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Nackenkopfschmerz, Hämangiom, Hws-Bandscheibe verschlissen

hfopp#olonxius hat die Diskussion gestartet


Seit Kindheitt an habe ich - mit zunehmener Häufigkeit - heftige Nackenkopfschmerzen. Meist setzen die KS nach Nackenkrämpfen morgens ein, ca 1x wöchtlich. Das sind dumpfe bilaterale Kopfschmerzen, die sich bei körperl. Anstrengung verstärken, linksakzentuiert. PC-Arbeit verschärft die Situation.

Leicht verschlissene Bandscheiben C7-C4, gute Beweglichkeit des Kopfes, häufig renke ich mir selbst den Hals. Im HWK6 ein angebl. minderverfettetes Hämangiom, das aber wohl eine fokale Osteoporose sein soll, hierzu Uneinigkeit der Weisskittels. Also eine chronisch-entzündliche Komponente.

Was mir hilft ist Carbamazepin, was zeigt, dass die KS neuralisch bedingt sind. Auch sind scheinbar Blockaden des N. occipitalis hilfreich, was noch eruiert werden muss. Merkwürdig auch, dass eine diagnostische Infiltration C6/7 die KS aufhält.

Erwäge Einbau von Bandscheibenprothesen C7-C5.

Alles passt nicht recht zusammen und ich suche weniger dringend Ratschläge die in Richtung Alternativmedizin, Kirschkernkopfkissen etc. gehen als Menschen mit ähnlichen Erfahrungen bzw. ähnlichen Kopfschmerzen bzw. Menschen die nach HWS-OP kopfschmerzfrei wurden.

Zu Erfahrungsaustausch

Bitte meldet Euch

Antworten
Btast ika


Das Atlantooccipitalgelenk ist die Verbindung von Wirbelsäule und Schädel. Eine OP in dem Bereich ist sicher nicht ungefährlich und auch nur ein Mittel, wenn alles andere versagt hat. Durch diese OP kann Dein Schmerz gelindert werden, aber er kann danach auch noch schlimmer sein. Ich will Dir nicht die Hoffnung nehmen, aber ne OP in dem Bereich der Wirbelsäule ist verhältnismäßig gefährlich.

hAop#polsoniuxs


Danke für den Hinweis, allerdings wäre das Atlantookzipitalgelenk von einer OP gar nicht betroffen, sondern die viel tieferen C7-C5. Einbau künstl. Bandscheiben ist mittlerweile recht gängig und geradezu Fliessbandarbeit.

Doch wieso kommst Du auf Atlantoo.gelenk ? Es scheint ja geradezu ein Dogma, dass wenn Kopfschmerz, dann immer C1/2 beteiligt sein muss ?

Folgende sehr empfehlenswerte Veröfftlg. gibt sehr gut mein Problem wieder

[[http://www.bv-neurologe.de/main/img_neuro.php?SID&datei_id=2279]]

h;op_polo4nixus


Liebe Mitleidende,

auch wenn es wenig response gibt, wende ich mich erneut an Euch,

denn mir ist etwas Merkwürdiges klar geworden:

Ich wollte einige Okzipitalisblockaden mit ca 1-wöchentlicher Häufigkeit

austesten. Das sind Spritzen mit Lokalanästhetikum (evtl. auch Cortisonbeigabe) an die Austrittstelle des N.occipitalis. Nach den ersten Versuchen hatte ich einen positiven Eindruck: die Blockaden halfen zwar nicht wenn der Kopfschmerz in Brüllform unterwegs ist, aber bei den Vorstadien (Krämpfe, leichte Missempfindungen etc).

Der Facharzt war nie davon begeistert. Auch der von mir vorgeschlagenen

Blockade des Armnervengeflechts (linke Schulter / Schlüsselbein ist permanent verkrampft und könnte evtl. ursächlich sein) wich er stets aus.

Stattdessen wollte er lieber einen Langzeitversuch mit höherdosiertem Carbamazepin unternehmen, da sei ein aufwändiges Labor nötig.

Was mich nicht begeistert, denn das Zeug macht mich ein wenig

apathisch und ich mag die gute wirkung nicht gern so rasch

verschleissen.

Dann wurde er deutlicher und teilte mir mit, dass er nur 22 EUR pro Patient

und Quartal einnehmen könne und für Spritzen gerade mal 5,50 EUR.

