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Was macht Ihr gegen Eure Migräne?

H'annam-Mxaria


Manchmal frage ich mich, ob ich das Kopfweh habe, weil ich zu wenig oder zuviel Kaffee trinke... bei durchschnittlich 3-4 Tassen am Tag? ":/

thhme-zcavexr


MCP-Tropfen in Verbindung mit Paracetamol.

Kenne das auch nicht und habs gestern zum ersten Mal gehört.

Hm – manchmal wundert es mich ja schon, wie wenig Kopfschmerzpatienten häufig über ihre Erkrankung wissen: Paracetamol (allerdings nicht eine, sondern 2 Tabletten) ist ebenso wie ASS, Ibuprofen oder Diclofenac eines der Mittel der ersten Wahöl beim Migräneanfall, und die Kombination mit MCP (Metoclopramid) ist absolut Standard -steht in jedem vernünftigen Buch und jeder Leitlinie so drin:

MCP vermindert nicht nur die Übelkeit, es beschleunigt auch die Magen-Darm-Passage und dadurch die Aufnahme des eigentlichen Schmerzmittels (Paracetamol oder weas auch immer) – und der Zeitfaktor ist bei der Einnahme "normaler" Schmerzmittel beim Migräneanfall nn mal entscheidend. Außerdem vermutet man, dass MCP über Wirkungen auf das Serotonin-System auch einen eigenen, direktten Effekt gegen die Migräne hat, das ist aber nicht ganz unumstritten.

Wenn man damit keinen Erfolg hat, stellt man eben auf Triptane um. Häufig hört man aber "ASS/Paractamol/Diclofenac u.s.w. bringt mir gaaaar nix, das wirkt doch überhaupt nicht bei Migräne" – wenn man dann genauer nachfragt, wurden die oben genannten Regeln nicht beachtet:

- möglichst frühzeitige Einahme

- ausreichende Dosis

- Kombination mit MCP.

Und siehe da, damit klappts dann doch oft mal. Und wenn nicht – Triptane.

Es spricht übrigens nichts dagegen, auch mal einige Tage hintereinander Medikamente gegen Kopfschmerzen zu nehmen – ABER:

Bei EInnahme an mehr als 10 Tagen im Monat kann sich ein Medikamentenkopfschmerz entwickeln – bei Triptanen passiert das ziemlich oft und ziemlich schnell, u.U. schon im Verlauf einiger Monate. Und ein Kopfschmerzmittelentzug ist alles andere als lustig...

Was soll man aber tun, wenn man (mit kurzer Unterbrechung) eine Woche mit übelster Migräne kampiert?

Da ist mir alles egal. Ich nehme Tabletten, bis es erträglich wird. Und wenn sich der nächste Schub anbahnt, gleich wieder, vor Angst dass die entsetzlichen Schmerzen mit Würgerei wieder losgehen.

Diese Einstellung ist so ziemlich der sicherste Weg in den Medikamentenkopfschmerz: Offenbar hast Du ein *erhebliches* Migräneproblem – und dann müssen andere Strategien her als immer nur Akutmedikamente zu nehmen! Aber das hat Dein Neurologe Dir sicher auch schon erzählt (niedergelassen und international bekannt? Da fällt mir fast nur Herr P. aus M. ein). Wahrscheinlich brauchst Du eine medikamentöse Prophylaxe – und mit ziemlicher Sicherheit auch eine nichtmedikamentöse Therapie, die in der Regel mit einiger Lebensstiländerung verbunden ist.

Ach ja – wenn ich mich schon über Informationsdefizite beschwere, sollte ich wohl auch noch ein paar Lesetipps geben (wenn auch mindestens zum 5.mal...):

[[www.migraene-schule.de]]

die Seiten von Herrn Göbel aus Kiel: Ganz gut gemacht, wenn ich seinen Schreib- und Erklärungsstil auch manchmal etwas gewöhnungsbedürftig finde. Ist einer der bekannten Leute in der deutschen Kopfschmerzszene, hat an der aktuellen internationalen Kopfschmerzklassifikation mitgearbeitet.

[[www.dmkg.de/pdf/migrneleitlinien2008.pdf]]

Die Migräne-leitlinie der deutschen gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft – natürlich einigermaßen in Fachsprache, aber der Wissensstand bzgl. Therapie ist gut dargestellt (Stand 2008).

Viel Spaß beim Lesen

s triBke rman


Hallo!

Eins vorab: Ich hab selbst keine Migräne, habe aber von einer neuen Technik gehört, dich ich selbst an mir aus anderen Gründen habe anwenden lassen. Es geht um eine Atlaskorrektur (Atlas = erster Halswirbel) der Auslöser für sehr viele körperlichen Symptome sein kann u.a. auch Migräne.

[[www.atlantotec.com]]

Die Erfahrungsberichte von vielen Patienten haben gezeigt, dass sich die Migräne spürbar verringert bzw. ganz verschwunden ist.

