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Extreme Wesensänderung nach Gedächtnisverlust ...

v5enIdeFtta81 hat die Diskussion gestartet


Es ist etwas schwierig zu beschreiben. (bin gerade mal 29 Jahre alt) Ich bin seit ein paar Monaten an angeblichen BurnOut erkrankt ... lange habe ich selbst daran geglaubt ... aber ich bemerke immer mehr wie ich mich selbst belüge. Kurz um die Geschichte ...

Ich bin vor ca. 5 Jahren auf einer Intensivstation aufgewacht. Man hat mich dort eingeliefert, weil ich in einer Discothek reglos am Boden lag. Ja ich hatte an diesen Tag Alkohol getrunken, aber auch nicht wirklich extrem viel ... Kumpels haben mich dann zum Krankenhaus gefahren ... ich war angebl. nicht ansprechbar. Vor Ort war ich wohl ziemlich aggressiv auf einen Schlag und muss die Krankenschwester geschlagen haben. (Ich bin normal alles andere als aggressiv) Dann bin ich wohl komplett umgekippt ...

Ich kann mich daran und insgesamt ca. 14 Stunden an gar nichts erinnern... ich weiß noch, dass ich einen Cocktail getrunken habe und mich mit dem befreundeten Deejay unterhalten ab ... ab da ist Stille ...

Im Klinikum wurde mir zuerst zuviel Alkohol vorgeworfen und ich wurde nicht wirklich beachtet. Ein Arzt später sagte mich allerdings, dass meine Pupillen auf nichts mehr reagiert haben und das bei Alkohol nicht zutrifft ... er hatte mich für ein Drogenopfer gehalten ... Mir war das alles ziemlich unangenehm und ich habe nie weiter nachgefragt oder ähnliches ...

Ich war allerdings 2 ganze Tage im Klinikum. (Ich hatte an vielen Stellen ein Taubheitsgefühl und konnte nicht wirklich laufen ohne dass es mich weggedreht hat) ... Diagnose von mir selbst ... evtl. war ich gestürzt oder ähnliches ...

... jetzt aber das seltsame ...

Ich bin seit dem ein anderer Mensch ... Kumpels habe ich danach zwar alle noch gekannt, ich wusste wer sie waren usw. trotzdem erschienen sie mir fremd. (Ich hab die Beziehung zu ihnen abgebrochen) Erlebnisse von früher – erscheinen mir als wären diese in einem früheren Leben passiert. Alles ist irgendwie weit weg ... Ich fühle mich wie in Midlifecrisis ... Als wäre ich plötzlich für alles zu alt. Früher bin ich viel in Discotheken gegangen, hab viel geflirtet und Unsinn oder Lustiges getrieben. Ich bin ziemlich emotionslos geworden. Nichts bereitet mir wirklich noch groß Freude und ich kann mich an kaum etwas mehr erfreuen. Ich leide an Schlafstörungen. Ich hab plötzlich auch körperliche Beschwerden.

Das schlimmste ist aber wirklich ... dass ich mich irgendwie ohne Vergangenheit fühle ... ich les oft alte Briefe oder Sachen von mir .. guck alte Fotos an ... alles erscheint mir aber irgendwie, als hätte ich diese nicht selbst erlebt oder eben bevor ich der Mensch von jetzt war ... Ich habe auch plötzlich Errektionsprobleme ... ich habe eine wunderhübsche Freundin ... aber NIE Lust auf Sex ... wenn sie mich "heiß" macht ... funktioniert es schon ab und an ... aber man muss mich quasi dazu zwingen ... ich nehme aus lauter Frust ab und an Cialis ...

Ich hatte nach dem Klinkum Aufenth. immer viel beruflichen Stress und habe diese ganzen Gedanken oft mit Arbeit oder Ablenkung verdrängt ... bis jetzt eben – bis vor einem Jahr ... es nicht mehr ging ... ich war plötzlich am Ende und in einem Loch ... Ich hasse mein Leben jetzt – und sehne mich oft an mein altes Leben zurück ... es gab ja nicht wirklich eine Unterbrechung ... aber gefühlt ist es eben wie ein anderes Leben ... Ich denke oft einfach an alles von damals ... Wenn ich träume – dann nie Unsinn oder Unrealistisches ... ich lebe immer mein Leben weiter ... und fast immer bin ich im Traum glücklich und wieder wie damals ... meistens bin ich an einem Ort an dem ich vorher nicht war ... aber ich habe immer das Gefühl ich bin dort glücklich. Ich weiß genau wie dieser Ort (bzw. diese Wohnung – der Stadtteil aussieht) ... ab und zu bin ich auch an alten Orten ... aber in alten Wohnungen in denen ich seit mind. 10 Jahren nicht mehr wohne ... ich träume nie vom hier und jetzt ... ich träume von alten Freundinnen ... nie von meiner aktuellen – dabei liebe ich sie und ist sie wunderschön ...

Was ist passiert? Was kann mir damals evtl. passiert sein? Evtl. ein stummer Herzinfarkt ... oder kann so etwas bei einem KO (Gedächnisverlust) passieren ... was ist mit mir los ... ich bilde mir das alles nicht ein ... selbst körperlich kommt eine Beschwerde nach der anderen hinzu ...

