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Arzt weigert sich, Rezept für Versatis-Pflaster auszustellen

SFtDeckMnadwel2z2 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Ich habe ein echt doofes Problem:

Gegen meine Nervenschmerzen würde ich voll gerne mal das Versatis Schmerzpflaster ausprobieren. Ich habe im Internet gelesen, dass das schon vielen Patienten geholfen hat.

Drum habe ich heute meinen Neurochirurgen drauf angesprochen. Der weigerte sich aber mit der Begründung, dass dieses Medikament sein Budget sprengt. Naja, darauf war ich vorbereitet, deshalb habe ich ihn um ein Privatrezept gebeten. Auch das wollte er mir nicht geben!! Weil, jetzt kommts: Er darf mir angeblich kein Privatrezept für ein Medikament geben, das theoretisch ja die Kasse zahlen kann (wenn er nicht so geizig wäre *hust*) Was soll man dazu sagen ??? ? Stimmt das so? Ich dachte, ein Privatrezept kriegt man immer, man zahlt ja auch selber!!

Wie komme ich denn dann an das Pflaster ran? Es ist ja verschreibungspflichtig, ich brauche also ein Rezept! Ich würde so gerne mal wieder eine Nacht durchschlafen! Ich glaube, das Pflaster könnte da echt hilfreich sein!

Antworten
wEinnet:ou-dier-zweixte


Diese Begründung stimmt tatsächlich, so absurd und empörend das auch klingt (oder ist). Als Kassenpatient darf er Dir kein Privatrezept über ein grundsätzlich kassenfähiges Medikament schreiben, und für ein zu teures Kassenrezept wird er in Regress genommen. So absurd ist unser Gesundheitswesen!

tnhe-caxver


Um welche Art von Nervenschmerzen geht es denn? Versatis ist in Deutschland nur zugelassen zur Behandlung der Post-Zoster-Neuralgie (Nervenschmerzen nach Gürtelrose). Bei allen anderen Nervenschmerzen ist es ein "off-label-use" außerhalb der Zulassung, d.h. der Arzt läuft ein nicht unerhebliches Risiko, das Pflaster am Ende selber zahlen zu müssen (was sich bei 4 Euro Tagestherapiekosten ganz ordentlich zusammenläppert). Eine Erweiterung der Zulassung wurde vom Hersteller angestrebt, das BfArM wollte aber noch so umfangeriche Zusatzstudien für das genehmigungsverfahren, dass die Firma den Plan begraben hat - leider, denn das Zeug ist wirklich ganz gut.

Eine Alternative (und zugelassen für *alle* Nervenschmerzen peripheren Ursprungs) ist möglicherweise Qutenza (hochdosiertes Capsaicin) - ein Pflaster, das nur einmal alle 3 Monate geklebt wird - allerdings vom Arzt, man muss vorher nämlich unbedingt eine ordentliche Lokalanästhesie der Haut machen, sonst brennt es unerträglich. Allerdings ist das auch kein ganz billiger Spaß (um 350 Euro pro Pflaster) - wenns tatsächlich hilft (was leider nicht immer der Fall ist), immer noch etwas billiger als Versatis.

Wenn Du allerdings tatsächlich eine PZN hast, die mit Tabletten nicht gut kontrollierbar ist (was leider oft der Fall ist), dann ist Versatis indiziert - "Budget" ist kein Grund, ein notwendiges Medikament zu verweigern.

Grüße

S{teck-nadexl22


Hi agian!

Also heute war ich bei meinem Allgemeinarzt und der hat mir Versatis sofort auf Privatrezept verschrieben. Er hält sehr viel von diesen Pflastern und bedauert es, dass sie in Deutschland nur für PZN verschrieben werden dürfen. Er meinte, dass man die Pflaster eigentlich für viel mehr Neuralgien zulassen müsste, weil sie gezielt und mit wenig Nebenwirkungen den Schmerz behandeln.

Hm jetzt hab ich halt 100 Euro hingelegt, morgen bekomme ich die Pflaster, ich bin sehr gespannt.

Ich habe übrigens meralgia paraesthetica, Nervenschmerzen im Oberschenkel, tut höllisch weh!

t-he-9cavxer


Also heute war ich bei meinem Allgemeinarzt und der hat mir Versatis sofort auf Privatrezept verschrieben.

OK, da es in Deinem Fall "off-label" ist, geht das mit dem Privatrezept (da es die Kasse in diesem fall ja gerade *nicht* zahlen muss, außer in Sonderfällen).

Er hält sehr viel von diesen Pflastern und bedauert es, dass sie in Deutschland nur für PZN verschrieben werden dürfen.

