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Migräne, Attest

Kbraqcher hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich bin Stundent und leide ab und an an Migräneanfällen. Teilweise sind diese mit Sehstörung (ich kann da gar nichts lesen), die gerne mal eine Stunde dauert und danach folgen Kopfweh, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit.

Falls ich deswegen mal an einem Pflichtseminar oder Klausur nicht teilnehmen kann: Kann ich mir bei dem Problem Hoffnung auf ein Attest machen oder wird der Arzt denken, ich wolle "schwänzen"? Gäbe es denn eine Nachweismöglichkeit im Zweifel, sodass ich dann nich ohne Attest dastehen würde?

Antworten
tDheA-cxaver


Es gibt keinen praktikablen diagnostischen Test zum Nachweis eines Migräneanfalls, Du wirst den Arzt schon überzeugen müssen.

Grüße

LQis-ili


In der Regel läuft das doch so, dass man zum Arzt geht und sagt, man hat eine Prüfung an der man nicht teilnehmen kann und braucht ein Attest. Dann sagt er, ja ssie fühlen sich ja eh nicht gut, Magen-Darm, oder? Oder eben auch Migräne. Gar kein Stress.

M8ondjhäscKhexn91


Es gibt keinen praktikablen diagnostischen Test zum Nachweis eines Migräneanfalls, Du wirst den Arzt schon überzeugen müssen.

oh doch gibt es wohl! und zwar wird man da während eines migräneanfalls in die röhre geschoben (nur der kopf), während eines migräneanfalls sind teile des gehirns "geschwollen" (sorry weis net wie ich das besser ausdrücken soll^^) und das wird damit sichtbar

ich selbst leide auch unter migräne mit erbrechen, sehstörungen und allem drum und dran {:(

ich hab ein attest für meine ausbildung das wenn ich migräne hab entschuldigt bin (die müssen mir das halt dann glauben) denn ich kann während so einem anfall nicht zum arzt gehen und bin dann meistens noch den ganzen tag leicht benommen

tthem-c'avxer


Ich sprach von *praktikablen* tests. Was Du meinst, ist ist entwedereine PET, SPECT (beides kann den vermehrten Blutfluss in den Hirnhäutennachweisen) oder ein hochauflösendes MRT zum Nachweis der entzündlichen Schrankenstörung der Hirnhaut-Blutgefäße. Alle diese Tests sind aber nur für Forschungszwecke sinnvoll, es ist nicht möglich, eine Migräne einfach so mit dem MRT zu diagnostizieren.

Grüße

MVonpdhäsCchexn91


ich weis nur das sowas damals bei mir gemacht wurde... da war ich 15 und litt immer unter sehr starken migräneanfällen und meine hausärztin lies mich damals für 2 tage ins krankenhaus einweisen für verschiedene tests, unteranderem dieser als ich im krankenhaus einen migräneanfall bekam

o]lle ta-nxte


Je nach Prüfungsordnung musst du da schnellstens zum Gesundheitsamt, weil das Attest vom Amtsarzt sein muss (Kopie der Prüfungsordnung mitnehmen!). Nachträglich gibts da jedenfalls keins.

Aus eigener früherer Erfahrung : Gegen "Augenmigräne" leg dich 5 minuten irgendwo hin und schlucke ein paar Kreislauftropfen.

m{oonnnixght


[[http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Migraene/Diagnose/Migraene-Diagnose-7419.html]]

normalerweise kommt auch ein CT ins spiel...haben die wohl vergessen :=o

@ Kracher

warst du denn schon mal bei einem neurologen oder wer hat bei dir migräne diagnostiziert?

t_he-ca6ver


Nein, das haben die nicht vergessen - CT ist in der Kopfschmerzdiagnostik out, Kernspin ist besser.

Ansonsten fasst der verlinkte Artikel das Thema sehr gut zusammen: Die Diagnose Migräne wird aufgrund der charakteristischen Kopfschmerzen und der (unauffälligen ) neurologischen Untersuchung gestellt. Bidgebende Untersuchungen braucht man nur in Sonderfällen. Leider wird das in Deutrschland weitgehend ignoriert und es werden massenhaft unötige Untersuchungen gemacht...

Grüße

m+oionnEixght


naja bei uns wird erst mal ein CT gemacht und dann erst ein MRT wenn nichts besonderes raus kam. ist ja merkwürdig. bei allem muss man betteln und das zahlt die kk einfach so wobei ein MRT viel viel teurer ist als ein CT :=o

deutsche demokratie halt ;-D

lSiliNbe


Wenn die Migräne diagnostiziert ist, bekommst du auch ohne weiteres ein Attest, alles andere habe ich noch nie gehört. Bin auch Migräne-Patient, aber zum Glück (*auf Holz klopf*) seit Jahren so gut wie beschwerdefrei. Ich hatte noch nie ein Problem, das Attest zu bekommen, auch einen Tag danach nicht.

mnoo[nnighyt


ich sehe da auch keine probleme wegen einem attest.

