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Schmerzen in Beinen / Füßen / Zehen

g=unEtexrh hat die Diskussion gestartet


Hallo,

seit nunmehr einem Jahr habe ich folgende beschwerden in den Beinen bzw. Füßen :

Zum einen habe ich oft über mehrere Tage anhaltende Krämpfe, ausgehend von den Fersen bis in die Waden und manchmal bis in die Kniekehlen, wenn ich zügig ( auch kurze Strecken bis 100 Meter ) gehe oder Treppen steige.

Zum anderen habe ich mittlerweile dauerhaft, starke Schmerzen in einigen Zehen und ab und an in den Fußballen.

Die Schmerzen sind reißend od. schneidend od. stechend, vergleichbar ist der Schmerz mit einem abgerissenem oder eingewachsenen Zehennagel bzw. einer Schnittverletzung.

Anfangs hatte ich die Schmerzen links im kl. u. gr. Zeh. Seit einigen Monaten nun ist oft der kl. Zeh links und insbesondere der gr. Zeh rechts betroffen, in anderen Zehen und den Fußballen spüre ich den Schmerz nur gelegentlich. Im re. großen Zeh ist mittlerweile ein unerträglicher Dauerschmerz zu spüren.

Selbst aus diesem ohnehin schon unerträglichen Schmerzzustand heraus treten noch mehrmals am Tag, plötzlich ohne erkennbaren Grund meist an einem Punkt an der Zehenspitze des re. großen Zehs beginnend, weit schlimmere Schmerzenattacken auf. Die Schmerzen werden innerhalb einer Minuten immer stärker, halten für ca. 30 Minuten an und gehen dann wieder in den üblichen Dauerschmerz zurück.

Die Bewegung der Zehen ist nicht eingeschränkt, sie fühlen sich wärmer an, ein ganz geringes Anschwellen ist zu erkennen, ein innerer Druck ist zu verspüren und die Zehenspitzen verfärben sich, bis zur Hälfte in den Zehnagel, oft rot bis blau.

Da die Schmerzen ohne Schmerzmittel nicht auszuhalten sind, habe ich einige Monate lang 4 x tgl. Tabletten Ibuprofen 800 eingenommen. Seit einigen Wochen nehme ich nun tgl. 3 mal 40 Tropfen Novamin, oft reicht diese Dosis auch nicht aus um den Schmerz zu lindern.

Der Versuch, auf das Schmerzmittel Katadolon S long umzustellen wurde abgebrochen, da dieses Mittel nicht gegen die Schmerzen geholfen hat.

Diese Schmerzmittel lindern den Schmerz, das berühren der betroffenen Zehen, das anziehen der Strümpfe oder das Tragen von festen Schuhen ist auf Grund des entstehenden Berührungsschmerzes kaum möglich.

Die vom Hausarzt veranlassten Bluttests ergaben keine Auffälligkeiten.

Untersuchungen bei einem Neurologen und bei einem Orthopäden ergaben auch keine Anhaltspunkte für die Ursache der Schmerzen.

Ebenso ein Gefäßmediziner (Angiologe) konnte nichts auffälliges feststellen.

Bei einigen Fachärzten hatte ich den Eindruck, dass die Untersuchung, sofern es überhaupt zu Untersuchen kam, sehr minimal, standardisiert war, es fehlte jegliches Interesse, über eine standardisierte Erstuntersuchung hinaus, weiter nach der Ursache meiner Beschwerden zu suchen.

Wie kann ich weiter vorgehen, um die Ursache der unerträglichen Schmerzen zu finden?

MfG

Antworten
BnenitAa-Vitxa


Ist der Fuß auf Morton-Metatarsalgie-Syndrom untersucht worden?

Krämpfe in den Beinen könnten unabhängig davon sein.

Hat der Orthopäde geprüft, ob es einen Senk-Spreizfuss gibt? Es gibt Orthopäden, die das gesamte Laufverhalten austesten/ausmessen können.

