» »

Immer müde seit 7 Jahren, habe schon viel versucht, was noch?

fqatilg;ue hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Vorerst möchte ich erwähnen, dass ich das "Neurologie"-Forum relativ spontan wählte, da ich nicht weiß, ob meine Müdigkeit eine neurologische Ursache hat.

Alsoooo... mal kurz was zu meiner Person und den Symptomen:

- bin männlich ;-)

- habe immer den Drang, zu schlafen

- bin tagsüber oft in der Lage, zu schlafen. Manchmal bin ich jedoch auch müde und kann nicht einschlafen.

- Essen macht mich oft noch müder, als ich bereits zuvor bereits war (egal, was ich esse)

- dazu begleitend oftmals ein negatives Gefühl, welches sich nicht beschreiben lässt, aber diese krankhafte Müdigkeit so leicht von natürlicher Müdigkeit unterscheiden lässt

- theoretisch könnte ich immer wach bleiben. Es ist nicht so, dass ich mit einem Schlag einnicke. Allerdings übernimmt die Müdigkeit oft Oberhand über mein Denken und ich gebe nach (irgendwann wird es einfach unterträglich).

- bin sehr dünn, knapp über Untergewicht

- oft nervös/hektisch

So, das dürfte so grob erstmal alles erklären.... da das ganze bereits seit etwa 7 Jahren so geht (kam schleichend und ohne erkennbare Ursache), hab ich natürlich auch schon einige Ärzte hinter mir... war auch schon im Schlaflabor. Dort fand man nichts auffälliges außer dass ich nach durchschlafener Nacht am nächsten Tag wieder ziemlich schnell in die Tiefschlafphase kam, als ich mich gegen Mittag wieder schlafen legen sollte.

Diagnosen wurden auch einige gestellt:

- ADS, welches mit Ritalin und Concerta behandelt wurde -> wirkte sich nicht positiv auf meine Müdigkeit aus.

- Depression: bekam einige Antidepressiva, die keinen Vorteil brachten... glaub auch (wie die meisten Ärzte) nicht, dass ich (noch!?) eine Depression habe

- idiopathische Hypersomnie: heißt ja auf deutsch soviel wie "Erhöhte Tagesmüdigkeit ohne bekannte Ursache"... klingt für mich eher nach Symptom als Diagnose...

-> jedenfalls wollte der Arzt, der diese Diagnose stellte genauso wie meine Psychotherapeutin, dass ich mein Verhalten ändere... naja, das ist so leicht gesagt, wenn einem tagtäglich die Müdigkeit sämtliche Energie raubt... und ich bin imho eigentlich relativ aktiv... Gehe hin und wieder joggen/ins Fitnessstudio

- Eisenmangel: naja, keine große Sache. ein paar Spritzen, ein paar Tabletten -> Werte OK, Müdigkeit geblieben.

Macht mir halt doch sehr zu schaffen das Ganze denn

a) merke ich immer mehr, wieviel (meiner Jugend) ich durch die Müdigkeit doch verpasst habe (die meisten Menschen sehnen sich nach Spaß und Freude und richten ihr Leben danach, ich versuche tagtäglich hauptsächlich nur, wacher zu sein, der Rest kommt danach)

b) ich mir keine Zukunft auf diese Weise vorstellen kann (tagtäglich arbeiten gehen wäre mir unmöglich, bereits die Schulzeit war grauenhaft und ich war gezwungen zu schwänzen) und mein derzeitiges Studium darunter leidet

c) meine Lebensqualität auf Grund dieses niedrigen "Wohl"befindens sehr schlecht ist.

Meine Frage ist: Wie soll ich nun weiter fortfahren? Nach einem Schilddrüsenproblem sieht es meiner Meinung nach ja weniger aus, weil a) Müdigkeit eher für eine Unterfunktion spricht, das wiederum aber eher für Gewichtszunahme und b) das auch so ziemlich das einzige Symptom wäre. Sollte ich mich trotzdem mal zum Endokrinologen überweisen lassen? Würde das die Kasse zahlen?

Was könnte ich noch tun?

Btw. ich halte nicht viel von Naturheilpraktikern/Akupunktur/Qihong und sowas ;-)

Also...dankeeee fürs Lesen^^

hoffe, ihr könnt einer geplagten Seele wie mir ein paar hilfreiche, hoffnungsvolle Tipps geben.

Liebe Grüße,

Christian.

Antworten
FSluchZtgedlanxke


Ich würde es auf den Versuch mit dem Endokrinologen ankommen lassen, nicht alle Symptome einer Unterfunktion müssen zutreffen.

