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Epilepsie weiterhin "da"?

D`Bpbxg hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mit meinem Erstpost in diesem Forum wende ich mich an euch mit einer etwas spezielleren Frage.

Ich bin 18 Jahre alt und hatte mit etwa 15 Jahren (2008) meinen ersten Anfall.

Seitdem bin ich medikamentös eingestellt (zuerst Levetiracetam und nun Keppra 2*750mg täglich) und seit zwei Jahren anfallsfrei.

Trotz dieser langen anfallsfreien Zeit bekomme ich weiterhin Keppra verschrieben.

Das ist auf Dauer natürlich (ich bin schließlich jugendlich) nervig und umständlich und ich frage mich natürlich nun selber: Ist diese Epilepsie (2007 petit mal einmalig, 2008 Grand-mal drei mal in einem halben Jahr) weiterhin vorhanden? Zu der betroffenen Zeit bin ich natürlich oft ins Krankenhaus eingeliefert worden. EEGs wurden gemacht, beim ersten Mal auch ein CT. Diese blieben eigentlich relativ unauffällig, soweit ich mich erinnern kann, weshalb damals nur Epilepsie vermutet werden konnte.

Kann es sinnvoll sein, mich nach dieser Zeit von Neurologen in einer größeren Klinik beraten zu lassen und deren Rat zu überdenken?

Besonders im Hinblick auf meine Zukunft (Freiwilligendienst) ist mir das schon sehr wichtig.

Vielen Dank im Voraus für Antworten!

Antworten
S#unfloIwecr_7x3


Es könnte sicherlich hilfreich/sinnvoll sein, sich erneut von einem Spezialisten untersuchen zu lassen.

Allerdings halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass die Anfallsfreiheit eben aus der Medikation resultiert. Drei Grand Mal-Anfälle innerhalb eines halben Jahres weisen ja schon recht deutlich auf eine Epilepsie hin und waren mehr als ein einmaliges Erlebnis!

Über die Anfallsfreiheit (wenn auch medikamentös "erkauft") solltest Du Dich freuen – Du bist somit lange genug (mind. 2 Jahre) anfallsfrei, um bspw. Auto fahren zu dürfen. Ich würde das (Anfallsfreiheit) nicht aufs Spiel setzen!!! Und es gibt Epileptiker, die selbst mit Medikamenten keine Anfallsfreiheit erreichen. