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Störung im vegetativen Nervensystem?

c~ucxo hat die Diskussion gestartet


Hi

Zuerst ein bisschen über mich: Ich bin 22 Jahre alt, 1,83m groß, knapp 60kg leicht und bin Student.

Seit einigen Wochen habe ich mit "rätselhaften" Symptomen zu kämpfen.

Angefangen hat es in der Nacht vom 19.11. auf den 20.11. Ich war in einer Disco und mal wieder stundenlang am Rumspringen auf der Tanzfläche (das meine ich wortwörtlich :)) Plötzlich hatte ich so ein leichtes Ziehen in der linken Brust. Ich hab dann ein bisschen weniger gemacht und dem nicht weiter Bedeutung beigemessen.

Doch in den nächsten Tagen verschwand es nicht wieder, es blieb immer ein leichtes Ziehen beim tiefen Einatmen an der linken Seite. Auch beim Schwimmen war das immer präsent, aber immer noch knapp unterhalb der Grenze des "störenden".

Am 24.11. wurde das Gefühl dann deutlich stärker und war auch mehr im Bereich der linken Brust, nicht mehr an der linken Seite. Richtig ein Stechen und ein bedrückendes Gefühl dabei. Als dann auch noch ziemlich starker Schwindel dazu kam, hatte ich das Gefühl, ich könne mich kaum noch auf den Beinen halten und bin zur Notfallsprechstunde vom Arzt. Dort angekommen wurde es schon wieder besser, ein Abhorchen und ein EKG führten dann auch nur zum Ergebnis: Alles bestens!

In den folgenden Tagen wurde es mit den Schmerzen eher besser als schlechter und ich nahm etwas Schmerzmittel, um es aushalten zu können. Außerdem kämpfte ich mich durch weitere Schwindelattacken.

In der Woche drauf ging ich also wieder zum Arzt, der ordnete (nachdem Abhorchen auch diesmal nichts ergab) ein weiteres EKG sowie ein Blutbild und ein Lungenfunktionstest an – alles bestens. Er meinte dann könne es nur noch am Brustkorb liegen und schickte mich in die Orthopädie. Außerdem "erlaubte" er mir bis 3x täglich 2x400mg Ibuprofen zu nehmen. So ca. 3 Tabletten am Tag hatte ich auch nötig und ich nehme Schmerzmittel nur, wenn es gar nicht anders geht.

In den folgenden Tagen wurde es kaum besser mit dem Schmerz, er breitete sich eher noch aus. Von der linken Brust ging er komplett bis hoch zur Schulter und runter bis unter die Rippen und von der linken Seite bis ins Brustbein. Auch hatte ich weitere Schwindelattacken, bei denen ich kaum noch auf den Beinen bleiben konnte.

Der Orthopäde meinte dann, dass ich blockierende Rippengelenke habe und mehr Sport machen solle. Meinte ich, dass ich im Winter 1-3x die Woche und im Sommer 3-5x die Woche Sport mache. Dann solle ich mehr Kraftsport machen, sagte er. Ich meinte, dass ich Kanufahre, Jogge, Schwimme und Klettere, ob da nicht auch Kraftsport bei sei. So richtig wusste er dann nicht weiter, meinte aber, dass ich mehr Liegestütz und Klimmzüge machen solle, um die Muskulatur zu kräftigen. Liegestütze mache ich jetzt auch fleißig 3x die Woche und steigere mich bei jedem Mal.

Außerdem röngte er meine Halswirbelsäule und meinte dann, dass der Schwindel von einer Fehlstellung im (glaube) 2. Wirbel kommen könne, das müsse aber von alleine wieder weg gehen.

Zwischenzeitlich war es dann auch ein paar Tage besser und es machte wieder richtig Spaß alles :)

Doch nun ist es schon wieder seit mindestens 2 Wochen schlechter... Es kommen außerdem immer neue Symptome hinzu...

