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"Elektrische Stöße"

K?irxath hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich habe da ein Problem und ich werde auch am Montag zum Arzt gehen, nur möchte ich gerne vorher auch hier nachfragen, weil es mich schon etwas irritiert.

Und zwar habe ich bei Bewegungen, vor allem wenn ich die Augen schnell hin und her bewege, das Gefühl, als ob elektrische Stromstöße durch meinen ganzen Körper gehen. Besonders stark sind sie im Kopf und in der Brust, sie breiten sich aber auch oft bis in die Finger- und Zehenspitzen aus. Außerdem fühlt es sich so an, als ob ich mehr Druck auf dem Trommelfell hätte, es klingt wie ein kurzes, sehr hohes Rauschen, und als ob mein Herz schneller und stärker schlägt.

Als ich das letzte Mal Blutspenden war hatte ich einen hohen Blutdruck von ca. 155/100 und einen Puls von zuerst 120, bei der zweiten Messung ist er auf 105 gefallen. (Was mich etwas verwundert, da ich einen BMI von 23 habe und weder rauche noch oft Alkohol trinke) Denkt ihr, dass es etwas damit zu tun haben könnte?

Ich mache mir ein bisschen Sorgen, dass es sich um Vorzeichen einer schwereren Nervenerkrankung handeln könnte. Ich hatte diese Symptome schon öfter, aber nur wenn ich fiebrig und krank war. Jetzt habe ich sie seit ca. 2 Monaten, hatte aber gehofft, dass es von alleine weggehen würde.

mfG Kirath

Antworten
KFirxath


Ich habe mich noch ein bisschen schlau gemacht und anscheinend sind das Entzugserscheinungen von Venlafaxin, einem Serotonin/Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer.

Das wundert mich ehrlich gesagt, denn ich nehme das Zeug nach wie vor gleich wie zuvor. Wenn ich Entzugserscheinungen habe heißt das, dass mein Körper das Medikament zu schnell abbaut und ich diese Probleme nur mit einer höheren Dosis wieder los werde? (Ich nehme übrigens schon 225 mg, ich weiß nicht ob ich noch mehr haben möchte...)

Symptoms described as "brain zaps", "brain shocks," "brain shivers" or "head shocks" are a withdrawal symptom experienced during discontinuation (or reduction of dose) of antidepressant drugs.

-wikipedia.com

S{igxute


Eine Diagnose auf Distanz wirst du hier, in einem Laienforum nicht bekommen. Am besten solltest du auf eine neurologische Ambulanz. Dort müsstest du einen neurologischen Test durchführen lassen + MRT Kopf und EEG. (Gehirnstromuntersuchung) Sollte das alles keinen Befund bringen wäre davon auszugehen das die Beschwerden psychosomatisch ist und könnte es mit Psychopharmaka versuchen. Ich wünsche dir eine gute Besserung. PS: Venlafaxin sollte soweit ich weiss nie schlagartig abgesetzt werden sonst kann es sehr wohl zu Absetzsymptomen kommen. Hast du dieses Medikament gemeinsam mit einem Arzt abgesetzt?

KEiXratxh


Ich habe es nicht abgesetzt und da der Arzt, der es mir verschrieben hat, ein Bekannter meiner Mutter ist kann ich es auch nicht tun, ohne dass sie es mitbekommen würde. :=o

LSösckwchen1


Na dann weis den Doc mal aus seine Schweigepflicht hin.

Dein Blutdruck ist zu hoch. Schreib Dir alle Medikamente mit Dosierungen auf die Du nimmst. Dann geh erst mal zum Hausarzt oder Internisten.

Wenn der deinen Blutdruck auf Normalmaß gesenkt hat und du immer noch dieses komische Symptom verspürst, suche mal den Arzt auf der dir das Antidepressivum verschrieb und frage ihn um Rat. Selbständig solltest Du nicht an der AD-Schraube drehen.

Kxira9txh


Stimmt, an die Schweigepflicht hatte ich nicht gedacht. Es würde ja schon die Frage reichen "Warum war denn der XXX schon so lange nicht mehr hier?" ^.^ (Aber ich würde da so oder so nichts selbst machen)

Mein Hausarzt ist auch Psychiater und derjenige, der mir das Medikament verschrieben hat. Wie gesagt, ich werde ihn am Montag aufsuchen und ihm von den Symptomen erzählen.

