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Befuerchtungen zu Citalopram - Wer hat Erfahrungen ?

s1chinxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

.

da ich gegenüber dem Medikament Citalopram 20mg (welches ich nehmen soll) recht skeptisch bin hätte ich gerne ein paar Meinungen/Erfahrungsberichte zu den folgenden Bedenken, die ich durch die Einnahme befürchte:

.

durch intensive Träume und Haluzinationen:

--> massive Überantstrengung/ausbrennen des Gehirns/Energiehaushalts ?

--> ständiges Aufwachen, Angst vor wieder einschlafen

--> Angst vor meinem Bett und Dunkelheit auch nach Absetzen des Medikaments

--> könnte plötzlicher Blackout passieren (z. B. mitten auf der Autobahn) weil man sich

trotz Träume/wenig Schlaf fit (überdreht) fühlt durch den Serotonin-Überschuss ?

.

--> Kontrollverlust durch hyperaktives Gehirn und Haluzinationen (z.B. mitten auf Autobahn)

--> Kontrollverlust durch Verschlechterung der Gefühle am Anfang

--> plötzliche und unkontrollierbare Selbst-Verletzung wobei niemand da ist, der mich davon abhält

--> Angst vor Kontrollverlust weil das Medikament das Denken und die Stimmung beeinflusst. --> das beunruhigt/beängstigt mich sehr, vor allem wenn ich allein bin

.

--> Anhalten der intensiven Träume auch später, wenn ich das Medikament länger benötige

.

--> Persönlichkeits-Veränderung durch "Bewußtseins-Erwachen" ?

--> Feststellung der lange verpassten/nicht wahrgenommenen Realität ?

--> Persönlichkeits-Veränderung durch Über-Leistungsfähigkeit ?

--> ich könnte evtl. rücksichtslos werden / nicht mehr hilfsbereit sein / Egoist

oder Größenwahnsinnig werden ?

--> ich könnte ungemütlicher werden ?

.

-->

.

--> es werden Ängste abgebaut, die eigentlich essentiell/wichtig wären ?

--> ich könnte leichtsinnig werden; Fehler machen, die normal von den

Ängsten verhindert worden wären ?

(z.B. leichtfertig studieren oder Kontakt zu Verwandten aufnehmen, die schädlich für mich sind)

(z.B. bei Frauen --> plötzlich schwanger weil mein Vertrauen zu leichtfertig wird)

(z.B. vom Hochhaus springen, weil das keine Angst macht und weil ich durch die

Über-Leistungsfähigkeit zu übermütig werde)

.

--> mir gefällt der Gedanke nicht, dass man mich schlecht behandeln kann und

dann nimmt man ein Medikament, wodurch die Verärgerung einfach

weg "operiert" wird, sodass einem die schlechte Behandlung nichts mehr ausmacht.

--> dann kann jeder mit mir machen was er will --> einfach Tablette nehmen

.

Wie sind hier die Erfahrungen mit solchen Arznei-Mitteln ?

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ciao

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Shine

Antworten
MIiLrkox68


Wenn du dir solche Gedanken ernsthaft machst, dann solltest du dringend das Medikament nehmen.

*-St#arligCht*x81


Da muss ich Mirko erstmal zustimmen :)z

Wenn Du das Medi verordnet bekommen hast, wird das schon seinen Sinn haben.

Zu Deinen Befürchtungen:

durch intensive Träume und Haluzinationen:

--> massive Überantstrengung/ausbrennen des Gehirns/Energiehaushalts ?

--> ständiges Aufwachen, Angst vor wieder einschlafen

--> Angst vor meinem Bett und Dunkelheit auch nach Absetzen des Medikaments

--> könnte plötzlicher Blackout passieren (z. B. mitten auf der Autobahn) weil man sich

trotz Träume/wenig Schlaf fit (überdreht) fühlt durch den Serotonin-Überschuss ?

Intensive Träume... Naja, intensiver als vorher schon, aber nicht schlimm. Halluzinationen hab ich gar keine.