Ich kann jetzt aufzählen:

- Schmerzen in der linken Brust

- tlw. auch Schmerzen in der rechten Brust

- gelegentlich auch immer noch leichte Schwindelattacken

- Herzklopfen so stark, dass ich es fühlen kann, letztens unter der Dusche fiel mir auf, dass ich es in dem Moment zwar nicht fühlen konnte und daher gar nicht daran dachte, aber ich konnte es sehen, mein Bauch "schlug" mit

- Schmerzen im Bauch

- Druckgefühl in der linken Brust

- Druckgefühl im Bauch

- fast ständige Müdigkeit (ich schlafe jetzt eigentlich immer 10-12 Std. pro Nacht und oft noch 1 Std. tagsüber)

- Übelkeit und oft auch Appetitlosigkeit (und wer mich kennt, weiß, dass dann wirklich was nicht stimmt, wenn ich mal keinen Hunger hab ;-))

- Zittern im ganzen Körper

- Kältegefühl obwohl es warm ist/(kalte) Schweißausbrüche obwohl es kalt ist

- ständiges aufgeregt-sein, man muss sich ständig bewegen um das Adrenalin wieder abzubauen

- seit gestern auch mal Taubheitsgefühle und Hitzewallungen in den Beinen

- und begleitet werden zumindestens neu auftretende Symptome auch gelegentlich von etwas Angst

Die Symptome treten natürlich nicht alle gleichzeitig auf, aber schon immer mehrere zur Zeit. Mal diese, mal jene.

Man sieht, die Liste ist inzwischen ziemlich lang. Dafür, dass es nur mit einem leichten Ziehen in der linken Seite angefangen hat...

Ich bin eigentlich einer, der immer gut gelaunt ist. Aber so muss ich sagen, dass es so einfach keinen Spaß macht... Das haut mich echt um!

Im Internet hab ich einiges über verschiedenste Krankheiten mit meinen Symptomen gelesen und bin dabei eigentlich immer wieder an dem Punkt angelangt, dass dies alles eigentlich für die Gesundheit harmlos ist und vom vegetativen Nervensystem kommt.

Das ist ja auch schön und gut, wenn es harmlos ist – aber es beeinträchtigt massivst meine Lebensqualität. Ich habe einfach an fast nichts mehr Spaß so lange ich Schmerzen, Schwindel, usw. hab.

Stimmt meine Vermutung, dass es was mit dem vegetativen Nervensystem zu tun haben könnte? Wenn ja: Was kann ich dann dagegen tun? Ich habe viel gelesen über Nahrungsumstellung und Abnehmen – das macht bei meinem Gewicht aber keinen Sinn ;-) Was gibt es sonst, was ich tun kann? Oder zu welchem Arzt sollte ich gehen?

Oder kann es noch was anderes sein?

Gruß cuco

Antworten
ccuco


Ach ja: Im Liegen oder zumindestens im Bett-liegend habe ich meist kaum bis gar keine Beschwerden. Auch Schlafen kann ich daher (zum Glück) immer noch super :)

smtürmcahen


Ich kann mir vorstellen, dass sich das so hochgeschuakelt hat bei dir. Alles fing damit an, dass sich ein paar Rippengelenke beim hüpfen blockert haben. Dei merkwürdingen Schmerzen haben einerseits eine Schonhaltung provoziert und dich außerdem misstrauisch gemacht. Dein Körper reagiert nun über und hat wahrscheinlich ein paar Trigger eingebaut, bei denen das Alarmsystem losgeht. Ich würde dir raten mal zu einer Osteopathin zu gehen. Die soll mal was mit deiner Wirbelsäule machen. Dein Nervensystem bringst du z.B. mit autogenem Training wieder runter. Übrigens ist zu viel Schlaf auch nicht gut. Nach 8 bis 9 Stunden muss maximal Schluss sein. Sport machst du echt genug. Aber ernährst du dich auch gesund?

R,us:sexll4


Im Internet hab ich einiges über verschiedenste Krankheiten mit meinen Symptomen gelesen und bin dabei eigentlich immer wieder an dem Punkt angelangt, dass dies alles eigentlich für die Gesundheit harmlos ist und vom vegetativen Nervensystem kommt.

Jepp, das stimmt. Liebe Curo, suche Dir einen Osteopathen oder Physiotherapeuten mit Ausbildung in Manuelle Therapie und laß dir die Rippen- und HWS Blockaden behandeln.

Danach dürfte es Dir eigendlich besser gehen.

cducxo


Vielleicht eine dumme Frage, aber ich hab in meinem Leben noch nicht viele Ärzte besucht – ich geh da nur hin, wenn es mir WIRKLICH schlecht geht und das ist nicht so häufig ;-)

Also: Kann ich mir da einfach einen raussuchen und einen Termin geben lassen? Oder brauch ich da eine Überweisung vom Hausarzt? Zahlt das die Krankenkasse?

