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Zungenbrennen und Geschmacksstörung: Gehirntumor?

iVntrubdexr07 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin 37 Jahre alt und habe seit fast 10 Monaten eine brennende Zungenspitze und eine Geschmacksstörung. Zuerst war der Geschmack etwas metallisch, dann sauer und inzwischen ist er sehr bitter. Zwischenzeitlich hatte ich allerdings eine Mandel-OP. Außerdem läuft mir immer salziger Schleim aus den Nebenhöhlen in den Rachen. Das wird jetzt behandelt.

Es wurden in diesen Monaten beinahe alle Untersuchungen gemacht, die in diesem Zusammenhang wichtig sind. Allergietest (Kontaktallergien), Pilz-Test, Magenspiegelung, Blutuntersuchungen, HNO-Untersuchung usw.

Mein neuer HNO meinte, dass mit den Nebenhöhlen etwas nicht stimmt. Aber er möchte auch ein MRT vom Schädel machen lassen, da er auch einen Gehirntumor als Ursache für das Zungenbrennen und den bitteren Geschmack nicht ausschließen kann. Ich habe jetzt die absolute Panik vor dem, was beim MRT gefunden werden könnte. Der Termin ist am 18.10. und ich drehe fast durch.

Dann ist mir noch etwas ganz seltsames aufgefallen. Wenn ich beim Sex ejakuliere, dann verstärkt sich der bittere Geschmack im Mund total. Und zwar genau im Moment des Höhepunktes. Das könnte ja wohl auch für eine Ursache im Gehirn sprechen, oder? Ich drehe total am Rad.

Antworten
s\omeoYne bto< trujst


Nicht sehr sensibel von deinem HNO, das so frei heraus zu sagen. Wahrscheinlich meint er aber nur, dass er einen Hirntumor ausschließen will. Und in den meisten Fällen ist das auch der Fall ;-).

Zum dem Phänomen, das du zuletzt beschrieben hast: Sex erhöht den Pulsschlag, fördert die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung verbessert sich, das gilt für den ganzen Körper, damit auch für die Nebenhöhlen, so dass z.B. Eiter, Lymphflüssigkeit oder was auch immer da ist, jetzt besser abgetragen werden kann und das könnte und sich damit geschmacklich in deinem Mund bemerkbar machen.

Ist schließlich mit Nebenhöhlen-Tabletten auch so, die man schlucken muss und nachdem der Wirkstoff im Blutkreislauf ist und die Nebenhöhlen erreicht hat, schmeckt's im Mund plötzlich, als hätte man Badewasser getrunken ;-).

Das ist allerdings nur eine Hypothese.

Selbst wenn es was Zerebriales ist, muss das keineswegs auf einen Tumor zurückzuführen sein. Und auch beim Thema Hirntumor ist dessen Entdeckung keinesfalls gleichzusetzen mit einem Todesurteil. ;-)

LG

L#öcekcqhen1


Hi intruder07

hast Du sonst noch irgendwelche Probleme, Symptome?

Nimmst Du Tabletten/Medikamente ein?

ivnt.ru5dexr07


Ich habe das Zungenbrennen und die Geschmacksstörung. Ansonsten nur manchmal ein leichtes Druckgefühl in der Stirn, wenn ich mich Bücke. Dummerweise ist das sowohl ein Symptom bei Nebenhöhleninfektionen (Chronische Sinusitis) als auch bei einem Tumor. Ansonsten nehme ich derzeit nur Kortison-Nasenspray für die Nebenhöhlen. Darübe hinaus habe ich weder großartige Kopfschmerzen oder Schwindel oder Sehstörungen. Aber das muss ja nun auch gar nichts heißen.

Ich werde am 18. zum MRT gehen und dann werde ich ja sehen. Nützt ja eh nix sich jetzt total bekloppt zu machen. Es fällt nur schwer. Die Sache mit der Ejakulation und der Verstärkung des Geschmacks in diesem Moment hat mich eigentlich so irre gemacht. Da dachte ich nur: Sexualzentrum – Gehirn – Tumor.

Sorry, wenn ich damit nerve, aber ich habe jetzt schon 10 Monate das Zungenbrennen und keiner weiß, woher es kommt. Daher habe ich einfach Angst, dass es ein Gehirntumor sein könnte.

GyroFttIig


Vitamin B12 Mangel ausgeschlossen?

e@roucxs


Hast du den Befund der Blutuntersuchung vorliegen? Dann tippe bitte deine Blutwerte ab.

Das hört sich wirklich stark nach einem B12-Mangel an. Du kannst um sicher zu gehen als Selbstzahler noch Holotranscobalamin testen lassen (30 € zirka). Das ist die aktive Form von B12 und genauer.

i'ntr6ud~er07


Es wurde mehrfach im Laufe des Jahres Blut untersucht. Alle Werte normal. Mangelerscheinungen sind nicht ersichtlich. Außerdem habe ich nach der Mandel-OP trotzdem wochenlang B12 eingenommen.