Das gute ist, dass der Therapeut sich selbst mal den Atlas anschaut und wenn er feststellt, dass dieser nicht verschoben ist, dann fallen auch keine Kosten an.

Erst bei einer Fehlstellung fragt er nach, ob behandelt werden soll. Die Behandlung ist nach einer Sitzung abgeschlossen, bei einer Nachkontrolle wird einen Monat später geschaut, ob sich der Atlas eh nicht wieder in die ursprüngliche Position zurückbewegt hat, was sehr selten vorkommt.

Ich hoffe ich konnte euch helfen!

Beste Grüße

strikerman

Sschi~ldlkröqte00x7


Ja, mit dem MCP, wie the caver es schreibt, stimmt schon. Das hab ich früher auch so bekommen, wegen dem Erbrechen bei Migräneanfallen.

Da ich dann jedoch auf Metamizol umgestiegen bin, fiel das MCP für mich weg, da Metamizol auch krampflösend wirkt und mein Magen es super verträgt. Dabei ist Metamizol eigentlich gar nicht für Kopfschmerzen gedacht.

R@apolad4y


the-caver, geb dir da echt recht. Frag mich manchmal auch, wie man über die eigene Erkrankung so wenig wissen kann. Überall wird einem doch gesagt, man solle erst Paracetamol (& Co) u. MCP probieren soll u. erst dann zu härten Sachen.

Ich bekomm allerdings von dem Partner meiner Hausärztin das MCP nicht verschrieben. Totaler Mist. Muss dann immer warten, dass ich einen Termin bei meiner Ärtzin bekomme. Allerdings kriegt man vom MCP echt fiesen Durchfall. Ich zumindest.

Nehme ich aber dann schon das MCP u. Schmerzmittel zum selben Zeitpunkt ein, oder?

gSrauGeKatzxe


Als ich noch darunter litt, habe ich auch MCP-Tropfen und Ibuprofen genommen. Manchmal war es allerdings so heftig, dass der Arzt kommen musste ich gespritzt wurde. Wenn ich Migräne bekam, war das immer mit starkem Erbrechen verbunden. Ich habe so ca. 18 Jahre damit gekämpft, allerdings -Gott sei dank- bekam ich sie nur 2 x im Jahr. Im Frühjahr und im Herbst – warum? Keine Ahnung.

Seit ich keine Pille mehr nehme, hatte ich keine mehr und das ist nun im Januar genau 3 Jahre her. Ich denke daher, dass es bei mir mit den Hormonen zu tun hatte. Ich hoffe, sie bleibt wo sie ist und kommt nicht wieder.

deeadly/_silexnce


Was für ne Dosis nehmt ihr von den Sumatriptanen?

Der Vertretungsarzt hat mir eine 100mg-Packung verschrieben, hab das letzte Mal aber nur ne halbe genommen.. Hat auch geholfen. Aber vielleicht auch nur, weil ich noch nicht sooo nen starken Anfall hatte..

PS: MCP+Paracetamol nach 30 Minuten bringt nichts. Bei mir zumindest nicht.

Sec3hildkrxöte00x7


PS: MCP+Paracetamol nach 30 Minuten bringt nichts. Bei mir zumindest nicht.

Probier mal Metamizol und am besten in Tropfen (kann man besser dosieren)

d)eadl*y_sillencxe


Metamizol als Migränemedikament oder in Verbindung mit Paracetamol, oder so?

Ist das verschreibungspflichtig? Damit hatte ich bisher noch nie was zu tun..

Fahre gerade relativ gut mit den – mir neu verschriebenenen – Sumatriptanen.. Nehme da bisher immer nur ne halbe (hab 100mg-Tabletten) und vertrag die doch recht gut. Einzige NW bei mir ist bisher, dass mein rechter Arm von oben bis unten anfängt, zu kribbeln, als würd er einschlafen, und dass ich viele Vorgänge im/am Körper intensiver wahrzunehmen scheine.. Wie unter bewusstseinsverändernden Mitteln.. ]:D

S(chilPdkröt#e00x7


Ja ist verschreibungspflichtig und eigentlich kein Migränemedikament.

Es ist aber ein sehr starkes Allroundschmerzmittel und testen kann man es natürlich.

Vielleicht ist es sogar gut bei Migräne, man hat es nur in diesem Zusammenhang noch nicht ausführlich getestet.

a\bendsWtQern1x7


Hallo,

ich bin erst heute über diesen Faden gestolpert und froh, dass ich ihn gefunden habe. Ich leide schon seit über 20 Jahren an Migräne, habe aber ausser Schmerzmitteln noch nicht viel ausprobiert. Meine Migräne hat sich erst im Laufe der Jahre verschlimmert, was früher ca. 1-2 Anfälle im Monat waren, so sind es heute auch schon mal 6-7 die dann aber auch bis zu 72 Stunden dauern. Seit ca. 1 Jahr habe ich auch Doppeltsehen dabei, was mir solche Angst eingejagt hat, dass ich schnurstracks zum Neurologen marschiert bin, was ihn aber nicht sonderlich interessiert hat. Ich nehm Sumatriptan im schlimmen Fällen, Novaminsulfon-Tropfen bei leichteren und handelsübliche Schmerzmittel, wenns mehr Kopfweh ist. Die Sumatriptan bergen ja Gefahren, die ich vermeiden will indem ich die Einnahme reduziere. Ausserdem hab ich gehört, je öfter man sie nimmt, umso weniger helfen sie.