Sehe ich ähnlich.

Ich habe übrigens meralgia paraesthetica

Hm - das stelle ich mir mit Versatis etwas schwierig vor, weil das Schmerzareal in der Regel deutlich größer als ein Pflaster ist. Man kann zwar problemlos auch 2 oder 3 kleben (sie Aufnahme des Wirkstoffs in den Blutkreislauf ist minimal, nur 5% der Wirkstoffmenge gehen ins Blut) - aber es wird dann halt verdammt teuer. Das könnte in diesem Fall eher ein Grund für Qutenza sein, das ist nämlich doppelt so groß (allerdings ist Qutenza noch ziemlich neu - meine Erfahrungen damit sind begrenzt und bis jetzt eher "durchwachsen").

Was ist denn sonst schon an Therapie gelaufen? Übrigens: Die Meralgie bessert sich häufig auch spontan bzw. nach korrektur der Auslösefaktoren (Übergewicht, enge Kleidung).

Grüße

S,toe6cknadUel2x2


Du hast Recht, ich bräuchte eigentlich 3 Pflaster, um das komplette schmerzende Areal abzudecken. Ein bißchen geholfen hat das Pflaster aber schon (habe nur 1 auf die schlimmste Stelle geklebt) 3 pflaster pro Nacht kann ich mir aber echt nicht leisten.

Wie ist das denn mit Qutenza? Kriegt man das leichter von der Kasse? Oder ist es da das gleiche Problem?

An welchen Nervenschmerzen leidest du eigentlich?

Ich habe seit Anfang November die MP und bin langsam echt am verzweifeln. die Hoffnung auf eine Spontanremission habe ich mittlerweile aufgegeben. Es wurde auch keine wirkliche Ursache gefunden, ich bin total schlank und trage auch seit November nur noch gaanz weite Stoffhosen (alle anderen Hosen würde ich eh nicht ertragen) Gibt es noch HOffnung für mich? sind die 2,5 monate bei dieser KRankheit noch im Rahmen oder ist das jetzt schon chronisch? :-(

Therapie war bisher: Lyrica (hat nix gebracht), Keltican (nehme ich aber erst seit 1 Woche), Ibuprofen (nehme ich aber auch erst 1 Woche – mittlerweile streikt aber mein magen) und immer wieder mal Injektion von Lokalanästhetica, was aber immer nur kurzfristig geholfen hat. weißt du noch einen Rat? ich kann kaum laufen vor schmerzen :-(

thhe-ncavxer


Wie ist das denn mit Qutenza? Kriegt man das leichter von der Kasse?

Das Problem ist im Moment eher, einen Arzt zu finden, der sich damit auskennt – ist ja noch recht neu. Am besten schaust Du Dich nach einem Schmerztherapeuten um, die werden zur Zeit massiv vom Außendienst der Firma beackert und kennen das Mittel daher.

An welchen Nervenschmerzen leidest du eigentlich?

An keinen – die Schmerzen meiner Patienten reichen mir völlig ;-)

Wenn Lyrica nichts gebracht hat, wäre der nächste medikamentöse Versuch ein Antidepressivum – da gibt es einige, die quasi als Nebenwirkung auch Nervenschmerzen dämpfen (z.B. Amitriptylin, Nortriptylin, Duloxetin). Welches für dich am besten geeignet ist, solltest Du mit dem Arzt besprechen, da sich vor allem die Nebenwirkungen deutlich unterscheiden.

Wenn LA am Nerven hilft, wäre der nächste Schritt eine lokale Injektion von Cortison – das kann nämlich wesentlich länger helfen (Wochen bis Monate). 2,5 Monate ist auch noch nicht so langen, dass es sich nicht mehr von selber bessern könnte, also nur Mut. Sollte gar nichts gehen, gibt es immer noch auch die Möglichkeit einer Operation – aber das hat der Neurochirurg Dir ja sicher schon gesagt.

Grüße

SaunfloKwer_7x3


Bitte suche Dir einen Anästhesisten, der auf Schmerztherapie spezialisiert ist! Die haben z.T. ein völlig anderes Budget, und bei Schmerzen ist ein mehrdimensionaler Ansatz erforderlich. Verlasse Dich nicht alleine auf den Neurochirurgen!

Zu Deiner konkreten Frage kann ich leider nichts sagen; habe eine völlig andere Schmerzproblematik und experimentiere momentan mit Medikamenten, da ich nach mehrwöchiger, hochdosierter Einnahme von Voltaren offensichtlich Nierenprobleme entwickele.