(Klar: bin Kasesnpatient)

Daran sei eine vonn Ulla Schmidts Budgetierungen schuld, es war die 5te Spritze, 4 gab er mir bereits gratis.

Das Alles klingt recht plausibel und ich überlege nun ihm ''Schwarzarbeit'' anzubieten, barzahlend, diskret, keine Zeugen.

Mir schweben so etwa 5-10 EUR pro Spritze vor,

Zur Preiseinschätzung weiss ich aber nicht, ob er noch irgendwas Anderes, z.B.''Beratung'' abrechnen kann, oder aber ob ich nicht

zu billig bin.

Hat jemand hier den Durchblick ? bzw. so was schon mal angeboten,

haben die Docs einen besonderen Ehrenkodex ?

wäre es eine gravierende Arzt-Beleidigung ?

Verrückt und bescheuert ist dieser bürokratisierte Dollschwachsinn ja schon. Auf der einen Seite kriege ich eine HWS-OP & Reha im Gegenwert von vermutl. 20.000 EUR (5000 kostet angebl. allein eine Banscheibenprothese) recht undreflektiert angeboten mit dem Kommentar:

''Wir wissen aber nicht, ob Ihre Schmerzen dann weg sind''

Auf der anderen Seite scheitert eine fundierte Diagnostik vor solcher OP

an som Scheiss.

Hpeidexfan


Hallo.....ich leide schon seit ca. 3o Jahren an einem HWS-Syndrom. Vor etwa 2O Jahren litt ich so stark an einem Supraspinatussehnensyndrom (Ursache HWS) mit heftígen Schmerzen, besonders in der Nacht. Hatte mehrmals akute Schultersteife. Habe mich dann an der Schulter athroskopisch opereren lassen. Ich hatte Glück und meine Schmerzen an der Schulter liessen nach.

Meine HWS ist total abgenutzt, leide auch unter Kopfgelenkarthrose. Die sitzende Tätigkeit in meinem Beruf ist wohl die Ursache meiner Leiden. Seit knapp 6 Jahren leide ich unter permanenten Zungenschmerzen bzw. -brennen. Diese Schmerzen machen mir das Leben zur Hölle, die Lebensqualität ist derart beeinträchtigt, dass ich von einem Arzt zum anderen ging.

Mein Orthopäde, der jetzt auch offiziell Schmerztherapeut ist, auch meine Internistin, sind der Meinung, dass die Zungenschmerzen in Verbindung mit der geschädigten HWS stehen, da dort verlaufende Nerven geschädigt sein werden. Bei meinen Schmerzen handelt es sich um periphere und zentrale Neuropathie. Seit Oktober nehme ich nun LYRICA, 2x75 mg tgl. ein.

Mein Allgemeinzustand, der absolut im Keller war, hat sich stabilisiert. Das Zungenbrennen ist zwar immer noch da, aber es ist etwas erträglicher geworden. Mein Leben hat an Lebensqualität gewonnen, obwohl es noch besser sein könnte. Die Dosis der Einnahme habe ich auch schon mal erhöht, die Zungenschmerzen wurden weniger, aber ich habe dann zu viele Nebenwirkungen, die mir dann wieder die Lebensqualität rauben.

Vielleicht kann jemand ähnliche Erfahrungen mit mir austauschen ???

Heidefan

Vielleicht

h+op-polPonixus


Hallo Heidefan,

schön, dass Du Dich meldest.

Aus Deiner Antwort schliesse ich, dass Du die Probleme hauptsächlich im

obersten Teil der HWS hast (C1, C2), das ist ja leider reichlich inoperabel.

Zungenbrennen wie Du es schilderst habe ich noch nie erfahren,

ein Supraspinatussehnensyndrom ist wohl eine Schultererkrankung ?

Kannst Du ein wenig mehr über die Schäden der HWS schreiben ?

Merkwürdig, dass Du nix von Kopfschmerzen schreibst,

hast Du denn, trotz kaputter HWS nie grausige Kopf- oder

Nackenschmerzen gespürt ?

Auch würde mich interessieren, gab es keine Angebote für OP an der HWS ?

(künstl. Bandscheibe, Fusion, etc.)

Lass' mich Dir noch raten Oxcarbazepin statt Lyrica zu testen, das bewirkt (bei mir) keine Gewichtszunahme, eher reduzierten Appeti. tiefen Schlaf, allerdinx aber auch reduzierte sexuelle Appetenz.,was ja mitunter das Frommsein erleichtert.