Ich leide an

Schlafstörungen

Errektionstörungen

Konditioneller Schwäche trotz Trainings (gerade wenn die Luft kalt wird)

kleine Krampfader auf der Stirn neben dem Auge

Ich komm manchmal nicht mehr auf die leichtesten Dinge – früher kam das wie aus der Pistole geschossen.

ständiger Müdigkeit

Kreuzschmerzen

bin stark verspannt

Brustschmerzen (mein Brustkorb entzündet sich oft)

Meine Blutwerte sollen Top sein. Ultraschall etc. hat nichts ergeben. EKG war wohl auch nichts auffälliges.

Alle wollen mir eine normale Depression oder ein Burnout aufschwatzen ...

Antworten
J.o{urne^ydeluxxe


"Ich komm manchmal nicht auf die leichtesten Dinge"

Das klingt stark nach einer sogenannten "Persistierenden Substanzinduzierten Amnestischen Störung."

Ich vermute du hast Drogen untergemischt bekommen und leidest nun einer dadurch bedingten Amnesie. Ein Kennzeichen ist das fehlende oder schlechte Kurzzeitgedächtnis (ähnliches hast du ja beschrieben). Auch Erektionsstörungen sind für Amnesien generell typisch. Wie gesagt das ist keine Differentialdiagnose. Aber gehe bitte (nochmals oder erstmals) zum Neurologen, vllt auch zu einem Spezialisten und bring ihn auf diesen Dampfer. Geh vor allem auf die Gedächtnisstörungen, die Persönlichkeitsveränderung und vor allem auf die Rahmenbedigungen (Disco) ein.

Trotz allem wünsche ich dir gute Besserung. Halt uns bitte informiert. Eventuell ist auch ein Elektroenzephalogramm EEG angebracht.

Schöne Grüße und Kopf hoch ;-)

FAighte.rWxoman


Es geht mir seit dem ich vor einigen Jahren überfallen worden bin und mit Medis Betäubt wurde fast ähnlich.

Ich habe mich von manchen distaniziert, aber ich habe herraus gefunden, dass es daran lag, dass mir meine Zeit für scheiße im Leben einfach zu kurz ist.

Ich kann Dich gut verstehen, aber wie Journeydeluxe schon gesagt hat, ab zum Neurologen und durch checken lassen.

Ich leide noch heute ab und an unter Gedächtnisstörungen und mir fallen leichte Dinge einfach nicht ein, es liegt daran, dass ich das ganze noch nicht verarbeitet habe und so zu sagen daran nicht mehr denken will.

Falls Du fragen haben solltest, kannst Du mich auch gerne via PN kontaktieren.

An sonsten wünsche ich Dir alles Gute für die Zukunft und suche Dir bitte einen Psychologen der das Trauma mit Dir anfängt zu verarbeiten.

Es wird dauern, aber es wird Dir helfen.

Denn das was Du hast ist ein Trauma, daher auch diese Störungen.

Ljöck.chexn1


Ich vermute du hast Drogen untergemischt bekommen und leidest nun einer dadurch bedingten Amnesie.

Bei einer Amnesie sind die Erinnerungen verschwunden. Vendetta kann sich aber an seine Vergangeheit erinnern. Aber hat die Emotionale Verbingung zu allem verloren und das ist ein Symptom der Depression.

Hi Vendetta

das was du schilderst ist für eine Depression typisch. Google mal. Wo liegt das Problem, das du mit der Diagnose hast:

aRgu4naxh


Anständigen Neurologen suchen, Dünnschicht MRT, flair/T2-Wichtung (vorher informieren, welche Möglichkeiten/Unterschiede in der MRT-Darstellung es gibt), wie z.B. hier erklärt:

[[http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/archive/t-32682.html]]

Laß Dich nicht abwimmeln, bestehe auf ordentliche, saubere, bildgebende Diagnostik - und zwar nicht, um irgendwas "Eingebildetes" nachzuweisen, sondern zum Ausschluß möglicher hirnorganischer Veränderungen/Ursachen durch den Vorfall vor 5 Jahren (Sturz, Infarkt,etc.)

EEG, CT oder CCT reicht da nicht, falls das schon mal gemacht wurde.

Eigene Erfahrungen bestätigen dies, in CT CCT wurde Hirnverletzung übersehen, neuropsychiatrische Störungen (Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwäche, Amnesie, Wesensänderung, etc.) wurden als "Macke" abgetan, bis nach 3 Jahren Vernarbungen im Gehirn festgestellt wurde -aber nur mittels MRT/T2-Wichtung (von uns engefordert!), was denen vorher wohl zu aufwendig war....

Laß Dich nicht mit Standarddiagnostik abspeisen, sezte Dich durch, notfalls mit Hilfe von Angehörigen.

Noch ne Frage zu den psychischen Veränderungen/Wahrnehmungen/Erektionsstörungen: Nimmst Du wg. des diagnostizierten Bourn Out Psychopharmaka?

In welchem Bundesland wohnst Du?

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