S^tewcknad_el22


Vielen lieben Dank für eure Antworten! Und wow, sogar ein erfahrener Arzt schreibt in diesem Forum! Das ist klasse! Vielen, vielen Dank!!!! :)_

Das mit dem Cortison hört sich gut an. Ich werde versuchen, meinen Arzt davon zu überzeugen oder einen Arzt zu finden, der mir eine Cortisonspritze verabreicht.

Das mit den Antidepressiva ist so eine Sache. Die trizyklischen trocknen aus. Ich habe bereits extrem schmerzhaft trockene Augen und traue mich deshalb an die trizyklischen nicht ran. und soweit ich weiß, gibt es fast nur trizyklische ADs, es sei denn, man nimmt die süchtigmacher, was ich nicht unbedingt will.

Was ich mir noch eingefallen ist und was ich gleich mal gekauft habe:

Den Wirkstoff capsaicin gibt es ja auch als billige Salbe zu kaufen. Ohne Rezept. Damit könnte ich experimentieren, vielleicht hilft das ähnlich wie ein Pflaster. Ich bin da auf folgenden Artikel gestoßen:

[[http://findarticles.com/p/articles/mi_qa3912/is_200706/ai_n19433270/]]

Genauso gibt es lidocain als Salbe. Die habe ich mir auch gleich gekauft. Die stellen, die mein teures Lidocain Pflaster nicht abdeckt, kann ich dann mit der Salbe einschmieren. Meine Haut ist nämlich so extrem empfindlich auf jede Art von Kleidung (selbst meine schwabbeligste Stoffhose reibt, wenn ich mich hinsitze), da dachte ich mir, wenn ich die Haut mit der Salbe etwas betäube, ist es nicht ganz so schlimm. Die Lidocain Salbe wird aber leider normalerweise im analen Bereich verwendet und viele nehmen sie (laut Internetrecherche) als Betäubungsmittel vor dem ersten Analsex. Drum wars in der Apotheke erst mal etwas peinlich *Lach*

was haltet ihr von meiner Selbstmedikation? Ist das Humbug? Oder ein versuch wert? die capsaicin salbe kostet nur 10 Euro :-)

:=o

tLhe-c.avxer


Das mit den Antidepressiva ist so eine Sache. Die trizyklischen trocknen aus.

Unter den trizyklischen ist das Nortriptylin (Handelsname "Nortrilen" das mit der geringsten Austrocknung der Schleimhäute, wäre also ein Grund für diese Substanz. Ist zwar in Deutschland auch nicht zugelassen zur Schmerztherapie, aber das dürfte kaum einem KV-Prüfer auffallen. Die Datenlage zur Wirksamkeit ist genausogut wie bei Amitriptylin, die NW deutlich geringer. Alternativ gäbe es Duloxetin, das *nicht* trizyklisch ist und auch nur wenig Probleme mit trockenen Schleimhäuten macht (Handelsname Cymbalta oder Ariclaim). Das ist auch für neuropathischen Schmerz zugelassen, dafür halt deutlich teurer.

Das niedrigdosierte Capsaicin hat den NAchteil, das es relativ schwach wirkt, mehrere Wochen bis zum Wirkeintritt braucht und die Zeit bis dahin ziemlich unangenehm ist, da das Zeug auf überempfindlichen Hautpartien ziemlich brennt (das ließe sich allerdings durch Vorbehandlung mit Lidocain-Salbe vermindern – es gibt also auch noch andere Verwendungsmöglichkeiten als Analsex ;-) ). Probieren kann man es aber natürlich, schaden kann's nicht.

Grüße

SOtecknWadexl22


Ganz viel Danke!! Für diese kompetente und ausführliche Antwort!! So viel geballt gute Informationen habe ich trotz intensivem Arztmarathon in den letzten Monaten nicht erhalten!!!! Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, ehrlich!

Ich werde gleich nächste Woche meinen Therapeuten auf dieses nicht trizyklische Antidepressivum ansprechen. Ich gehe neben dem Neurochirurgen auch zu einer Neurologin, die könnte mir das Antidepressivum auf jeden Fall verschreiben, auch wenn es nicht zur Schmerztherapie zugelassen ist. Die kann ja dann einfach behaupten, dass es für meine Depressionen ist. (Ich habe seit meiner Schmerzgeschichte (neben der MP habe ich noch Schmerzen in den Unterarmen und Füßen)wirklich sowas wie Depressionen. Wer immer Schmerzen hat, kann nicht fröhlich sein. Das wäre also auch nicht gelogen)

