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Absetzsyndrome von Citalopram?

T+raAc;erx81 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen, ich habe 8 Monate lang Citalopram 20mg genommen. Jetzt soll die Behandlung mit Citalopram abgesetzt werden und auf ein anderes Medikament nicht SSRI gewechselt werden.

Ich habe die Dosis ordnungsgemäß verringert von 20mg -> 10mg und dann auf 5mg.

Gestern traten bei mir folgende Symptome auf:

- Übelkeit mit erbrechen

- Schwindelattacken, als wäre man leicht angetrunken

- Museklverkrampfung für ein paar Minuten, dann kommt so ein Gefühl als würde man ins Leere fallen und danach entspannt sich der Körper wieder

- Hitzewallung, Schweißausbruch meist mit Übelkeit

- Müdigkeit extremes Schlafbedürfnis

Als ich mich gestern Abend dann hinlege und die Augen zumachte hatte ich so das Gefühl als würde ich durch einen Tunnelfahren und es zirkulieren grelle Lichter. Ich kenne so etwas ähnliches nur von Migräne

Unruhiges Schlafen mit diesem "Fall-Gefühl" ins Leere mit Muskelverkrampfung

Piepen im Ohr

Heute Morgen gehts eigentlich wieder los mit Schwindel und Übelkeit, starkes Kälteempfinden, eiskalte Hände, verkrampfte Muskelatur...

Wie lange dauert dieser "Spaß" denn eigentlich an, mit etwas Schwindel kann ich ja leben, aber mit dieser Übelkeit nicht..

Bestimmt hat jemand selbige Erfahrungen gemacht und kann mir vielleicht etwas Mut machen...

Antworten
r~osNa_lIixnde


vielleicht solltest du versuchen, das medikament noch langsamer auszuschleichen. ich würde dann lieber in 5 mg schritten reduzieren und das ganze dann jeweils über 4 wochen machen.

Zswackx44


Tracer81, warum sprichst Du denn nicht einfach mit Deinem Psychiater? Da die einzige bekannte Citalopram-Wechselwirkung die mit MAOH ist, brauchst Du doch vermutlich gar nicht erst "clean" zu werden (es sei denn, ein MAOH ist geplant), um dann mit einem anderen AD zu starten. Ich habe meine ADs immer nahtlos aneinandergefügt und Absetzsymptome auf diese Weise zuverlässig vermieden.

S=uza]nxna


Hallo Tracer 81,

das kenne ich. Habe 3 Jahre Citalopram genommen und dachte, ich hätte mein Problem im Griff. Es ging mir super und

ich kam auf die Idee, Citalopram auszuschleichen. Habe es gaaanz langsam gemacht. Ich nahm 40 mg und habe

im 14 täglichen Rhytmus 10 mg herunter gefahren. (so hat mir mein Arzt das gesagt.) Alles gut geklappt, bis ich bei den

letzten 10 mg ankam. Das ist mir sehr schwer gefallen. Habe dann die 10er Tabletten noch geteilt und immer noch 14 Tage 5 mg genommen. Selbst damit hatte ich noch Probleme. Irgendwann war ich das Zeug los. Habe 1 ganzes Jahr nichts

genommen und dachte, mich sei geheilt :|N . Mitnichten, auf einmal kam meine Angststörung wieder mit voller Wucht zurück und mit Panik. Habe das Absetzen bitter bereut ":/ . Nehme jetzt seit 4 Wochen Lyrica. Hilft gut gegen die Angst.

Liebe Grüße *:) Suzanna

TEracBer81


Hallo Suzanna, hallo liebe Mit-Schreiber zu meinem Thema :-)

Ich war ja bei meinem Psychiater und wir haben gemeinsam beschlossen Citalopram abzusetzen, da es bei mir leider auch zu einigen ungünstigen Nebenwirkungen geführt hatte.

Ob eine weitere Behandlung mit AD's noch notwendig ist - wird sich in kürze herausstellen.

Daher gilt es jetzt das Zeug abzusetzen, dass sich das Ganze so verhält ist natürlich unschön, aber auch darüber kommt man noch weg.

Mir ging es ja in erster Linie um Leute, die vielleicht selbige Erfahrungen beim Absetzen gemacht haben. Dafür danke Suzanna!

Dann schauen wir mal wie es die nächsten Tage so geht. Vielleicht geht der Spaß ja relativ schnell weg "hoffentlich".

L.G Martin

b%rigBitte`17x7


Hallo Martin! Bin auch grad dabei mein AD abzusetzen. Find ich ja schon interessant was du schreibst.Ich dachte immer meine Hitzewallungen die letzten Wochen wären hormonell bedingt. Aber jetzt wo ich das hier so lese könnte es auch von der Reduzierung der AD sein. Weil so schlecht geschlafen und geschwitzt hab ich ganz bestimmt noch nie. Und ich hab ja sowieso ziemliche Schlafprobleme. Na da bin ich mal gespannt wie das weitergeht, oder wann das mal aufhört. Lg Brigitte :-/

Z\waack[4x4


Ob eine weitere Behandlung mit AD's noch notwendig ist - wird sich in kürze herausstellen.

