Gehirnschaden durch Neuroleptika??

Hallo, seit der Einnahme von " Zyprexa " habe ich massive Probleme. Mein ganzes Leben hat sich verändert, ich habe an nichts mehr Freude und auch körperlich geht es mir sehr schlecht. Die […]

KRarl2x6   23.02.11  14:53

24.03.11  00:47

Ich nehme Zyprexa jetzt seit fast 3 Jahren,angafangen habe ich mit 20 mg (die höchste Dosis) und bin jetzt bei 2,5 mg.Demnächst werde ich es ganz absetzen,natürlich in Absprache mit meinem Therapeuten.Das mein Gehirn dadurch Schaden genommen hat glaube ich nicht,zumindest habe ich noch nichts davon gemerkt.

Doch am Anfang der Behandlung mit Zyprexa hatte auch ich mit Nebenwirkungen zu kämpfen.Ich bekam regelrechte Freßattacken und habe in kurzer Zeit 20 kg zugenommen.Weitere Nebenwirkungen waren Schwindel,Müdigkeit und zittern.

In der Tat gilt Zyprexa auch unter Fachleuten als umstritten.Das Hauptproblem ist die oft starke Gewichtzuhnahme,mit der ich auch heute noch zu kämpfen habe.Davon abgsehen geht es mir heute gut,ich kann also nicht sagen das Zyprexa mein Leben ruiniert hat.Besonders auf meine Schlaf hat es sich sehr positiv ausgewirkt.Was mir etwas Sorge bereitet ist dass das absetzen eventuell nicht ganz so leicht wird.

Ich stimme Zwack44 und Sunflower zu,beiner Sozialphobie ist Zyprexa wohl eher ungeeignet.

Aber was das richtige für dich ist Kann letzendlich niur dein Psychiater deines Vertrauens entscheiden.

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute!

B5r)ucex21

24.03.11  01:01

Wegen einer Sozialphobie zuerst Zyprexa, und dann Imap...manchmal frage ich mich, ob es nicht besser wäre, Psychiater durch Expertensysteme zu ersetzen. Symptome in den PC eingeben, Rezept ausdrucken lassen – die Trefferquote für das richtige Medikament wäre wahrscheinlich höher als jetzt.

SaiSnnestäxter

24.03.11  01:08

Irreversibel heißt, dass rein pharmakologisch die Beeinflussung der Rezeptoren durch Zyprexa NICHT dauerhaft ist. Im Gegensatz zu älteren Neuroleptika. Fakt.

Was bei Deiner Bekannten passiert ist: Kann ich nicht beurteilen, da ich ihre Geschichte und sonstige Medikamente nicht kenne. Und Diabetes kann man auch ohne Zyprexa bekommen – wobei aufgr. der von Zyprexa gerne ausgelösten Fressattacken eine vorhandene Neigung zu Diabetes bei entsprechend entgleisendem Essverhalten natürlich gefördert werden könnte.

Zwei Tabletten machen aber keine dauerhafte Wirkung; der eigentlich dauerhafte Plasmaspiegel wird erst anch einigen Tagen erreicht. Die Halbwertzeit beträgt um die 30 Stunden, also auch hier keine ewig lange Ansammlung.


Zyprexa ist umstritten, eben weil es so starke Fressattacken macht. Ansonsten ist es für ein Neuroleptikum ein eher harmloses Präparat (wobei Neuroleptika generell best. Problemaspekte mit sich bringen).

Wie gesagt: ich würde ja eher kritisch die Fluspi-Spritze hinterfragen...

Und ein Neuroleptikum bei Sozialphobie macht wenig Sinn . und schon gar nicht, wenn vorher nichts anderes ausprobiert wurde. Best. SSRI und z.T: MAO-Hemmer sind da viel angezeigter.