Hm... meine Haut brennt wirklich ganz schön von der Salbe. Ich wusste nicht, dass der Wirkeintritt so lange dauert. Im Internet stand was von 1-2 Wochen bei Nervenschmerzen. Das Pflaster wirkt dann wohl sofort, oder? Naja, ich werde es mit der Salbe mal weiter versuchen. Bis ich jemanden gefunden habe, der mit das Pflaster draufklebt, wird es ja eh noch etwas dauern. Könnte es sein, dass das Brennen durch die Salbe mit der Zeit nachlässt? Tritt da ein Gewöhnungseffekt ein? Weiß nicht, ob ich mehrere Wochen mit dem Brennen rumlaufen möchte...*Hust*

Wenn dann wirklich Besserung eintritt, weiß ich eh nicht, welches Medikament schuld war. Evtl. kann ja auch das Keltican meinen kaputten Nerv repariert haben, oder es war eine Spontanremission oder oder :-)

Kann die meralgia paraesthetica eigentlich psychosomatisch sein? Mein Schmerztherapeut hat mir diese Möglichkeit aufgezeigt (weil ich ja auch noch an anderen Schmerzen leide inklusive trockener Augen). ich kann mir das nämlich nicht vorstellen. Ich habe alle Symptome, die auf diese KRankheit zutreffen (Ameisenlaufen, Brennen, Nadelstiche, taube Hautstellen), ohne zuvor je von dieser KRankheit gehört zu haben. Wie sollte sich also mein Gehirn eine solche Krankheit einbilden können? Oder habe ich ein falsches Verständnis von "psychosomatisch"? Für mich bedeutet "psychosomatisch", dass das Gehirn bestimmte Schmerzen produziert, um von einem anderen, viel schlimmeren PRoblem abzulenken. kann das Gehirn in so einem Fall dann auch eine konkrete, bis dato aber völlig unbekannte KRankheit produzieren...??

Jedenfalls hat der Schmerztherapeut jetzt Psychotherapie vorgeschlagen. Als Ergänzung bin ich gern bereit, auch in Psychotherapie zu gehen (auch um die Schmerzen besser verarbeiten zu können), aber als alleinige Maßnahme reicht mir das nicht. Parallel möchte ich auf jeden Fall das Problem mit der Meralgie medizinisch angehen und was gegen die Schmerzen finden.Ich kann ja kaum laufen vor Schmerzen!!

Es wäre ja nicht auszudenken, was passieren würde, wenn die Theorie mit dem psychosomatisch nicht stimmt, ich jegliche medizinische Behandlung unterlasse und die Meralgie dann chronisch wird.... :(v

So jetzt nochmal vielen vielen Dank! ich hoffe, dass dieser Thread dann auch anderen Lesern weiterhilft!

AKbrasidonscpleuro(desxe


Hi Stecknadel ;-)

Ich weiss nicht wie es Dir inzwischen geht – vielleicht hast Du ja gar kein Problem mehr. Falls doch findest Du hier vielleicht noch eine weitere Hilfe...

Im Dezember hatte ich einen SpontanPneu, dann im Anschluss eine Lungen-OP, wo zwei verwachsene Lungenlappen voneinander getrennt und zugetackert wurden... und wo ausserdem zur Verklebung eine Abrasionspleurodese (nomen est omen ;-)) durchgeführt wurde. Diese OP war am 13.12.2011.

Danach kamen – wohl hauptsächlich aufgrund der Pleurodese in Bauchgegend – total ätzende Nervenschmerzen auf der rechten Oberkörperhälfte auf mich zu. Eine Mischung aus Brennesseln, Reibeisen und eingeschlafene Füße ;-D

Zur Behandlung 6-7 Wochen CHEMIE, wo die Damen und Herren Ärzte mit Opiaten und Psychodrogen versucht haben, die Reizübertragnung von innen, mit Chemie, zu unterdrücken. Valoron, Tramal, Trimipramin und Lyrica. Irgendwann hatte ich so den Kaffee auf von diesem schei?? Zeug, dass ich es abgesetzt habe, mit echt grausigem Entzug (ich erspare Dir die Details).

Naja, und dann kam mir DIE Idee – A.B.K.L.E.B.E.N. !!!!!!!!!!

Bin in den Keller und habe mir das gute Abklebeband vom OBI genommen, und dann mit mehreren Streifen die betroffenen Stellen abgeklebt. Ich habe wirklich SOFORT gemerkt, dass es hilft, die Fehlinformation gar nicht erst entstehen zu lassen, indem der Reiz die Haut nicht mehr erreicht. Vom Wirkungsgrad her 100mal so gut wie die ganze Chemiepalette bei maximaler Dröhnung!