Oh, das scheint mir aber an der unteren Zeitgrenze der Behandlung zu liegen. Normalerweise sagt man, ADs sollte man nach Verschwinden der letzten Krankheitssymptome noch 6-12 Monate weiternehmen, um Rückfälle möglichst zu vermeiden. Jetzt schon einfach mal zu gucken, was passiert, finde ich nicht sehr ratsam, weil sich bei einem Rückfall ja auch die mittelfristige Prognose verschlechtert. Dass die NW inakzeptabel sind, kann ich verstehen; für mich wäre der Königsweg der Umstieg auf ein verträglicheres AD und dann absetzen, wenn die 12 Monate voll sind.

T)r|acerx81


Hallo zusammen, also der Grund wofür ich Citalopram bekommen habe war zur Linderung von Migäneanfällen die ich durch Stress bekommen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich Citalopram von meinem Hausarzt verschrieben bekam. Nach dem ich den Hausarzt wechselte schickte er mich zum Psychiater daer das Medikament für nicht korrekt hielt, womit er nach Aussagen meines Psychiaters auch recht hat. Zumal diese Symptome wirklich vorbei sind. Es entstand damals durch einen Umzug und Arbeitsplatzwechsel. War etwas viel. Also erstmal so viel zum Verständnis, warum ich Citaopram bekam.

Heute ist Tag 2 nach dem Absetzen und mir ist noch immer ziemlich Übel, aber was komischerweise dazu gekommen ist, sind Angst und Nervosität. Ich habe momentan irgendwie Angst vor fast allem. Auch vor dem Rausgehen, da es mir die letzten Tage so schlecht ging. Habe irgendwie Angst das es mir unterwegs schlecht werden könnte etc. da es ja passiert ist, seit dem ich die Dosis reduziert habe. Also irgendwie fühle ich mich glaube ich so, wie jemand der eine soziale Phobie hat. Ich hatte in meinem Leben noch nie solche Probleme gehabt vor die Trür zu gehen etc. pp.

Nun ist mir ja bekannt, dass durch das Absetzen von SSRI's auch Angst auftreten kann, sind diese Symptome die ich habe "normal" für das Absetzen? Irgendwie macht mir das Ganze jetzt schon ein wenig Angst. Meine Lebensgefährtin meinte, sie könnte das nachvollziehen, dass wenn es einem Unwohl ist man Angst hat in die Öffentlichkeit zu gehen, aber das es mom. zu stark ist finde ich doch etwas heftig. Ich kann es mir jedenfalls nur erklären, dass diese Angst durch das Absetzsyndrom kommt. Ich brauche momentan nur irgenwie einen Rückhalt der mir noch bestätigt, dass es auch so ist... Hoffentlich versteht das jemand...

ZHwaclkN44


Ja natürlich, das klingt schon nach Citalopram-Absetzerscheinungen. Laut sanego.de treten die bei 2 % der Patienten auf - Künstlerpech!

TYr}acexr81


Hallo zusammen, nun bin ich am 10.Tag ohne Citalopram, ich liege also genau im Zeitplan, am 27.05.10 habe ich wieder einen Termin bei meinem Psychiater, bis zu diesem Termin "muss" ich nach seiner Forderung auch Clean sein was Citalopram betrifft.

Aktuell ist meine Situation noch immer sehr ernüchternd:

- häufige Kreislaufprobleme mit Schwindel und Zittrigkeit

- Angst und Panikattacken mit Übelkeit und Zittrigkeit

- Habe Angst raus zu gehen oder unter Menschen

- Schlafprobleme

- Nervosität

- dauerhaftes Kältegefühl

Am meisten Sorgen machen mir diese Angstsymptome, ich bin momentan irgendwie nicht mehr lebensfähig, rausgehen kostet massive Überwindung. Bin vor kurzem mal in ein Geschäft, war total unsicher und verängstigt, dass ich umkippen könnte, als ich wieder daheim war bekam ich Kreislaufprobleme und Angst / Panikattacken, habe dagegen Diazepam genommen, hat aber nicht geholfen.

Leider ist mein Psychiater zur Zeit auf Weiterbildung und war nicht erreichbar, sonst hätte ich ihm meine Situation mal erklärt.

Ich sehne den 27.05 herbei und hoffe das er mir etwas gegen diese Angstzustände geben kann, die machen alles kaputt.

Langsam zweifel ich an den Aussagen, dass Absetzsymptome binnen 14 Tage weg wären...

Wie bereits geschrieben, sind die jetzigen Symptome wesentlich stärker als der Grund warum ich Citalopram bekam.

Gibt es ebenfalls hier betroffene, die auch unter Angst und Panikattacken gelitten haben, nach dem Absetzen eines SSRI's?