LG

hmoppo.lon9ixus


Lieber Heidefan,

beim Nachdenken über Dein Problem fiel mir Folgends auf:

1) Dein Schöpfer hat Deine Zunge nicht über den Umweg der HWS verkabelt, das wäre ja ein absurder Umweg, selbstverständlich sollte der Zungennerv von der Schädelunterseite aus direkt zu Zunge gehen.

2) Dein Problem hat einen Namen: ''Glossopharyngealneuralgie''

Schau mal unter:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_glossopharyngeus]]

Es sollte eigentlich PRIMÄR Nichts mit derHWS zu tun haben, zumindest nicht mit der Bedrängung des Glossph.nerven durch verengte Foramina (Durchtrittslöcher zwischen den Wirbelknochen) .

Das Kind hat nun einen Namen. Evtl. hilft Dir das Stichwort weiter?

LG

hPoppo#loniuxs


Sorry,

ich muss was zurücknehmen, es guibt da einen Seitenast, der verläuft an den

Halswirbeln:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Ganglion_cervicale_superius]]

Zudem: meine ''DIAGNOSE'' darf natürl. nur als Vermutung dargestellt werden.

LG

bJabyfa8cex28


Antworte hier mal zu deinem anderen Faden.

Ich hatte Kopfschmerzen vorwiegend im Hinterkopf, ziehend und ab u. zu stechend( war aber eher die ausnahme) hatte immer ein Druckgefühl und mir war oft übel.

VLG

hHoppolIonixus


Danke,

so ähnlich fühlt es sich bei mir auch an.

Noch eine Frage:

Wenn du Dich (mit K-schmerzen) anstrengtest (treppauf laufen radeln etc), nahmen die KS dann zu und pulsierten, d.h. jeder Herzschlag war wie ein Hammerschlag im Nacken ?

b,aQbyPfacex28


Anstrengung war echt schlimm, Treppenlaufen war grausam, bei jedem Schritt dachte ich meine HWS bricht ab. Oder Autofahren, wenn so ein kleines Schlagloch kam ( kaum spürbar) dachte ich das ich ein Messer im Hals hab!

Pulsieren spürte ich es eigentlich nie.

hNopBpolXonwixus


Hallo,

waren die Schmerzen denn eher einseitig oder beidseitig zu spüren ?

BKrigHittex53


Hallo, hoppolonius,

zu einer OP kann ich Dir nicht unbedingt raten.

Dein Doc hat schon recht mit der Vermutung, daß die Schmerzen nicht unbedingt nachlassen würden.

Bei mir wurde in 2004 die HWS C4/5 und 6/7 operiert und dort versteift.

Die Lähmungserscheinungen im rechten Arm und in der rechten Hand verschwanden zum Glück, aber die Schmerzen wurden nicht weniger, im Gegenteil.

Durch die Versteifung der o. g. Wirbel müssen die oder- und unterhalb liegenden Wirbel und Muskeln mehr arbeiten, was ständig zu Überreizungen, Entzündungen etc. führt.

Zudem wurde bei mir die Reha zu hart angegangen, was dem Heilungsprozess nicht unbedingt zuträglich war.

Überlege Dir die Sache mit der OP sehr, sehr reiflich.

Aber vielleicht gehörst Du ja zu den Glücklichen, die nach der OP wirklich und wahrhaftig schmerzfrei werden.

Aussage meines Neurochirurgen: sechs Wochen nach der OP sind Sie völlig beschwerdefrei und haben alles vergessen !!!

Pustekuchen !

Aber es soll ja solche Fälle geben und vielleicht hast Du das Glück - ich würde es Dir wünschen !

Die Idee bez. der "Schwarzarbeit" mit Deinem Doc finde ich sehr originell. In der heutigen Zeit bzw. bei dieser super Gesundheitsreform sollte eigentlich alles erlaubt sein, was uns armen Kassenpatienten hilft.

Hast Du Deinem Doc in dieser Sache schon mal wieder auf den Zahn gefühlt?

Mich würde doch sehr interessieren, ob er sich darauf einläßt.

Alles Gute für Dich und eine möglichst schmerzarme Zeit

Brigitte

h0oppolo;niuxs


Liebe Brigitte,

für Deine ausführliche Darstelung dankend würde ich Dich bitten, Deine Schmerzen detaillierter darzustellen um abschätzen zu können, ob es bei uns Parallelen gibt:

- Hast du Krämpfe vor den Schmerzen ?

- sind die Kopschmerzen (KS) beideitig oder einseitig oder auf einer Seite ein wenig stärker ?

- ist Dir dann übel, oder hast Du andere Erscheinungen wie

Sehprobleme Schwindel etc

- ist der KS dumpf oder stechend,

wo sitzt der KS,

wie lange dauert eine Attacke,

welche Medikation hilft ?

Zudem möchte ich anmerken, dass Du mit der Versteifung eine

OP erhieltest, die ''veraltet'' ist, heute nimmt man Bandscheibenprothesen, die die Beweglichkeit erhalten sollen.

Sie bestehen aus zwei stahlnäpfen und einem PE-Knödel dazwischen.

Die Überprüfung der wenigen tausend bis heute verpflanzten

BS-Prothesen findet aber erschreckend selten statt.

Und die wenigen Darstellungen von solchen Patienten

stamnmen meist von Herstellern und Kliniken, sind also

tendenziös.

Praktische Erfahrungen mit BS-PRothesen wären noch ein schönes Thema für dieses Forum!

Lass' mich mich noch darüber wundern, dass Du von C6/7 und C4/5 schreibst, aber was ist mit C5/6, dem Stockwerk, das traditionell stets am schlimmsten betroffen ist.

Sorry für die vielen Fragen und nochmals Danke

h.opp8oloniuxs


ENDLICH EINE VERNÜNFTIGE DIAGNOSE?

heute morgen noch streng linksseitiger koitaler Kopfschmerz nach

Blutdruckanstieg,

doch dann gibt es Antwort von Prof. Frank aus München:


vielen Dank für Ihre mail und die übersandten Bilder. Ich sehe außer

einer gewissen kyphotischen Fehlstellung der unteren HWS und einer

mäßigen Bandscheibendegeneration C5/6, gering C6/7 keine wesentlichen

Faktoren, die für eine rein cervikogene Ursache sprechen. Die Tatsache,

dass Occipitalisinjektionen geholfen haben sowie die Tatsache der

Stapedius Myoklonien legt nahe, dass bei Ihnen eine Dystonie der

Auslöser eher sein kann.

Hier wäre ggf eine Botulinum Toxin Therapie sinnvoll. Schauen Sie doch

unter [[www.schmerzklinik.de]] <http://www.schmerzklinik.de> nach einem

Kopfschmerzspezialisten in Ihrer Nähe oder wenden Sie sich an Prof.

Göbel in Kiel direkt. Ich würde derzeit keine Op empfehlen, solange

keine Evaluation durch einen Kopfschmerzspezialisten erfolgt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Priv.-Doz. Dr. Andreas Frank

Facharzt für Neurochirurgie


Dazu fand ich im Netz

[[http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/11.02.03_cranial.html]]

IHS Diagnose ICD-10

11.2.3 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine kraniozervikale Dystonie

[G24] G44.841

Diagnostische Kriterien:

1. Krampf- oder Spannungsgefühl oder Schmerz im Halsbereich mit

Ausstrahlung in den Hinterkopf oder den gesamten Kopf; die Kriterien C

und D sind erfüllt

2. Abnorme Bewegungen oder Fehlhaltung des Halses oder Kopfes

zurückzuführen auf eine muskuläre Hyperaktivität

3. Der Nachweis, dass der Schmerz auf eine muskuläre Hyperaktivität

zurückzuführen ist, beruht auf wenigstens einem der folgenden Kriterien:

1. Nachweis klinischer Zeichen, die einen hyperaktiven Muskel als

Schmerzquelle nahelegen (z.B. Schmerzauslösung oder Verstärkung durch

Muskelkontraktion, Bewegungen, anhaltende Stellung oder äußeren Druck)

2. zeitgleicher Beginn von Kopfschmerz und muskulärer Hyperaktivität

4. Der Schmerz verschwindet innerhalb von 3 Monaten nach erfolgreicher

Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung

Kommentar:

Fokale Dystonien des Kopfes und des Halses, die von Schmerzen begleitet

werden, sind die pharyngeale Dystonie, der spasmodische Tortikollis, die

mandibuläre Dystonie, die linguale Dystonie und eine Kombination von

kranialen und zervikalen Dystonien (segmentale kraniozervikale

Dystonie). Die Schmerzen werden verursacht durch lokale

Muskelkontraktionen und sekundäre Veränderungen

Immerhin: die Hoffnung bleibt

Möglicherweise werde ich einen neuen thread aufmachen und ds hier mitteilen.

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