A%rt|us


Btw. ich halte nicht viel von Naturheilpraktikern/Akupunktur/Qihong und sowas

das würde ich aber nicht so weit wegschieben ... mehr Sport machen? Morgens Wechselduchen? Kalte Waschung, schon mal davon gehört? Leber schon untersucht worden? Antidepressiva und der andere Mist macht nur noch müder ... schon mal mit einem Red Bull versucht?

f*atiFguxe


Ich würde es auf den Versuch mit dem Endokrinologen ankommen lassen, nicht alle Symptome einer Unterfunktion müssen zutreffen.

Bin zwar wenig Hoffnung, dass da was bei rauskommt, aber schaden kann es ja nicht. Für weiter Vorschläge bin ich gerne offen.

das würde ich aber nicht so weit wegschieben ...

Nun, ich war mal bei einer Naturheilärztin. Der schilderte ich kurz meine Probleme, und sie preiste mir sofort Akupunktur an, meinte, das würde mir hundertprozentig helfen und verlangte sofort 150 €. Macht natürlich keinen so guten Eindruck. Ich denke, das ganze beruht auf dem Placebo-Effekt, der bei mir wohl nicht so gut funktioniert.

mehr Sport machen?

Mache ich eigentlich schon genug (regelmäßig Fitnessstudio, paar Mal die Woche joggen). Zuviel soll ja auch nicht gut sein ;-)

Leber schon untersucht worden?

Leberwerte waren bis vor kurzem OK, durch ein Schlaf-Antidepressivum (Valdoxan) allerdings nun erhöht.

Morgens Wechselduchen? Kalte Waschung, schon mal davon gehört?

schon mal mit einem Red Bull versucht?

Natürlich habe ich das schon versucht. Es ist schwer/unmöglich, diese Müdigkeit zu verstehen, wenn man sie nicht selber erlebt. Aber solche Sachen helfen da wirklich überhaupt nicht. Man kann das nicht mit einer kurzen Schläfrigkeit, wie es beim gesunden Menschen der Fall ist, vergleichen.

s6chneckxe1985


Antidepressiva und der andere Mist macht nur noch müder ...

Und wieder mal jemand, der keine Ahnung hat :)=

Es gibt antriebssteigernde und antriebsdämpfende ADs, nur mal so zur Information

K8amika)zi0]815


Eine Schilddrüsenproblematik muss nicht zwangsläufig mit Übergewicht einhergehen. Ich war auch nahezu lethargisch und habe/hatte kein Übergewicht bzw. Gewichtsprobleme, die Schilddrüse wars trotzdem ;-)

Du kannst dich ja mal auf [[http://www.hashimotothyreoiditis.de/index.php/symptome/unterfunktion dieser]] Seite über Schilddrüsen-Symptome informieren. Vielleicht gibt dir das ja doch noch ein paar Hinweise?

- Depression: bekam einige Antidepressiva, die keinen Vorteil brachten... glaub auch (wie die meisten Ärzte) nicht, dass ich (noch!?) eine Depression habe

Hast du denn 'nur' Antidepressiva gefressen oder auch eine begleitende Therapie gemacht? Oder zumindest ein paar Probestunden beim Psychologen?

Ersteres würde ich nämlich für – mit Verlaub – unsinnig halten...

fWati5gue


Hast du denn 'nur' Antidepressiva gefressen oder auch eine begleitende Therapie gemacht?

Unter Anderem auch mit Therapie, hatte aber nicht viel geholfen. Fühlte mich auch immer fehl am Platze. Ich meine, ich bin relativ normal, versuche mich immer wieder aufzuraffen. Bin auch kein Schwarzseher, versuche wenigstens ein bisschen Lebensfreude zu erhaschen (mal auf eine Party gehen oder wie gesagt mal joggen beim schönem Wetter oder in die Stadt gehen). Das alles passt irgendwie nicht zu einer Depression. Ich weiß, dass viele das immer gerne abstreiten zu versuchen, aber ich denke, ich kann das relativ objektiv behaupten (und die letzten Ärzte waren da auch meiner Meinung). Das Einzige, was mich eben an einem "normalen" Leben hindert, ist diese ständige Müdigkeit.

Die Antidepressiva wurden hauptsächlich auch eher offlabel verschrieben. Die sollten mich abends zum Einschlafen bringen (Saroten, Valdoxan) oder eben den Antrieb steigern (Fluctin, Reboxetin). Half auf Dauer alles nichts. Bupropion hätte ich gerne mal ausprobiert, verschrieb mir die Neurologin aber nicht.

