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Dauerhafte Benommenheit, Sehstörungen, bisschen Schwindel

rjooneyx84


Ich begreife nicht, warum sich viele so schwer tun, selbst wenn alle organischen Dinge abgeklärt wurden, die Psyche als Auslöser dieser Benommenheit etc. zu akzeptieren. Die Psyche ist doch nichts inkonkret Abgehobenes, sie ist doch auch nur Biochemie und beruht auf organischen Prozeßen.

Und gerade bei diesem Benommenheitsgefühl, unter dem wir hier alle leiden, ist es ja wohl offensichtlich, dass etwas mit der Informationsübertragung im Hirn nicht stimmt, dass also logischerweise ein Mangel (oder evtl. Ungleichgewicht) bestimmter Botenstoffe/Neurotransmitter (hauptsächlich Serotonin, Noradrenlin und evtl. Dopamin), die ja für die Informationverarbeitung zuständig sind, besteht.

Für dieses Ungleichgewicht gibt es vielfältige Auslöser: Stress, Angst, chron. Konflikte, Überforderung (Überlastung), Trauma etc. (in sehr seltenen Fällen vielleicht auch einfach eine Stoffwechselstörung ohne erkennbaren Auslöser)

Ich habe hier (und auch in anderen Foren) auch noch von keinem gelesen, dem auf "organischem" Weg geholfen wurde. Sehr viele Leute, die sich jedoch auf die "Psychoschiene" begeben haben, wurden geheilt (lemgo, 1. und 6. Beitrag: [[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/277764/]] , Petb1, 3. Beitrag von unten [[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/331348/]] , ladmed, kompletter Thread [[http://www.med1.de/Forum/Diverse.Erkrankungen/449715/]] , Angel, abcdef, 1. und 2. Beitrag [[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/39446/2/]] uvm.).

Die Hirnchemie muss wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Manche schaffen es mit Sport und Johanniskraut (habe von 3 Leuten in einem BurnOut-Forum gelesen, die dieses Benommenheitsgefühl und die anderen Symptome so losgeworden sind), viele benötigen aber auch temporär ein AD, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Wichtig kann auch eine begleitende Psychotherapie sein, um Auslöser zu erkennen und zukünftig zu vermeiden.

D.oxmxox


Habe sowas ähnliches aber ich habe Cannabis konsumirt seitdem ist das bei mir so....Das ist langsam echt nicht mehr cool und es macht mich fertig :(.

rroon!ey84


Hier (und in anderen Foren) sind ja überwiegend Frauen mit dieser Problematik, ist mir aufgefallen.

Naja spiegelt wohl auch den Trend wider, dass deutlich mehr Frauen als Männer an Depressionen (2,5 mal soviele wie Männer), Angststörungen (doppelt so oft) leiden.

L,öckch7en1


Oder Männer oft ihre Angstsymptome und Niedergeschlagenheit verschweigen/tabuisieren.

tvigeRrul illyx_2


Rooney84, ich finde es sehr gefährlich, was du hier schreibst. hast du selber die symptome auch?

wenn du dich mehr mit dem thema auseinandergesetzt hättest, würdest du nicht solche theorien aufstellen und in die gleiche kerbe, wie gewisse ahnungslose (sorry) ärzte schlagen.

btw, ich habe 2 AD s ausprobiert, und zwar über monate. sie sollten die schmerzverarbeitung wieder in ordnung bringen (senkung der schmerzschwelle). naja, bei mir haben sie kein bisschen gegen die benommenheit und den kopfdruck gewirkt.

ich denke, dass sich jeder selber am besten kennt, und wenn man depressiv ist, würde man das schon merken :)

unsere symptome können so viele ursachen haben, habe z.b. auch über schilddrüsen oder andere hormonelle störungen gelesen, die es sicher auszuschliessen gilt. auch der blutdruck sollte natürlich untersucht werden.

ich kenne persönlich übrigens mehr männer mit depressionen als frauen.

cQosm%a8x6


@ doxmox

Habe sowas ähnliches aber ich habe Cannabis konsumirt seitdem ist das bei mir so....Das ist langsam echt nicht mehr cool und es macht mich fertig :(.

drogenkonsum kann depersonalisationen/dereaisationen auslösen.. hatte vor einiger zeit mal ein thread gelsen, dem es so ging wie dir... er hat sich diesen gefühlsstand durch kiffen zugezogen. und so eine art trauma ausgelöst....

