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Aufregung – schlecht für die Psyche?

a8lin1agi:rl hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich rege mich leider sehr schnell und über alle möglichen Dinge auf. Dabei fange ich an zum zittern, bekomme ein Gefühl von Atemnot und Herzrasen. Es kann bereits durch ein falsches Wort daß vielleicht gar nicht so gemeint wurde ausgelöst werden.

Was meint ihr, soll ich Situationen in denen ich mich aufrege meiden? Ich begebe mich häufig absichtlich in solche.

Sollte man Aufregung die man sowieso vermeiden kann, meiden? ??? ??? ???

Antworten
d/ifb&buxk


Ich würde Aufregung nicht unbedingt suchen, aber auch nicht meiden.

Wenn du dich absichtlich in Aufrege-Situationen begibst, solltest du um deiner selbst willen lernen, wie man Konflikte austrägt. Denn einerseits willst du ja rauskommen mit dem, was dich aufregt, andererseits aber auch nicht verbrannte Erde hinterlassen – hoffentlich.

Mich würde es maßlos aufregen wenn ich sehe, wie Jemand sein Motoröl in einen Gully ablässt, oder wenn Jemand ein greinendes Kind noch zusätzlich ärgert und sich dann noch an den Tränen erfreut >:(

Beim Dampf ablassen schlägt mir meistens das Herz bis zum Hals und ich bemühe mich sachlich zu bleiben und den Andern nicht zu beleidigen. Er muss sein Gesicht wahren können.

Nach dem Dampf ablassen bin ich auch schonmal etwas zittrig, aber erleichtert, dass ich aus meinem Herzen keine Mördergrube gemacht habe.

ablinaigirxl


Nein, also diskutieren tu ich nur noch sehr selten. Ich weiss daß meine (sehr schwache) Psyche dem meistens nicht Stand halten kann.

Mir ist es auch bewusst daß ich eine leichte Form von Paranoia habe und oft Dinge völlig falsch einschätze. Manchmal sehe ich es als Angriff wenn jemand sagt "der Himmel ist blau", ich interpretiere etwas hinein was mich völlig fertig macht.

Vor wirklichen Streitereien und Diskussionen habe ich panische Angst da ich weiss daß ich da sowieso nicht "gewinnen" kann.

Aber das was ich mich frage ist ob sich negative Aufregung an sich negativ auf Körper und Seele auswirken kann.

a1l'inagiyr0l


Sonst noch Anregungen?

l|oveh'urtxs


Aber das was ich mich frage ist ob sich negative Aufregung an sich negativ auf Körper und Seele auswirken kann.

das denk ich schon. meine mutter sagt zu mir auch immer ich soll mich nicht so aufregen denn das macht krank.

wenn ich mich aufrege bekomm ich auch zustände wie atemnot usw.

LUöckchxen1


Hi alinagirl,

ich denke es ist wichtig seine Empfindungen war zu nehmen /einordnen zu können aber sich gleichzeitig von ihnen distanzieren zu können, wenn sie einen sonst zu überfluten drohen.

a@l3inajgirxl


@ lovehurts

Danke für deine Antwort. Ich denke daß deine Mutter recht hat. Wenn ich mich zu grosser Aufregung aussetze fühle ich mich krank und es geht mir insgesamt wärenddessen und danach richtig schlecht. Ich werde in Zukunft versuchen mein Leben etwas ruhiger als bis jetzt einzuteilen. Irgendwie bin ich nur noch verkrampft und mit den Nerven am Ende.

@ Löckchen1

Ich kann mich eben nicht davon distanzieren. Die Aufregung geht auf meinen Körper über und es dauert danach oft Stunden oder sogar Tage bis ich mich davon erholt habe.

Psychotherapie mache ich schon seit längerem und mein Therapeut meinte auch daß es gut wäre sich nicht in all zu aufregende Situationen zu begeben. Aber mich würde es jetzt interessieren ob Aufregung auch wirklich Schäden hinterlassen kann. ???

Ich bin z.Z. nicht wirklich stabil (Trauma nach Unfall, Paranoia, Depressionen, Ängste) und habe Angst daß sich mein Zustand durch diverse Aufregungen noch mehr verschlechtert!

Ich bin was Streitereien und Aufregungen betrifft irgendwie nicht mehr so belastbar wie früher. :°(

P8enPtium


hallo alina.................................. *:)

ja, die aufregunbg, die du hier beschreibt kann sich sogar sehr stark auf deine psyche und auch auf deine körperliche gesundheit auswirken. Solche zustände verändern sehr viel im körper. Stresshormone werden ausgeschüttelt. Diese wiederum verursachen aine kette von hunderten reaktionen. Dauerhafte aufregung kann zum " stress" führen... und dauerhafter stress kann zu sehr tiefen depressionen führen.

Hormone spielen verückt und bringen dein körper total durcheinander.

