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künstliches Koma nach schwerem Schlaganfall

SXahne}kexks hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Ich habe da eine Frage die mich ziemlich beschäftigt.

Mein Vater (55) hatte am 2.Dezember einen schweren Schlaganfall und wurde kurze Zeit danach ins künstliche Koma gelegt. Einige schäden hat er schon, so ist er momentan linksseitig gelähmt. Ob das so bleibt wird die reha zeigen.

Nun zu meiner Frage:

Nach knapp 4 Wochen koma wird er jetzt langsam aufgeweckt. Er hatte einen Luftröhrenschnitt, atmet aber jetzt wieder selber und kann langsam wieder sprechen aber nur gaaanz leise. Heute war ich mit Meiner Mutter und Schwester bei ihm und er hat uns auch erkannt wie schon zuvor, aber er hat das erste mal mit uns sprechen können. Jetzt war allerdings das was er gesagt hat nicht sehr zusammenhängend und teilweise sehr seltsam. Mal hat er von der Arbeit geredet und dann von "piepmätzen" die er erschießen will. Auf unsere Fragen hat er jedoch ziemlich genau geantwortet.

Íst diese Verwirrtheit noch Folge vom Koma oder kann das sein das doch mehr geschädigt wurde als bisher angenommen?

Ich hoffe auf einige Erfahrungen und antworten denn ich mache mir seit heute wieder mehr Sorgen um meinen Vater als sowieso schon.

Antworten
F(ine_8.4


Hallo Sahnekeks,

ich denke dass das damit zusammenhängen kann, dass das Gehirn die geschädigten Stellen umgehen und überbrücken muss und "alte" Verknüpfungen benutzen muss, um alle Zusammenhänge wie sprechen, erinnern usw. wieder in die richtigen Bahnen zu leiten. Dabei "erwischt" es bestimmt mal einen falschen Weg und dabei kommen dann so verworrene Sätze raus. Nur so kann ich mir das vorstellen. Wenn er konkret auf Eure Fragen antworten kann, ist das m.E. schon ein sehr gutes Zeichen. Frag aber lieber einen Arzt, er kann Dir das bestimmt sehr genau erklären.

Alles Gute für Deinen Vater!

F9in!e_x84


Wie geht es Deinem Vater? LG

4,075xj


Wie geht es deinem Vater?

Mein Vater hatte vor 5 Wochen einen Schlaganfall mit Hirnblutung. Wurde operiert, das heißt die Schädeldecke entfernt.Er war dann im Tiefschlaf ca 1,5 Wochen. Er ist zwar jetzt wach, das heißt er hat die Augen offen und bewegt sie hin und her, manchmal bewegt er die Füsse ein wenig. Die linke Hand bewegt er ein bißchen. Wenn man sie hält drückt er öfter etwas zusammen. Manchmal wenn wir bei ihm sind läuft ihm eine Träne runter.

Er atmet selber hat aber immer noch die Trachealkanüle und muß abgesaugt werden. Schlucken kann er auch.Aber leider ist er immer noch nicht ansprechbar.

In ein paar Tagen wird ihm die Schädeldecke wieder eingepflanzt.

Dann muß er in Pflegeheim. Wir würden ihn gerne selber Pflegen, aber mit der Trachealkanüle ist das nicht ganz einfach.

Wir hoffen noch immer daß es besser wird. LG.

EBhemaligefr Nutzeer '(#k59196x5)


Hallo zusammen,

es ist zwar schon eine ganze Weile her, dass diese Diskussion eröffnet wurde, aber ich würde trotzdem noch gerne etwas aus meiner Erfahrung dazu schildern.

Mein Vater musste vor ca. 3 Jahren auch für 10 Tage ins künstliche Koma versetzt werden. Nachdem er wieder erwachte, war sein Verhalten in Bezug auf die Verwirrtheit sehr änhlich zu dem, was hier bereits beschrieben wurde.

Ich denke es ist ganz normal, dass man nach einem längeren Koma nicht sofort wieder vollkommen klar sein kann. Mein Vater hatte damals auch ein paar Wochen benötigt, bis er nach und nach wieder richtig zu sich kam. In der Phase nach dem Erwachen spielen vorallem auch die verabreichten Medikamente eine wesentliche Rolle. Je nachdem wann und in welcher Dosis sie verabreicht werden, schwankt auch die "Benommenheit" und ist deshalb oftmals davon abhängig, wie lange die Mediakamenteneinnahme schon zurückliegt.

Heute kann ich sagen, dass er sich, was seinen Geisteszustand angeht, wieder vollkommen erholt hat und auch wieder ganz der alte ist.

Viele Grüße!

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