@ stürmchen:

ob ich mich gesund ernähre? Gute Frage! Jetzt bin ich gerade über Weihnachten und Silvester zu Besuch bei meinen Eltern, hier wird einigermaßen drauf geachtet. Sonst esse ich halt, "was auf den Tisch kommt". Typisches Mensaessen und zu Hause alles was einfach und/oder schnell geht. Denke das geht deutlich gesünder. Da ich mit meinen 1,83m und knapp 60kg und männlich aber eh zu den sehr dünnen Leuten gehöre, mache ich mir wenig Gedanken darüber. Ich esse, was schmeckt und dann, wenn ich Hunger hab ;-)

MDauricceBxLN


Also das Mensa-Essen ist ja meist gar nicht so schlecht, wenn man sich nicht immer die Pommes raussucht etc.

Warst du schon immer nervös und eher hibbelig? Wenn ja, lass mal evtl. noch deine Schilddrüse und Werte untersuchen. Manchmal liegt es auch daran. Hat aber natürlich nichts mit den Schmerzen im Brustkorb zu tun. Aber ich denke eher, dass deine Schmerzen dir Angst machen und du daher Panik schiebst.

Und du schläfst meines Erachtens auch zu lange. Versuch mal nach 8-9 Stunden aufzustehen. Die Zeit hätte ich gar nicht für so viel Schlaf ;-)

c`ucxo


Joar, etwas hibbelig bin ich immer. Bin einer von denen, die fast immer, wenn sie irgendwo sitzen, mit den Beinen wackeln.

Und – das fällt mir gerade so ein, ich hätte es sonst jetzt gar nicht damit in Verbindung gebracht – ich habe schon seit Jahren gelegentlich Probleme mit Übelkeit und Erbrechen. Einen gemeinsamen Nenner, wann es auftritt, habe ich noch nicht direkt rausfinden können, außer dass eigentlich immer Aufregung dabei im Spiel war. Also wenn ich in irgendeiner Form aufgeregt bin (und sei es nur, weil ich zu ner besonderen Party wollte oder ähnliches), wird mir übel, teilweise halt bis zum Erbrechen. Hab Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten durchprüfen lassen, dabei kam aber nichts neues raus, also nichts, was das verursachen könnte. So hab ich halt einfach manchmal die Probleme und muss in der Disco erstmal Spucken gehen, obwohl ich nüchtern bin (trinke nur sehr selten Alkohol) – das nervt, aber ich komme damit klar. Aber könnten die Symptome jetzt und das einen gemeinsamen Ursprung haben?

Werden die Werte der Schilddrüse bei der normalen Blutuntersuchung nicht mit untersucht? Wenn nein, sollte ich das dann nochmal untersuchen lassen und macht das auch der Hausarzt?

Noch ein aktueller Bericht zu meinem "Stand":

In den letzten Tagen war es eigentlich super, kaum Probleme. Habe aber auch immer schön lange geschlafen und sonst fast nur rumgegammelt. Seit ich die Probleme habe, mache ich allgemein (außer den Liegestützen) auch kaum noch Sport, nach dem letzten Mal richtig Schwimmen gehen Ende November war es, wonach es am nächsten Tag so richtig schlimm war und ich beim Arzt war. Sonst hab ich seit November (außer die Liegestütze seit Dezember) alle meine Sportarten etwas weniger betrieben. Klettern etwas ruhiger angegangen und Schwimmen eigentlich fast gar nicht gewesen. Nun war ich gestern Abend mal wieder Schwimmen, erstmal 1km statt 1,5km geschwommen. Ergebnis: Abends im Bett (ich war eigentlich hundemüde) bekam ich auf einmal Adrenalinausstöße, die durch den ganzen Körper gingen. So Kicks als würde ich im Freizeitpark im Freefallturm sitzen und dazu dann Herzklopfen und einen ziemlich hohen Puls, den ich im ganzen Körper spüren konnte. Dazu dann die Angst – die hatte ich schon lange nicht mehr bei meinen Symptomen. Und ein Kältegefühl mit Zittern am ganzen Körper obwohl es warm war. Als es dann besser wurde, bin ich dann auch sofort eingeschlafen. Dafür konnte ich heute dann schon wieder absolut nicht aus dem Bett kommen. Mein Wecker hat geklingelt und geklingelt und ich hab mich gefühlt, als wäre ich gerade erst eingeschlafen, obwohl ca. 8 Stunden rum gewesen sein mussten. So bin ich dann doch erst nach bestimmt über 12 Stunden aufgestanden, aber vorher ging einfach nicht irgendwie. Kaum zu beschreiben, aber ich wurde einfach trotz Wecker nicht wach, ich kam einfach nicht hoch. Naja und jetzt tut mir wieder der Brustkorb weh und ich hab leichten Schwindel. Muskelkater ist das nicht, die Schmerzen. ;-) Und war ja auch weniger als ich sonst mache, also keine Überlastung.

