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nehme Umgebung nie wirklich bewusst war

rHantxi hat die Diskussion gestartet


Hallo,

das ist das erste mal, dass ich dies anspreche. Ich weiß nicht, ob es bei allen Menschen so ist oder vllt. doch eher krankhaft.

Ich nehme eigentlich schon seit etlichen Jahren nur in sehr sehr seltenen Momenten (ca. 1 mal in 2 Jahren), die nur kurzweilig sind (max. Dauer: 10 Sekunden) meine Umgebung, Handeln und Existenz wirklich bewusst wahr. Das klingt jetzt sehr krass ist aber irgendwie standard. Selbst hier zu schreiben ist nicht wirklich "real" im Vergleich zu diesen Momenten. Auch wenn ich Angst habe usw. bleibt dies nicht wirklich real.

Ich bin mir der situation bewusst hier etwas niederzuschreiben aber auch ziemlich sicher, dass wenn ich mich gerade in einem dieser "wirklich realen" momente befände ich davon absehen würde hier etwas zu schreiben. das ist ganz schwer erklärbar.

Ich glaube nur, dass meine lern- und leistungsfähigkeit besser sein könnte, wenn diese bewussten momente andauernd anhalten würden. auch mein soziales verhalten ließe sich dadurch bewusster steuern.

Ich war letztens im Urlaub und habe mit einem bekannten das kurz angesprochen. Er kennt diese "normale Wahrnehmung" auch, hatte aber während des Urlaubs schon öfter mal den Urlaub wirklich bewusst wahrgenommen. Ich jedoch kein einziges mal. wenn ich mir jetzt die bilder vom urlaub ansehe, bin ich mir auch nicht wirklich bewusst dagewesen zu sein.

Der letzte reale Moment ist sicherlich schon über 2 Jahre her.

mit drogen hatte ich nie etwas am hut. eigentlich existiert dieser zustand schon seitdem ich denken kann.

hat jemand erfahrung damit oder weiß, ob dieses gefühl alles um sich herum nicht wirklich (!) wahr zu nehmen normal ist?

Antworten
Lvöckchexn1


Hi Ranti,

Das was du beschreibst nennt sich Derealisation und Depersonalisation. Sie gehören du den Dissoziativen Symptomen/Störung. (Google mal)

Die meisten Menschen die unter Dissoziationen leiden, wurden in ihrem Leben schwer traumatisiert. Viele haben dieses Trauma abgespalten (vor ihrem Bewustsein) um weiter leben zu können.

Um die Symptome los zu werden und normal empfinden und warnehmen zu können, ist oftmals eine Traumatherapie ambulant oder /und in einer spezialisierte Klinik notwendig.

Ob bei dir tatsächlich eine Dissoziative Störung vor liegt, kann ein guter Facharzt = Psychiater feststellen. Er kann dich auch im Bezug auf eine Traumatherapie beraten.

Könntest Du dir vorstellen eine Psychiater aufzusuchen?

Brauchst Du noch Infos, vielleicht zum Ablauf eines Thermins beim Psychiater?

LMa:dyBl~ackJxack


Mir geht es genauso, wie dir. :-/

r anvtxi


@ Löckchen1:

danke, ich habe mich etwas informiert. vieles scheint echt übereinzustimmen. besonders viele angaben zum burnout bei wiki habe ich schon mehrfach erlebt.

ich frage mich nur, wie man dagegen vorgehen soll, wenn es schon dermaßen chronisch ausgeprägt sein soll. ich hatte hier und da als kind mal ziemlich schlimme erfahrungen gemacht aber hatte nie das gefühl als würden sie mich traumatisieren. jedoch kann ich mich auch an meine kindheit (bis ca. 14 Jahre) nur vereinzelt erinnern. dies könnte wohl auch ein merkmal sein. in den letzten 8 Jahren sind dagegen sehr schlimme Dinge im soz. Umfeld geschehen an die ich mich aber ziemlich gut erinnern kann. Jedoch hatte ich den Zustand schon sehr viel früher.

mein arzt hatte mir letztens einen therapieplatz angeboten. was wird denn der psychiater machen??

LEöckcghexn1


Hi Ranti,

sich nicht oder teilweise nicht an die eigene Kindheit erinnern zu können, bezeichnet man als Kindheitsamnesie. Dauch das ist eine Folge von Traumatisierung, weil die Erinnerung zu schmerzhaft wäre, wurde sie abgespalten und ist so dem Bewustsein nicht mehr zugänglich.

mein arzt hatte mir letztens einen therapieplatz angeboten. was wird denn der psychiater machen??

Wenn Du deinem Arzt vertraust, nimm die Chance war. Überlege dir was Du verändern möchtest. Eine Idee von mir (du mußt sie nicht übernehmen) wäre, fühlen zu lernen. Nicht mehr alles abzuspalten, die Umgebung bewust warnehmen zu können.

Ein Psychiater behandelt psychische Störungen mit Medikamenten. Vielleicht kann er dir damit auch helfen. Sprich mal mit deinem Arzt darüber.

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