Überanstrengung des Gehirns auch nicht. Angst vor dem Einschlafen hab ich (liegt aber an meiner Angststörung). Wenn ich einschlaf, schlaf ich durch. Blackouts hatte ich noch nie!

--> Kontrollverlust durch hyperaktives Gehirn und Haluzinationen (z.B. mitten auf Autobahn)

--> Kontrollverlust durch Verschlechterung der Gefühle am Anfang

--> plötzliche und unkontrollierbare Selbst-Verletzung wobei niemand da ist, der mich davon abhält

--> Angst vor Kontrollverlust weil das Medikament das Denken und die Stimmung beeinflusst. --> das beunruhigt/beängstigt mich sehr, vor allem wenn ich allein bin

Konrollverlust: Definitiv NICHT!!!

Persönlichkeitsveränderungen: AUCH NICHT!

mir gefällt der Gedanke nicht, dass man mich schlecht behandeln kann und

dann nimmt man ein Medikament, wodurch die Verärgerung einfach

weg "operiert" wird, sodass einem die schlechte Behandlung nichts mehr ausmacht.

Ich weiß ja jetzt nicht, warum du das Medi nehmen sollst/musst. Aber bei diesen ganzen teils unsinnigen Befürchtungen fände ich eine Behandlung schon wichtig.

Ein solches Medi wird meist zusätzlich zu einer Therapie verordnet! Machst Du denn eine Therapie?

L8öckcthen1


Hi Schine,

ich nehme Sertralin ein, ebenfalls ein SSRI, und kann dir sagen das nichts von deinen Befüchtungen auf mich zutrifft.

Das Medikament läßt meine ursprüngliche Persönlichkeit und Leistungsfähigkeit wieder hervortreten. Es gibt mir die Möglichkeit MEIN Leben zu leben und nicht ein durch die Krankheit

--> ständiges Aufwachen, Angst vor wieder einschlafen

--> Angst vor meinem Bett und Dunkelheit auch nach Absetzen des Medikaments

--> könnte plötzlicher Blackout passieren (z. B. mitten auf der Autobahn) weil man sich

trotz Träume/wenig Schlaf fit (überdreht) fühlt durch den Serotonin-Überschuss ?

All diese Symtome traten bei mir Monate lang durch die Krankheit auf und verschwanden unter Sertralin.

--> Kontrollverlust durch hyperaktives Gehirn und Haluzinationen (z.B. mitten auf Autobahn)

--> Kontrollverlust durch Verschlechterung der Gefühle am Anfang

--> plötzliche und unkontrollierbare Selbst-Verletzung wobei niemand da ist, der mich davon abhält

--> Angst vor Kontrollverlust weil das Medikament das Denken und die Stimmung beeinflusst

--> das beunruhigt/beängstigt mich sehr, vor allem wenn ich allein bin

Ich bin Depri, kein Boderliner, mit Stimmungsschwankungen hatte ich nie zu kämpfen.

Mein Empfinden hat sich unter Sertralin einfach nur verbessert.

--> es werden Ängste abgebaut, die eigentlich essentiell/wichtig wären ?

--> ich könnte leichtsinnig werden; Fehler machen, die normal von den

Ängsten verhindert worden wären ?

(z.B. leichtfertig studieren oder Kontakt zu Verwandten aufnehmen, die schädlich für mich sind)

(z.B. bei Frauen --> plötzlich schwanger weil mein Vertrauen zu leichtfertig wird)

(z.B. vom Hochhaus springen, weil das keine Angst macht und weil ich durch die

Über-Leistungsfähigkeit zu übermütig werde)

Nein, nur unrealistische krankhafte Ängste verschwinden unter einem AD.

--> mir gefällt der Gedanke nicht, dass man mich schlecht behandeln kann und

dann nimmt man ein Medikament, wodurch die Verärgerung einfach

weg "operiert" wird, sodass einem die schlechte Behandlung nichts mehr ausmacht.

--> dann kann jeder mit mir machen was er will --> einfach Tablette nehmen

In einer schwer depressiven Phase bin ich garnicht in der Lage zwischenmenschliche Konflikte angemessen auszutragen, mich zu schützen.

Unter Sertralin bin ich psychisch stabil und lass mich nicht ausnutzen. Ich kann mich abgrenzen und sehr gut alleine klar kommen.

Ljö!ckchxen1


Hi Starlight,

Ein solches Medi wird meist zusätzlich zu einer Therapie verordnet! Machst Du denn eine Therapie?

eine Medikamentenverordnung ist ärztliche Therapie.

Kann es sein, das Du eine Psychotherapie meinst?

Rsomyx69


Hallo erst mal :-)

Ich bin neu hier und habe erst mal einiges gelesen und muß sagen ich finde Löckchen1 total süß :)^

Ich nehme auch Citalopram, habe drei Wochen heftige Nebenwirkungen gehabt, aber dann ging es mir so super das ich die Welt hätte küssen können.

Nun seit 2 Wochen geht es mir total mies, da ich mir wohl wieder einbilde ALS zu haben, es zuckt wieder überall.

Habe heut mit meinem Neurologen getelt und er meinte ich hätte nichts, nur einen Bandscheibenvorfall, alles andere würde ich mir einbilden, gibt es das?

Danach hab ich meinen Psychologen angerufen er meint das gleiche, also bin ich wohl verrückt!?

Meine Mama weint nur noch, weil ich sie heut morgen um halb sieben aus dem Bett geholt hab, und meinte ich mußte jetzt sterben, da ich vermute das ich AlS habe...

Sie hat dann bei meinem Neurologen angerufen und nachgefragt, der Meinte dann auch zu ihr da wär nichts.

Ich habe die halbe Nacht im Internet gelesen, ich glaube das sollte ich nicht mehr tun.

Gehe Montag noch mal zu ihm, hoffe er untersucht mich noch mal...

*gSt3arrlight*x81


Löckchen,

ja, ich meinte Psychotherapie. Hab mich wohl zu ungenau ausgedrückt, sorry @:)

D afwenxa


ich hab über ein Jahr Citalopram 20mg nehmen müssen, die Nebenwirkungen die dort aufgelistet sind haben mich auch erschreckt.

Meine Erfahrung: die ersten 2 Wochen nach dem Behandlungsbeginn, habe ich am ganzen körper gezittert, Besteck in der hand halten ging nicht mehr, brauchte hilfe beim essen.

Zum anderen war ich nur noch müde und ausgelaugt, habe während dieser 12 monate sehr viel geschlafen, sonst hatte ich keine nebenwirkungen

aber wegen dieser ständigen müdigkeit war mein job ernsthaft in gefahr und so hab ich gegen die anweisung vom arzt das medikament von heute auf morgen abgesetzt und ich fühlte mich seitdem besser als vor der behandlung

und soweit ich gehört habe, soll citalopram im gegensatz zu anderen antidepressiva noch sehr harmlos sein

n9ajaMnaguxt


Hallo shine,

auch ich gebe Mirko recht - bei der Liste, die du da auffährst, brauchst du dringend was gegen deine Ängste.

Ich selbst nehme seit etwa 10 Monaten Citalopram, erst 20 mg, jetzt nur noch 10. Bei mir hat es in den ersten beiden Wochen die Symptome (Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Traurigkeit) deutlich verstärkt, aber danach hat es den Schalter umgelegt, und ich war wieder ich selbst. Wieder so wie vor der Depression.

Ich habe noch nie gehört, dass jemand auf Citalopram so "überreagiert" hat, dass seine Symptome ins Gegenteil überspringen. Im Gegenteil, 20 mg reichen vielen von der Wirkung her noch nicht aus. Und mein Verstand wird von dem Medi nicht unterdrückt, nur meine Stimmungsschwankungen sind gedämpft, es geht nicht mehr so tief nach unten wie vorher.

Für mich ist Citalopram eine ganz große Hilfe.