Ist echt nervig so :-(

Ach ja: Normalerweise schlafe ich auch nur am Wochenende meine 10-12 Stunden. Ganz angenehm, dann auszuschlafen, aber in der Woche habe ich auch nicht die Zeit dazu! Normalerweise... Aktuell schaff ich meine Uni kaum bis gar nicht, weil ich so viel schlafe und es mir dann schlecht geht. Zu Hause sitzen und nichts-tun und es ist super, etwas Streß durch Arbeit und/oder körperliche Betätigung und es ist wieder unter aller Sau. Aber ich kann mein weiteres Leben nicht mit rumgammeln verbringen. Und das will ich auch gar nicht ^^

Was kann ich also als nächstes tun? Schilddrüsen-Werte untersuchen lassen? Oder zum Osteopaten gehen? Ich hab mal gegoogelt, den müsste ich wohl komplett selbst bezahlen und das kann ich mir als Student einfach vorne und hinten nicht leisten! Dann also zum Physiotherapeuten? Da muss ich aber auch einen Teil selbst bezahlen oder?

Gruß cuco

c{uco


Hab gerade zufällig und sehr erstaunt festgestellt, dass mein Thread wieder existiert!

Also mein aktueller Stand: Das Liegestütz-Programm bringt nix. Dafür schmerzen und Knarzen jetzt auch noch meine Schultern. Gelgentlich hab ich jetzt Schmerzattacken. Die sind meist nur kurz, aber dafür um so heftiger. Stark stechende kurze Pulse in der linken Brust oder im Brustbein Und sonst ist es ähnlich geblieben. Weiterhin immer wieder leichte bis mittlere Schmerzen, tlw. auch starke Schmerzen im Oberbauch (Magengende) Lange Schlafen hilft etwas, aber allgemein ist mir eigentlich dauerhaft mehr oder weniger unwohl. Manchmal kann ich den ganzen Tag nicht mehr als ein Brötchen essen, weil es mir dauerhaft so schlecht geht und ich will dann am liebsten sofort wieder in mein Bett. Gehe ich dann früh ins Bett, kann ich allerdings nicht schlafen.

Auch hat sich Schlafen insgesamt verschlechtert. War anfangs das Bett meine "Rückzugsmöglichkeit", bei der die Symptome besser werden und so dass ich gemütlich schlafen konnte, ist es jetzt gerade im Bett oft schlimm. Lege ich mich hin, wälze ich mich oft noch lange hin und her und mein Körper zittert einfach komplett vor sich hin. Das kann noch 2 Stunden dauern, bis ich zur Ruhe komme. Macht dann das Aufstehen am nächsten Tag nicht leichter :-(

Bin jetzt mal zu meinem "eigentlichen" Hausarzt in meiner alten Heimat gegangen. Mal schauen, was bei den Untersuchungen rauskommt. Nächster Termin ist leider erst nächste Woche, da ich vorher nicht wieder an meinem alten Heimatort sein kann.

Hoffentlich hat der noch ne Idee bzw. kann mich mal zu nem Arzt überweisen, der da was dran machen kann. So halte ich das nicht mein Leben lang aus...

R}usselOl4


Hast du den wenigstens mal einen Orthopäden aufgesucht? Der könnte dir eine Physiothgerapeutische Behandlung verschreiben.

Wenn dein Hausarzt nichts findet, der Physio nicht helfen kann, dann suche doch mal einen Facharzt für seelsiche Leiden = Psychiater auf. Deine Problematik kann auch psychische Ursachen haben. Adressen findest du im Telfonbuch unter Ärzte.

K7esxti


Hallo,

mich würde bei der ganzen Geschichte mal interessieren, ob ein Belastungs-EKG auch unauffällig ist?

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