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Mrt statt Cct

aKlbxe2 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe vom Neurologen aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas eine Überweisung zum CCT beim Radiologen erhalten. Ich selbst würde aber aufgrund der Nebenwirkungen des CTs ein MRT bevorzugen. Darf ich sowas durchsetzen? Habe bisher weder CT noch MRT gemacht.

Grüße!

Antworten
EZhemaxliger[ Nut"zer (#32573x1)


Je nachdem was dargestellt werden soll ist nicht alles gleich geeignet. Da es bei dir um den knöchernen Schädel zu gehen scheint ist das CCT sinnvoller! Das MRT nutzt man zur Darstellung von Weichteilen

a"lbxe2


Danke dir für deine Antwort, Mellimaus21! Bedeutet sinnvoller, dass es ein MRT ausschließt, oder wäre dieses auch möglich? Soweit ich im Internet erfahren konnte, können moderne MRTs auch das? ":/

Ich mach mir mit meinen 20 Jahren da etwas Sorgen um die Strahlenbelastung, da ich ohnehin ziemlich oft geröngt wurde.... was sagt ihr dazu? ???

E7hemalig[er Nwutzejr (e#32l573x1)


Ein CCT schadet dir ganz sicher nicht und es ist notwendig... also keine Panik und es machen lassen. Du machst das ja nicht jeden Tag ;-)

m^oonTnighxt


Und es dauert auch nicht lang... du bist innerhalb von ca. 2 Minuten wieder draußen. (Bei manchen sogar nach 1 Minute :-o ) Das MRT dauert viel länger und ist auch lauter.

Wfa_te,rxli


Quatsch, das is schöne Musik. ;-D Echt, ich mag das. Aber naja, die Strahlenbelastung soll wirklich nich so hoch sein, also wenn es irgendeinen Vorteil hat, kannst du ruhig auch das machen.

khnub3belivncxhen


das eine mal wirst du überleben...wöchentlich würd ich auch kein CT machen.

außerdem bekommst du dafür viel eher einen termin, bei MRT,gerade vom schädel, liegen die wartezeiten hier bei 6-8wochen

a1gu7nxah


Wartezeiten, Strahlenbelastung...?

Wichtigste Frage: Was soll abgeklärt werden? Schädelknochen oder Gehirn?

Ist das SHT schon länger her und hast Du neurologische Probleme wie Kopfschmerz, Schwindel, Empfindungsstörungen o.ä.?

Dann natürlich auf jeden Fall NUR MRT (und zwar nicht Flair sondern mit T2-Wichtung und dünnschichtig!)

Wobei, ich überlege gerade, wenn Frakturen ausgeschlossen werden sollen, ist n CCT wohl ok. Werden aber welche nachgewiesen, ist sowieso ein MRT fällig, weil dann der Ausschluß von Hirnsubstanzschäden noch wichtiger ist.

Ausführliche und vor allem fundierte Infos hier:

[[http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/008-001.html]]

pdf der Leitlinien zur Diagnostik und Therapie bei SHT

unter

Langfassung der Leitlinie "Schädel-Hirn-Trauma im Erwachsenenalter"

zu öffnen.

Alles Gute

aWlbex2


Guten Tag und vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Also, ich bin im Januar gestürzt und dabei auf das Gesicht gelandet... seitdem die Störungen, die kaum nachlassen und weiterhin störend auffällig bleiben: Kopfschmerzen, Schwindel, Druck auf Ohren und Augen, Probleme mit der Sicht, aber auch Nackenschmerzen. Soweit ich das verstanden habe möchte der Arzt untersuchen, ob kleine Blutungen, die mit dem EEG nicht erkennbar sein können, stattgefunden haben.

Jetzt handelt es sich ja dabei genau um die Beschwerden, die agunah so freundlich beschrieben hat, mit der Empfehlung, ein MRT durchzuführen, während alle anderen scheinbar das CCT bestätigen. Jetzt bin ich natärlich komplett verunsichert, aber irgendwie sollte ich das dem Arzt ja klar machen, wenn ein MRT reicht und ich das lieber hätte.

Ich habe jetzt zuminest das Gefühl, lieber lange für das "nicht schädliche" MRT zu bleiben, als die natürliche Strahlungsbelastung von einem Jahr in 10 Minuten auf mich nehmen zu müssen....

Das Dokument schaue ich mir genauer an, agunah, auch wenn mir wohl das nötlige Fachwissen fehlt.

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, irgendwie sollte es ja vorangehen. ???

Eehemalige}r Nutzert (#B3257x31)


Um ehrlich zu sein, überlass einfach dem Arzt die Indikationsstellung. Von einem Kopf CT stirbt man nicht und der Neurologe wird sich dabei ja was gedacht haben ;-) und der wird das wohl auch nicht zum ersten mal anordnen.

Ansonste musst du wohl direkt beim Neurologen vorsprechen und sagen du möchtest ein MRT und kein CT, der Radiologe kann das nicht eigenmächtig ändern.

