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Täglich Kopfschmerzen/ Migräne/ Stechen im Kopf

d:eagd8ly_s%ilCencxe hat die Diskussion gestartet


Hey ihr,

seit einigen Wochen, wenn nicht sogar schon länger, habe ich nun fast täglich Schmerzen in der Kopfgegend. Ich sage bewusst nicht täglich, da es auch mal Ausnahmen gibt.. Zwar nur wenig, aber es gibt sie.

Im Grundschulalter wurde bei mir - erblich bedingt - Migräne festgestellt. Vor einigen Jahren hat mir ein Neurologe Allegro dagegen verschrieben, die da auch wirklich helfen, worüber ich auch sehr froh bin. Hatte bisher auch nie Probleme damit, Kopfschmerz von Migräne zu unterscheiden. Aber mitlerweile kann ich das gar nicht mehr. Ich nehme dann meist Schmerzmittel, und wenns nicht anschlägt, dann eben eine Allegro (wobei ich die ja nur alle 48h nehmen darf). Doch manchmal hilft weder die eine, noch die andere Tablette.

Wenn solche "Attacken" aufs Ende zu gehen, beginnt auf der Seite, wo die Schmerzen waren (meistens rechts), weitläufig ums Auge herum so ein Stechen, was ich bei Bewegungen mit dem Kopf sofort merke. Unangenehm..

Von meiner alten Neurologin habe ich Topiramat/Topamax verschrieben bekommen, zur prophylaktischen Anwendung. Aber von denen spüre ich bisher noch gar keine Wirkung.. Ätzend. Es schlaucht so aus, man hat keinen Spass mehr an irgendwas, will sich dann eigentlich nur noch hinlegen und seine Ruhe haben...

Meine Hausärztin ist momentan im Urlaub und den Termin bei dem neuen Neurologen hab ich leider erst im Mai...

Jemand ne Idee, von was das noch kommen könnte?

Hab mir überlegt, in so ne Röhre mal zu gehen.. Aber ob das sinnvoll wäre?

d_s

Antworten
t#heb-cavexr


Wenn Du alle 48h Allegro nimmst, bist Du bei einer Einnahmehäufigkeit von 15 Tagen monatlich. Damit besteht der Verdacht auf einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz (Triptane machen den ziemlich schnell und oft). Eine chronische Migräne gibt es zwar, sie ist aber weitaus seltnener als der Medikamentenkopfschmerz.

Grüße

dceadl.y_sdilencxe


Und was für Möglichkeiten habe ich da? Selbstentzug? Entschlackungskuren für zu Hause? Was schlägt denn wirklich an, und wer kann mir sagen, ob das wirklich ein Tabletten-Kopfschmerz ist, oder nicht? Und ob er von den Allegro oder den Schmerztabletten kommt? Und vor allem: Woher weiss ich, wann es ein solcher Kopfschmerz ist, oder ein "normaler"?

d_s

ShoHrren>t


Guten Morgen!

Meine Mama nimmt auch Allegro und sollte, laut Arzt, höchstens 8 Tabletten im Monat- also 2 Tabletten die Woche nehmen. Deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass deine Kopfschmerzen Tabletteninduziert sind.

Nimm über Ostern keine Schmerzmittel und versuche irgendwie so klarzukommen. Dazu viel, viel Wasser trinken! Wenn die Schmerzen besser werden, dann weißt du, dass sie von dem Medikament kommen.

Gute Besserung!

dkeaKdl8y_sbilencxe


Wie stellst du dir das vor? Ich arbeite über Ostern, und nin zu nichts zu gebrauchen, wenn ich solche Schmerzen habe.. :/ Meint ihr wirklich, die Schmerzen kommen von den Allegro? Können sie nicht auch von den Paracetamol kommen? Da kommt es im schlimmsten Fall schon mal vor, dass ich 3-4 Stück nehme.. Aber selbst die schlagen dann nur im seltensten Fall an.

sQtra+wberxry1


Hey deadly_silence,

ich schreibe dir einfach mal meine Erfahrungen hin.