SounfloXwer_x73

24.03.11  01:10

@ Sinnestäter:

]:D Zumindest bei einigen Psychiatern denke ich das auch... Wobei Imap ja auch gerne von Hausärzten gegeben wird. Die tolle Allround-Spritze...

(Wobei beim TE auch ein Wahn diskutiert wird...)

SOunf-lowWer_x73

24.03.11  11:18

informiert euch selbst! mir Stimmungsmache zu unterstellen grenzt an Psychopathie! jeder vierte Patient berichtet von ähnlichen Erfahrungen! das zeug gehört verboten!

b~ertx85

24.03.11  23:42

Der Hersteller von Zyprexa gibt für Spätdyskinesien nur 1 % an. Die exakte Datenlage wird von unabhängigen Quellen aber als unklar beurteilt. "das zeug blockiert nur vorübergehend das dopamin" :)= Langzeitwirkung nicht bekannt...es gab Neuroleptika die nach 20 Jahren Parkinson auslösen als Spätfolge.

Die Fluspi-Spritze ist aber das größere übel wie es aussieht! wie kann man menschen sowas geben!!!!!!!!!!!! bei sozialphobie hilft Konfrontationstherapie, Hypnose, Johanneskraut von mir aus. Hormon-Check falls wenig Testosteron da ist, das nachgeholfen wird. vielleicht so was in der Richtung das wäre die absolute grenze. aber was die Ärzte da verteilen ist das letzte!!!!!!!! denen sollte man das zeug mal selber verpassen!

mein onkel ist geschädigt von dem ganzen zeug! die ganzen gifte haben ihn richtig kaputt gemacht und er hat immer noch Wahnvorstellungen! obwohl er kaum mehr Dopamin Rezeptoren haben dürfte so wie der zittert und sich bewegt. die dopamintheorie ist doch fürn ar....

ja 20% werden behindert na und...was ist das für eine gesellschaft!!!??

b!ert8x5

24.03.11  23:49

Die Fluspi-Spritze ist aber das größere übel wie es aussieht! wie kann man menschen sowas geben!!!!!!!!!!!!

Mal abgesehen vom einself: Ich denke, es ist für viele Ärzte einfach bequem. Spritze rein, und in den meisten Fällen wieder eine Weile Ruhe vor dem Patienten haben, ohne sich weiter Gedanken machen zu müssen. Die Ausreißer fallen dann unter Kollateralschäden.

Was gut und was schlecht ist, bestimmen zum einen Teil die Erfahrungen der Patienten, zum anderen Teil aber immer das Marketing der Pharmaunternehmen.

SRinne*stävter

25.03.11  23:53

informiert euch selbst! mir Stimmungsmache zu unterstellen grenzt an Psychopathie!

Psychopathie? Ich? Nur weil ich deine Berichte für nicht ausreichend begründet halte?

Ist Dir überhaupt klar, was eine Psychothatie ist?

mein onkel ist geschädigt von dem ganzen zeug! die ganzen gifte haben ihn richtig kaputt gemacht und er hat immer noch Wahnvorstellungen! obwohl er kaum mehr Dopamin Rezeptoren haben dürfte so wie der zittert und sich bewegt. die dopamintheorie ist doch fürn ar....

Ist dir eigendlich klar, das eine Schizophrenie/psychotische Erkrankung den Patienten seiner Kognition berauben kann? Nicht umsonst war der erste Name der Schizophrenie Dementia precox = vorzeitige Demenz. [[http://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie]]

Ich habe den Eindruck, Du verwechselst hier die Folgen der Erkrankung mit Nebenwirkungen des Medikamentes.

jeder vierte Patient berichtet von ähnlichen Erfahrungen!

Es ist für die Betroffenen vielleicht leichter ihr Schicksal zu ertragen, wenn sie einem Medikament oder Arzt die Schuld für ihre Entwicklung geben können.

das zeug gehört verboten!

