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Schwindel, Erschöpftheit, Benommenheit

MGarkqi7x7 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

zu meiner Person: Ich bin 33 Jahre alt und habe seit etwa 2004/2005 gesundheitliche Probleme, die dazu geführt haben, dass ich nunmehr meine berufl. Tätigkeit (Jurastudium) nicht mehr ausüben kann und auch mich gesellschaftlich sehr isoliert habe. Letzteres habe ich etwas besser in den Griff bekommen, aber beruflich tut sich mir eine Perspektivenlosigkeit auf.

Alles fing etwa 2004 an, als ich in der Bibliothek sass und merkte, wie ich große Leseschwierigkeite, sowie immense Konzentrationsschwierigkeiten. Ich bekam beim Lesen Schweissausbrüche und habe beim Lesen teilweise die Luft angehalten, um die nicht vorhandenen Konzentration zu "erzwingen". Ich hatte zunächst gedacht, dies sei ein Zustand psychischer Anspannung, der sich wieder legen würde. So war es aber leider nicht. Im Laufe der Jahre kam viel an (diffuser) Symptomatik hinzu.

Übersicht über die Symptome:

- Leseschwierigkeiten, jetzt so schlimm, dass ich mittellange Texte schon gar nicht mehr lesen kann, äussert sich so, dass ich es nicht schaffe, die Augen auf einen Punkt zu zentrieren, die Augen in der Stellung zu halten, zu fixieren

-Konzentrationsschwierigkeiten/Aufmerksamkeitsdefizite, äussern sich so, dass ich Schwierigkeiten habe mittlerweile, einen Film zu verfolgen, in Gesprächen nicht richtig zuhören kann (Ist dann so dass die Person die neben mir steht und spricht ganz weit weg erscheint, wie entferntes Reden auf einem Bahnhof)

- Merkdefizite/Gedächtnisdefizite: Habe schon oft die Beobachtung gemacht, das ich mir nichts mehr (lange) merken kann, manchmal sagt man mir etwas (bringe bitte eine Flasche Selters rauf etc), dass habe ich innerhalb von Sekundenbruchteilen vergessen

-Sprachstörungen, äussert sich dadurch, dass ich mich dann oft verhaspel bzw. verspreche

- Zustände extremer körperlicher Erschöpfung gleich morgens nach dem Aufstehen schon, fühle mich so, als wenn ich die Nacht durchgezecht hätte (trotz 7-8 Stunden Schlafes), fühle mich dann körperlich total ausgelaugt und völlig kraftlos

- mit dieser körperlichen Erschöpftheit geht einher dass ich dann den ganzen Tag mich fühle wie "alkoholisiert", will sagen wie in einem Dämmerzustand, wie "nicht richtig da", wie abwesend, apathisch, wie weggetreten; als wäre das Bewusstsein nicht richtig da, das äussert sich dann auch in folgenden Punkten: Verzögerte Wahrnehmung, Störungen der Motorik (insofern dass die Bewegungen stark verlangsamt sind), beim Greifen dann Ungeschicklichkeiten (wie Danebengreifen, Vergreifen, dh falscher Gegenstand), habe dann auch immense Gleichgewichtsprobleme und damit verbunden Gangunsicherheit (kann in diesem Zustand kaum einen km spazierengehen), bleibe dann häufig an überstehenden Teppichenden hängen und falle fast hin, habe dann Koordinationsprobleme beim Laufen, äussert sich dahingehend, dass ich Abstände vom Fuss zum Boden (insbesondere bei Bordsteinkanten), was normal ein Automatismus ist, nicht mehr richtig ab- bzw. einschätze, habe dann ein merkwürdiges Gefühl beim Kaufen (beisse mir dann auch oft aufs Zahnfleisch zb).

- in diesem Zustand ist mir extrem schwindelig (würde dieses mal als Benommenheits-Schwindel bezeichnen)

- bin dann völlig antriebslos

- habe dann ohne mich körperlich anzustrengen oft Schweissausbrüche (Stirn insbes.)