Auch ich leide schon seit Jahren an Kopfschmerzen, ich glaube, die fingen bei mir in der 5. oder 6. Klasse an. Hatte von da an wirklich dauernd Schmerzen, zwar nicht täglich, aber dennoch sehr oft. Das ist einfach nur belastend und man hat manchmal eben wirklich kaum noch Spaß an etwas. Ende 2006 hatte ich dann den allerersten Migräneanfall (ohne Aura) mit alles Drum und Dran. Übelkeit, Erbrechen, Licht/Geräuschempfindlichkeit. Januar 2007 war ich das erste Mal beim Neurologen. Dieser machte so bei mir eine Gehirnstommessung und stellte dabei Migräne fest. Aber wirklich etwas dagegen gab er mir nicht. Ich solle immer nur Paracetamol 1000er nehmen, sobald ich merke, dass ich eine Attacke kriege. Naja, 2 Jahre ging das mehr oder weniger gut. Bis ich Mai 2009 so eine heftig starke Migräneattacke hatte, dass ich sogar ins Krankenhaus musste/wollte, weil es echt nicht mehr auszuhalten war. Daraufhin verschrieb mir mein Hausarzt Betablocker zur Migräneprophylaxe :-/ die ich heute aber wieder langsam abgesetzt habe, da ich keine Besserung empfunden habe und eh einen niedrigeren Blutdruck habe. Ich ging letzten Monat nochmal zum Neuro und bat ihn um ein CT (wie auch meinen Hausarzt schon. Doch dieser sagte mir nur, so etwas würde Unmengen von Geld kosten und bei mir würde man eh nichts erkennen). Der Neurologe schickte mich also auch nicht ins CT.

Ich muss noch dazu schreiben, dass ich vor 2 Monaten die Pille abgesetzt habe und mir es seitdem wirklich etwas besser geht, was die Kopfschmerzstäre betrifft. Migräneattacken hatte ich jetzt zwar von Jan-März monatlich und nehme dagegen Naramig ein, die mir wirklich sehr gut helfen, aber die Kopfschmerzen, die ich unter der Pille mehrmals pro Woche hatte, treten nicht mehr so häufig und so stark auf.

Ich würde deinen Neurologen im Mai wirklich um ein CT bitten. Ich hab gehört, dass man aber wohl eher einen Termin dafür kriegt, wenn es in der Familie Gehirntumor o. Sonstige Fälle gab.

K~orsxten


Den MIK (Medikamenteninduzierten Kopfschmerz) bekommt man nicht nur von den Triptanen. Man sollte allgemein egal welche Schemrzmittel (in deinem Fall nun Allegro und PCM) nicht mehr als 8-10 Tagen im Monat nehmen. Also zusammengezählt. Wenn du an einem Tag ne PCM und ne Allegro nimmst zählt das dann aber nur als eine. Aber man sollte nicht mehr als 8-10 Tagen in einem Monat einnehmen, weil sonst kommt es zu einem MIK. Und da alleine wieder rauskommen ist sehr sehr schwierig.

sKtrawbcerJr{y1


Können sie nicht auch von den Paracetamol kommen? Da kommt es im schlimmsten Fall schon mal vor, dass ich 3-4 Stück nehme.. Aber selbst die schlagen dann nur im seltensten Fall an.

Weclhe Stärke nimmst du von den Paracetamol ein? Bei mir kam es auch schon mal vor, dass ich 2 oder 3 kurz aufeinander einnehmen muss, weil es mir so schlecht geht, aber selbst dann helfen die nicht. Aber das war zu der Zeit, wo ich noch keine Naramig-Tabletten hatte.

Führst du ein Kopfschmerz-Tagebuch? So etwas kann wirklich ziemlich hilfreich sein. Hab meins auch dem Neurologen gezeigt und er hat sich das in Ruhe durchgelesen und wollte mir dann auch Topimarat verschreiben. Ich jedoch lehnte ab, weil ich jetzte rstmal abwarten will, wie es mir ohne die Betablocker geht.

