus usw. vorliegt. Wie viel können SIE bis HEUTE noch nicht sagen. Nur, dass das Großhirn KEINE Schäden hat.

Mein Vater lag 1 Woche im Koma, wurde beatmet und auch künstlich ernährt. Nach dieser Woche wurde langsam die Beatmungsmaschine abgenommen. So das er Stundenweise selbstständig atmet.

Seit 3 Wochen ist er nun in einer Rehaklinki mit Intensivstation, da er noch nicht aus dem Koma aufgewacht ist. Jeden Tag findet Therapie statt.

Nach laut den ärzten, wäre er aber ein hoffnungsloser Fall!! Aber das glaube wir nicht, denn nach laut den Ärzten dürfe er nicht selbstständig atmen.... Was sie selber sehr verwundert hat.

Nun meine Fragen:

Kennst sich jemand ein wenig aus mit den Schäden? (Ich habe einiges darüber gelesen, aber will wisse ob da andere Regionen im Hirn sachen übernehmen kann wie Herzschlag, Kreislaus usw.)

Jemand schon erfahrungen mit sowas im Bekanntenkreis gemacht?

Wieso wacht er noch nicht auf?

LG

Antworten
s,allyYhessexn


Hallo,

kann Dir da leider nicht soviel zu sagen.

Ich hatte Mitte letzten Jahres auch einen Schlaganfall und wahnsinniges Glück gehabt, dass alles gut ausgegangen ist - ohne größere Schäden.

Kennst Du nicht einen Neurologen, den Du fragen könntest?

Oder bei der Krankenkasse anrufen? Die haben für Schlaganfall-Patienten und Angehörige oft eine Hotline, wo man mit Spezialisten telefonieren kann.

Bei welcher KK ist er denn versichert?

ALLES GUTE FÜR DEINEN VATER!!!

L-öckcPhxen1


Hi Adrian,

es ist schwer einen solch schlimmkranken Vater zu haben. Ich weis wovon ich schreibe.

Lies mal hier:

[[http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Schlaganfall/Wissen/Hirnstamminfarkt-9447.html]]

LQöckchjenG1


Stammhirn - Das Stammhirn (Hirnstamm) ist der entwicklungsgeschichtlich älteste Teil des Gehirns. Es ist für die essenziellen Lebensfunktionen zuständig und steuert Herzfrequenz, Blutdruck und Atmung. Zudem ist es für einige wichtige Reflexe wie den Lidschluss-, Schluck- oder Husten-Reflex verantwortlich. Das Stammhirn bildet die Schnittstelle zwischen dem übrigen Gehirn und dem Rückenmark. Eintreffende Informationen leitet es überkreuz weiter, daher wird die linke Körperhälfte von der rechten Gehirnhälfte gesteuert und umgekehrt.

• Zwischenhirn - An das Stammhirn schließt sich das Zwischenhirn an. Hier hat der Thalamus seinen Sitz, das Tor zum Bewusstsein. Er fungiert als Filter und Verteiler, entscheidet, welche Sinneseindrücke ins Bewusstsein dringen sollen und leitet sie an die entsprechenden Verarbeitungszentren weiter. Ein weiterer wichtiger Bereich des Zwischenhirns ist der Hypothalamus. Er dient als Vermittler zwischen Hormon- und Nervensystem. Dabei steuert er zum Beispiel den Schlaf-Wach-Rhythmus, Hunger und Durst, aber auch den Sexualtrieb und verarbeitet Schmerz- und Temperaturempfinden.

• Kleinhirn - Das Kleinhirn (Cerebellum) koordiniert Bewegungen und sorgt dafür, dass sie flüssig ablaufen. Es ist also zum Beispiel für Gleichgewicht, Bewegungen und deren Koordination verantwortlich. Störungen in diesem Bereich können dazu führen, dass der Betroffene unter Bewegungsstörungen leidet oder das Gleichgewicht verliert. Er kann dann beispielsweise kaum auf einem Bein stehen.

Diese Bereiche sind hochspezialisiert. Ihre Aufgaben können von anderen Hirnstrukturen nicht übernommen werden.

sZalNlyhTess]en


wie geht es deinem Vater?

@:)

MNerClincxhen7


Hallo Adrian,

mein Papa hatte im gleichen Alter eine schwere Hirnblutung - und ist letztendlich daran verstorben :°( er hatte allerdings ein paar Jahre zuvor mind. noch einen Schlaganfall, nach dem er geistig immer mehr abbaute. Das Großhirn ist leider nicht so wichtig wie das Kleinhirn. Nachdem meine Mutter meinen Vater bewußtlos fand, und eine Not-OP gemacht wurde, lag er noch 13 Tage im Koma. Er ist nicht mehr aufgewacht, hat aber bis dahin die ganze Zeit selbstständig geatmet. Der Arzt erklärte uns, dass Herzschlag und Atmung die simpelsten Körperfunktionen seien und diese sogar noch funktionieren, selbst wenn das Gehirn stark geschädigt ist. :-( Mit Medikamenten hätte man meinen Vater am Leben halten können, aber nur in dem Zustand, in dem er da war - also bewußtlos, nur so daliegend wie eine Puppe - er wäre nie wieder der alte geworden, und so haben wir entschieden, ihn gehen zu lassen - keine weiter lebenserhaltenden Maßnahmen bei einer erneuten Blutung vorzunehmen. Man sollte nur dafür sorgen, dass er auf gar keinen Fall Schmerzen hat. Man weiß ja nicht, was Menschen in solch einem Stadium wahrnehmen. Er bekam keine Blutung mehr, aber nach unserer Entscheidung kam er von der Intensiv auf die normale Station, er schlief ganz ruhig nach drei Tagen einfach ein, das Herz blieb stehen..............

Bei der OP hatte man übrigens festgestellt, dass seine zu weit fortgeschrittene Arteriesklerose die Ursache war, sein Gehirn hatte den Zustand eines 100-jährigen :-o :-(

SHuptiDuCpi


@ adrian82 ,

Schlaganfall ist wirklich eine üble Sache. Bei meinem Vater war es genauso. Erster Schlaganfall mit 70 - ein paar Tage im Koma und dann ein paar Monate Reha (Sprechen und Gehen lernen usw.). Danach sah alles wieder ganz gut aus, aber zwei Jahre später hatter er den zweiten Anfall, lag drei Tage im Koma und ist dann gestorben...

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