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Pünktliches Aufwachen zwischen 4 und 5 Uhr

F?l1amixngo hat die Diskussion gestartet


Ich (männlich, 68 Jahre) gehe ziemlich regelmäßig um 22:30 Uhr zu Bett und wache häufig zwischen 4 und 5 Uhr zu früh auf. Um mich am nächsten Tag gut zu fühlen, bräuchte ich aber eine Schlafzeit bis ca. 6:30 Uhr. Begleitet ist das Aufwachen meist mit Herzstolpern (Bradykardie, Palpitationen). Nach meiner Laien-Meinung hat das vielleicht auch etwas mit dem morgendlichen Anlaufen der Körperfunktionen zu tun. Vielleicht habe ich auch zu wenig Melatonin? Ich helfe mir häufig, indem ich aufstehe, frühstücke und versuche dann bis ca. 8 bis 8:30 Uhr den nötigen Schlaf zu finden. Wenn das nicht gelingt, kann ich den Tag abhaken. Wie kann ich das Problem nach Eurer Meinung lösen?

Antworten
R9usseGll4


Was sagt dein Hausarzt dazu?

wFeißnim{merweitexr91-


Vielleicht etwas später schlafen gehen? Raum richtig dunkel halten (vielleicht reagierst du drauf, wenn es morgens anfängt zu dämmern, auch wenn das um die Jahreszeit noch nicht viel ist)?

FalDamingxo


Sollte zur Psychologin gehen. Die wollte gleich Psychopharmaka ausprobieren.

Wenn ich später schlafen gehe wird die Erholungszeit kürzer, weil mich die innere Uhr oder die Körperfunktionen wieder pünktlich zwischen 4 und 5 wecken.

Ich hatte auch lange Zeit den Rhythmus guter/schlechter Tag. Wenn ich schlecht geschlafen hatte, konnte ich in der folgenden Nacht aus Müdigkeit gut schlafen und umgekehrt.

RTuss)ell4


Sollte zur Psychologin gehen. Die wollte gleich Psychopharmaka ausprobieren.

Psychologen haben Psychologie studiert, nicht Medizin, sind somit keine Ärzte und können gar keine Medikamente verschreiben.

Folglich war Du nicht bei einer Psychologin, sondern bei einer Ärztin, ich vermute Fachärztin für Psychiatrie. Richtig?

Schlaftabetten machen abhängig. Sedierende Antidepressiva oder niederpotente Neuroleptika nicht. Genau aus diesem Grund werden sie häufig zur Schlafanbahnung verordnet.

Und wo ist jetzt das Problem bei der Psychopharmakaeinnahme?

Fclam]inxgo


Das Problem ist die Angst vor den Nebenwirkungen. Außerdem habe ich keine Diagnose auf Depression.

mkariikaO 'sterxn


was passiert denn, wenn du einfach früher zu bett gehst?

wenn es einfach so zu sein scheint, dass bei dir um vier ein innerer wecker klingelt, du aber acht stunden schlaf brauchst, wäre es doch das nahe liegendste, einfach schon um acht schlafen zu gehen.

SMunfclowexr_73


Da Du nun nicht wirklich extrem wenig Schlaf bekommst, würde ich sagen: Einfach mal später schlafen gehen und gucken, wie Dir das bekommt. Ob Du dann länger schlafen kannst. Ob der Schlaf nicht sogar ausreicht.

Vielleicht mal Entspannungsübungen ausprobieren und dann nachts anwenden, wenn Du wach wirst.

Trinkst Du abends Alkohol? Könne auch Einfluss auf das Schlafmuster haben.

Das "Aufstehen und dann doch nochmal schlafen gehen" ist keine gute Idee, weil der Rhythmus sich so verfestigt und Dein Köroer jetzt Nahrung erwartet.

Du brauchst keine Depression zu haben, damit man ein AD verschreibt. Viele werden nur verordnet, weil sie schlafanstoßend wirken und im Gegensatz zu Schlafmitteln nicht abhängig machen und den natürlichen Schlafrhythmus weniger stark beeinflussen.

RTusselTlx4


Das Problem ist die Angst vor den Nebenwirkungen. Außerdem habe ich keine Diagnose auf Depression.

Ich habe auch nicht behauptet das Du eine Depression hast. Obwohl Früherwachen ein typisches Schalfmuster Depressiver ist. Aber ein Depressiver hat noch wesendlich mehr körperlicher oder/und psychische Symptome.

Das AD wurde dir verordnet um deinen Schlaf zu normalisieren. Wie ich schon schrieb, wird es sehr oft aus diesem Grund verordnet und ist sehr hilfreich und risokoärmer als Schlaftabletten.

Nebenwirkungen haben alle Medikamente, außer Placebos. Das heißt aber nicht das du auch Nebenwirkungen bekommen wirst. Zudem kannst du ja das Medikament absetzen wenn die Nebenwirkungen nicht tollerabel sind, so wie bei jedem anderen Medikament auch.

Und gibt es eine Vorgehensweise, Einschleichen genannt, welche Anfangsnebenwirkungen verhindern. Ich wende sie gundsätzlich an und hatte noch nie Probleme, ein AD zu Anfang nicht zu vertragen.

Einschleichen kannst Du, in dem Du mit einer minimalen Dosis der Medikamente beginnst, also 1/4 Tablette 2-3 Tage lang einnimmst, dann auf 1/2 Tablette für 2-3 Tage gehst, dann eine 3/4 Tablette für 2-3 Tage usw bis zur verordneten Dosis.

Die Tabletten lassen sich meist ganz gut mit einem scharfen Schälmesser zerteilen und Kapseln kann man vorsichtig, mir schraubenden Bewegungen, auseinander ziehen.