K@orst<exn


Also ich leide auch seit ca 6 Jahren an Migräne. Als ich vor 3 Jahren beim Neurologen wwar, hat er mich auch zum CT geschickt um irgednwas anderes auszuschließen. Da man Migräne ja nicht feststellen kann, es ist ja eigentlich nur ne Ausschließmethode. Seit dem habe ich vieles Ausprobiert. Bei den Triptanen bin ich nun bei 'Relpax angekommen, die aber auch nicht mehr immer die Wirkung zeigen. Prophylaktisch hab ich Beta-Blocker genommen, die haben aber nicht gewirkt. nun nehme ich Topiramat (Topamax) Aber bisher zeigt es leider auch nicht die gewünschte Wirkung. Nun habe ich gerade einen Antrag für die Schmerzklinik Kiel gestellt, da ich allmählich auch immer meht Schmerzmittel zu mir nehme und ich aufpassen muss mit meinem Beruf und so weiter.

SCascthxa_S


Ich hab seit gut 10 Monaten täglich Kopfschmerzen, was paar mal beim Neurologen, zuletzt vor 2 Wochen. Er meint, es sind Spannungskopfschmerzen. Ich sagte ihm Anfang Februar, ich hab bisher viel Schmerztabletten genommen, so ca. 20-25 mal im Monat. Das soll ich mal bitte lassen, sagte er. Nichts nehmen, auch nicht nur paar Tage. Mache ich jetzt auch schon länger, ändert aber nichts. Wenn, dann was zur Vorbeugung, sagte der Neurologe und da kämen dann einige der trizyklischen Antidepressiva in Frage.

doeaTdlRy_silxence


Danke für eure zahlreichen Antworten!

Paracetamol habe ich in der Stärke 500.. Die Apothekerin sagte zu mir, die maximale Tagesdosis dieser Tabletten sollten 3x2 Stück nicht überschreiten.

Wenn ich jedoch keine Allegro mehr im Haus habe, oder merke, dass diese nicht anschlagen, die Schmerzen aber so enorm werden, dass es mir bei jeder Bewegung das Gefühl gibt, mein Kopf würde platzen, nehme ich auch mal 3-4 Stück auf einmal.. Lege mich dann (wenn es möglich ist), auch mal hin.

Was ich beobachtet habe, ist, dass ich in der Schulzeit (ich mache eine Ausbildung im sozialen Bereich, gehe als Blockweise in die Berufsfachschule und dann wieder ein paar Wochen/Monate zur Arbeit). Jedenfalls treten die Kopfschmerz-/Migräneattacken in der Schulzeit wirklich fast jeden Tag auf, an freien Tagen sowieso. Wenn ich arbeiten bin, dann eher selten. Zwar bleiben sie da nicht ganz aus, aber treten wie gesagt weitaus weniger auf. Obwohl ich auf Arbeit viel mehr körperlichem und zeitlichem Stress ausgesetzt bin, als zB in der Schule (da ist es halt nur das lange Konzentrieren und die Lernerei).. Aber auch in den freien Tagen hab ich ja nicht wirklich Stress.

Als ich das meiner alten Neurologin erklärte, meinte die nur: "Das macht für mich keinen Sinn.", und somit war die Sache für sie erledigt. (Habe mir jetzt auch einen neuen Neurologen gesucht, bei dem der Termin allerdings erst Anfang Mai ist.)

Betablocker darf ich nicht nehmen, da ich an Asthma leide.

Und so viel ich weiss, würden die sich auch mit einigen Medikamenten, die ich einnehme, nicht so gut vertragen.. Keine Lust auf noch mehr unbrauchbare Wechselwirkung.. *seufz*

Wie führt man ein Kopfschmerz-Tagebuch?

d_s

SUaschxa_S


Wie führt man ein Kopfschmerz-Tagebuch?

[[http://www.kopfschmerzen.de/Service/Kopfschmerztagebuch]]

oder

[[http://www.forum-schmerz.de/fileadmin/user_upload/pdf/kopfschmerz-tagebuch_Anleitung%206S.pdf]]

dYeadoly_si)lencxe


Danke. Hab mir da mal einen ausgedruckt und werd das mal versuchen, zu führen, bis ich den Termin beim Neurologen habe, damit ich ihm das vorlegen kann.. Dann vergess ich wenigstens keine Infos, als wenn ich nur von den Schmerzen erzähle.

d_s

t5he-c{avexr


Wenn es Kopfschmerzfreie Phasen von mehr als 3 Tagen gibt, ist ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz sehr unwahrscheinlich. Wenn Du aber fast jeden Tag Kopfschmerzen hast, gibt es nur einen Weg, herauszufinden, was es ist: Medikamentenentzug und schaun, ob es besser wird. Wenn ja, wars einer. Der Entzug von Triptanen geht normalerweise schnell, ist aber relativ heftig. Du wirst für einige Tage arbeitsunfähig sein und evtl. in eine Klinik müssen.