Meine Blutwerte sind übrigens, bis auf ALT dank Valdoxan halt, alle OK. Auch die Schilddrüsenwerte.

KZamoikazip081x5


Meine Blutwerte sind übrigens, bis auf ALT dank Valdoxan halt, alle OK. Auch die Schilddrüsenwerte.

Wenn du die Werte grad zur Hand hast, dann poste sie hier doch kurz.

Wurden alle Werte genommen (TSH, ft3, ft4, Antikörper)?

R`esmuW-[la


Wurde dein Herz untersucht?

MfsKixtty


Evtl. hab ichs überlesen oder so... aber wurdest du mal auf Multiple Sklerose untersucht ?

Ich kann zumindest teilweise nachempfinden wie du dich fühlst...

S8heexp


Schon mal der Vitamin B12 Wert kontrolliert worden?

aagonPy of fea-r*


Sport!

KRamik)aAzJi0815


Sport!

Macht er doch ":/

aSgoiny of sfearx*


Macht er doch

Dann hat er die für ihn richtige Sportart noch nicht gefunden.

Wir Menschen sind Bewegungstiere- das ist halt so.

Versuchs mal mit Schwimmen, da tust du auch gleich was für deinen Rücken!

Im Übrigen würde ich gegen die Angststörung ankämpfen die du anscheind hast- nicht gegen die Müdigkeit. Müdigkeit ist ein typisches Symptom einer Angststörung. Ich denke du beobachtest deinen Körper einfach zu sehr.

fFatixgue


Wenn du die Werte grad zur Hand hast, dann poste sie hier doch kurz.

Wurden alle Werte genommen (TSH, ft3, ft4, Antikörper)?

Habe ich derzeit leider nicht zur Hand, werde mich aber drum kümmern.

Wurde dein Herz untersucht?

EKG wurde des Öfteren gemacht und ist in Ordnung. Wo wir dabei sind, EEG wurde auch gemacht. Da wurde aber nichts festgestellt, aber angeblich soll man in ihm erkannt haben, dass ich müde bin.

Oder gibts da noch weitere Untersuchungsmöglichkeiten?

Versuchs mal mit Schwimmen, da tust du auch gleich was für deinen Rücken!

Schwimmen ist nicht so mein Ding :)z Macht mir nicht so viel Spaß. Finde eigentlich, joggen ist die ideale Sportart für mich.

Im Übrigen würde ich gegen die Angststörung ankämpfen die du anscheind hast- nicht gegen die Müdigkeit. Müdigkeit ist ein typisches Symptom einer Angststörung. Ich denke du beobachtest deinen Körper einfach zu sehr.

Naja, Angststörung wurde bei mir eigentlich nie festgestellt. Klar denke ich oft über meinen Körper nach, wenn ich ständig gegen Müdigkeit ankämpfen muss, aber ich empfinde es nicht so, als würde ich Angst davor haben, meinen Körper in irgendeiner Weise zu schädigen.

Wie kommst du denn darauf, dass ich eine Angststörung haben könnte? Verwundert mich ehrlich gesagt ein wenig.

Schon mal der Vitamin B12 Wert kontrolliert worden?

No. Glaube, so ein Vitaminmangel ist auch recht unwahrscheinlich, sowas wird von den Medien immer nur angepriesen, um die Präparate zu verkaufen (Meine Meinung :=o ). Nichtsdestotrotz habe ich mich mal eine Weile an Vitaminpräparaten versucht, half nichts.

Evtl. hab ichs überlesen oder so... aber wurdest du mal auf Multiple Sklerose untersucht ?

Habe mal die Symptome durchgelesen, trifft eigentlich nichts zu bis eben auf die Fatigue (+unbeschreibliches Unwohlsein). Keine Schluckbeschweren, keine Augenprobleme, keine Schmerzen und auch keine Taubheitsgefühle. Die Müdigkeit nimmt auch nicht, wie bei Wiki steht, im Laufe des Tages zu, sondern ist a) immer präsent b) auch mal zwischendurch stärker ausgeprägt, nicht unbedingt nur am Abend. Besonders oft eben nach dem Essen -.-

Klingt alles ziemlich normal, ich meine, viele sind nach dem Essen müder und haben zu ein paar Zeiten am Tag Schwächeperioden. Aber bei mir scheint das alles 5 mal stärker zu sein und es beeinträchtigt eben sehr meine Lebensqualität und dadurch mein Leben (*mich zu rechtfertigen versuch, dank negativer Erfahrungen mit einigen Ärzten* ;-).

Lg,

Christian.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH