» »

Einbildung ???

eoublenaugxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

aber ein riesiges Problem. Seit ca. einem Jahr gehe ich von Arzt zu Arzt (2 Orthopäden, Neurologe, MRT, Röntgen usw.)

Es fing im linken Bein an: Plötzlich kein Gefühl im Knöcheln. Bin einfach weggeknickt, hatte kein Gefühl mehr. Dann Schmerzen und Krämpfe ( immer nur nachts !!! ) am Rist und im linken Fußzeh. Wenn ich aufstehe gehen sie nach ca. 10 Minuten wieder weg. Ich ging zum 1. Orthopäden dieser stellte Ischialgie fest und gab mir Spritzen. Die Schmerzen wurden nicht besser. Er schickte mich zum Neurologen. Alles o. k. Ausfälle gingen weiter. Mittlerweile habe ich die gleichen Ausfälle auch im rechten Bein und dort nicht nur im Fußgelenk sondern es knickt mir auch noch das rechte Knie zwischendurch weg. Ich wechselte den Orhopäden. Dieser schickte mich zum MRT. Dort wurde eine Sponylarthrose L5 festgestellt. Wäre aber nicht ausgeprägt. Wäre wohl alles psychosomatisch. Das kann doch alles nicht sein oder. Gut, ich hab am Tag - bis auf leichte Rückenschmerzen - keine Schmerzen, nur immer nachts in den Füßen. Mal links mal rechts. Aber diese Ausfälle machen mich wahnsinnig. Das ist keine Lebensqualität mehr für mich. Ich gehe ein paar Meter knicke dann einfach weg. Mal links mal rechts. Mal im rechten Knie. Mal an beiden Fußgelenken. Ach so: Wenn ich auf Toilette muß, muß ich schnell gehen, sonst mache ich in die Hose. Kann also so gut wie nicht mehr einhalten. Und zwar beides. Und das ist alles psychisch bedingt ???

Also ich habe eigentlich keine psychischen Probleme.

Ich hoffe sehr, dass mir jemand weiter helfen kann.

Vielen Dank

Antworten
Zwwacxkx44


Hallo Eulenauge, besonders die Unfähigkeit, das Wasser zu halten, bringt mich vom Glauben an "psychosomatisch" ab. Ein Arzt, der Dich nicht behandelt, muß erklären könnn, wo Deine Ausfälle herkommen. "Psychosomatisch" in Deinem Fall ist für mich gleichbedeutend mit "weiß nicht". Da man ja weiß, welche Nerven an welcher Stelle des Rückgrates austreten, kann man die Ausfälle ganz bestimmten Nerven zuordnen. Mein Gott, war das bei mir einfach: Teillähmung des Quadrizeps (bin auf jeder Treppe zusammengeklappt), OP der entsprechenden Bandscheibe und innerhalb einiger Monate kam die Leistungsfähigkeit des Quadrizeps zurück. Während man bei Schmerzen erst einmal alle möglichen konservativen Behandlungsmethoden probiert, sind Ausfallerscheinungen - soweit ich das verstanden habe - eine Indikation zur OP, weil bleibende Schäden verhindert werden sollen.

D^ino2x000


Das habe ich für dich gefunden und mal kopiert. Spontan habe ich an einen Bandscheibenvorfall gedacht, der auch in seltenen Fällen zu Blasenstörungen führen kann. Du hast ja die Diagnose einer Ischialgie, da sollte man ansetzen.

Ischialgie: Die vom Rücken über das Gesäß in ein Bein ausstrahlenden Ischias-Schmerzen sind durch die Berührung bzw. Kompression einer der Nervenwurzeln des Ischias-Nerven hervorgerufen. Der Patient empfindet die Schmerzen etwa in dem streifenförmigen Hautgebiet, das von der befallenen Nervenwurzel versorgt wird. Deswegen kann der Patient durch seine Schmerzschilderung (z.B. "Der Schmerz verstärkt sich beim Husten (Niesen, Pressen)", oder "Der Schmerz zieht seitlich-hinten in die Wade" oder "... bis zum großen Zeh") schon diagnostisch hilfreich sein.

Besondere Bedeutung der vom Patienten bemerkbaren neurologischen Ausfälle: Es kann sich der Hautstreifen, in dem der Patient die Ischiasschmerzen verspürt, mehr oder weniger taub anfühlen. Von Bedeutung ist die Beobachtung, daß der Fuß schwach ist, d.h. daß man sich nicht mehr vorne auf den Fußballen oder hinten auf die Ferse stellen kann. In solch einem Fall dürfte in der Regel eine baldige Bandscheibenoperation angezeigt sein.

Von noch größerer Bedeutung wäre die Beobachtung, daß die Blasenentleerung gestört ist (unvollständige Blasenentleerung, Harnträufeln). Im Wirbelkanal der Lendenwirbelsäule laufen nämlich auch die Nervenwurzeln, welche die Schließmuskeln für Blase und Mastdarm versorgen. Ein mittelständig liegender Bandscheibenvorfall kann sich auf diese Nervenwurzeln, die besonders druckempfindlich (empfindlicher als die Ischiaswurzeln) sind, legen und sie lähmen. Wird ärztlicherseits festgestellt, daß eine Blasenentleerungsstörung tatsächlich auf einen Bandscheibenvorfall zurückzuführen ist, dann besteht eine sehr dringliche Operationsnotwendigkeit, um eine dauerhafte Blasenlähmung zu vermeiden.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH