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AD(H)S als Erwachsene - zum Neurologen?

l|oisz_laxne hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe seit längerem die Vermutung, dass ich ADS habe. Ich habe Freunde im Bekanntenkreis gefragt die Psychotherapeuten sind und diese meinten, dass sie meine Vermutung teilen, es jedoch nicht definitiv diagnostizieren können/wollen da sie schliesslich Freunde sind und ich kein Patient bin.

Das Schwierige ist, dass ich kein Zappelphilipp bin. Also körperlich nicht auffällig hibbelig. Jedoch fällt es mir sehr schwer, mich auf eine Sache zu konzentrieren und lasse mich extremst leicht ablenken, verliere den Faden usw.

Das alles hat mir mein Studium sehr erschwert obwohl die Studieninhalte für mich vom Schwierigkeitsgrad her kaum ein Problem darstellten.

Ich möchte gerne medizinische (nicht therapeutische) Hilfe in Anspruch nehmen- sprich Medikamenten nehmen - damit es mir besser geht.

Nur: Wenn ich zum Arzt gehe wirke ich ja ganz normal, ich bin nach aussen hin ja ruhig, wenn auch innerlich sehr fahrig. Ich habe Sorge, dass der Arzt mich nicht ernst nimmt da es mir schwer fällt darzustellen, dass es mir nicht gut geht. Desweiteren scheint der Fokus bei ADS komplett bei Kindern zu liegen.

Welcher Arzt ist überhaupt richtiger Ansprechpartner? Neurologe oder Psychater? Gibt es da Spezialisten?

Soll ich da hin gehen und sagen: "Ich hab AD(H)S."? Bisher ist es ja nur eine Vermutung aus dem Freundeskreis /Selbstdiagnose.

Kennt jemand einen Spezialisten für diesen Bereich in Berlin? Die Wartezeiten für Kassenpatienten beim Neurologen sind ewig lang und nach Monaten des Wartens beim Falschen zu landen, wäre wirklich hart.

Antworten
k/uroi{su


in diesem speziellen zusammenhang ist ein neruologe sicher der falsche ansprechpartner. das solltest du mit einem psychologen und wenn es um medikamentöse therapie geht mit einem psychiater klären. der neurologe wird dich wohl kaum ernst nehmen und zum psychologen schicken. mit dem kannst du reden und eventuell ursachen deines verhaltens ergründen. allerdings wird er dir keine medikamente verschreiben. das macht der Facharzt für Psychiatrie. du solltest nicht davon überzeugt sein, dass du ADHS hast, das ist schlecht für die seele und stellt dich bei einem arztbesuch als hysterisch dar. aber konfrontiere deine gegenüber ruhig mit dem VERDACHT. schließlich ist er ja begründet.

lg und alles gute dir.schreib doch wieder, sobald du was festes in den händen hältst. *:)

BaieneC81


Da beim AD(H)S eigentlich eine multimodale Therapie gemacht wird, wirst du um den Therapeuten nicht herum kommen. Hinzu kommt, dass die Medikamente in der ErwachsenenTherapie keine Zulassung für Erwachsene haben und du im Falle das du sie bekommst,die Kosten dafür selber tragen musst. Das beste was du machen kannst ist, wende dich an eines der Institute für Erwachsenen AD(H)S.

z.B.

[[http://www.adhs-institut-berlin.de/]]

[[http://www.adhs-zentrum.de/index.php]]

[[http://www.praxis-aust-claus.de/kontakt.html]]

Evtl. musst du auch einen etwas weiteren Weg auf Dich nehmen um eine richtige Behandlung oder zumindest den Ansatz davon zu bekommen.

LG Biene

BuixeEneG8x1


Sorry, hatte einen guten Link vergessen :

[[http://www.opti-mind.de/top-tipps/ads-profi-netzwerk.html]]

BPi`enxe81


noch einen :

[[http://www.adhs-deutschland.de/]]

So das waren sie jetzt aber.

Gruss

dieajd_man_w"alkinxg


Ich habe auch AD(H)S und weiß das seit ca. 6 Monaten (bin 42Jahre). Meine Freundin hat mit mir Schluss gemacht, weil ich so "durchgeknallt" bin. Sie sagte zu mir: "Du hast ADHS, dein Verhalten ist nicht normal". Dachte die spinnt und war beleidigt. Ich habe eine Kur aufgrund psychosomatischer Störungen gemacht und bin jetzt etwas schlauer. Ich habe ADS (ohne dem Hyperaktiven), eine überdurchschnittliche Intelligenz, gepaart mit einer überduchschnittlichen Konzentrationsfähigkeit. MIT DER ICH NICHTS ANFANGEN KANN...!!!:°( Tabletten bekomme ich keine. Da ich jetzt weiß, dass ich ADSler bin, kann ich mit den Situationen, bei den ich sonst durchgedreht bin, besser umgehen. Meine Freundin - die mit mir schluss machte - und ich sind nun wieder gute Freunde (keine Liebe mehr). Alles in allem hat man es als ADSler schwer und gerät mit dem ständigen denken ans Ende seiner Kräfte. Peter Fox (hat auch ADS) beschreibt in seinen Liedern schon recht genau wie sich ein ADSler fühlt. Nur ein ADSler versteht seine Gedanken und Absichten die er beschreibt so wirklich richtig, weil er so denkt und fühlt. Wenn dein Bekanntenkreis jedoch auch die Vermutung hat und es eigentlich auch weiß, dann können sie deine Gefühlsschwankungen besser deuten und besser damit umgehen. LG DMW

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