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Serotoninmangel, Übelkeit, Serotoninmangeltest

S*hPanai82 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Meine Geschichte: Mir war über Monate/ Jahre hinweg immer wieder richtig übel, bis hin zu Panikattacken mit Schwindel ohne, dass man irgendwas finden konnte, hatte zig Untersuchungen hinter mir, bis mich dann ein Internist auf einen evtl. Serotoninmangel aufmerksam gemacht hat. Bin dann mit dem Verdacht zu einer speziellen Ärztin für Psychiatrie – Psychotherapie und per Ausschlussverfahren hat sie dann festgestellt, dass ich unter einem Serotoninmangel leide.

Ich hab daraufhin Citalophram veschrieben bekommen und endlich war es weg, nie mehr Übelkeit oder die damit einhergehenden Erscheinungen, ich konnte endlich wieder ein normales Leben führen. Zu Citalophram wurde mir gesagt, dass man es eigentlich nach einem Jahr oder früher absetzen könnte, da sich dann der Serotoninhaushalt endlich von selbst eingependelt hätte. Ich hab die Tabletten also vor einigen Wochen abgesetzt und zum Übergang Johanniskraut genommen.

Seit ein paar Wochen, recht kurz nach dem Absetzen schon wieder, kommt immer wieder die Übelkeit und wie damals auch wieder diese enorme Schlappheit am Tage dazu. Die kleinsten Dinge des Alltags strengen mich wieder enorm an.

Meine Fragen:

- Könnte ich wieder einen Serotoninmangel haben?

- Gibt es einen Test über den Serotoningehalt im Körper?

- Soll ich mir wieder Citalophram verschreiben lassen und wenn ja, muss ich es dann lebenslang nehmen? Scheinbar hat ein Zeitraum von einem Jahr auch nur was während der Einnahme gebracht, hernach sind die Beschwerden wieder da.

Bitte um eure Hilfe!

Liebe Grüße.

Antworten
L_öcYkchexn1


Hi Shana,

ein sehr geschickter Schachzug deines Arztes, deinen Serotoninmagel als rein körperliche Erkankung dazustellen. Allerding verhindert sowas, das dem Mangel auf dem Grund gegangen wird. Ein Verhaltenstherapeut könnte dir helfen zu lernen, was Du tun kannst damit kein Neurotransmittermangel entsteht.

Ein Tiefenpsychologe könnte mit dir lebensgeschichtliche Sachen aufarbeiten die zu deinem Mangel geführt haben.

Und jetzt zu deinem Antidepressivum. Diese sollte man grundsätzlich nicht absetzen, sondern ganz langsam über viele Wochen ausschleichen, sonst besteht die Gefahr des Rückfalls.

Wende Dich an deinen Psychiater und frage diesen um Rat, wie jetzt am besten vorgegangen wird.

SKhjan@a8x2


Hallo Lökchen!

Also generell hat meine Äztin schon von Depressionen gesprochen, die gibt es mit seelischer und mit körperlicher Ursache und Letzteres war bei mir der Fall irgendwie so. Daher ists ja auch so schwer für mich die richtige Therapie zu finden. Ich weiss ja nicht mal, was ich für ein Problem hätte, mich belastet ja nichts und ich liebe das Leben, also ganz untypisch für Depressionen, oder?

Einen Therapieplatz zu finden (einfach mal aufs Geradewohl, weiss ja nicht wo ich ansetzen soll), war mir nicht möglich, hab ne DIN A 4-Seite hinten und vorne voll mit Therapeuthen aus der Region bekommen, hab wirklich ÜBERALL angerufen und JEDER hat mir gesagt, ich solls nochmal wo anders probieren, er wär voll. Und jetzt?

Die Tabletten habe ich nicht von heute auf morgen abgesetzt, sondern, wie zum Beginn auch, aber hier über mehrere Wochen reduziert. Tagesdosis lag bei einer, dann nur noch eine Halbe, dann nur noch ne halbe alle zwei Tage und dann ganz weggelassen.

Ein Serotoninmangel soll, so auch die Auskünfte im Internet, irgendwann durch die Wiederaufnahmehemmer, wieder ausgeglichen sein, auf manchen Seiten steht sogar nach einem halben Jahr schon. Warum geht das dann bei mir nicht, oder ist das eine Fehlinfromation meiner Ärztin oder des Internets? Ich bin verwirrt. ???

L@öck'chexn1


Hi Shana

Ich weiss ja nicht mal, was ich für ein Problem hätte, mich belastet ja nichts und ich liebe das Leben, also ganz untypisch für Depressionen, oder?

Nein, das ist ganz und garnicht untypisch. Du hast ein falsches Bild von der Depression.

hab wirklich ÜBERALL angerufen und JEDER hat mir gesagt, ich solls nochmal wo anders probieren, er wär voll.

Laß dich auf möglichst viele Wartelisten setzten. Und rufe immer wieder an. Man darf nicht aufgeben.

Tagesdosis lag bei einer, dann nur noch eine Halbe, dann nur noch ne halbe alle zwei Tage und dann ganz weggelassen.

Das war wohl ein bischen schnell reduziert. Du hättest auch noch 1/4 und 1/6 können.

Frage deine Ärztin, ob es sinnvoll wäre, das Medikament wieder hoch zufahren.

SBhanxa82


Warum muss ich dann zum Therapheuten, wenn ich gar nicht weiss, wo es mir psychisch fehlt?

Welche Therapie soll ich da überhaupt nehmen? Den einzigen Hinweis den ich habe ist nur meine Übelkeit.

Die Dinger kann man nach der Hälfte nicht mehr kleiner machen, die sind so winzig wie die Antibabypille und auch nicht hoch dosiert.

Zu meiner Ärztin werd ich aber eh nochmal schaun, mit der Übelkeit will ich nicht schon wieder leben müssen.

cuosmaa8x6


wie äußert sich dein schwindel?? in from von drehschwindel oder eher eine matschbirne?? bzw. benommenheit??

S7hNaIna82


Hallo Cosma!

Der Schwindel hängt mit der Übelkeit und den daraus resultierenden Panikattacken zusammen, vermute mal, das ist dann Sauerstoffmangel.

Drehschwindel ja...so als hätte man total viel getrunken.

Lwöc?kchexn1


Warum muss ich dann zum Therapheuten, wenn ich gar nicht weiss, wo es mir psychisch fehlt?

Damit Du nicht wieder Depressiv wirst/keinen Serotoninmagel hast?

Welche Therapie soll ich da überhaupt nehmen? Den einzigen Hinweis den ich habe ist nur meine Übelkeit.

Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Die Dinger kann man nach der Hälfte nicht mehr kleiner machen, die sind so winzig wie die Antibabypille und auch nicht hoch dosiert.

Manche DA gibt es auch flüssig, im Tropffläschchen.

SEhKanax82


Serotonin ist ein Botenstoff. Den kann mir kein Therapeut geben. Wenn der Körper das Serotonin zu schnell abbaut, was bei mir der Fall ist, dann helfen nur Medikamente. Versteh ich nicht, was der Therapeut da machen soll.

Echt? Davon hab ich noch nie gehört, da muss ich mich bei meiner Ärztin mal erkundigen, das wäre dann eben idealer zum Reduzieren! Danke!

c~oMsm|a86


Serotonin ist ein Botenstoff. Den kann mir kein Therapeut geben. Wenn der Körper das Serotonin zu schnell abbaut, was bei mir der Fall ist, dann helfen nur Medikamente. Versteh ich nicht, was der Therapeut da machen soll.

sicher kann dir der therapeut kein serotonin geben..aber er hilft dir, das du den grund des serotonin mangels findest. Denn ein mangel an serotonin beruht auf schlechten erfahrungen,leid,trauer etc. Serotonin, ist wie du sicher weißt, für die stimmung, den magen-darm trakt, blutgerinnung und ganz wichtig für das gehirn zuständig. Ich selbst leide an einer dauerhaften benommenheit, die von heute auf morgen begonnen hat. ich nehm derzeit auch ein AD, das mir helfen soll, den serotonin-dopamin haushalt zu regulieren. BZW: die konzentration zu erhöhen und zu erhalten. auch ich habe wie du,keine schlechte laune oder depressive zustände. Eine depression kann sich auch köprerlich bemerkbar machen. Ich sag mir immer, die seele schreit und man hört sie nicht und erst dann schaltet sich der köprer ein, weil er genau weiß, das man da anfängt die beschwerden zu behandeln. Sehe es doch bitte mal von dieser seite.

außerdem muss es nicht gleich eine depressiopn sein, es kann, wie bei vielen (scheinbar auch bei mir) eine psychosomatische erkrankung sein, dennoch ist das AD der gleiche wirkungskreis, da es den selbigen stoffwechsel im gehirn anspricht. also streub dich nicht so dagegen, deine beschwerden klingen stark nach einer psychosomatischen erkrankungen.

LG und alles gute

L.öckfchxen1


Hi Shana,

hier eine Buchempfehlung von mir:

"Das Gedächtniss des Körpers" von Prof. Joachim Bauer. Es erklärt dir wie Körper und Seele sich gegenseitig beeinflussen.

S/hanag82


Ja Cosma, so sehe ich das auch. Ich frag mich nur, wie ein Arzt rausbekommen soll, was mir in der Seele fehlt, wenn ich es selbst nicht mal weiss?

Danke Löckchen, werd ich gleich mal googeln. ;-)

L|öckcxhen1


Ja liebe Shana,

Du kannst das nicht , ich auch nicht.

Aber ein Psychotherapeut, vor allem ein tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapeut wurde gerade dazu ausgebildet.

Es ist halt nur die Frage, ob man als Patient bereit ist sich auf die Erkundung seiner Seele einzulassen, das kann auch sehr schmerzlich sein. Und meist ist das der Grund dies zu verweigern. Das ist auch durchaus in Ordnung, aber überdenkenswert wennn man ernsthafte Probleme mit seiner Gesundheit hat.

Z"wacEkx44


Hallo Shana82, Citalopram ist als selektiver Serotonon-Wiederaufnahmehemmer ein Antidepressivum. Grundsätzlich gilt für Antidepressiva, dass man sie noch 6-12 Monate nach Verschwinden der letzten Krankheitssymptome weiternehmen soll, um Rückfälle möglichst zu vermeiden. Außerdem soll man sie dann zur Vermeidung von Absetzerscheinungen ausschleichen. Selbst bei Einhaltung der "6-12 Monate" kann es passieren, dass die Krankheit zurückkommt. Üblicherweise wird man dann das AD für längere Zeit weiternehmen, bevor man einen erneuten Absetzversuch macht. Wenn Dein Körper die Serotonin-Menge auch in Zukunft nicht zuverlässig regeln kann, ist aus meiner Sicht (Laie) die Notwendigkeit einer Dauermedikation nicht auszuschließen.

Quantitative Serotonin-Bestimmungen sind möglich; man setzt sie vor allem bei Verdacht auf Serotonin-produzierende maligne Tumoren ein. Ich bin auch AD-Konsument; eine Serotonin-Bestimmung wurde meines Wissens bei mir nie gemacht - mein Psycho-Doc orientiert sich am Spiegel des AD-Wirkstoffs im Serum.

Z[wacWk44


Ach: natürlich "Serotonin-Wiederaufnahmehemmer"!

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