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Kann eine ES neurologische Beschwerden auslösen ??

GhrisuX20x10 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

kann eine Essstörung ( Bulimie ) Neurologische Beschwerden auslösen ???

Wenn ja ? In welchem Umfang ??

Danke mal

Antworten
GHri|su2x010


Kennt sich keiner aus ???

1vFenj,ax1


Nun mal langsam, das hier ist ein Forum und kein Chat. ;-) @:)

Hier mal eine relativ detaillierte Auflistung der Mangelerscheinungen und Folgeerkrankungen, die eine Bulimie auslösen kann:

Unausgewogene Diäten, Fasten, Erbrechen und der Gebrauch von harntreibenden Medikamenten (Diuretika) oder Abführmitteln (Laxantien) können zu einem Mangel an lebensnotwendigen Salzen (Elektrolyten) wie etwa Natrium, Kalium oder Magnesium führen. Gleichzeitig kommt es oft zu Verschiebungen des ph-Werts im Blut. Elektrolytstörungen sind die häufigsten Komplikationen der Essstörungen. Die Möglichkeiten der gesunden Niere und anderer Organe, die Elektrolytkonzentration und den Säure-Basen-Haushalt des Blutes stabil zu regulieren und auftretende Schwankungen auszugleichen, werden bei Patientinnen mit schweren Essstörungen häufig überfordert.

Oft entsteht dann eine Kombination aus Kaliummangel (Hypokaliämie) und Säuremangel (sog. metabolische Alkalose), was zu schweren Herzrhythmusstörungen und anderen EKG-Veränderungen führen kann. Weiterhin kommt es leicht zu Verkrampfungen und einer schnellen Ermüdbarkeit der Muskulatur. Eine andere wichtige Funktion der Niere ist die Ausscheidung von Abbauprodukten, die beispielsweise im Stoffwechsel bei der Verdauung von eiweißreicher Nahrung entstehen, über den Urin. Langandauernde (chronische) Elektrolytstörungen schädigen das Nierengewebe. Mit der Zeit kommt es dann zu einer zunehmenden Beeinträchtigung der Nierenfunktion. Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) bei Patientinnen mit Anorexie oder Bulimie sind meist die Folgereaktion der Niere (Hyperaldosteronismus), mit der ein weitergehender Elektrolytmangel kompensiert werden soll (sog. Pseudo-Bartter-Syndrom). In Verbindung mit einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme (zu wenig Trinken), kann bei starkem Fasten schließlich der Harnsäurespiegel ansteigen und so ebenfalls zu Nierenstörungen führen, wie sie sonst nur von der Gichterkrankung bekannt sind.

Alle genannten Nierenstörungen sind prinzipiell wieder rückbildungsfähig. Langjähriger Kaliummangel kann jedoch die Nierenfunktion dauerhaft schädigen. Das Nierengewebe schrumpft, die Niere wird kleiner und es kommt zur so genannten chronischen Niereninsuffizienz. Bei Niereninsuffizienz können Ödeme dann auch infolge eines Eiweißmangels entstehen (sog. Hungerödeme).

Jede unausgewogene Diät führt früher oder später zu Mangelzuständen. Zusätzlich zu den bereits erwähnten Elektrolytstörungen haben viele Patientinnen mit psychogenen Essstörungen zuwenig Vitamine, Mineralstoffe oder Folsäure, Blutbildveränderungen (Anämie) und Nervenschädigungen (Polyneuropathie) können so entstehen. Durch diese Mangelernährung kommt es zur Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Erschöpfungszuständen.

Häufig wird die Haut trocken und die Haare fallen aus, die Fingernägel werden spröde und können ihre Form verändern (Uhrglasnägel). Ein besonders gravierendes Problem ist der Vitamin-D-Mangel. In Verbindung mit Nierenfunktionsstörungen, veränderten Sexualhormonen (Östrogenmangel) und einem Calcium- oder Phosphatdefizit führt der Mangel an Vitamin D zu schwerwiegenden Störungen des Knochenstoffwechsels, die jahrelange Beschwerden nach sich ziehen können. Die Mineralisierung der Knochengrundsubstanz wird unzureichend; es kommt zu einer Knochenerweichung (Osteomalazie) und zu einer Verminderung der Knochengrundsubstanz (Osteoporose). Als Folge können Knochenbrüche schon nach minimalen Stürzen auftreten, manchmal sogar ohne erkennbaren Grund. Andere Umbauprozesse der Knochen (hypertrophe Osteoarthropathie) mit Aufreibungen und Verbreiterungen an den Endgliedern der Finger oder Zehen führen manchmal zu so genannten Trommelschlegelfingern oder -zehen.

Quelle: http://www.bulimie-online.de

Gibt es einen aktuellen Anlass für deine Frage? Kannst du evtl. schildern, welches Problem vorliegt? Dann könnte man sich dazu vielleicht noch etwas konkreter äußern...