Dann habe ich weiter experimentiert... das 'Panzertape' vom Baumarkt war nur der Prototyp ;-)

Habe mich im Krankenhaus erkundigt, hier ein paar Optionen:

- Fixomull Stretch (klebt ganzflächig)

- Opsite Flexifix (klebt ganzflächig)

- smith & nephew primapore (klebt nur am Rand)

- Leukomed Pflaster (klebt nur am Rand)

- Versatis, kennste ja... erscheint mir momentan die Beste Option zu sein

Habe gemerkt dass es besser ist, wenn das Pflaster nicht ganzflächig klebt, weil es beim Abmachen ganz schön zwiebelt. Aussnahme: Versatis, da es nicht so sehr klebrig ist und ausserdem durch den Wirkstoff ohnehin beim Entfernen nicht so weh tut.

Eine weitere Variante, die ÜBERHAUPT nicht weh tut beim Abziehen, ist die hier: Eine Platiktüte oder Folie (z.B. Gefrierbeutel) in die richtige Form schneiden, dann eine paar Tropfen Öl drauf, z.B. "Aconitum Schmerzöl von Wala" und das ganze auf der Fläche aufbringen. Hält durch die Kohäsionskräft problemlos und ist vollkommen easy zu entfernen.

Meine Hausärztin (gewechselt!) hatte mir auch eingeredet, dass mir "meine Psyche einen Streich spiele" und sie würde mir "zur Angstverarbeitung" ???!!!?? ein Psychopharmakum verschreiben. Voll daneben, das Trimipramin hat mich nur unendlich müde gemacht, sonst nix. Ausserdem hatte ich gar keine Angst, sondern ich hatte einfach nur KEINEN BOCK auf diese Schmerzen.

Also – sorry für den langen Vortrag, vielleicht ist es nicht mehr relevant, aber für mich hat sich diese Abklebe-Lösung als das non-plus-ultra herausgestellt. Ich mache das seit 1 Woche, denke fast überhaupt nicht mehr an den Strauss Brennesseln ]:D der vor mir steht (eben nicht!!!).

Und ausserdem, dadurch dass der Reiz durch diese einfach Isolation nicht mehr da ist, ist meine "postoperative Hyperästhesie" in dieser einen Woche schon x-fach besser abgeklungen als in 7 Wochen heftigster Chemie.

Vielleicht hilft's Dir ja noch, ober jemand anderem!

VG + alles Gute :-)

MhutMzeRl7x5


Ich bin gerade durch meine Suche hier drauf gestoßen. Ganz gleich, wie alt die Diskussion ist, halte ich sie für zeitlos. Mich trifft es derzeit ebenfalls. Vorerst Psychoschiene, nun endlich nachweislich, dass es angegriffene Nerven durch Überlastung sind. Neben den Einlegesohlen habe ich also auch schon jegliche Dröhnung wie Tramadol, Lyrica und Saroten (auch Amineurin) probiert. Das Tramadol 100 retard ist jedenfalls für mich gut. Ist ja individuell. Nun gehts ums Pflaster, welches ich auch voerst probehalber in der Klinik bekam. Übel ist es tatsächlich nicht und ich habe das kleine Glück, dass ich die Pflaster teilen kann, da die Schmerzstellen nicht sehr groß sind. Die Sehenscheidenentzundung in den Füßen ist inzwischen auch abgeklungen. Ich habe allerdings bislang nach drei "Zyklen" des Klebens heiße Knie gekriegt (mein Freund würde schon wieder witzeln :=o ) und sie waren rot. Schmerzhaft war es nicht, aber schon komisch. Mal sehen. Ich stehe also auch demnächst davor, mir die Dinger verordnen zu lassen. Ich lese von etlichen Problemen wie beispielsweise beim Hausarzt. Das kann heiter werden, denn dieser und der mich behandelnde Orthopäde werden wohl die Ärmchen kreuzen, abe ich muss es probieren, das zu kriegen, bis sich die Füße dank Einlagen wieder "normalisiert" haben und ich jegliche Medikamente mit Absprache mit dem Schmerztherapeuten "ausschleichen" kann. Ich eiere ein dreiviertel Jahr mit den Schmerzen herum und auch KH -Aufenthalt war ein Desaster, nun aber endlich eine Woche in einer anderen Station und gezielte Diagnostik und Hilfe.

Na ich bin gespannt, sonst halte ich die auch noch kommende Physiotherapie nicht aus %-|

Jedenfalls auch von mir danke für die vielen hilfreichen Beiträge. @:)

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