Laut Sanego gibt es nru sehr wenige, die solche Symptome hatten, was mich zusätzlich verunsichert.

Ich will doch einfach nur wieder ein bisschen Leben und nicht ständig Angst haben, hatte ich doch damals auch nicht...

ZGwackx44


Tracer81: Wenn dieser unerfreuliche Zustand bei Dir anhalten sollte, wäre mein Vorschlag vom 11.05., denke ich, immer noch eine Option. Alles Gute für Dich!

Lwöck7cheGn1


Das sehe ich genauso wie Zwack.

f(lyingLpo5wer


n'abend :-D

ich bin ganz neu hier, aber eure diskussion hat mich "überredet", mich auch anzumelden.

ich nehme seit 2,5 jahren citalopram, 20mg, und habe inzwischen zum zweiten mal versucht, davon loszukommen.

heute ist dieser zweite versuch gescheitert.

die letzten wochen waren hart – und ich einfach nicht mehr ich selbst.

mit 10mg war ich abwechselnd aggressiv oder depressiv und damit eine zumutung für mein ganzes umfeld (und unschuldige verkäufer, autofahrer, fußgänger, tiere und alles, was mir sonst so über den weg lief |-o :(v )

außerdem hatte ich die antriebskraft eines fußkranken faultiers.

um mir zu helfen, hat mich meine hausärztin zu einem psychiater geschickt – der es nur dem umstand, dass mein parkticket ablief, zu verdanken hatte, dass ich ihm nicht ausführlich zur schnecke gemacht habe, als er meinte, ich hätte halt den falschen zeitpunkt mit dem runterdosieren erwischt und es könnten genausogut alles zufälle sein, wie es mir geht.

ich solle jetzt wieder raufgehen mit der dosis und es später noch 1, 2 mal probieren. außerdem würde er mir zu einer gesprächsteraphie raten ":/ warum?! ich würde denjenigen nur langweilen, weil ich keine probleme habe, über die es sich zu reden lohnt.

auf meine frage, was wir machen können, wenn ich beim späteren versuch wieder "entzugserscheinungen" habe – wovon ich ausgehe – meinte er nur lapidar, über hypothetisches würde er nicht sprechen ":/ für mich ist das mehr als eine hypothese – es geht schließlich um mein leben, meine lebensqualität.

nun hoffe ich, dass jemand hier im forum ideen hat, denn ich bin ratos :-(

ZzwacFkx44


@ flyingpower

Leider hast Du uns nicht verraten, wogegen Du Dein AD nimmst. Wie alt bist Du? Deine Schilderung wäre aus meiner Sicht mit einem Wiederaufflammen Deiner Krankheit (Depression?) vereinbar. Grundsätzlich wird immer empfohlen, Antidepressiva noch 6-12 Monate nach Verschwinden der letzten Krankheitssymptome weiterzunehmen, um Rückfälle zu vermeiden (dies wird aber nicht garantiert!). Wenn sich trotz dieser Maßnahme ein Rückfall einstellt, bleibt wenig anderes übrig als zur AD-Einnahme zurückzukehren. Warst Du denn vor Deinen Absetzversuchen wirklich lange Zeit symptomfrei? 20 mg ist die niedrigste wirksame Dosis; vielleicht hättest Du mehr gebraucht. Nun muß man leider sagen, dass mancher Körper offenbar ständig einen bestimmten AD-Spiegel braucht, um ordentlich zu funktionieren. Nach meiner ersten schweren Depression mit 39 war ich nach einiger Zeit wieder "clean"; nach meiner zweiten schweren Depression mit 57 bin ich nun (mit 66) ständig auf ADs angewiesen. Anscheinend ist mein Hirnstoffwechsel ohne AD nicht im Gleichgewicht zu halten. Falls Deine Beschwerden als Absetzerscheinungen gedeutet würden, könnte man den Umweg über einen Medikamentenwechsel erwägen, wobei das Absetzen des zweiten ADs dann möglicherweise problemlos vonstatten geht. Also: zuerst einmal ruhig Blut! Wenn Du die Diskussion fortsetzen möchtest, solltest Du einen eigenen Faden eröffnen, damit die Beiträge hier nicht durcheinander geraten.

SvchildkrRözte"00x7


Antidepressiva sollte man mindestens 12 Monate nach dem Abklingen der letzten Symptome weiter nehmen, meist jedoch auch länger. Aber man weiss ja nicht, um welche Erkrankung es geht, 20mg sind jedenfalls recht wenig für eine Depression.

Auf der anderen Seite ist Citalopram in Fachkreisen besonders bekannt für seine schlimmen und langen Absetzsymptome. Ich kann jetzt nur von mir selbst sprechen. Ich habe persönlich habe über 6 Monate gebraucht, bis ich keine Beschwerden mehr davon hatte. SSRI brauchen oft eben sehr sehr lange, manche Menschen werden auch nie wieder Gesund davon:

[[http://www.adfd.org/wissen/SSRI-Absetzsyndrom]]

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