Ich bin froh, euch gefunden zu haben!!! Schön zu wissen, dass ich nicht der einzige, oft verzweifelte Mensch bin, der sich erfolglos damit rumquält! ]:D

Bitte schreibt weiterhin von euren Erfahrungen und Tipps.

Ich beginne grad ne Prophylaxe mit Topiramat, halt euch auf dem Laufenden. :-/

dOeadl?y_silxence


Die Topiramat hab ich auch ne Zeit lang genommen.. Wirklich was gebracht haben sie mir allerdings nicht. Hab sie dann auch wieder abgesetzt, weil die sich ja nicht so gut mit der Pille vertragen sollen.. :-/

Mein Anästhesist sagte gestern zu mir, dass ich eine Psychotherapie gegen chronische Schmerzen (Migräne) beginnen soll.

Ansonsten gibts nur noch Akupunktur (was er bei mir jedoch nicht machen möchte), die ich aber selbst zahlen müsste.. (40€ aufwärts pro Sitzung..)

Werde jetzt weiterhin das TENS-Gerät benutzen.. Gestern meinte er, bei Anfällen soll ich die Pads auf die schmerzenden Stellen legen und da dann den Reizstrom hineinfliessen lassen.. Werd ich mal probieren.. Wenn ichs rechtzeitig schaffe, bevors mir dafür zu dreckig geht..

Ansonsten meinte er, gibt es nur noch Tabletten..

Versteh das irgendwie nicht.. Es kann doch nicht sein, dass einem wirklich NIEMAND helfen zu können scheint?! Irgendwas muss man doch tun können. Das ist doch kein Leben.. :(v

SFchi=ldkröxte007


Angeblich sollen Schwangerschaften gegen Migräne helfen. Man hat schon öfter beobachtet, dass Schwangere keine Migräne haben. Ob das wohl stimmt?

C"hiniatowxn


Hallo,

ich habe hier mal ein bißchen quer gelesen und bin froh, einige Tipps gefunden zu haben.

Ich habe seit Jahren Kopfschmerzen, nur rechte Kopfhälfte, die sich langsam aber sicher so weit gesteigert haben, dass mir inzwischen bei solchen Anfällen der komplette rechte Kopf weht tut - also Auge, Ohr, Kiefer bis in die rechte Schulter. Anfangs haben diverse frei verkäufliche Schmerzmittel noch geholfen.

Seit letztem Jahr bin ich in Behandlung beim Neurologen, da ich auf dem rechten Auge zu den Schmerzen im Auge noch Sehstörungen bekam. Ich habe ein halbes Jahr auf den Termin gewartet. Eine Schande! Er hat mir nach der Untersuchung eine Migräne diagnostiziert, was ich ja selbst schon vermutet hatte. Ich nehme dann jetzt wenn es soweit ist Sumatriptan und vorher MCP. Die Kombination hilft sofort. Allerdings dauern die "Anfälle" immer drei Tage. Auch wenn ich keine Schmerzmittel nehmen würde, ist nach drei Tagen alles wieder vorbei. Ansonsten nehme ich drei Tage lang jeden Tag eine Sumatriptan, um den Tag zu überstehen.

Leider hat sich trotzdem die Anzahl der "Anfälle" erhöht. Vor Jahren hatte ich das alle paar Monate mal. Das steigerte sich auf einmal pro Monat und seit Kurzem auf manchmal zwei - drei Mal. Das ist ätzend. Ich bin voll berufstätig und kann nicht immer zu Hause bleiben.

Ich bin kein Freund von vielen Tabletten. Deshalb veruche ich es immer erst mit normalen Kopfschmerztabletten (z.Zt. Dolormin Migräne), bevor ich zu Sumatriptan greife. Das geht aber nur, wenn ich weiß, dass die nächsten drei Tage nichts wichtiges anliegt.

Oh Mann, was für ein Teufelskreis.

Danke fürs Zuhören.

dJeadl8y_silRexnce


Angeblich sollen Schwangerschaften gegen Migräne helfen. Man hat schon öfter beobachtet, dass Schwangere keine Migräne haben. Ob das wohl stimmt?

Bei den allermeisten schon, ja.

Meine Mutter hatte während der Schwangerschaft mit beiden Kindern absolut keine einzige Migräneattacke, danach gings jedoch wieder los. Hab jedoch auch schon gehört, dass es Frauen gibt, bei denen die Anfälle auch nach der Schwangerschaft nicht mehr kommen. Oder sich zumindest stark reduzieren.

Deshalb kann ich aber trotzdem nicht einfach schwanger werden, jetzt.. Auch wenn ichs gern wöllte.. |-o

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