- in diesem Zustand auch Sehstörungen, sehe dann Schrift milchig, verschwommen

- auch starke Blendugsempfindlichkeit in diesem Zustand

- habe dann auch meist Nackenverspannungen bzw. Nackensteifigkeit; im Zusammenhang damit möchte ich auch auf 2 Dinge noch hinweisen: Beim Augenarzt kriege ich jedesmal bei der Untersuchung, wo der Kopf in sitzender Position starr gehalten werden soll und die Augen den Lichtkegel der Lampe des Arztes verfolgen sollen, schon nach wenigen Sekunden ein ganz unangenehmes Gefühl in der Nackengegende, möchte es mal umschreiben als "Nackenflattern" bzw. "Nackenbeben", d.h. der Nackenbereich fängt dann an immens (nicht nur wenig) zu zittern und es fällt mir dann schwer, diese Position zu halten; zudem habe ich festgestellt, dass zb im Flugzeug, wenn ich dort meinen Kopf in die Nackenstütze lege, dass ich bereits nach wenigen Augenblicken ein unangenehmes Stechen im Hinterkopf/Nackenbereich kriege, was mich dazu zwingt den Kopf wieder nach vorne zu tun

Folgende Untersuchungen wurden durchgeführt:

1. Augenarzt, dabei festgestellt:

Diagnosen: Esotropie rechtes Auge, Vertikaldifferenz rechtes Auge

Befund:

- Visus bds. cc 1,0

- Motilität: Esotropie und leichte Vertikaldifferenz rechts, sonst frei

- Gesichtsfeld beidseits regelrecht

- Augeninndendruck im Normbereich

- vordere Augenabschnitte: beidseits unauffällig

- Augenhintergrund: beidseits Papille vital, Gefäße mit leichter Stauung und vermehrter Schlängelung, sonst z. Zt. ohne pathologischen Befund

Beurteilung: ganz leichte erst beginnende Gefäßveränderungen durch den anamnestisch bestehenden Hypertonus, z. Zt. sicher noch nicht fixiert und somit rückbildungsfähig

2. Hausarzt (Allgemeinarzt):

Blutuntersuchungen

Jetzt kürzlich festgestellt (28.06.2010): G-GT +81 und GPT +100 (bin dann auf Hepatitis untersucht worden, Befund negativ), ansonsten noch HS beii +7,2 (da hat man mir nichts zu gesagt, Normwert ist 3,4-7,0) und EOSIN bei +8,0 (Normwert 0.5-5.5), auch dazu wurde nichts weiter gesagt

Frühere Blutuntersuchungen ohne Befunde

Beim Hausarzt des weiteren Belastungs-EKG und 24-Stunden-Langzeit-EKG (etwa 2008) gemacht. Belastungs-EKG war wohl auffällig gewesen (mehr wurde mir aber nicht dazu gesagt). Langzeit-EKG ohne Befund.

HIV- Test: Negativ

Bluthochdruck festgestellt, aber zZ mit Medikamenten runtergegangen

3. Schildrüsenzintigraphie: Ohne Befund

4. Schlafapnoe-Syndrom: Ohne Befund

5. MRT des Schädels (2008): Ohne Befund, unauffälliges Schädel-Nativ-MRT (Nebenbefund: Kleine Retentionszyste im linken Sinus maxillaris)

6. Orthopädie: Hier wurden recht erhebliche Nackenverspannungen, Muskelverkürzungen festgestellt, hab dann auch Rheasport gemacht, KG bekommen, aber der Zustand hat sich nicht grundlegend verbessert;

HWS in 2 Ebenen geröngt (2009); Beurteilung: Unauffällige Abbildung der knöchernen HWS

7. Neurologie: Bin seit kurzem bei einem neuen Neurologen, der hat bei einer EEG-Messung Unregelmässigkeiten festgestellt, und hat daraufhin vermutet dass die oben beschriebenen Zustände von Migräneschwindel herrühren könnten, bekomme seit etwa 2 Monaten dagegen Metoprolol, geholfen hat auch das nicht wirklich: Hatte zwar Phasen wo es mir recht gut ging (aber das war auch vorher schon so, die Symptomatik ist nicht immer gleich intensiv), nur hat sich genau diese extreme Symptomatik wieder gezeigt: Hatte am 31.07.2010 ein Event besucht und die ganze Nacht getanzt (dort ging es mir halbwegs gut), habe auch über ein kg an Gewicht verloren (was zeigt das die körperliche Anstrengung schon gross war). Seitdem geht es mir wieder schlecht, es scheint so zu sein, dass die Symptomatik mit doch grosser körperlicher Anstrengung etwas zu tun hat, erklären kann ich mir das nicht. Ob das mit dem Herz-Kreislauf-System zusammenhängt oder mit den starken Bewegungen des Kopfes, ich weiss es nicht.