Der Problem der Psychose und ihrer Folgen verschwindet aber nicht, in dem man ein Medikament oder eine Medikamentengruppe verbietet. Zudem werden auch sehr viele Psychotiker nicht damit einverstanden sein, zukünftig unter akuten Krankheitsschüben leiden zu müssen, weil ein wirksames Medikament verboten wird.

RBusFsenlOlx4

26.03.11  00:09

Ja, v.a. die alten Neuroleptika führten z.T. zu erheblichen Dyskinesien. DAS ist aber etwas völlig anderes, als der TE hier berichtet! Und diese Risiken beschönigt niemand, sondern sind JEDER Packungsbeilage eines Neuroleptikums zu entnehmen. Es kommt immer auf die individuelle Kosten-Nutzen-Analyse an – und viele Erkrankte möchte nicht auf die Medikamente verzichten. DAs Problem sind leider Hausärzte, die bei diffusen Problemen gerne Fluspi spritzen.

Ansonsten führt – wie Russel auch schreibt – die Schizophrenie an sich zu erheblichen kognitiven Leistungseinbußen, die man v.a. als formalgedankliche Denkstörungen lt. AMDP-System abbildet, und die typisch für die Erkrankung sind. Schizophrenie ist halt nicht immer gut zu behandeln und hat leider eine hohe Chronifizierungs-Rate, wo auch intelligenteste Menschen sich massiv wandeln. Was an der Erkrankung liegt, nicht an den Medikamenten. Und best. Nebenwirkungen sind bekannt, deswegen sollten Neuroleptika auch nur verordnet werden, wenn erforderlich. Sprich bei schizophrenen Erkrankungen, aber nicht bei Ängsten etc., weil da der Nutzen im Verhältnis zum Risiko zu hoch ist.

(Kleiner Exkurs: Chemotherapeutika können unfruchtbar machen und erhöhen das Risiko einer weiteren Krebserkrankung, trotzdem würde niemand verlangen, die Medikamente zu verbieten!)

Und:

Ich muss mich nicht informieren, ich bin beruflich in dem Bereich tätig, kenne die gängigen Medikamente, Wirkmechanismen, Nebenwirkungen. Ebenso die typ. Krankheitssymptome. Und auch die Definition von Psychopathie...

S*unflow]erx_73

28.03.11  16:01

Gehirnschaden durch Neuroleptika??

Ich sage ja und nochmals ja...

O@stxi

02.04.11  11:34

Neuroleptika bedeuten für mich übersetzt Nervengift siehe Packungsbeilage... wenn man davon Parkinson und andere massive Hirnschädigungen bekommt, dann gehen empfindlichere Regionen im Gehirn erst recht flöten...und das ist die gewollte "Therapie" nach dem Motto: no brain no pain. von "vorübergehend" kann auch nicht die rede sein, siehe Packungsbeilage: Nebenwirkungen.

Komisch das das offensichtlichste, den menschen die in diesem bereich arbeiten gar nicht auffällt.

Wikipedia:Vereinfachend lässt sich sagen, dass sich bei etwa einem Drittel der Patienten die Psychose komplett zurückbildet,- ((((sowohl bei behandelten als auch bei unbehandelten Patienten.)))) Bei einem weiteren Drittel bleiben Residualsymptome, oder es kommt zu erneuten akuten Schüben. Im verbleibenden Drittel chronifiziert der Verlauf und führt zu schweren psychosozialen Einschränkungen, die eine dauerhafte Betreuung notwendig machen.

Vereinfacht ausgedrückt helfen Neuroleptika nur in der akuten psychotischen Phase, in dem sie lediglich ruhig stellen. Das schaffen Schlafmittel genauso ohne monströse Nebenwirkungen... Diese Nebenwirkungen einfach auf die Krankheit zu schieben, macht die Sache für den Therapeuten vielleicht einfacher...

bdert8x5

02.04.11  14:08

Lieber Bert,

Diese Nebenwirkungen einfach auf die Krankheit zu schieben, macht die Sache für den Therapeuten vielleicht einfacher...

Lieber Bert wie kommt es, das der Name der Schizophrenie vor 100 Jahren Dementia praecox = Vorzeitige Demenz war? Damals gab es keine Neuroleptika. Sehr viele Schizophrenen verloren ihre Fähigkeit zu denken, Schlüsse zu ziehen usw. An der Medikation kann es nicht gelegen haben, denn die gab es für diese Erkrankung damals nicht. Er Verlust der Kognition ist bei Schizophrenie leider ein häufiger Krankheitsverlauf, so wie bei Krebserkrankungen die Metastasenbildung und der Tod.

Vereinfacht ausgedrückt helfen Neuroleptika nur in der akuten psychotischen Phase, in dem sie lediglich ruhig stellen. Das schaffen Schlafmittel genauso ohne monströse Nebenwirkungen...

Hochpotente Neuroleptika stellen kaum ruhig, sondern vermindern Wahn und Halluziationen, bringen diese sogar zum verschwinden.

Wahn und Halluziationen sind eine ganz enorme psychische Belastung, die reinsten Horrortrips, für die Betroffenen kaum aushaltbar. Psychotiker stehen Todesängste während eines Krankheitsschubes aus. Schlaftabletten helfen diesen Menschen nicht, die Hallus bleiben bestehn. Verlangst Du ernsthaft das Psychotiker zukünftig viel länger unter einem Krankheitsschub leiden sollen, weil dir diese Tabletten nicht gefallen?

Wenn Du diese Tabletten nicht nehmen willst, dann laß es bleiben. Aber sie deshalb anderen Menschen vorenthalten zu wollen, kann wohl kaum richtig ein.

R|usselxl4

02.04.11  14:44

Wikipedia:Vereinfachend lässt sich sagen, dass sich bei etwa einem Drittel der Patienten die Psychose komplett zurückbildet,- ((((sowohl bei behandelten als auch bei unbehandelten Patienten.)))) Bei einem weiteren Drittel bleiben Residualsymptome, oder es kommt zu erneuten akuten Schüben. Im verbleibenden Drittel chronifiziert der Verlauf und führt zu schweren psychosozialen Einschränkungen, die eine dauerhafte Betreuung notwendig machen.

Das sind die Auswirkungen der Erkrankung, nicht der Medikation.

Negativsymptome

Zu ihnen gehören "dynamische Entleerung", "kognitive Defizite" (kognitiv: Auffassung und das komplexe Denken betreffend) sowie "motorische Defizite", also etwa eine Reduzierung von Mimik und Gestik. Negativsymptome können schon Monate oder Jahre vor den akuten psychotischen Symptomen auftreten ["Knick in der Lebenskurve", "Vorauslaufender Defekt"]. Als initiale Symptome einer Schizophrenie treten sehr oft Schlafstörungen auf, nicht selten auch depressive Symptome.

Bei etwa zwei Dritteln der an Schizophrenie Erkrankten überdauern die Negativsymptome die Positivsymptome nach einem akuten Schub ["schizophrener Defekt", "Residualzustand", "Residualsymptomatik"]. Diese unterschiedlich ausgeprägten Einschränkungen führen zu Kontaktstörung, sozialem Rückzug und oft auch zu Invalidität. Ein gewisser Prozentsatz der an Schizophrenie Erkrankten entwickelt jedoch keine Residualsymptomatik.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie]]

R"u@sse^ll4

02.04.11  15:57

Ich will hier ja nur warnen und niemandem für ihn/ihr wirksame Medikamente vorenthalten. Warnen vor der Leichtfertigkeit mancher Ärzte Gifte zu verteilen.

bzert8x5

02.04.11  16:13

Schizophrenie ist eine Autoimmunerkrankung des Gehirn es kann alle teile treffen. das ist eine neue Erkenntnis und ich hoffe das nach Medikamenten in dieser Richtung geforscht wird

b&eZrtx85

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