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Unterschied zwischen MS und Als?

P$laAybär hat die Diskussion gestartet


hallo ich bin auf der suche nach der frage.....was ist der unterschied zwischen MS und ALS ???

ich hoffe ihr könnt mir helfen!!!!!! ":/ ":/

Antworten
Fulamle79


wikipedia wirds dir sagen können

MzarkuCsHx73


.... ungefähr der gleiche wie zwischen einem Elefant und einem Walross :-)

Wie wär's mal mit Wikipedia? Oder Google?

Pllaybäxr


hab´s schon versucht und bei google finde ich echt keine kompetenten antworten....

M"arkusxH73


Ist jetzt nicht Dein Ernst, oder?

Bitteschön:

[[de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Sklerose]]

[[de.wikipedia.org/wiki/Amyotrophe_Lateralsklerose]]

Lesen musst Du aber selbst :-)

R]uMssexll4


hab´s schon versucht und bei google finde ich echt keine kompetenten antworten....

Das könnte an der eigenen "Kompetenz" liegen.

hLeigmfe8ld


ALS verläuft tödlich ... Punkt aus ! :-o

S{chImerz-1


Um den Frager etwas in Schutz zu nehmen, wenn man ALS als Abkürzung eingibt findet Wiki nicht das Richtige. Denke mal daran lag es.

kxurixsu


Multiple Sklerose und Amyotrophe Lateralsklerose sind degenerative Erkrankungen des Nervensystems. Der wichtigste Unterschied wurde bereits oben genannt: während die Amyotrophe Lateralsklerose (und die mit ihr verwandten Motoneuronerkrankungen Spinale Muskelatrophie, Primäre Lateralsklerose und Progressive Bulbärparalyse) tödlich verlaufen, zeichnet sich die Multiple Sklerose durch den gutartigeren, nicht tödlichen, Verlauf aus. Symptomatisch unterscheiden sich die beiden Erkrankungen dahin gehend, dass bei der Amyotrophen Lateralsklerose ausschließlich motorische Neurone zugrunde gehen, wodurch es zu Paresen und Muskelschwund kommt. Sind hemmende Nervenbahnen betroffen kommt es zusätzlich zu Spastik. Da bei der Amyotrophen Lateralsklerose regelmäßig die Atem- und Schluckmuskulatur betroffen ist, kommt es in der Terminalphase der Erkrankung häufig zu sogenannten Aspirationspneumonien (Lungenentzündung infolge inhalierter Nahrungsbestandteile), welche oftmals todesursächlich sind und durch die geschwächte Atemmuskulatur noch begünstigt werden. Bei der Amyotrophen Lateralsklerose treten keine Sensibiliätsstörungen auf. In der Regel fehlen auch andere neurologische Symptome, wenn man von den indirekten Symptomen, die infolge der Erkrankung auftreten (z.B. morgendlicher Kopfschmerz, Müdigkeit wegen Apnoe) absieht.

Die Multiple Sklerose dagegen zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass nahezu jedes neurologische Symptom auftreten kann, da hier alle Neuronen betroffen sein können. Im Gegensatz zur Amyotrophen Lateralsklerose, die mutmaßlich durch einen veränderten Glutamatstoffwechsel verursacht wird und nicht kausal therapierbar ist (bis auf den neuroprotektiven Ansatz, bei dem Riluzol eine Lebensverängerung von ca. 3 Monaten bewirkt), ist die Multiple Sklerose eine Autoimmunerkrankung, bei der Autoantikörper die Myelinscheiden (biochemische Isolatoren, welche die saltatorische Erregungsweiterleitung ermöglichen) angreifen und zerstören. Infolge dessen wird die Nervenleitgeschwindigkeit der betroffen Nerven bis zur vollständigen Parese reduziert. Das Fortschreiten der Multiplen Sklerose kann besser verhindert werden, da es mehr zugelassene Medikamente gibt, die auch eine bessere Wirkung zeigen. Insgesamt zeigen sich bei der Behandlung der Multiplen Sklerose große Fortschritte, welche bei der Behandlung der Amyotrophen Latealsklerose noch auf sich warten lassen. In Abhängigkeit von Verlauf und Stadium der Erkrankung ist bei der Multiplen Sklerose oftamls ein "normales" Leben möglich, wohingegen bei der Amyotrophen Lateralsklerose nach kurzem Krankheitsverlauf mit schwerwiegenden Behinderungen infolge von Paresen und Spastik zu rechnen ist, die eine permanente Betreuung und Hilfestellung notwendig machen.

Die wesentlichen Unterschiede beider Erkrankungen sind also:

Symptome (ALS: nur motorisch; MS: sensibel & motorisch)

Verlauf (ALS: tödlich; MS: nicht tödlich)

Therapie (ALS: Riluzol + 3Mon. Lebenserwartung; MS: versch. Medikamente, die Verlauf stoppen, bzw. verzögern)

Behinderungen (ALS: regelmäßig nach kurzer Zeit; MS: wenn, erst nach langem Krankheitsverlauf)

Ursache: (ALS: unbekannt, mutmaßlich veränderter Glutamatstoffwechsel; MS: Autoantikörper, die Myelinscheiden zerstören)

Häufigkeit: (ALS: sehr selten; MS: relativ häufig)

Hoffe, ich konnte etwas weiter helfen *:)

hweimjfeolxd


@ kurisu .. guter Beitrag

Bei der Amyotrophen Lateralsklerose treten keine Sensibiliätsstörungen auf

in dem Zusammenhang bitte mal genauer definieren.