8. Schwindelsprechstunde in der Charité (2009):

Leuchtbrillenuntersuchung n. Frenzel: Kein Spontananystagmus, kein Kopfschüttelnystagmus auslösbar

Lagerungsprüfung: Kein Nystagmus auslösbar

BERA und Audiometrie: Normalbefund

ENG-Befund: Kein Fixationsnystagmus. Kein Spontannystagmus

Otolithenorganfunktionsprüfung: Bestimmung der subjektiven visuellen Vertikalen in aufrechter Haltung ohne Drehung diskret gestört, jedoch bei Drehung ungestört.

Beurteilung: In der ENG-Untersuchung zeigt sich kein Hinweis auif eine zentrale- oder periphere vestibuläre störung. Auch die übrigen zentralen Tests sind unauffällig. Allenfalls liegt eine diskrete Abweichung rechts in der Otolithenorganuntersuchung ohne Drehung vor. Diesbezüglich empfehlen wir zur Förderung der zentralen Kompensation ein Kippplattentraining. Dem patienten ist eine psychosomatische Mitbetreuung angeraten worden.

9. Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten: Habe mich nochmal auf Geschlechtskrankheiten untersuchen lassen aus Verzweiflung (Angst vor Neurosyphilis etc): Ohne Befund.

10. Psychologe: Habe die 5 Sitzungen bei einer Psychotherapeuten mal in Anspruch genommen, hat zwar in gewisser Weise was gebracht, mal über Dinge reden zu können, aber ich möchte bevor ich in eine Therapie gehe, erst 100%ig Gewissheit dass nichts Organisches vorliegt. Ich selbst kann sagen, dass die Psyche dadurch belastet wird mE nach, dass ich in meinem Leben nicht vorankomme, ich sehe die Psyche eher als Wirkung denn als Ursache, bin aber sicherlich nicht beratungsresistent diesbezüglich. Kann mir eben nur schwer vorstellen, dass die gesamte Symptomatik von der Psyche bedingt wird.

Nun habe ich sehr viel geschrieben über meinen, ohne dies zu übertreiben, Leidensweg. Ich bin mit meinen Latein fast am Ende, fühle mich von dem einen oder anderen Arzt auch nicht richtig ernst genommen und teilweise verarscht (wenn ich ein Symptom schildere und gesagt bekomme, dass sei ein "Gehirnpup" obwohl ich seit Jahren diese Schwierigkeiten habe).

Ich würde mich ungeheuer freuen bzw. sehr dankbar sein über Tipps, Anmerkungen, Ratschläge, Arztempfehlungen, denn ich bin nunmehr völlig verzweifelt und über jeden Hinweis dankbar.

Am liebsten würde ich mich mal in einem oben beschriebenen Zustand ins Krankenhaus begeben, damit endlich mal alles ausgeschlossen bzw. untersucht wird.

Mit freundlichen Grüßen und einem herzlichen Dankeschön

Markus

Antworten
M\arkxi77


Nachtrag: HNO-Untersuchung ebenfalls ohne Befund.

lQifxty


Hallo Marki77,

es ist schon komisch wie viele Menschen es mit diesen Problemen gibt. Leider gehöre ich seit über 1. Jahr auch dazu und kann verstehen wie verzweifelt du bist. Ich habe bis jetzt versucht meine Arbeit weiterhin mit diesen gesundheitlichen Problemen auszuführen, leider mit schlechtem Erfolg. Werde jetzt versuchen eine berufliche Reha zu bekommen, weiß aber noch nicht so recht was?! Ich komme aus der Elektronik und arbeite im Service, jedoch habe ich beim autofahren sehr große Probleme was mich von diesem Berufsfeld verträngt.