LG

R{omyt69


Hallo najanagut

Da hast du recht, auch wenn es mir jetzt mies geht, ich kann da besser mit umgehen seit ich Citalopram nehme. Schaffe meine Sachen die ich erledigen muß, das habe ich vor der Einnahme nicht geschafft, mein Kind, meinen Haushalt usw

Ich nehme nur 10mg am Tag, mein Doc meint ich soll eine Ganze, also 20mg nehmen, aber ich habe angst das es mir dann erst wieder schlecht geht, hat da jemand Erfahrung mit?

nnaOjana$gut


Sorry, da kann ich dir nichts dazu sagen. Ich hab nur ein paar Tage lang 10 mg genommen und bin dann gleich hoch auf die 20, da hatte ich alle Nebenwirkungen in einem Schwung.

RZomy6x9


Das hätte ich auch mal machen sollen

nxaja9naxgut


Spricht was dagegen, JETZT mit der Dosis hochzugehen?

sdchn$ecke1-9x85


Hallo romy!

Wenn du nicht die Dosis nimmst, die dir dein Arzt verordnet hat, dann ist es kein Wunder, dass es dir nicht besser geht :)_ Hochfahren kannst du immer noch... ich nehm auch ADs und hab bisher dreimal (!) die Dosis erhöht, aber die Nebenwirkungen waren dann nicht jedes Mal aufs neue gleich heftig wie am Anfang, sondern nur ganz schwach. Ich würd echt nochmal mit dem Arzt quatschen und die Dosis anpassen... 10mg sind ja echt gaaaanz ganz wenig, da merkt man wahrscheinlich kaum einen Effekt...

@ TE

Ich nehm auch Antidepressiva und von der rieeesen Liste, die du hier gepostet hast, merk ich, dass du die Medis dringend nehmen solltest...!

Wahrscheinlich hast du die Vorstellung, dass man von den Medis wie auf einem Drogentrip ist... dem ist nicht so, man kann sein Leben endlich wieder leben, bekommt mehr Antrieb, kann sich wieder freuen. In Hinblick auf die sozialen Beziehungen tun mir meine Medis sehr gut, weil ich mich besser von anderen abgrenzen kann, ich komme mit mir selber wieder besser klar. Auch Stimmungsschwankungen (bin Borderlinerin) haben bei mir sehr nachgelassen, ebenso die Zwangsgedanken vorher, die mich fast in den Wahnsinn getrieben haben. Ich mach dazu noch eine Gesprächstherapie (Nutzen von Medis und Therapie am Heilungserfolg ist ca. 50:50), das kann ich nur empfehlen. Alles Gute und wirst sehen, alles halb so schlimm @:) :)*

Zmwac0k44


Hallo schine, wenn Dich die Statistik interessiert, google nach dem Wirkstoff und hol Dir dann das Referat von sanego.de. Wie DU auf ein AD reagierst, kann Dir hier kein Mensch sagen, weil sie fast bei jedem anders wirken. Nimmt der eine zu (Nebenwirkung), nimmt ein anderer mit dem gleichen Medikament ab. Übertragbar sind nur die allgemeinen Ratschläge: Halte immer, besonders am Anfang, engen Kontakt zu Deinem Psychiater; er sollte immer wissen, wie es Dir geht. Es kann 2-4 Wochen bis zum Wirkungseintritt dauern. Ist die Wirkung ungenügend, wird man an eine Dosiserhöhung denken. Nebenwirkungen können, müssen aber nicht auftreten; viele von ihnen verschwinden nach einer Anfangsphase. Sind die NW inakzeptabel, wird an einen Medikamentenwechsel zu denken sein. Schildere dem behandelnden Arzt Dein Befinden möglichst exakt (am besten anhand von Aufzeichnungen); nur so kann er Dich optimal behandeln, z.B. auch durch Kombination von zwei oder drei Mitteln (zur Feineinstellung). Ändere Deine Medikation nie ohne Rücksprache mit dem Arzt. ADs werden üblicherweise mindestens noch 6-12 Monate nach Verschwinden der letzten Krankheitssymptome genommen, um einen Rückfall zu vermeiden. Wenn das AD dann abgesetzt werden soll: Arzt fragen; es empfiehlt sich ein Ausschleichen, um Absetzerscheinungen zu vermeiden.

Wenn Du das beherzigst, kann ein AD wieder Freude in Dein Leben bringen. Dass dies so sei, wünsche ich Dir.

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