Ansonsten wurde wirklich alles untersucht: Magenspielung, Pilz, Allergien.

Nichts. Nur im Mai hieß es dann: Chronische Tonsillitis. Im Juni wurden die Mandeln entfernt. Sicher gibt es auch Geschmacksstörungen durch eine solche OP. Doch ich hatte die Probleme ja schon im Januar.

Es ist zum verzweifeln. Ich werde weiter berichten.

LQöckchhenx1


Hi intruder07

Ansonsten nur manchmal ein leichtes Druckgefühl in der Stirn, wenn ich mich Bücke.

Von Kopfschmerz beim Bücken durch Hirntumor habe ich noch nie was gehört. Aber für eine Nebenhölenentzündung ist das typisch.

Die Sache mit der Ejakulation und der Verstärkung des Geschmacks in diesem Moment hat mich eigentlich so irre gemacht. Da dachte ich nur: Sexualzentrum – Gehirn – Tumor.

Das hat nichts mit einem Sexzentrum zutun, sondern damit das Sex anstrengend ist. Sich somit die Atemfrequenz erhöht, mehr luft in die Stirnhöhlen kommt und auch vermehrt Eiter aus diesen herraus fließt.

Geh mal in eine Apotheke und kaufe dir Sinopret forte. Nimm sie regelmäßig ein, nach Vorschrift bis die Packung leer ist.

R#ot,bäckCchehn68


Hallo Intruder,

hast du diese Beschwerden einseitig, oder eher beidseitig im Mund verteilt? Breitet sich das Gefühl weiter aus, oder bleibt es wie es ist?

Was deinen Kopfdruck beim Bücken angeht, kommt das eher von den Nebenhöhlen. Aber genaues wird das MRT ergeben. Siehs mal so, dein Arzt ist sehr gründlich und will das ausschließen. Das tut mir jetzt sehr leid, daß du noch eine Woche warten mußt. Das ist ja die Hölle.

Du kannst aber was für deine Nebenhöhlen tun, wenn du das nicht schon vom HNO vorgeschlagen bekamst. Nasendusche kaufen in der Apotheke und täglich spülen, denn wenn da dauernd Sekret in den Rachen läuft, kann das Milieu im Mund etwas aus der Bahn geraten. Und zusätzlich schwöre ich auf Rotlicht für die Nebenhöhlen. Dann hört auch der Kopfdruck bald auf.Aber vielleicht fragst du den HNO was er zu Nasendusche und Rotlicht sagt.

Ich drücke dir die Daumen daß alles ganz harmlos ist.

i=ntr}ude?r07


Eine Nasendusche und Kortisonspray hat mir der HNO direkt aufgeschrieben. Ich war zum ersten Mal bei diesem Arzt, nachdem ich mit meinem alten HNO nicht mehr zufrieden war. Der hat sich die Nebenhöhlen gar nicht angesehen. Der neue HNO hat direkt eine endoskopische Untersuchung der Nebenhöhlen gemacht. Und da war dann auch eine Menge Schleim. Ich habe allerdings keinen großen Kopfdruck. Meine Nase sitzt auch nicht zu und die Nebenhöhlen schmerzen auch nicht. Es läuft halt dauernd dieser Schleim in den Hals und der scheint sauer und salzig zu sein. Und auf der Zunge ist es total bitter.

Tja, und dann noch die brennende, gerötete Zungenspitze.

Hat jemand schon Erfahrungen gemacht mit Alpha-Liponsäure bei Zungenbrennen?

Lföckchxen1


Hi Intruder,

was soll das hier.

Du hast eine Nasennebenhöhlenentzündung und weist davon. Hast eine sinnvolle Therapie vom Arzt verordnet bekommen.

Und jammerst uns hier die Ohren voll?

Schalte bitte erst mal dein Gehirn ein, der Schleim wird in einem Entzündungprozess in deinen Nebenhöhlen gebildet. Diese Entzündung greift den zuständigen Nerv an, der auf Schmerz/Brennen schaltet aber den falschen Ort lokalisiert, nähmlich Zunge.

Und der Schleim ist die Ursache deines schlechten Geschmacks.

Des weiteren schädigst Du deinen Körper in dem ihn mit Bakterien langfristig überschwemmen läßt.

Also wende die verordnete Therapie deines HNO an, wenn Du dein Problem los werden willst.

Alpha-Liponsäure, so ein Quark, wie sollen die denn deine Entzündung beheben.

Sinopret forte das kann Dir zusätzlich helfen.

i(n7trudxer07


@ Löckchen:

Zunächst einmal solltest DU Dein Gehirn einschalten und Dir einen anderen Ton angewöhnen.

Ob ich tatsächlich eine chronische Sinusitis habe oder nicht wird erst das MRT ergeben.