Ansonsten können dies auch bestausgestattete (Sportläden)Laufschuhläden, wo danach sogar die Laufschuhe hergestellt werden, um ein optimales Laufen zu ermöglichen.

Gegen den Muskelschmerz wäre vielleicht Limptar einen Versuch wert.

Ist Rheuma ausgeschlossen worden? Ich würde nicht so schnell aufgeben und weitere Ärzte aufsuchen.

R{ussKell4


Welche Untersuchungen haben genau hat der Neurologe und der Gefäßspezialist vorgenommen?

gcuntAerxh


Hallo,

danke für die schnelle Antwort.

Folgende Untersuchungen wurden durchgeführt :

Angiologe : keinerlei Pathologien auffällig, farbduplexsonographisch morphologisch und hämodynamisch unauffällihe Beinarterien ohne Atherosklerose, ohne entzündliche Gefäßwandveränderung mit noch normaler Elastizität und ohne Perfusionsstörung bis zum Fuß, dopplersonographisch normale Pulskurven akral ableitbar.

Neurologe : " Neurologischer Befund – unauffällig ", Neurographie : N.tibialis einschließlich F-Wellen und N.suralis bds. unauffällig.

Einige Vorerkrankungen wären noch zu erwähnen :

Etwa fünf Monate vor Beginn der plötzlichen Schmerzen hatte ich mir den li. Fuß stark verstaucht und bin auf Grund dessen ca. fünf Momate ununterbrochen mit Gehhilfen gegeangenbzw. habe nur rumgesessennichts getan und auf Besserung gewartet.

Dann habe ich von einen Tag auf den anderen wieder mit schwerer Arbeit begonnen und mir, in der ersten Arbeitswoche folgende Verletzungen zugezogen:

durch zu schweres Heben, wie schon öffter, einen Nerv in der Lendenwirbelsäule eigeklemmt. Mitlereweile wurden auch ein MRT von der Lendenwirbelsäule gemach, die Diagnose : ... Dehydration der Bandscheiben LWK 2 bis 4 und breitbasige Protrusion zwischen LWK 2 und 3 mit geringer Impression des Duralschlauches ohne Spinalstenose und leichte Tangierung der Neuroforamina ohne Stenose.

Weiterhin hatte ich zum selben Zeitpunkt Schmerzen im Bauch, diese habe ich erst nicht für ernst genommen. Nach einer Woche bin ich dann von der Hausärztin eiligst zu einem Chirurgen überwiesen wurden und dieser hat den einen Nabelbruch festgestellt und mich umgehend zu einer Not-OP ins Krankenhaus eingewiesen. Im Krankenhaus wurde eine, für Nabelbrüche etwas größere OP notwendig, da neben den eigentlichen Nabelbruch der Bauchraum bereits stark infiziert war. Zurückgeblieben ist eine etwa 12cm lange Narbe und er eigentlich sichtbare Bauchnabel ist großflächig entfernt wurden.

Über ein Jahr nach der OP habe ich gelegentlich noch beschwerden im Nabelbereich.

Nach all den erlangten Kenntnissen erscheint mir ein Morton-Metatarsalgie-Syndrom am warscheinlichsten, da ich auch oft den Eindruck "durchgetretener Fußballen" habe. Ich werde allen Hinweisen nachgehen, nur in welcher medizinischen Fachrichtung sollte ich umgehend Hilfe suchen ?

MfG

R@usse6llx4


Für den durchgetretenen Fußballen ist der Orthodäde zu ständig.

Dieser sollte sich auch mal deine Wirbelsäule an sehen, meine ich.

Hier einige Übungen für die Lendenwirbelsäule, welche für den Fuß- u. Beinschmerz warscheinlich verantwortlich ist. Wichtig dabei ist, den unteren Rücken richtig durchhängen zu lassen , wie eine Hängebrücke.

[[http://www.youtube.com/watch?v=OmbGBhGHrYw]]

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