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Crps ohne Entkalkung der kochen/pseudo Crps

AqleNxsa[nd}rax4.8 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nach einer leichten Quetschung der rechten Hand, bekam ich plötzlich folgende beschwerden, die mit der Zeit immer mehr und immer intensiver wurden:

brennender tiefer Schmerz

Juckender Schmerz

Schmerzen wie Zahnschmerzen

Ameisenlaufen/kribbeln

Elektrisieren

Einschlafgefühl

Druckgefühl

belastungsabhängige Beschwerden

Bewegungs- und Belastungsschmerz

insbesondere nachts auftretender Ruheschmerz

eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit

Tremor/unwillkürliche Bewegungen /Paresen

Schmerzhafte Berührungsempfindlichkeit/Socken

gesteigertes Nagelwachstum

ödematöse Schwellung/spannungsgefühl

Mindergefühl der Haut/kein Kalt/warm Gefühl

unterschiedliche Hauttemperatur

übermässiges Schwitzen

darauf hin bin ich zu einem Neurologien geschickt worden, der die verdachts Diagnose CPRS stellte, und mich in eine Schmerzklinik überwies. Dort wurde ich mit Lyrika,Tilidin,KG und Erg versorgt, und es wurden Röntgenbilder und mrt aufnahmen von meinem Fußgemacht, in denen allerdings keine Entkalkung der Knochen zu sehen war, so das CRPS ausgeschlossen worden und pseudo CRPS diagnostiziert worden ist.

nun meine Fragen:

kann es trotz der fehlenden Entkalkung CRPS sein?

Was kann es sonst sein?

hatte oder hat jemand die selben Probleme wie ich?

hat von Euch schon mal jemand Pseudo CRPS gehört?

lieben Gruß

Alex

Antworten
PzauAli.ne 4x4


Hallo Alex,

habe deinen eitrag lleider erst heute entdeckt. Die Symptome, die du beschreibst, kenne ich nur allzu gut. Ich habe ein sicher diagnistizierte CRPS.

Röntgenbilder oder ein MRT waren dazu nicht nötig, der Schmerztherapeut hat es anhand der Klinik festgestellt. Es sei geradezu bilderbuchmäßig.

Ich habe an verschiedenen Stellen inzwischen gelesen, dass Entkalkungen auf dem Röntgenbild auch erst in späteren Phasen zu erkennen sind, wenn überhaupt. Manchmal fehlen sie angeblich auch.

Von einem "Pseudo-CRPS" habe ich bisher weder gehört, noch gelesen.

Pauline 44

P&aKuline x44


P.S. Entschuldige bitte die Tippfehler. War wohl etwas in Hektik.

Pauline 44

tAhe-ca>ver


Dem Beitrag von Pauline ist eigentlich wenig hinzuzufügen: Ein "Pseudo-CRPS" gibt es nicht. Die Diagnose wird klinisch gestellt, nicht anhand von Bildern. Deiner Aufzählung nach scheint die Diagnose ja ziemlich sicher zu sein, jedenfalls schilderst Du praktisch alle typischen Symptome.

Im Röntgenbild erkennt man nur bei 50% der CRPS-Patienten Entkalkungen, fehlende Entkalkungen sagen also schlicht und einfach gar nichts aus. Das MRT sagt über ein CRPS ebenfalls wenig und wird hauptsächlich gemacht, um nicht eine andere Schmerzursache zu übersehen. Ich denke, bei so eindeutiger Symptomatik und unauffälligem MRT musst Du Dir über eventuelle andere Schmerzursachen keine Gedanken machen.

Bei der Therapie wundert mich etwas, dass kein Cortison dabei ist – das ist mittlerweile eine etablierte Therapie und wird auch in der einschlägigen behandlungsleitlinie empfohlen (Cortison als Tableten über ca. 20 Tage). Ansonsten klingt das schon mal ziemlich gut, v.a. KG und Ergo. Dabei solltest Du allerdings darauf aufpassen, dass durch die Therapie keine erheblichen Schmerzverstärkungen auftreten dürfen, weil diese das CRPS weiter "anheizen" können.

