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Schmerz hinter dem Auge beim Bewegen, Hilfe

y?ello0w84 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

habe mal wieder ein Problem: Seit drei Tagen schmerzt mein Auge beim zur Seite schauen.. jetzt habe ich Angst vor MS, weil das ja ein erstes Anzeichen für MS sein soll. Vor 1 1/2 Jahren kam bei mir schon mal das Thema Ms auf, dies wurde aber durch MRT-Schädel und andere Untersuchungen ausgeschlossen (aber keine Lumbal). Aber bei der MS ist die Diagnose ja schwierig oder?

Bitte um schnelle Antworten!

Liebe Grüße

Antworten
sOonnqenscheLin059


Hallo,

bin eben beim ersten Durchsehen dieses Forums auf Deine Frage gestoßen und hätte, aus persönlicher Erfahrung, schon was dazu zu sagen.

Ohne Dir Angst machen zu wollen, möchte ich einfach nur die Krankheitssymptome meiner Tochter beschreiben. Als sie gerade mal siebzehn war, hatte sie genau solche Beschwerden, wie Du sie bei Dir beschreibst. Nach einer Untersuchung in der Augenklinik ist sie erst noch zehn Tage in den Urlaub gefahren, weil die sich zu dem Zeitpunkt noch auf keine Diagnose festlegen wollten und meinten, sie solle auf jeden Fall wiederkommen, falls ihr Sehvermögen schlechter wird. Prompt wurde es während des Urlaubs auch schlechter, und wir sind sofort wieder in die Augenklinik gefahren, wo nun eine Sehnerventzündung festgestellt wurde. Dort hat sie eine Woche lang starke Cortisoninfusionen und Antibiotika bekommen, und es wurden allerlei Untersuchungen gemacht(Lumbalpunktion, Blutuntersuchungen, MRT). Durch die Blutuntersuchung wollten sie z. B. eine Borreliose ausschließen, im MRT wurde auch nichts Besonderes gefunden, nur im Hirnwasser waren sogenannte oligoklonale Banden. Trotzdem wurde bis zum Abschluss dieser Behandlung keine endgültige Diagnose gestellt. Man sagte uns, so eine Sehnerventzündung könne man einfach, so ohne nähere Hintergründe, bekommen.

Bei der Eingabe von Sehnerventzündung in allen Internet-Suchmaschinen kommt man ja praktisch sofort auf das Thema MS, so dass ich nicht sonderlich beruhigt war. Die Behandlung hat aber insofern gewirkt, dass ihr Sehvermögen sich wieder gebessert hat, allerdings nicht ganz auf die Ausgangssituation.

Von da an hat sie einmal im Jahr ein MRT machen lassen, und erst im März 2009 sah man eine kleine Veränderung, was den Neurologen aber noch zu keiner Aufregung veranlasste.

Um Weihnachten herum kam dann der nächste Schreck. Ihr rechter Arm war kribbelig und fühlte sich an wie eingeschlafen. Das ging dann fast auf die gesamte rechte Körperhälfte über. Sie bekam wieder Cortisoninfusionen und viele neue Untersuchungen, und inzwischen steht fest, dass sie wohl doch MS hat. Sie ist jetzt zwanzig, und wir beschäftigen uns gerade mit der Frage, welche Art von vorbeugender (immunmodulatorischer) Therapie sie demnächst beginnen wird.

Sicher ist diese Antwort nicht gerade aufmunternd, aber da Du geschrieben hast, dass das Thema MS bei Dir schon mal aufkam, kommt es mir zumindest nicht unwahrscheinlich vor, dass Du das haben könntest. Auf jeden Fall würde ich **sofort** zum Augenarzt gehen, wenn Du es nicht sowieso schon getan hast. Je eher etwas unternommen wird, desto besser stehen die Chancen, dass Deine Sehschärfe erhalten bleibt. Wünsche Dir natürlich, dass es möglichst inzwischen besser oder tatsächlich "nur" eine Sehnerventzündung ohne die bei meiner Tochter entdeckte Krankheit ist.

Alles Gute

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