@ tigerlilly

doch doch, ronney hat das selbige problem wie wir alle ;-)

r>oonteyl84


Ja klar, die organischen Sachen sollte man natürlich abklären, aber das haben die meisten doch schon hinter sich. Und wenn das getan ist und die Ärzte auf psychosomatische Ursachen verweisen, dann sollte man auch in die Richtung gehen.

Und dieses Misstrauen den Ärzten gegenüber verstehe ich auch nicht.

Du hast doch schon zig Ärzte durch (wie alle anderen hier), es wurde nie etwas konkretes gefunden. Wenn das wirklich etwas körperliches wäre, hätte die Medizin, bei sovielen Menschen mit nahezu identischen Symptomen, schon längst etwas dagegen entwickelt. Was glaubst du denn, was du hast? Wie lange willst du noch suchen? Ich glaube nicht, dass du eine bisher unentdeckte, seltene Krankheit hast. Wir sind ja hier nicht bei Dr.House.

btw, ich habe 2 AD s ausprobiert, und zwar über monate. sie sollten die schmerzverarbeitung wieder in ordnung bringen (senkung der schmerzschwelle). naja, bei mir haben sie kein bisschen gegen die benommenheit und den kopfdruck gewirkt.

Dann gehörst du wohl zu den 25% die auf ADs (SSRIs) nicht ansprechen.

Die Responderrate für SSRIs liegt bei 50-75%.

Würde ich mal etwas anderes ausprobieren.

Ja, ich habe auch diese Symptome und weiß, wie extrem nervig das ganze ist.

Ich fühle mich auch nicht depressiv.

r+oon`ey8h4


Habe noch einen interessanten Beitrag in einem anderen Forum gefunden:

"Angsterkrankung ist ein dehnbarer Begriff: Dabei geht man davon aus, dass ein Gleichgewicht im Stoffwechsel des Gehirns aus den Fugen geraten ist. Zunächst einmal muss man erklären, dass im Gehirn bestimmte Regionen für Geühle zuständig sind. Dabei kommunizieren die Nervenzellen untereinander durch elektrische Impulse. An der Verbindungsstelle zweier Nervenzellen, der Synapse, gibt es einen kleinen Spalt, der nicht durch elektrische Impulse überwunden werden kann. An dieser Stelle übernehmen Botenstoffe, sog. "Neurotransmitter", die Weiterleitung der Signale. Bei Depressionen spielen besonders die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin eine wichtige Rolle. Denn diese Neurotransmitter liegen anscheinend in zu geringem Maße vor. Die Nervenzelle funkt und funkt zwar die "guten Nachrichten" an die Nachbarzelle, doch hier kommen sie einfach nicht an, weil der synaptische Spalt nicht überwunden werden kann. Positive Gefühle und Gedanken kommen sozusagen nicht mehr an. Das schlägt sich dann eben entsprechend in Grübeleien und gedrückter Stimmung nieder. Hier greifen übrigens Antidepressiva an, wie z.B. Paroxetin !!! Es dauert etwa 4 Wochen bis das Mittel greift (am besten zum Neurologen gehen !!!) Serotonin und Noradrenalin haben aber noch einen wichtigen Steuereffekt: sie bremsen die Freisetzung von Streßhormonen im Körper. Wenn man sich konzentrieren will, wird vor allem das Noradrenalin wichtig. Es aktiviert das Großhirn und bereitet die Nervenzellen selbst auf schwierigste Denksportaufgaben sehr gut vor. Wer sich allerdings gut konzentrieren möchte, der darf gleichzeitig nicht zu aufgeregt sein. Deshalb schaltet Noradrenalin parrallel die Freisetzung von Stresshormonen einen Gang runter. Kommt es nun bei Depressionen zu einem Mangel an Serotonin und Noradrenalin, schießt die Produktion von Streßhormonen über das sinnvolle Ziel hinaus - im Körper herrscht dann permanenter Stress, der die Symptome Benommenheit, Schwindel, Ohrensausen usw. auslöst. Ich bin langsam genervt das ihr dieses Modell nicht akzeptieren wollt. Ihr könnt gerne wie ich selbst noch 15 Ärzte aufsuchen in eurer Hoffnung eine Krankheit zu finden die eurem persönlichen Modell entspricht !"

Es ist keine Krankheit, es ist eine Stressreaktion des Körpers, die diese Symptome hervorruft.