Falls es noch kein medikamentenkopfschmerz ist, solltest Du die Einnahmehäufigkeit von Kopfschmerzmitteln unbedingt auf die beschriebenen 10 Tage monatlich reduzieren - sonst bekommst Du wahrscheinlich einen!

Das mit dem Betablocker solltest DU mal mit dem Arzt besprechen - metoprolol macht z.B. an Beta2-Rezeptoren sehr wenig und wird deswegen auch von Asthmatikern oft gut vertragen. Ansonsten gibt es ja noch Topiramat und etliches andere. Zu den anturheilkundlichen Möglichkeiten hatte ich erst was geschriben, ich kopiers nochmal rein:

- Pestwurz: Bei regelmäßiger Einnahme vergleichbar gut wirksam wie "chemische" Medikamente zur Migräneprophylaxe, dabei sehr nebenwirkungsarm. Nachteile: Selber zahlen (50 Euro monatlich), muss derzeit aus England bestellt werden (google nach "Petadolex", dann findest Du den Versender), kann in extrem seltenen Fällen schwere Leberschäden machen.

- Magnesium: Wirksam, aber eher schwach. Geeignet als Zusatzmittel in Kombination mit anderen. Kann in der erforderlichen hohen Dosis Durchfälle machen.

- Vitamin B2 hochdosiert. Wahrscheinlich wirksam, die erforderliche hohe Dosis ist mit üblichen Vitamintabletten nicht zu erreichen. Zur Langzeitsicherheit der Hochdosis-Behandlung kenne ich keine Daten, allgemein geht man aber davon aus, dass es bei wasserlöslichen Vitaminen keine Vergiftungen gibt.

- Coenzym Q10: EIn Vitamin-ähnlicher Stoff, als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, wahrscheinlich wirksam, aber nicht in guten Studien untersucht.

Die 3 letztgenannten Möglichkeiten gibt es als Kombinationspräparat unter dem Namen "Migravent" rezeptfrei (also auchzum Selberzahlen) n der Apotheke.

Dann gäbe es noch Mutterkraut (nicht zu verwechseln mit Mutterkornalkaloiden!), da hab ich aber keine aktuellen Daten dazu.

Akupunktur scheint ebenfalls wirksam zu sein: In der größten deutschen Studie ähnlich gut wie eine (allerdings nicht sehr ausgefeilte) medikamentöse Therapie. Placebo-Akupunktur war allerdings genausogut.

Ansonsten natürlich Tagebuch führen, Auslöser identifizieren und vermeiden. Näheres z.B. unter

[[www.migraene-schule.de]]

Grüße

satra_wbe<rrxy1


Ich hatte auch erst so ein "professionelles" Kopfschmerztagebuch.

Aber ein leerer Zettel tuts auch. Einfach nur den Tag aufschreiben, wann der Kopfschmerz auftrat, wie stark es war und welche Mittel eingenommen wurden, fertig.

@ the caver:

Sie nimmt ja schon Topiramat, aber es schlägt ja (noch) nicht an. Und von Betablockern halte ich (jetzt) auch nix. Fand es eh ziemlich unverantwortlich von meinem ex Hausarzt mir so etwas zu verschreiben bei niedrigem Blutdruck :|N

Meine Mutter hat auch Migräne und nimmt nebenbei noch Metoprolol (hochdosiert) und hat nach wie vor heftisgte Migräneattacken.

Naja, wird aber wohl von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Im Endeffekt muss jeder selber entscheiden, ob er es probiert oder seinlässt. Ich spreche nur aus meiner Erfahrung.

@ TE:

Nimmst du denn die Pille?

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