Ich bin 42 Jahre alt und hätte nie gedacht das so etwas passieren könnte, habe auch schon einen Ärztemarathon hinter mir aber mit wenig bzw. keinem Erfolg. Hast du eigentlich auch Kopf und Gesichtsschmerzen zu 90% auf der linken Seite? Übelkeit manchmal nur kurze Momente, ein druckgefühl links im Kehlkopf?

Leider kann ich dir keinen guten Rat geben, da ich selber immer noch auf der Suche bin. Werde schon seit ca. 5 Monaten als Psychisch Kranker behandelt (auch mit Medikamenten), jedoch eine Diagnose habe ich bisher nicht erhalten. Auch Heilpraktiker/Privatarzt (Naturheilkunde)/Akupunktur und Chinesische Tropfen für viel Geld halfen nichts.

Vielleicht findet sich hier jemand der eine Lösung hat, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

Begonnen hat bei mir übrigens alles, nach einem ausgiebigen Tag im Thermalbad mit der ganzen Familie. ???

LVöckYchxen1


Hi Mark,

deine Symptomatik ist nicht untypisch für eine Depression. google mal. Und typisch für einen Mann ist, diese nicht war haben zu wollen. Der Nachteil Deiner Haltung ist, das dein Zustand eher schlechter aber nicht besser wird.

Warum diese Schwierigkeiten mit einer psychischen Diagnose? Wo liegt das Problem?

MVar,kix77


Ich habe überhaupt kein Problem mit einer psychischen Diagnose, überhaupt nicht, nur ist organisch wohl noch nicht alles genauestens abegklärt worden, denke ich.

M(arkix77


Ich habe über einen gewissen Zeitraum Anitdepressive verschrieben bekommen etc. Wirkung = Null! Ich habe Gespräche mit einer Psychologin geführt = bisher Wirkung auch gleich Null.

T@hecDrazyMgirYl


@ Löckchen,

ich will dir ja nicht zu nahe treten aber mir ist aufgefallen dass du äußerst viel auf die Psyche schiebst. In jedem Thread bist du vertreten und "diagnostizierst" Depressionen. Wir sind hier im Neurologieforum und ich denke es gibt durchaus in diesem Bereich eine Menge Beschwerden die nicht mit der Psyche zusammenhängen (die sich höchstens irgendwann auf die Psyche auswirken, das wäre aber bei jeder anderen Erkrankung auch der Fall). Sicher werden Depressionen oft nicht erkannt und sind manchmal versteckt hinter körperlichen Beschwerden, doch es gibt auch nicht allzu selten den umgekehrten Fall. Zum Beispiel Fehlfunktionen der Schildrüse können zu Depressionen, Ängsten oder gar Aggressivität führen. Da wurden schon Menschen in die Psychiatrie eingewiesen bis herauskam dass sie einfach nur ein Schildrüsenhormon brauchen.

Außerdem schreibt er dass im EEG Auffälligkeiten festgestellt wurden, macht das auch die Depression?

Schöne Grüße

TCG

MMarkim77


Auffällig ist, dass ich diese Zustände der totalen Benommenheit, Schwindelgefühle, "nicht richtig da sein", "wie alkoholisiert" jetzt wieder habe, nachdem ich am 31.07.2010 bei einem DJ-Event tanzen war und dokumentiert durch einen Gewichsverlust von ca. 1 kg eine körperliche Höchstanstrengung dadurch hatte, verglichen mit dem, was ich sonst tue. Ich weiss nicht, ob das in ein Zusammenhang gebracht werden kann. Das Merkwürdige ist, dass es mir dann wieder eine zeitlang gut geht und dann wieder diese Sympatomatik auftaucht. Das geht jetzt schon wieder seit etwa dem 02.08. so. Ich bin den ganzen Tag wie benommen, wie bewusstseinsabwesend,wie gerädert. Es ist ganz schlimm. Wie benebelt fühle ich mich. Ich habe dann immense Gleichgewichtsprobleme und Gangstörungen (laufe wie ein Greis in die Dusche, um nicht zu fallen). Ich bin völlig verzweifelt und weiss einfach nicht mehr weiter. Manchmal haue ich mir auch "Backpfeiffen" um aus diesem Zustand der Benommenheit rauszukommen. Es funktionert nicht. Ich sehe auch völlig verschwommen. Meine Psyche ist deswegen natürlich auch im Eimer, weil ich einfach so verzweifelt bin. Ich habe am 31.07. viele neue Freunde kennengelernt, was eigentlich in meiner Situation was sehr Positives ist. Das danach wieder die Symptomatik kommt, kann ich mir einfach nicht durch psychische Probleme erklären, aber ich verschliesse mich vor nicht.