Porbiere es aus, Du hast doch nichts zu verlieren, dabei.

Fwlaminxgo


Ich bin sehr erfreut über die Annahme meines Problems.

An das früher zu Bett zu gehen dachte ich natürlich auch schon. Das käme aber nur testweise infrage, weil ich mich von normalen Schlafrhythmen nicht ausschließen möchte (ich kann ja nicht sagen, ich Schwächling muss jetzt zu Bett gehen). Au0erdem glaube ich eher, dass mein Körper zu wenig Melatonin bildet.

Wenn ich später schlafen gehe habe ich in der Folge einen schlechten Tag.

Entspannungsübungen versuche ich immer wieder, Erfolge sind mir nicht bewusst.

Mit Alkohol habe ich kein Problem.

Ein Nachbar hatte mir geraten aufzustehen, wenn ich nicht mehr schlafen kann. Mit anfangenden Hungergefühlen schläft es sich auch schlecht. Dass sich der Körper an das Aufstehen gewöhnen kann, ist allerdings auch einleuchtend. Jetzt kam erst im Radio, dass der Mensch eigentlich ein Mehrphasenschläfer sei. Trotzdem werde ich versuchen das Aufstehen in Zukunft zu vermeiden.

Welches Antidepressiva käme denn infrage. Die Nebenwirkungen könnte ich dann nachlesen. Nach den Ausführungen hier würde ich es eventuell doch probieren. Das Medikament muss ich wahrscheinlich nicht einschleichen, weil ich normaler Weise sehr robust bin.

Dass ich nichts zu verlieren habe, ist wohl sehr verharmlosend. Schließlich geht es um meine Gesundheit.

Beim Überfliegen der Schlafthemen hier habe ich festgestellt, dass öfters Probleme mit der Schilddrüse genannt werden. Das würde wahrscheinlich bei (ausführlichen) Bluttests erkannt werden?

R8ussxell4


Beim Überfliegen der Schlafthemen hier habe ich festgestellt, dass öfters Probleme mit der Schilddrüse genannt werden. Das würde wahrscheinlich bei (ausführlichen) Bluttests erkannt werden?

Ja, spezielle Bluttest und eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse.

Dass ich nichts zu verlieren habe, ist wohl sehr verharmlosend. Schließlich geht es um meine Gesundheit.

Wenn sich deine Schlafproblem ausweiten, kann sich das sehr negativ auf deine Gesundheit auswirken, das ist richtig.

Das ausprobieren einer Antidepressiven Medikation, welche bei Unverträglichkeit abgebrochen wird, birgt aber kein Gesundheitsrisiko.

Welches Antidepressiva käme denn infrage.

Frage deine Psychiaterin danach. Ich verrmute, sie wird dir einsedierendes AD verschreiben.

Die Nebenwirkungen könnte ich dann nachlesen.

Die Liste möglicher Nebenwirkungen ist lang und das AD wirkt und nebenwirkt sowieso bei jedem anders. Letzt endlich weis man erst wenn man es ausprobiert, ob man das Medikament vertägt und es hilft oder nicht. Auch die Psychiaterin kann das nicht vorhersagen.

Nach den Ausführungen hier würde ich es eventuell doch probieren. Das Medikament muss ich wahrscheinlich nicht einschleichen, weil ich normaler Weise sehr robust bin.

Erst Angst vor Nebenwirkungen haben und dann den starken Mann markieren wollen. Letzteres trägt nicht zur Gesundung bei. Bleibe mit deinen Ängste/Befüchtungen und mit der Enschätzung deiner Chemieverträglichkeit besser im Durchschnittsbereich, das ist meist realistischer.

AD wirken auf das Neurotransmittersystem =Gehinfunktionen. Also ist eine normale Vorsicht geboten. Und dazu gehört es, dem Gehirn Zeit zu geben sich das das Medikament zu gewöhnen. Sonst reagiert dein Gehiern wohlmöglich etwas ungewöhnlich, und dann sind wieder die bösen Nebenwirkungen oder das AD schuld , wenn der Patient es nicht verträgt. Dem ist aber oft nicht so. Einschleichend hätte es warscheinlich kein Problem gegeben.

Ich wünsche dir viel Erfolg.

FLlami7ng0o


Der Hausarzt hat mir Mirtazapin verschrieben. Habe heute früh eine halbe Tablette genommen. Bin sehr müde gewesen. Soll nach 20 Tagen berichten. Mal sehen, wie ich heute schlafe. Werde wieder berichten.

Reussexll4


He Flamingo

Mirtazapin macht sehr müde, ist ja auch Sinn der Sache. Aber das Du den ganzen Tag mehr oder weniger schläfst, ist nicht Sinn der Sache. Das Medikament soll dir helfen, wieder aktiv am Leben teil zu nehmen.

Deshalb ist es sinnvoller die Tablette immer abends, unmittelbar vorm ins Bett gehen einzunehmen. OK? *:) *:) *:)

FUlamivn!gxo


Es wundert mich, dass ich das AD morgens einnehmen soll. Fühle mich träge bis müde. Liege morgens nicht so lange schlaflos herum und das Gehirn arbeitet tagsüber zufriedenstellend. Die ersten 3 Tage sollten laut Doc zur Gewöhnung benötigt werden. Wenn sich am Zustand tagsüber nichts ändert, werde ich nach einer Woche wieder beim Doc vorstellig.

R}usvsellx4


He Flamingo,

ich habe Mirtazapin selber eingenommen, auch erst morgens da ich meinen Arzt mißverstanden hatte. Es ist wirklich vorteilhafter es abends einzunehmen.

Da eine Besserung des Schlafrhytmus eingetreten ist, zeigt es die Entscheidung für die Mirtazapineinnahme richtig war.

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