@ lilibe

du hast es gut seit jahren beschwerdefrei?! darf ich fragen wie du das angestellt hast?? bei mir reicht es schon wenn das wetter umschlägt oder die wolken mit schnee oder regen gefüllt sind, muss nicht mal runter kommen und ich leide wie ein hund...verrate mir deinen tipp ;-D

tBhe-7cavexr


naja bei uns wird erst mal ein CT gemacht und dann erst ein MRT wenn nichts besonderes raus kam. ist ja merkwürdig.

Eigenartiges Vorgehen: Es ist ja in den allermeisten Fällen bei Kopfschmerzen so, dass das CT unauffällig ist. Wenn dann "bei Euch" (Klinik? Praxis?) eh ein MRT hinterhergeschoben wird, kann man sich das CT auch gleich sparen (ist ja nicht nur Geldverschwendung, sondern auch Zeitverzögerung und Strahlenbelastung).

Wann man bei Kopfschmerzen Zusatzuntersuchungen braucht und wann nicht, kann man in den einschlägigen Lehrbüchern nachlesen. Schön dargestellt findet man (für diejenigen mit Zugang zu medizinischer Literatur) das auch in einem Artikel im "Schmerz" von 2007:

May A, Diener HC: Kopfschmerzpatienten im klinischen Alltag - wann ist eine apparative Zusatzdiagnostik indiziert? Der Schmerz 21 (2007): 43-48

Der Vergleich zwischen den Empfehlungen und der Realität ist sehr interessant - ich würde mal schätzen, dass 80-90% der CTs und MRTs bei Kopfschmerzpatienten überflüssig sind, ebenso wie mindestens 95% der EEGs...

Ich würde mir auch wünschen, dass die Prüfungsausschüsse der KVen bei unsinnigen UNtersuchungen für teilweise hunderte von Euro genauer hinschauen als bei Medikamenten für Centbeträge - interessiert nur leider die Kassen nicht, weil die Arzthonorare eh gedeckelt sind. Das GEld fehlt dann halt woanders, aber nicht bei den Kassen.

Das ganze liegt natürlich auch an der Erwartungshaltung der Patienten - sieht man ja auch hier im Forum: Sobald jemand was über Kopfschmerzen schreibt, vergehen in der Regel keine 24 Stunden bis zu der Antwort "lass auf jeden Fall ein MRT und ein EEG machen, das ist Dein gutes Recht" oder so ähnlich. Und bevor der Arzt dann 20 Minuten damit verbringt, dem Patienten zu erklären, warum das nicht nötig ist (meist mit dem Ergebnis, dass der dann einfach woanders hingeht), verbringt er lieber eine Minute mit dem Ausstellen der Überweisung...

Grüße

l5ilGibxe


@ moonnight

hmm, das ist natürlich eine sehr gute Frage, aber ich kann sie gar nicht richtig beantworten.

Die Migräne begann bei mir mit etwa 11 Jahren, bekam dann homöopathische Tropfen (weiß nicht mehr, wie sie heißen, aber schmeckten aber echt eklig). Hatte richtige Anfälle mit Seh- und Sprachstörungen, alles nicht. Es wurden einige EEGs gemacht, aber es gab keine wirkliche Ursache außer, dass sowohl meine Mutter als auch meinen Opa die Migräne hatten, also erbliche Vorbelastung. Es hörte mehr oder weniger plötzlich auf, habe jetzt vielleicht mal zwei Anfälle im Jahr und kann auch dazu keine Angaben machen, warum diese entstehen. Wie oft leidet ihr denn so?

Meiner Mutter hat ein Besuch in der Schmerzklinik geholfen, sie musste erstmal von den ganzen Medikamenten entgiftet werden und ihre Anfälle haben sich echt minimiert.

m:ooFnnighHt


@ the-caver

gemeinschaftspraxis wars ;-) neurologie und radiologie zusammen. aber das hin und her zwischen neurologe und radiologe ist auch so ne sache. man hat zwar ein paar termine für die neuro extra frei, aber au ned viel :=o und wie ist es anders?bei den radiologischen praxen bekommt man ja meist erst in monaten termine. ich denke, dass wir dass dann eher gemacht haben, weil das CT auch direkt für den neurologen zur verfügung steht. und da die patienten sowieso ca. 1 1/2 bis 2 stunden da sind, haben die meistens auch keine lust mehr auf das mrt zu warten...so erklär ich es mir halt mal :=o

die meisten fälle in dem wir den kopfbereich beim CT angeordnet haben bzw. bekamen waren NNH (nasennebenhöhlen).

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