Das Zungenbrennen wird definitiv nicht durch eine Nebenhöhlenentzündung verursacht.

Da hast Du Dir ja schön was zusammengereimt.

Und bevor Du hier etwas von Quark schreibst, solltest Du Dich evtl. mal mit dem Thema "Alpha-Liponsäure" auseinander setzen. Alpha-Liponsäure wird gezielt gegen Glossitis und Glossodynie eingesetzt. Es gibt vielversprechende Erfolge, die in seriösen Studien belegt sind.

Falls man hier nicht mehr sachlich diskutieren kann und direkt angefeindet wird, halte ich das für eine sehr traurige Entwicklung.

LJöckdchxen1


Das Zungenbrennen wird definitiv nicht durch eine Nebenhöhlenentzündung verursacht.

Lieber Intruder,

Die Nasennebenhölenentzündung hat doch bereits dein HNO diagnostiziert.

Und hier findest Du die Neuroanaotomie der Zunge.

2.2. Innervation

Die sensible und motorische Innervation der Zunge ist komplex und erfolgt über mehrere Nerven.

* Für die motorische Innervation der Binnenmuskulatur der Zunge ist der Nervus hypoglossus (Nervus XII) verantwortlich.

* Die sensible (Tastwahrnehmung) und sensorische Innervation (Geschmackswahrnehmung) werden im hinteren 1/3 der Zunge durch den Nervus glossopharyngeus (Nervus IX) und – zu kleineren Anteilen – den Nervus vagus (Nervus X) besorgt.

* In den vorderen 2/3 übernimmt die sensible Versorgung der Nervus lingualis, ein Ast des Nervus trigeminus (Nervus V). Die speziell-viszerosensiblen Fasern, welche die sensorischen Reize transportieren, sind diesem Nerven nur angelagert und stammen – via Chorda tympani – vom Nervus facialis (Nervus VII).

[[http://flexikon.doccheck.com/Zunge]]

Der n.trigeminus innerviert, Kiefer, Zunge, Nase mit Nebenhöhlen, Augen mit Stirnhöhlen.

Somit löst deine Nebenhölenentzündung das brennen deiner Zunge aus.

Ich sagte doch, Du solltest Dein Gehirn einschalten und versuchen die Zusammenhänge zu verstehn, statt einfach nur auf Verweigerung zu schalten. Das machst Du doch seit deinem HNO-Besuch und es hat dir nicht gebracht.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_trigeminus]]

L<öckcOhenx1


Erkrankungen

Zur ärztlichen Statuserhebung gehört das Prüfen der Trigeminusdruckpunkte. Die drei Trigeminusdruckpunkte (links und rechts jeweils drei) befinden sich etwa auf einer vertikalen Linie im Gesicht über und unter der Augenhöhle und am Kinn. An diesen Stellen treten periphere Äste der drei großen Hauptäste aus dem Knochen aus (über dem Auge: Nervus supraorbitalis aus der Incisura supraorbitalis bzw. Foramen supraorbitale; unter dem Auge: Nervus infraorbitalis aus dem Foramen infraorbitale; am Kinn: Nervus mentalis aus dem Foramen mentale). Normalerweise sollten diese Druckstellen nicht schmerzhaft sein, dies prüft der Arzt bei der Untersuchung.

Als Ursache für einen Trigeminusdruckschmerz kommen Hirndruck (ICP), Hirnhautentzündung (Meningitis), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und eine Trigeminusneuralgie (siehe unten) in Frage. Weitere Erkrankungen des Trigeminus:

de.wikipedia.org/wiki/Nervus_trigeminus]]

b5esa*mem-ucho


Oh Gott... intruder07, es gibt unzählige Symptome und unzählige Ursachen, oft werden sogar kaum Ursachen gefunden.

Natürlich übertreiben Ärzte da direkt, sofort die heftigsten Untersuchungen machen - allerdings, eben NUR um das "schlimmste" von vorneherein auszuschließen. Gerade eben auch solche Untersuchungen, weil sie endlich diese Ursache packen wollen, und da erscheint einem das alles so nah, als könnte es sein, dass man es tatsächlich hat.

Ich kann mir zu gut vorstellen, wie verrückt dich diese Sorgen jetzt machen (hab selber immer Angst vor Krankheiten, etc gehabt), aber das alles macht dich jetzt nur noch mehr fertig!

Es klingt für mich sogar so, als ob dein ganzer Stress jetzt diese Symptome verstärkt, bzw dich solche Symptome überhaupt spüren lässt, obwohl sie vielleicht ja gar nicht da sind oder nur schwach sind? ":/

Warte erstmal in aller Ruhe ab, was die Ergebnisse sagen, sei froh, dass du den Scheiß dann hinter dir hast! Achja und bitte bitte bitte niemals Symptome und alles nachgoogeln! Wünsche dir alles Gute und viel Glück bei den Untersuchungen. :)* @:)

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