Wichtig ist auf die uhrsachen zu gehen. Du brauchst nicht nur einen psychotherapeuten. Du brauchst einen arzt. Vor allem, du schreibst zwei interessante sachen... du hast schon depressionen? habe ich dich richtig verstanden? Depressionen saelbst können zu dem führen was du beschreibst. Und du schreibst:

Vor wirklichen Streitereien und Diskussionen habe ich panische Angst da ich weiss daß ich da sowieso nicht "gewinnen" kann.

Das heisst, dein selbstbewusstsein ist auch nicht sooooooooooooo stark :-)

Das alles kommt zusammen. Es gibt für deinen problem nicht eine uhrsache sondern viele....

Es ist eine kette... und jeder ring ist wichtig... beginne ein problem zu lösen... und wenn ein ring weg ist... fällt die problemkette einfacher auseinander... beginne mit depressionen... gehe zu einem psychiater und lass dich beraten... oder hast du es schon gemacht?

Manchmal braucht man medikamente... nimmst du welche? Wie alt bist du?

Ich drücke dich stark und wünsche viele bunte leichte gedanken @:)

a6l!iGnagixrl


Genau das ist das richtige Wort, Pentium. Stress. Ich erlebe in einem Streit, egal ob virtuell oder persönlich einen schrecklichen Stress. Psychisch und körperlich. Oft kann ich deswegen nicht einschlafen oder esse sehr wenig. Ich kämpfe im Moment gegen meine Angstzustände an und andere psychische Probleme und habe Angst daß mir ein zusätzlicher Stress in der Bewältigung nur im Wege liegt.

Ja, du hast richtig verstanden, ich leide an Depressionen. (neben Angst, Trauma und Paranoia) Und ja, mein Selbstvertrauen ist nicht das grösste. Es ist schon immer so gewesen aber früher konnte ich es besser kaschieren. Jetzt wo ich durch Trauma, Depression und Angst quasi KO geschlagen bin kommt das mangelnde Selbstvertrauen erst richtig zum Vorschein und fängt an mir Probleme zu machen.

Beim Psychiater war ich bzw bin bei einem in Behandlung. Er ist in Kontakt mit meinem Psychologen. Was Medikamente betrifft hat es aber bis jetzt nicht geklappt. Mir hilft leider gar nichts. Oft geht es mir seelisch durch ein neues Medikament sogar schlechter. Jetzt nehme ich gerade Amisulprid (seit 3 Monaten), aber es hilft Null. :-/

Ausprobiert habe ich bereits das alles: Fluoxetin, Paroxetin, Citalopram, Prothipendyl, Chlorprothixen, Lorazepam, Diazepam, Alprazolam, Halcion und einige andere.

Danke für deine Wünsche und deinen Beitrag. Bunte leichte Gedanken hört sich gut an. :-)

a0limniagirxl


Der Faden hat mir bereits etwas geholfen, vor allem der Beitrag von Pentium, das war genau das was ich wissen wollte.

Ich werde schauen daß ich mich auf meine Threapie konzentriere und mich in Zukunft etwas mehr schone was Aufregung betrifft. :)z

a@l)inag]irl


Im Moment ist mein größtes Problem die Angst und das ich extrem sensibel bin. Fange beim kleinsten Streit mit Eltern oder Freund zum weinen an usw. %:| %:| Ich habe jetzt unter anderen die Diagnose soziale Phobie.

smau#erev mixlch


Natürlich sind Stress/Ärger/Aufregungen schädlich für die Psyche. :)z Das kenne ich von mir, manchmal braucht man eine Auszeit und hat das Bedürfnis sich abzugrenzen. Wenn du auch noch solche Probleme hast wie Depressionen ist dieses Bedürfnis bei dir umso mehr vorhanden. Ich wünsche dir daß du schon bald ein richtiges Medikament findest; bei Therapie kann es lange dauern bis sie eine Wirkung zeigt. :)z Nur nicht aufgeben. *daumendrück* @:) @:) @:)

lass dir ein dickes fell wachsen ;-)

azli<nazgirl


@ sauere_milch

Vielen lieben dank, ich hoffe natürlich auch das es irgendwann besser wird. Ja, werde mich ab jetzt schonen, ich dachte immer, ein bisschen Stress schadet nicht und lenkt sogar ab aber da habe ich wohl falsch gedacht. Mein Therapeut hat das schon mal zu mir gesagt aber irgendwie dachte ich daß ich dadurch was vom Leben verpasse.

Das mit dem Fell habe ich schon mal mit meinem Thera besprochen. Dagegen ist wohl nichts zu machen, ich bin eben ein zartbesaiteter, dünnhäutiger Typ Mensch und muss damit leben. Meine beiden Eltern und Geschwister sind leider auch so. :-/ :-( :°(

s2au?er?e mbilxch


P.S. Mir fällt zu deinem Fall noch diese Lektüre ein:

Trauma und Persönlichkeitsstörungen – von Wolfgang Wöller".

Vielleicht bringt dich dieses Buch in ein Paar Fragen etwas weiter. @:) @:) @:) Alles gute für dich!

AOleonxor


Auf Wunsch von alinagirl schließe ich an dieser Stelle.

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