Gehirnschaden durch Neuroleptika??

Hallo, seit der Einnahme von " Zyprexa " habe ich massive Probleme. Mein ganzes Leben hat sich verändert, ich habe an nichts mehr Freude und auch körperlich geht es mir sehr schlecht. Die (...)   >>>

K5arl2x6   23.02.11  14:53

Gehirnschaden durch Neuroleptika??

ja,

hochgradiges Gift

Auf Dauer bekommt man eine Matschbirne.....

und brutale Ausfallserscheinungen....

Ossti

He Osti, hast Du das ihrgendwo gelesen oder gehört?

Oder ist das deine eigene Erfahrung?

R_utsFseMlxl4

ich kopier mal einen text hier rein das ein Zivi geprostet hat, der in einer Psychiatrie tätig war:

Ich leistete Zivildienst in einer Psychiatrie mit 1200 Patienten. Ich sah wie die Patienten täglich mit diesen Tabletten abgefüttert wurden und sich dann nur mehr ganz langsam bewegten. Ich dachte, das ist ok und gehört zum Heilprozess.

Ich fragte mich aber, warum der eine als geheilt entlassen wurde und der andere nicht (den ich für weit normaler hielt). Aber das habe ich damals einer Fehleinschätzung meinerseits zugeschrieben, wegen mangelnder Kenntnis auf dem Gebiet. Was mich aber wunderte war, dass viele der Krankheiten als unheilbar galten. Welche waren dann heilbar – welche blieben übrig? In manchen Mittagspausen löcherte ich meinen Vorgesetzten mit solchen Fragen.

Was ich früher als typisch geisteskrank angesehen habe, das kam nur bei etwa 50 Patienten von 1200 vor (etwas entstellt und man kann sie nicht verstehen).

Ich habe mit eigenen Augen beobachtet und mich informiert. Ich habe bspw. Jahre später vorher/nachher-Fotos von einem Mädchen gesehen, das 3 Monate mit Neuroleptika behandelt wurde. Danach war sie entstellt. Speichel lief ihr aus einem Mundwinkel, das Gesicht war verzogen und eine Hand angewinkelt. Man erkannte sie fast nicht mehr. Glaube mir, da kamen mir Bilder aus dem Zivildienst hoch.

Hände weg von Psychopharmaka!

Diese Pillen schützen nicht vor chronisch werdenden Erkrankungen wie immer behauptet wird. Sie dämpfen nur die akuten Symptome und das zu einem sehr hochen preis.

bsertx85

Oft unheilbare - durch Neuroleptika bedingte Dauerschäden ...

"Wie die meisten Botenstoffe ist auch Dopamin ein einfaches, relativ kleines Molekül, das dennoch

faszinierende Wirkungen zeigt. Bei der Gestaltung der unterschiedlichsten menschlichen

Eigenschaften und Fähigkeiten ist Dopamin ein führender Botenstoff, er bestimmt unseren

Gesichtsausdruck, unsere Gangart, ermöglicht neue gedankliche Zusammenhänge und

ausgefallene kreative Ideen, bringt Aufwind für die Psyche, stärkt aber auch die körpereigene

Immunabwehr.

Die dopaminergen Nervenbahnen und Synapsen sind das bestuntersuchte Transmittersystem im

Gehirn. Richtig aufmerksam wurde man auf die körpereigene Zauberdroge Dopamin erst durch ein

sehr tragisches Geschehen, das Millionen Menschen betraf und immer noch betrifft. Seit den

fünfziger Jahren werden massenweise Neuroleptika verordnet, das heißt Psychopharmaka, die

spezifisch den Botenstoff Dopamin bzw. die entsprechenden Rezeptoren blockieren und dadurch

geistigseelisch dämpfend und einengend wirken. Bei Langzeitbehandlung mit Neuroleptika wird

das normalerweise fein abgestimmte Zusammenspiel zwischen dem Botenstoff Dopamin und den

Dopamin-Rezeptoren so nachhaltig gestört, dass schließlich irreversible, also dauerhafte

Hirnschäden entstehen. Menschen, bei denen wegen der kontinuierlichen Einnahme von

Neuroleptika das Dopamin, der wohl wichtigste Neurotransmitter im menschlichen Gehirn,

behindert oder blockiert ist, leiden unter:

· psychisch-geistiger Abstumpfung und Einengung, die akut auftreten oder sehr langsam

erfolgen kann. Wegen der entstehenden Gefühlsleere spricht man auch vom »RoboterSyndrom«

· Depressionen, oft auch mit Selbstmordgefahr

· unbestimmten Angstzuständen

· neurologischen Erkrankungen, z.B. »Parkinson-Syndrom«

(Einschränkung der Spontanbeweglichkeit, Zittern, kleinschrittiger Gang), sowie unter

bedrohlichen Muskelverkrampfungen und Akathisie, der Unmöglichkeit, ruhig zu sitzen

· Spät-Dyskinesien, das heißt stark entstellenden, oft unheilbaren Bewegungsstörungen

· vegetativen Veränderungen, z. B. Herz-Kreislauf-Störungen

· hormonellen Störungen, Dämpfung der sexuellen Lust, Potenzstörungen,

Gewichtszunahme

· Verringerung der weißen Blutkörperchen.

Die durch Neuroleptika bedingte Blockierung von Dopamin weist auf den zentralen Einfluss dieses

Botenstoffs auf verschiedene seelisch-körperliche Funktionen hin. Mit zu wenig Dopamin im

Körper wird das Leben zur Qual, wie der angesehene schwedische Wissenschaftler und Arzt Lars

Martensson beschreibt:

»Wenn die Dopamin-Rezeptoren durch die Medikamente blockiert werden, ergibt sich als Resultat,

daß die Nervenimpuls-Übertragung... lahmgelegt ist... Es sind Neuroleptika-Auswirkungen, die

Neuroleptika-behandelte Menschen ausdrücken wollen, wenn sie sagen: >Ich bin ein lebender

Toter... Ich kann kein Buch lesen, nicht einmal fernsehen, ich hab' kein Gedächtnis.< ... Sie sind

herzzerbrechend, diese Klagen von Neuroleptika-Opfern.«

Wie 1985 auf dem Welt-Psychiatrie-Kongreß in Brighton bekanntgegeben wurde, haben bereits

25 Millionen Menschen weltweit verheerende, oft unheilbare durch Neuroleptika bedingte

Dauerschäden. Nach der Contergan-Katastrophe ist das der größte Arzneimittelskandal dieses

Jahrhunderts.2

Die höchsten Dosierungen von diesen Dopamin-Killern werden in der Psychiatrie verabreicht; doch

auch bei Alltagsbeschwerden wie Magenschmerzen, Migräne oder Schlafstörungen wird

leichtfertig zu Neuroleptika gegriffen. Man schätzt, dass allein im deutschsprachigen Raum täglich

mehr als eine Million Menschen solche Dopamin-blockierenden Pillen schlucken, wobei weder die

Patienten noch die verordnenden Ärzte genügend über die Risiken informiert sind.

Aus mangelnder Kenntnis nehmen einige monate- oder sogar jahrelang regelmäßig Neuroleptika

oder Neuroleptika-ähnliche Medikamente und zerstören auf diese Weise allmählich ihr DopaminRezeptoren-System im Gehirn. Die dabei entstehende Persönlichkeitsabflachung und die

fortschreitende Störung der Feinmotorik können so langsam und schleichend erfolgen, dass dies

sowohl dem Betroffenen als auch seiner nächsten Umgebung entgehen kann. Zunehmende

Vergesslichkeit, Teilnahmslosigkeit oder andere Hirnleistungsstörungen werden dann oft als

klimakterisches Problem, als Midlife-crisis oder als »früher Alzheimer« fehlinterpretiert, anstatt die

Dauermedikation mit dubiosen Magen- oder Schlafmitteln o. ä. kritisch zu hinterfragen. Sogar ein

deutsches Oberlandesgericht hat festgestellt, dass die neuroleptischen Dopamin-Blocker eine

»persönlichkeitszerstörende Wirkung « haben (OLG Hamm, 3 U 50/81).

Auf diese Dopamin-Blocker könnte - auch im psychiatrischen Bereich - sofort verzichtet werden;

es gibt zahlreiche durch Studien belegte medikamentöse und nicht-medikamentöse Alternativen.

Doch dieser Prozess des Umdenkens vollzieht sich in der Schulmedizin und der Psychiatrie nur

sehr langsam, obwohl seit einigen Jahren die Kritik an dieser Medikamentengruppe erheblich

zunimmt."

Auszug aus dem Buch:

"Körpereigene Drogen – Die ungenutzten Fähigkeiten unseres Gehirns"

von Josef Zehentbauer (Seite 130-132)

b}ert]8x5

Hallo,

mich erschrickt bert85 Beitrag etwas. Ist es wirklich so krass? Ich war auf der Suche nach Infos zu Neuroleptika, denn ich möchte gerne das für mich "perfekte" Medikament finden. ...Hm, ich nehme NL abends, weil sonst an Schlaf kaum zu denken wäre. Benzos machen süchtig und die Dosierung muss immer erhöht werden. Deshalb war ich der Meinung, dass NL am geeignetsten wären.

Wer hat Erfahrung mit NL und könnte sich noch dazu äussern?

Ich bekam Levomepromazin und vor etwa 6 Wochen wurde es getausch mit Quetiapin(das habe ich früher schon einmal genommen). Sind diese Medikamente wirklich so schädlich?

LG, Azu

AVzuceXna1

@ Azucena:

NEIN.

Sicherlich haben Neuroleptika spezifische Nebenwirkungen; darum sollte man eine Neuroleptika-Gabe sorgfältig überlegen. Zu berücksichtigen ist auch, dass es früher nur Hammer-Neuroleptika gab, mit z.T. irreversiblen Nebenwirkungen. Da hat isch in den letzten gut 10 Jahren aber einiges an neuen Entwicklungen ergeben.

Zu berücksichtigen ist bei den ganzen (z.T. extrem polemischen!) Kommentaren und Beiträgen auch immer:

WAS kommt durch das Medikament? Und was ist Veränderung (z.B. Persönlichkeit, Konzentration,...), die aus der Erkrankung resultiert? Es ist immerhin bekannt, dass bspw. Schizophrenien (die ja Haupt-Anwendungsgebiet von Neuroleptika sind) unbehandelt traurige Verläufe nehmen können. Und v.a. zu typischen kognitiven Leistungseinbußen und Persönlichkeitsveränderungen führen, die eben nicht durch die Medikamente, sondern die Krankheit kommen.

Das wird immer wieder gerne übersehen.

Hier gibt es x Beiträge zu dem Thema, wo sowohl die ablehnend-polemischen Meinungen und differenziertere Meinungen (von Fachleuten, Betroffenen,...) aufeinanderprallen.

Was in Berts Beitrag untergeht:

Die Wirkungen der modernen Neuroleptika sind eben NICHT mehr irreversibel. Die Dyskinesien sind bekannte Nebenwirkungen, aber eben in vielen Fällen nicht irreversibel (bei den modernen Neuroleptika). Der Inhalt von Berts Beitrag ist veraltet (Kongress von 1985, Urteil von 1981). Vieles gilt für moderne Neuroleptika einfach nicht mehr – und einige Probleme können genauso krankheitsbedingt sein. Ich wiederhole mich...

Und ja, Neuroleptika sollten nur mit enger Indikationsstellung verordnet werden (d.h. v.a. bei Schizophrenie etc.). Aber völlig verzichtet werden kann darauf nicht.

Allerdings sehe ich bei Dir bspw. die Anwendung als Schlafmittel kritisch. Ja, Benzos machen süchtig und beeinflussen v.a. die normalen Schlafphasen. Aber wenn es nur dem Einschlafen dient, wäre ein sedierendes Antidepressivum eigentlich erste Wahl!

Eben so ist es VÖLLIG FALSCH, Psychopharmaka PAUSCHAL zu verurteilen. Es gibt allein hier im Forum genug Menschen, die klar sagen: Ohne Antidepressiva würde ich nicht mehr leben. Die KEINE Nebenwirkungen haben, sondern profitieren. Ich arbeite zudem in dem Bereich und erlebe selber immer wieder sowohl, dass es Nebenwirkungen geben kann – aber auch, dass Patienten wirklich profitieren. Man muss es immer im Einzelfall angemessen entscheiden.

Ich habe (aufgr. chron. Schmerzen) auch eine Weile ein Antidepressivum genommen, welches die Schmerzwahrnehmung beeinflusst. Ja, ich hatte Nebenwirkungen und habe es abgesetzt – aber JEDES Medikament hat Nebenwirkungen oder kann welche haben, und es sollte IMMER (ob Psychopharmaka oder andere Medikamente) eine sorgfältige Kosten-Nutzen-Analyse gemacht werden. Und bei Nebenwirkungen entsprechend reagiert werden.

S_unfIlowe r_x73

Liebe Sunflower,

danke für deine ausführliche Antwort. :)

Eigentlich weiss ich, dass man diese Medikamente nur dann nehmen sollte, wenn man sie wirklich benötigt. Ich denke, dass mir momentan kein anderes helfen würde. Trotzdem gibt mir dieser Beitrag eben doch zu denken.

Ich nehme ausser diesem, noch ein paar andere Medikamente ein. U.A. Valdoxan, bei dem mein Psychiater meint, dass es die Schlafqualität bessert. Ich habe schon einiges an Medikamenten durch, auch ADs, die schlaffördernd wirken, wie z.B. Mirtazapin, bei dem ich aber ziemlich zugenommen habe und den nächsten Tag ko war.

Nein, ich habe keine Schizophrenie, sondern eine Persönlichkeitsstörung und meine Symptome ändern sich häufig. Probleme mit dem Schlafen habe ich aber schon seit Jahren.

Welches AD hast du denn gegen die chronischen Schmerzen eingenommen und was nimmst du denn momentan, hast du das denn irgendwie in Griff bekommen können? Sorry für das OT, das interessiert mich einfach. |-o

Die Nebenwirkungen sind mir eher egal, wenn sie zu stark sind, kann ich das Medikament ja absetzen. Ich möchte nur keine irreparablen Gehirnschädigungen behalten. ":/

Danke dir und lg,

Azu

AKzbugcenxa1

Bei Schlafstörungen würde ich l-tryptophan emfehlen! wenn man 5 stunden vorher nichts isst wirkt es sehr gut und hat keine nebenwirkungen. diese substanz ist kein gift sondern nahrung die selbst in Muttermilch enthalten ist.

-zuverlässige wirkung wenn der magen leer ist

-keine fettpölster

-kein zittriger gang/hände

-kein verlohrener Sexappeal.

u.u.u.-................

die neuen neuroleptiker gehen auf das herz und sind schlimmer wie die alten... googlet mal nach

bNert8x5

2 gramm l-tryptophan auf leerem Magen haut einen auch aus jeder Depression heraus. das ist nur meine meinung probiert es aus bevor ihr euch gifte aufnötigen lässt.

bBer.t85

ich muss etwas klarstellen bezüglich den nebenwirkungen von l-tryptophan: Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

Kopfschmerzen (Gelegentlich)

Abgeschlagenheit, Mattigkeit (Gelegentlich)

Schwindel (Gelegentlich)

Übelkeit (Gelegentlich)

Wechselwirkungen

Tryptophan hat verschiedene Wechselwirkungen mit Medikamenten gegen Unruhe, Schlafstörungen, Depressionen und Krampfanfälle.

Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch weitere Medikamente einnehmen.

Tryptophan gibt es auch auf Rezept

b.er&tx85

Interessant, dass die Nebenwirkungen des Tryptophan den häufigsten Nebenwirkungen best. Antidepressiva entsprechen... Da könnte man doch auf die Idee kommen, dass Nebenwirkungen nicht an der bösen bösen Chemie liegen, sondern an den Veränderungen im Hirnstoffwechsel, die durch versch. Substanzen (AD's, Tryptophan) bewirkt werden... o:)

SRunflpow:er_73

meiner meinung nach sind alle AD´s schrott! siehe Nebenwirkungen und vor allem Erfahrungsberichte. die nw´s von tryptophan kann man nicht mit den nw´s von ad´s vergleichen. bei mir gab es volgende nebenwirkungen: euphorische glücksgefühle, gedämpfter hunger und ich hab mich sehr schnell verliebt da tryptophan unter anderem auch eine vorstufe von dem bindungshormon oxytocin ist. das mit dem verlieben läuft unbewusst ab da kann man sich kaum vor schützen ;-)

bcertx85

2-L-Tryptophan-(9CI)= Oxytocin

b!erBt68x5

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