Bedingt durch einen Mangel an Serotonin und/Noradrenalin und einem daraus resultierenden Überschuss an Stresshormonen. Oder halt auch umgekehrt, Stress (Cortisolüberschuss) führt zu einem Verbrauch von Serotonin/Noradrenalin.

LLöckdchen1


rooney84 :)^ :)^ :)^

c[osxma8x6


4 fach :)^ :)^ :)^ :)^ ;-D

tmigeyrli2lly_2


Für alle, die nicht an die Psycho-Theorie glauben, hier noch ein paar links:

[[http://www.mdjunction.com/ndph/articles/new-daily-persistent-headache-in-children-and-adults]]

[[http://www.mdjunction.com/ndph/articles/elevation-of-csf-tumor-necrosis-factor-levels-in-new-daily-persistent-headache]]

Ist etwas kompliziert, aber sehr interessant!

Die Forscher, die sich in dieser Kopfschmerzart spezialisiert haben, gehen von einer immunologischen/autoimmunen Ursache aus. In sehr vielen Fällen hat der permanente Kopfschmerz nach einer Infektion begonnen. (Oft konnte auch gar kein Trigger genannt werden).

@ rooney

was glaubst du denn, warum 25-50% nicht auf die SSRIs ansprechen? :) :) Habe auch schon ein NSRI (Amitriptyiln) ausprobiert, hat mich nur müde gemacht. Du kannst und ja dann mitteilen, welches Medi Dir geholfen hat, wenn Du so von deiner Theorie überzeugt bist!

Dein grenzenloses Vertrauen in die Medizin finde ich etwas leichtgläubig. Es gibt eben auch seltene Kranheiten, für die es sich nicht zu forschen lohnt. Gegen Migräne z.B. wurden bereits zig Medikamente entwickelt. Es ist halt ein grösserer Markt.

Ps. Oben meinte ich natürlich Anhebung der Schmerzschwelle.

m0auseGprinz


Schöner Beitrag, Lilly :)^

Davon abgesehen, dass die Neuroimmunologie noch in den Kinderschuhen steckt, werden die Parameter, die auf ein pathologisches Geschehen in der Richtung hinweisen, oft überhaupt nicht getestet. Wohl dem, der das Glück hat, einen kompetenten Arzt zu finden.

Vieles von dem, was rooney schreibt, stimmt ansonsten schon, nur in dem Punkt:

Für dieses Ungleichgewicht gibt es vielfältige Auslöser: Stress, Angst, chron. Konflikte, Überforderung (Überlastung),

würde ich widersprechen. Vor allem bei denjenigen (und das ist ein grosser Teil), bei denen das Elend mit einem Infekt / Impfung / OP anfing. Was da mit dem Immunsystem passiert sein könnte, wird gerade mal in Ansätzen erforscht. Nach neuen Studien geht man davon aus, dass das was da entgleist ist, sich in vielen Fällen innerhalb der nächsten 5 Jahre normalisiert. Es ist zwar einfacher, alles was wir (heute) noch nicht verstehen, auf die Psyche zu schieben, aber mit Sicherheit nicht die Lösung. Multiple Sklerose galt auch lange Zeit als "hysterische Lähmung". ":/

c4osmtax86


@ mauseprinz

Vor allem bei denjenigen (und das ist ein grosser Teil), bei denen das Elend mit einem Infekt / Impfung / OP anfing

ja bei mir fing es nach einer impfung an.. kann das eine stoffwechselstörung im gehirn auslösen ??? ":/

m)au"sepCrixnz


ja bei mir fing es nach einer impfung an.. kann das eine stoffwechselstörung im gehirn auslösen

Es könnten Verschiebungen/Entgleisungen im Immunsystem ausgelöst worden sein, die ihrerseits wiederum Einfluß auf andere Prozesse haben. Möglicherweise werden dadurch auch kleinste Entzündungen hervorgerufen, die von den Standardparamatern wie CRP nicht erfasst werden.

Ich schreib bewußt "könnten", weil sich hier wirklich keiner Ferndiagnosen anmaßen kann und sollte.

snamsple


ich hab hier mal durch zufall einen ganz interessanten post zum thema gefunden. die userin hatte das gleiche und ist es auf folgende weise losgeworden: s.u.

hab selber zwar keine last damit, fand ihn aber "merkenswert". vielleicht schaust du mal:

Müdigkeit, Schwindel, das Gefühl wie im Traum, endlich erlöst

[[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/526674/]]

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