Dummerweise ist das Ganze eine ziemlich hartnäckige Erkrankung: Oft gibt es am Anfang eine relativ zügige Besserung (v.a. unter Cortison), dann beginnt häufig eine "mühsam-nährt-sich-das-Eichhörnchen-Phase", in der die Besserungen nur langsam vorangehen. Ich kenne aber auch Fälle, die nach mehr als einem Jahr noch gut geworden sind, also nicht die Flinte ins Korn werfen und Geduld haben!

Gute Patientenratgeber zum CRPS kenne ich leider nicht, aber vielleicht willst Du Dir ja mal die entsprechende Behandlungsleitlinie ansehen, die von den wichtigsten deutschen CRPS-Spezialisten erarbeitet wurde:

[[http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-116.pdf]]

Da findest Du den aktuellen Wissensstand zusammengefasst – natürlich mit etwas Fachsprache, da die Leitlinie sich eigentlich an Ärzte wendet.

Grüße

Psaulixne 44


Hallo, "The Caver",

du kennst dich ja gut mit dem Thema aus. Stimmt, es gibt wirklich kaumschriftliche Patienteninformationen.

Nach einer stationären Schmerztherapie fühle ich mich jedoch gut informiert. Es deckt sich weitestgehend mit dem, was du schreibst.

Nach einer mehrwöchigen Sympathikolyse mit Schmerzkatheter bin ich nun auf eine Medikamentenkombination eingestelltund habe zudem Lymphdrainage, Krankengymnastik (allerdings bisher nur am anderen Fuß) und Ergotherapie. Alles natürlich immer unterhalb der Schmerzgrenze.

Gehe mit Krücken, um nicht zu überlasten und darüber hinaus hilft einfach nur viel hochlegen.

Man muß sein Leben halt darauf einstellen. Ein Jahr muss man wohl einkalkulieren.

Dir, Alex,

wünsche ich alles Gute. Melde dich doch mal, wie es dir so geht.

Es gibt ja nicht soo viele Betroffene mit CRPS, noch dazu am Fuß. Da ist es interessant, mal von jemandem zu hören.

Gruß,

Pauline

vaidoxnia


hallo zusammen, *:)

bin gerade auch an den abklärungen wegen crps. wollte nur mal nachfragen, merkt ihr eine wirkung vom Lyrika??

Gruss

Vidonia

Peauliwne x44


Hallo Vidonia,

also an Wirkung merke ich, dass sehr starke einschießende stechende Schmerzen, die im Laufe des Tages oft da waren, deutlich seltener kommen, und dann auch nicht mehr ganz so intensiv.

Dadurch schlafe ich besser, d. h. länger am Stück und komme so in entspanntere Schlafphasen.

Allgemein machen meine Medikamente mich schon etwas müde. Ich nehme außer Lyrica noch ein Antidepressivum, Metamizol und Oxycodon.

Die oben erwähnte Wirkung kam allerdings erst im Laufe der ersten 3 Wochen. Muss sich vielleicht erst aufbauen.

Welche Stelle ist denn bei dir von CRPS betroffen?

Gruß,

Pauline

t}he-pcakvexr


Nach einer mehrwöchigen Sympathikolyse mit Schmerzkatheter

Das macht man heutzutage eigentlich nur noch in Sonderfällen: In den letzten Jahren hat sich ja mehr und mehr herausgestellt, dass das CRPS nicht nur auf einer Entzündungsreaktion und auf einer Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems beruht, sondern dass als dritter Mechanismus auch Veränderungen im Gehirn beteiligt sind, v.a. eine verschlechterte Wahrnehmung der betroffenen Extremität in der Großhirnrinde. Deswegen bevorzugt man derzeit eher eine Verstärkung der Wahrnehmung (z.B. durch Bewegungsübungen in mit Linsen oder Getreide gefüllten Gefäßen), ein Schmerzkatheter setzt die Wahrnehmung ja herab. Aber natürlich gibt es Fälle, in denen die Symptomatik so massiv ist, dass erst mal ein Katheter her muss, um mit der Hand/dem Fuß irgendetwas sinnvolles anzustellen.

Krankengymnastik (allerdings bisher nur am anderen Fuß

Ooops, das bringt mich darauf, dass ich gestern noch etwas vergessen habe: Vor allem bei frischem CRPS scheint Spiegeltherapie recht nützlich zu sein – also Bewegungen der *gesunden* Seite vor einem Spiegel, der so aufgestellt ist, dass der Patient die Bewegung quasi auf der erkrankten Seite sieht. Beruht auch auf den gerade genannten neuerenErkenntnissen zur Abbildung der Extremitäten im Großhirn.

Grüße

PLau7linve x44


Stimmt! Spiegeltherapie mache ich auch, nach Anleitung auch regelmäßig daheim. Ist ein eigenartiges Gefühl. Ich dachte am Anfang, dass das doch nie und nimmer funktionieren kann, wenn man doch weiß, dass es sich nur um ein Spiegelbild der gesunden Extremität handelt, was man da sieht. Aber es geht dann doch immer wieder mal ein spürbarer Nervenimpuls durch den betroffenen Fuß, der hinter dem Spiegel ist.

Ob in meinem Fall die Symptomatik massiver war, als in anderen Fällen kann ich natürlich nicht beurteilen. Rei subjektiv kann ich nur so viel sagen: Ich habe sie als wirklich sehr heftig empfunden. Habe nie irgend etwas annäherndes erlebt, sowohl schmerzmäßig, als auch hinsichtlich aller anderen Symptome.

Dabei haut mich eigentlich so schnell nichts um und ich habe schon einiges erlebt, Knochenbrüche,

Bänderrisse, Op´s, Geburten.

Hinzu kam noch, dass mehrere Ärzte sichtlich nicht wußten, wovon ich redete, obwohl nicht zu übersehen war, dass mit dem Fuß etwas nicht stimmte. Habe mich schon nirgendwo mehr hingetraut. Zum Glück hatte ich eine super Physiotherapeutin, die kannte sich aus und hatte den richtigen Verdacht. Sie hat mich zum Schmerztherapeuten geschickt, zum Glück.

Diese Krankheit macht irgendetwas mit einem, und man weiß gar nicht, wie einem geschieht. Kann man schwer beschreiben.

Deshalb suche ich auch einen Austausch mit anderen.

Danke für deine Antwort, freue mich, dieses Forum gefunden zu haben.

Grüße

Pauline

vPido;nia


@ Pauline;

Ja, die Müdigkeit hab ich auch :°( ...nehms jetzt schon seit 2monaten. Bei mir ist es der Fuss. Aber wie gesagt, sind jetzt erst an den Abklährungen. Ich hatte im Dezember eine Operation am Sprunggelenk, und danach wundheilstörungen.

Spiegeltherapie mach ich auch schon seit Anfang. Das ist schon ne ziemlich spezielle sache. Aber hoffen wir mal das es nützt...

Und wenn man jemandem davon erzählen will, schauen die einen erst mal toootal komisch an, und denken man will sie vera.... ":/

Na dann, hoff ich mal auf neuigkeiten...

Gruss Vidonia

P3aul2ine ^44


Hallo Vidonia,

CRPS ist wohl auch kaum nachzuvollziehen, für Außenstehende. Selbst wenn mich jemand fragt, was ich habe, kann ich es auch schlecht erklären.

Aber das Wichtigste für dich ist ja momentan, dass du auf jeden Fall früh genug mit der Behandlung begonnen hast, d.h., in einem Stadium, in dem man es noch erfolgreich behandeln kann.

Selbst wenn sich der Verdacht nicht bestätigen sollte, ist es besser, als zu spät mit der Behandlung zu beginnen.

Schreib mal, wenn du etwas genaueres weißt

Heute habe ich versucht, eine recht feine Bastelarbeit zu machen. Habe über längere Zeit aber starke Konzentrationsschwierigkeiten, außerdem Zittern in den Händen und eigentlich am ganzen Körper mehr oder weniger.

Weiß nicht, ob´s vom CRPS oder von den Medikamenten kommt.

Demnächst soll ich eine PDA bekommen (ambulant) zur nochmaligen Sympathikolyse, weil mein Fuß immer noch auf und ab reagiert.

Grüße,

Pauline

vwi'don8ia


hallihallo *:)

also, ich hab einigermassen gute neuigkeiten :-D es ist kein crps, jedoch ganz klar eine nervenschädigung von der op...

aber das ist leider ca. gleich mühsam von der behandlung her....

naja, wünsch euch noch gute genesung :)^

lg

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