G%risu2?01x0


Gibt es einen aktuellen Anlass für deine Frage?

Mehr oder weniger. Ich weiß net ob Du meine anderen Fäden schon gelesen hast , wo ich meine Beschwerden schildere.

Seit nun gut zwei Jahren schlagen mir diese auch auf den MAgen, was heißt das ich mich im warsten sinne des Wortes sehr oft mal ausko... . Dazu muss ich aber noch sagen, das mir als Kind schon in bestimmten situationen alles raus kommt.

Aber nun ist es auch oftmals so, dass ich mich voll schaufel und denn weil ich Angst habe mein Magen könnte die Menge nicht ertragen, wieder das gefutterte ,, raus lasse ´´

Da bei mir von Neurologischer seite her noch nichts gefunden wurde dachte ich mir vlt. liegt es daran.

Gruss

ps. danke für die AW

1CFenAjax1


Also zu deinen vermeintlich neurologischen Beschwerden hast du doch in den vielen anderen Fäden, die du gestartet hast, schon diverse Antworten bekommen, und zwar keine schlechten. ;-) Was deine taube Hand betrifft, so denke ich auch am ehesten an die HWS und/oder an einen eingeklemmten Nerv. Gerade nach dem Streichen wäre das nicht ungewöhnlich.

In Bezug auf das Erbrechen kann ich dir nur sagen, dass Folgende Denkweise absoluter – sorry – Schwachsinn ist:

Aber nun ist es auch oftmals so, dass ich mich voll schaufel und denn weil ich Angst habe mein Magen könnte die Menge nicht ertragen, wieder das gefutterte ,, raus lasse ´´

Dein Verdauungstrakt bzw. dein ganzer Körper kommt auf Dauer wesentlich besser damit zurecht, mal große Mengen verarbeiten zu müssen, als regelmäßig zum Erbrechen getrieben zu werden (nähere Erläuterungen s.o. ;-) ).

Und hier noch ein kleiner Denkanstoß: Generell drängt sich mir bei Leuten, die wie du sehr häufig Themen starten, weil ihnen irgendein körperliches "Phänomen" aufgefallen ist, der Verdacht auf, dass das eigentliche Problem nicht physischer sondern eher psychischer Natur ist. Vielleicht solltest du dich nicht sooo sehr mit dir selbst beschäftigen und den Ärzten vertrauen, wenn sie dir sagen, dass alles in Ordnung ist. Man kann sich in so etwas nämlich auch herrlich hinein steigern, erstrecht wenn man Dr. Google befragt und dann auf schlimme Krankheiten (wie bei dir ALS) stößt. Da entdeckt man ggf. auf einmal immer mehr "Symptome" und es geht einem stetig schlechter...

L1öckc9hexn1


Bulimie-Online Folgen und Risiken von Bulimie Hormonveränderungen

Wenn man abnehmen möchte und versucht sein Gewicht, beispielsweise mit Hilfe einer Diät, möglichst schnell zu verringern, so kommt es bald zu einer Art "Gegenregulation" des Körpers. Dabei verändern sich zahlreiche physiologische und biochemische Prozesse im Körper, so dass als Ergebnis einer starken Gewichtsabnahme und negativen Folgen wie etwa den hier beschriebenen medizinischen Komplikationen vorgebeugt wird. Der Stoffwechsel wird durch verschiedene Hormone sozusagen in eine Art von "Energiesparstellung" gebracht, wodurch das Gewicht wieder ansteigt.

Die wichtigsten Hormonveränderungen betreffen dabei die Schilddrüse (T3-Mangel) und das sympathische Nervensystem (Adrenalin- und Noradrenalin-Mangel). Die Folge sind ein verlangsamter Herzschlag (Brädykardie), sinkender Blutdruck (Hypertonie) mit Schwindel und Kreislaufstörungen, fallende Körpertemperatur (Hypothermie) und häufig auch Durchblutungsstörungen mit Kältegefühlen an den Händen und Füßen (Akrozyanose). In extremen Fällen kommen sogar Erfrierungen vor. Gleichzeitig steigen das Wachstumshormon (STH) und das Nebennierenrindenhormon (Kortisol) an. Veränderungen der Sexualhormone treten schon nach einer Gewichtsabnahme von wenigen Kilogramm ein.

Diese können zu Unregelmäßigkeiten des Menstruationszyklus und zu einer Einschränkung der Fruchtbarkeit führen (unerfüllter Kinderwunsch). Bei sehr niedrigem Gewicht bleibt die Menstruation schließlich völlig aus (Amenorrhoe). Häufig bildet sich dann ebenso wie bei unreifen Säuglingen am Körper ein Flaumhaar, die so genannte Lanugobehaarung.

[[http://www.bulimie-online.de/index.php/folgen-und-risiken-von-bulimie/21-hormonveraenderungen]]

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