Z.wackx44


Hallo Kirath, Dein Gedankengang ist schwer nachvollziehbar: Wenn Du das Mittel nicht abgesetzt hast, kannst Du davon doch auch keine Absetzerscheinungen (Deine Diktion: "Entzugserscheinungen") haben.

LGöckOchAexn1


Hi Kirath,

Dein Hausarzt mag ärztlicher Psychotherapeut sein, aber bestimmt kein Psychiater. Denn Psychiater behandeln keinen hohen Blutdruck, keine Erkältungskrankheiten und keine Prellung am Arm und keine Übelkeit. All die Probleme mit denen sich ein Hausarzt so beschäftigt, werden vom Psychiater nicht behandelt.

Ein Psychiater beschäftigt sich vorwiegend mit Depressiven, Schizophrenen, Angstpatienten, Traumatisierten, Boderlinern usw.

Kirath, ich vermute, das dein viel zu hoher Blutdruck die Ursache der Stromschläge ist.

Also laß den erst mal senken. Hoher Blutdruck ist gefährlich, er fördert Herzinfakt, Schlaganfall und noch einges mehr.

K?iraxth


Ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist kein Psychiater? ???

L]öckYche#nx1


Doch ein Facharzt für Psychiatrie ist ein Psychiater.

Behandelt er dich den auch, wenn Du was am Herzen hast?

K)irat@h


Nein, Kardiologe ist er keiner. ;-)

Scherz beiseite, ich habe schon das eine oder andere auch mit ihm besprochen, aber nicht im Rahmen einer Therapie.

cQhiaxrana


Hallo,

bitte verzeih´, wenn ich schreibe das ich erst mal froh war auch von einem anderem Menschen zu hören, der sog. Stromschlag-Symtome kennt. Bei mir hängt das auch mit den Bewegungen der Augen irgendwie zusammen. Leider hat mir bis heute noch kein Arzt eine Diagnose geben können. - Inzwischen denke ich, daß es nicht lebensbedrohlich sein muß, denn nach einiger Zeit hörte das von selbst wieder auf. Allerdings nie tagsüber sondern immer nachdem ich länger geschlafen hatte. - Übrigens, ich nehme auch Venlafaxin, allerdings nur 75mg. Dazu habe ich eine Frage an Dich. Da dieser Wirkstoff ja gegen Depressionen eingesetzt wird, sollte dieses Mittel ja auch dementsprechend wirken. Bei mir läßt das zu wünschen übrig. Wirkt dieses Medikament bei Dir zufriedenstellend? Solltest Du allerdings diese "Stromschläge" erst nach Beginn dieser Medikation bekommen haben, dann würde sich die Ursache ja von selbst erklären. Lieben Gruß

K5ir7axth


Ja, ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass es sich um Entzugserscheinungen von Venlafaxin handelt. Es wird auch auf Wikipedia unter SSRI Discontinuation Syndrome erwähnt und ich habe auch in Erfahrungsberichten im Internet von Anderen gelesen, die beim Ausschleichen diese "Brain Zaps" hatten.

Ich bin leider etwas nachsichtig bei der Einnahme und habe in den letzten paar Monaten manchmal vergessen, die Tablette morgens zu nehmen. Anscheinend reichen da bei mir schon ein paar Stunden. :-/

Geholfen hat es mir schon, auch wenn die Dosis zwei mal erhöht werden musste. Mit 75mg wurde begonnen, dann 150mg, jetzt sind es 225mg. Es gibt aber auch Menschen, die keine wirkliche Besserung verspüren und andere Antidepressiva ausprobieren müssen. Frag am Besten deinen Arzt, wenn du das Gefühl hast, dass dir das Medikament nicht hilft.

K9iTraxth


Nachlässig statt nachsichtig, eine Editierfunktion wäre nicht schlecht. :)^

gdwendoxlynn


@ Kirath

Du gehst Blutspenden, obwohl du regelmäßig ein solches Medikament einnimmst ??? ???

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