Gruß

koulrixsu


danke...

wie gesagt, bei den Motoneuronerkrankungen gehen ausschließlich die 1. und 2. Motoneurone, beziehungsweise die motorischen Hirnnervenkerne unter, was Spastik oder Parese der von ihnen innevierten Muskeln bewirkt. Da keine sensiblen Nerven vom systemischen Untergang betroffen sind, verursachen die Motoneuronerkrankungen auch keine Sensibilitätsstörungen (Störungen von taktiler, optischer, olfaktorischer und akustischer Sinneswahrnehmung, aber auch Parästhesien und Taubheitsgefühle), wie sie häufig bei anderen neurologischen Syndromen auftauchen. Dieser Zusammenhang ist differentialdiagnostisch wertvoll, da die Motoneuronerkrankungen so von anderen neurologischen und neuromuskulären Syndromen, die besser behandelt werden können, unterschieden werden kann. vgl. Kriterien von El Escorial

Das bedeutet im Klartext, dass ein Vorhandensein von Sensibilitätsstörungen (vgl. oben) die Diagnose einer Motoneuronerkrankung i.d.R. ausschließt.

Ich hoffe sehr, dass die Frage nach den Sensibilitätsstörungen bei ALS ist damit beantwortet ist. :-)

LG *:)

hjeimfnelEd


@ kuriso

Danke auch für die Quellenangabe ( Kriterien von EL Escorial ),

allerdings berichten Betroffene entgegen der offiziellen Kriterien durchaus von Sensibilitätsstörungen z.B Kribbeln, Taubheitsgefühlen ( Einschlafen von Gliedmaßen ).

Die komplexen Symptome und unterschiedlichen Verläufe, machen eine Diagnose vor allem in der Anfangsphase sehr schwierig bis unmöglich.

Grüße

hVeim"feld


Und das ist auch einer der zu nennenden Unterschiede zw. ALS / MS.

MS ist u.a. mit bildgebenden Verfahren ( MRT ) nachweisbar, ALS ist nicht nachweisbar.

Es gibt bis heute keine gesicherte Methode eine ALS zu diagnostizieren / beweisen. Die Diagnose wird im Verlauf auf Erfahrungswerten gestellt.

Leider führt dies immer wieder zu Fehldiagnosen und erhöht den Leidensdruck zusätzlich.

Dass die ALS eine relativ schnell verlaufende Krankheit ist, kann so nicht gesagt werden. Oft vergehen Jahre oder Jahrzehnte bis der Untergang von motorischen Nervenzellen zu Behinderungen führt, welche letztendlich eine Diagnose zulassen. Symptome z.B. Muskelzucken, Erschöpfungssymptome, Muskelschwäche etc. können aber schon jahrelang präsent sein.

Die ALS ist die folgenschwerste aller neurologischen Erkrankungen. Obwohl das so ist, ist die ALS am wenigsten erforscht und es werden in naher Zukunft, im Gegensatz zu MS, keine wirksamen Medikamente zur Verfügung stehen.

Gruß

BWrunce21


@ Heimfeld

Das ALS oft langsam verläuft stimmt leider nicht so ganz. Es stimmt das es Krankheitsverläufe gibt die viele Jahre bis Jahrzente andauern,dies ist aber eher die Ausnahme. Gerademal 10% der Erkrankten haben einen langsamen Verlauf von mehr als 5 Jahren.Die mittlere Überlebenszeit liegt in den meisten bei drei bis 5 Jahren, kann aber wie schon gesagt deutlich darüber liegen.

Es gibt aber leider auch sehr schnelle Verläufe. Ich kenne z.b. einen Fall wo der Erkrankte bereits 8 Monate nach auftreten der ersten Symptome gestorben ist.

Aber solch rasante Verläufe sind Gott sei dank sehr selten.

h[eimhfexld


@ Bruce21

da der Thread wieder da ist - Danke :)^ - möchte ich auf das eingehen was Du schreibst.

Die Daten, welche Du nennst , sind statistisch möglicherweise richtig. Obwohl sie mir offiziell nicht bekannt sind, sind es die immer wieder genannten Zahlen.

Die Zahlen beziehen sich aber m.M auf den Zeitpunkt der Diagnose.

Ich meinte aber die Zeit bis zur Diagnose. Die Krankheit entwickelt sich sicher über mehrere Jahre bis Jahrzehnte.

So wird es offiziell angenommen ( Quelle: Charite Berlin ) .Auch bei anderen degenerativen Nerv. erkrankungen z.B Demenz, geht man von einer langen Erkrankungszeit aus, bis offensichtliche Symptome eine Diagnose zulassen.

Wenn bei ALS immer wieder von einer sehr schnell verlaufenden Krankheit gesprochen wird, sich auch Ärzte darauf beziehen und meinen nach zwei Jahren Muskelzucken würde man längst nicht mehr laufen können, so ist das einfach nicht richtig.

ALS Erkrankte , die sehr früh Symptome entwickeln , haben bis zur Diagnose, einen oft jahrelangen Leidensweg vor sich und werden oft von einer Fachabteilung zur nächsten gereicht.

So lange sich ALS nicht beweisen lässt, wird sich daran nichts ändern.

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