Ich wäre über Hilfe in jedweder Form ausgesprochen dankbar.

Vielen vielen Dank!

L'ö|ckch=enx1


Hi Thecrazygirl

hier die im EEG nachgewiesen Veränderungen dwer Hirntätigkeit bei Depression:

[[http://www.ppp-dresden.de/index.php?seite=neurofeedback_bei_depression]]

[[http://elib.dlr.de/27141/]]

Die Diagnose einer psychischen Störung bei Marki stammt nicht von mir, sondern von seinen Ärzten, denn ihm wurde Psychotherapie und ein Antidepressivum verordnet.

L_öc^kchexn1


Hi Marki

Auffällig ist, dass ich diese Zustände der totalen Benommenheit, Schwindelgefühle, "nicht richtig da sein", "wie alkoholisiert"

Das nennt sich Depersonalisation.

jetzt wieder habe, nachdem ich am 31.07.2010 bei einem DJ-Event tanzen war und dokumentiert durch einen Gewichsverlust von ca. 1 kg eine körperliche Höchstanstrengung dadurch hatte, verglichen mit dem, was ich sonst tue. Ich weiss nicht, ob das in ein Zusammenhang gebracht werden kann.

Gewichtsverlust ist Typisch für eine Depression.

Das Merkwürdige ist, dass es mir dann wieder eine zeitlang gut geht und dann wieder diese Sympatomatik auftaucht. Das geht jetzt schon wieder seit etwa dem 02.08. so.

Die Störung verläuft in Wellen.

Ich bin den ganzen Tag wie benommen, wie bewusstseinsabwesend,

Depersonalisation.

wie gerädert. Es ist ganz schlimm.

Erschöpfung, mangelnde Leistungsfähigkeit ist klassisch.

Wie benebelt fühle ich mich.

Depresonalisation.

Ich habe dann immense Gleichgewichtsprobleme

Ist wirklich typisch.

und Gangstörungen (laufe wie ein Greis in die Dusche, um nicht zu fallen).

Motorische Verlangsamung. Ich habe mich auch nur wie eine Schnecke bewegen können.

Ich bin völlig verzweifelt und weiss einfach nicht mehr weiter.

Verständlich. Das geht jedem Depressiven so.

Manchmal haue ich mir auch "Backpfeiffen" um aus diesem Zustand der Benommenheit rauszukommen. Es funktionert nicht.

kenne ich auch sehr gut. Mir hat die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson geholfen, die der Depersonalisation zu unterbrechen.

Ich sehe auch völlig verschwommen.

Ist auch mein Problem in depressiven Zeiten.

Meine Psyche ist deswegen natürlich auch im Eimer, weil ich einfach so verzweifelt bin.

Ja, das ist so, aber Du kannst deine Situation verbessern.

Ich habe am 31.07. viele neue Freunde kennengelernt, was eigentlich in meiner Situation was sehr Positives ist. Das danach wieder die Symptomatik kommt, kann ich mir einfach nicht durch psychische Probleme erklären,

Weder Freunde, noch eine neue Liebe können deine Störung heilen. Aber Kontakt zu Freunden ist wichtig, gerade wenn wir krank sind.

aber ich verschliesse mich vor nicht.

Das ist gut.

Ich wäre über Hilfe in jedweder Form ausgesprochen dankbar.

Dir wurde bereits Hilfe angeboten. Du hast 5 Sitzungen Psychotherapie hinter dir. Aber sie hat dir nicht geholfen, schreibst Du.

Eine Psychotherapie kann keine Wunder vollbringen. Es braucht viele Monate anstrengender Sitzungen in denen du an deinen Problemen arbeitest, bis sich erste Besserung einstellt, ca. 15 Sitzungen. Eine ganze Psychotherapie dauert mindesten 25 Sitzungen. In 5 Sitzungen läßt sich wirklich noch keine Besserung erreichen.

Du hast auch schon ein Antidepressivum eingenommen. Auch das hat Dir nicht geholfen, schreibst Du. Wer hat dir das AD verordnet? Welches AD und in welcher Dosis? Wie lange hast Du es eingenommen?

[[http://www.angst-und-depri.info/deprisympt.html]]

L+öckchcen1


Hi Marki

mach mal den Test: [[http://www.therapie.de/psyche/info/test/depression/]]

lKeo7x3


Hallo Markus,

deine Liste der Symptome und der bereits durchgeführten Untersuchungen ist ja echt schrecklich, vor allem wenn man nicht genau weiß woher es kommt und vor allem, was man dagegen tun kann. Natürlich sind einige der Symptome auch möglicherweise psychischer Natur, aber auch wenn ich bei mir selbst viele (körperliche) Beschwerden feststelle, die 100pro psychisch bedingt sind, halte ich eine solche Latte an speziellen Beschwerden auf jeden Fall für internistisch/neurologisch aufklärungsbedürftig.

Du schriebst zum Beispiel, das du an Bluthochdruck leidest, und Medis dagegen bekommst, und das Problem wäre unter Kontrolle. Was genau heißt das, besteht ggfs die Möglichkeit das der hohe Blutdruck schon irgendwas dauerhauft "geschädigt" hat?

Allenfalls liegt eine diskrete Abweichung rechts in der Otolithenorganuntersuchung ohne Drehung vor. Diesbezüglich empfehlen wir zur Förderung der zentralen Kompensation ein Kippplattentraining. Dem patienten ist eine psychosomatische Mitbetreuung angeraten worden.

HNO-Untersuchung war ohne Befund sagtest du – hast du das denn angegangen?

Das MRT war ja auch nicht ganz ohne Befund. Da nochmal ansetzen?

Bist du vielleicht gegen irgendwas allergisch? Eine Allergie kann ja die spannendsten Verläufe nehmen wo kein Mensch drauf käme.

Wäre ich an deiner Stelle würde ich das auch tatsächlich mal stationär alles abchecken lassen, bis die wissen was das ist.

mNauesep{rixnz


@ Marki,

bei deinen Untersuchungen fällt auf, dass die klassischen Infektionen, die solch ein Symptomchaos auslösen können, nicht aufgelistet sind (Borreliose, ebv, etc.) Wurde da was getestet? Wie sieht es mit Autoimmungeschichten aus, warst du z.B. Rheumatologen? Wurde das Immunsystem an sich mal genauer unter die Lupe genommen?

Du schreibst, dass du in der Schwindelambulanz der Charite warst, evtl. wäre die CFS-Sprechstunde dort noch eine Option für dich. Ist zwar mit immensen Wartezeiten verbunden, aber möglicherweise würde sich das lohnen. Falls es sich sich um chronische Infektionen / Immundefizite etc. handeln sollte, sind die da sehr kompetent.

Leöck:chen-1


Hi mauseprinz,

CFS, chronische Infektionen / Immundefizite etc.

Bei einer solchen Diagnose liegen doch gehäuft Infektionen oder ähnlich vor (oder sehe ich das falsch)? Marki aber berichtet nicht von Infektionen.

M{arkxi77


Zunächst einmal ein großes Dankeschön an Euch, Eure Antworten helfen mir sehr, neue Überlegungen anzustellen, Ansätze zu finden. Bin weiterhin über jeden Tipp dankbar.

@ Leo73:

Beim HNO-Arzt bin ich auch etwa 2008 gewesen und wurde eingehend untersucht: Diese gängigen Tests mit heisser Spülung im Ohr etc. Dort wurde nichts gefunden. Es wurde dort allerdings ein Schwindeltest gemacht: Dort musste ich mit verschlossenen Augen auf einer Stelle stehend Laufbewegungen machen und da war doch auffällig, dass ich unter Schwindel leide. Woher dieser kommt, ist ja leider nach wie vor unklar.

Ich bekomme nicht direkt gegen den Bluthochdruck Medis, sondern gegen einen vom Neurologen vermutete Migräneschwindel (seit etwa 2 Monaten). Durch diese Medis ist mein Blutdruck zwischen 140(systolisch) und 90 (diastolisch) in etwa. Bei der Blutdruckbehandlung und -ursachenforschung bin ich leider bisher auf sehr nachlässige Hausärzte getroffen, habe inzwischen den Hausarzt gewechselt, aber auch bei dem Neuen wird das eher lapidar gehändelt.

Was die Folgen von dem Bluthochdruck anbelangt: Ich habe bereits, das zeigte eine Aufnahme vom Augenhintergrund, durch die Einwirkung des Bluthochdruckes veränderte Gefässe (spastisch verändert wie es der Augenarzt ausdrückte), dh der Bluthochdruck hat wohl schon unerkannt jahrelang gewirkt. Die Frage ist: Und die kann ich mir ja leider als Patient und med. Laie nicht beantworten: Was hat der Blutdruck schon alles kaputt gemacht, können die Folgen bereits in meinem Alter von 33 Jahren so verheerend sein, dass ich diese Symptomatik allein davon habe?

Was das MRT anbelangt habe ich das ja von mehreren Neurologen begutachten lassen, keiner hat da irgendetwas beanstandet im Hinblick auf den Nebenbefund, allerdings habe ich auch nicht nachgefragt. Leider komm ich immer mehr zu dem Ergebnis, dass man wohl selbst sich als Unwissender mit der Materie befassen muss, will man weiterkommen.

Allergien sind mir nicht bekannt, allerdings habe ich des Öfteren massives Hautjucken (oft wenn ich abends im Bett liege und auch gelegentlich wenn ich geschwitzt habe).

Stationäre Abklärung, wie kann ich das Erwirken, Erzwingen? Spiele mit dem Gedanken durchaus. Einfach in einem Zustand akuter Probleme in die Notaufnahme oder mit dem zb Neurologen sprechen und sich in irgendeiner Form überweisen lassen? kenne mich damit leider nicht so aus.

@ Mauseprinz:

Was die Autoimmungeschichten anbelangt, ist mir nicht bekannt, dass dort etwas abgeklärt wurde. Auch beim Rheumatologen war ich noch nicht. Immunsystem genauer unter die Lupe genommen? Welcher Facharzt ist dafür zuständig?

Herzlichen Dank für Deinen Tipp mit der CFS-Sprechstunde!

Mein Problem ist auch, dass ich über meinen Hausarzt nicht zielführend überwiesen werde: Ich war mehrmals dort, habe immer wieder betont, dass ich weiterhin unter den Problemen leid und nichts sich verbessert, und kriege dort Antworten wie: Man kann auch lernen, die Symptome zu ignorieren. Auf meine Frage hin, ob es irgendetwas sein könne, was mit dem Stoffwechsel/Hormonen etc zu tun haben könne, da wurde mir gesagt, es gäbe auch Endokrinologen, die könne man dann (irgendwann) mal zu Rate ziehen, aber das sei eine wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Man scheint mir leider nicht so richtig ernst zu nehmen: Mag daran liegen, dass ich mit meinen 1.88m und ca. 100kg recht stabil daherkomme, auch keine weinerlichen Züge oder extrem klagenden Züge aufweise (ist meine Art eben nicht). Ich vesuche sachlich ruhig die Symptomatik zu schildern.

Ich werde immer älter, nunmehr bin ich 33 Jahre alt und es ändert und ändert sich an den Problemen nichts. Ich kriege beruflich und sozial irgendwann die Kurve nicht mehr. Ich habe 28 Jahre lang erfolgreich meinen Lebensweg bestritten und habe nun seit einigen Jahren diese Probleme. Ich brauche für mich jetzt zeitnah Lösungen. Ignorieren etc. funktioniert leider nicht.

Was ich bräuchte, wäre eine Reihenfolge der Vorgehensweise: Sollte ich zunächst zum Kardiologen/Internisten? Wie gesagt der Hausarzt / Allgemeinmediziner der mir laufend sagt, wie teuer Untersuchungen doch sind etc. bringt mich nicht wirklich weiter.

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