Nur da das Leben kein Wunschkonzert ist vermute ich wird der Neurologe das CT wollen, der hat ja vorher vermutlich nicht gewürfelt was er jetzt verordnen möchte ...und du möchtest vermutlich ja auch das bestmögliche Ergebnis haben.

a2gunaxh


Wenn es tatsächlich um den Nachweis von Blutungen/Schädigungen der Hirnsubstanz geht, ist hierzu ausschließlich ein MRT geeignet. (wie gesagt, mit T2-Wichtung und ganz wichtig: dünnschichtig!)

Alles andere, d.h CT/CCT wär ein diesem Falle garantiert unnötig, weil das vom Neurologen vermutete Problem damit gar nicht nachweisbar - die Strahlenbelastung somit völlig unnötig- ist!

Beispiel:

Schweres SHT mit Frakturen, Koma, Anisokorie, GCS von 6; im KH "nur" CT/CCT gemacht, einen Tag später ein MRT (Flair, 1 cm Schichtdicke!) Erst 2,5 Jahre später (!) entschied man sich (nach zahlreichen Fehlinterpretationen div. "Fachleute") zu einem aufwendigen MRT (T2-Wichtung und sehr dünnschichtig) in dem "man" endlich (?) tatsächlich Vernarbungen des Hirnparenchyms nachweisen konnte.

Hier mal ein Link zum Thema "MRT CCT überlegen SHT"

[[http://books.google.de/books?id=mhnnYDodFvIC&pg=PA605&lpg=PA605&dq=mrt+ct+%C3%BCberlegen+sht&source=bl&ots=u42NAAGGV9&sig=DMflnV693O4yDfXClQIk3IUzOhc&hl=de&ei=VmKlTd7TBI7bsgbOyOSJCA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=2&ved=0CB4Q6AEwAQ#v=onepage&q=mrt%20ct%20%C3%BCberlegen%20sht&f=false]]

wo es unter Punkt 47.2.1 heißt:

"In der subakuten bis chronischen Phase eines Schädel-Hirn-Traumas ist das MRT dem CT deutlich überlegen, da der höhere Weichteilkontrast und die fehlende knöcherne Artefaktbildung auch kleinere Verletzungen erkennen lassen. ff."

Sollten allderdings mögliche Frakturen nachträglich ausgeschlossen/nachgewiesen werden, ist ein CT/CCT schon richtig. Kommt also drauf an, was Dein Neurologe finden/ausschließen möchte...,

wie auch hier diskutiert wird:

[[http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/archive/t-7816.html]]

Diskutier emit Deinem Doc mal, warum er sich fürs CCT entschieden hat, obs ne medizinische Entscheidung ist, was er finden/ausschließen lassen möchte bzw. obs (mal wieder) ne Kostenfrage ist...... Manche Krankenkassen zahlen ein MRT erst, wenn nachgewiesen ist, ob eines nötig ist (vorher CCT, nix gesehen, Beschwerden halten an, ok, dann eben doch das teure MRT.........- und CCT war sozusagen fürn A.......)

ajgunxah


Habe bisher weder CT noch MRT gemacht.

Hab just das nochmal von Dir gelesen. Heißt das, daß beim Sturz im Januar gar nix gemacht wurde? Kein CT vom Gesichtsschädel, keines von der HWS?

Da wäre ich aber baff erstaunt :-o

In diesem Fall sollte man wirklich erstmal per CCT feststellen, ob Du Frakturen erlitten hast!

aJlbex2


Vielen Dank für eure Antworten.

Also, ich werde mich dann nochmal mit dem Doktor in Kontakt setzen, obwohl ich sehr bezweifle, dass er mir dafür zur Verfügung stehen wird. :-|

Im Januar wurde nichts besonderes gemacht: der Hausarzt meinte, diese Beschwerden wären bei einer Gehirnerschütterung normal und würden innerhalb einiger Wochen abklingen. Ich war beim Orthopäden, da ich besonders am Nacken und Hinterkopf Schmerzen hatte. Dieser bestätigte, dass auch die Kopfschmerzen möglicherweise auf die Wirbelsäule und den verspannten Nacken zurückzuführen sind. Daraufhin Spritze und einmal Strom.

(Ich habe schon im vergangenen Sommer bei einem Stoß auf den Hinterkopf eine kleine Gehirnerschütterung erlitten, damals wurde mir in der Notaufnahme der lokalen Klinik gesagt, ich solle mich ein paar Tage ausruhen und die Schmerzen würden nachlassen. Ich weiß nicht, inwiefern das ins Gewicht fallen kann.)

E@hemaliger} NutEzer (r#3x2573x1)


Na ja in Anbetracht der Tatsache das nicht mal geröntgt wurde, macht das CT jetzt schon mehr Sinn ...

a3lbe2


Achso, ich bitte um Verzeihung, beim Orthopäden wurde die HWS geröntgt. Soweit er mir das gesagt hat, war dort nichts. Das habe ich eben vergessen zu erwähnen, ich bitte nochmals um Entschuldigung.

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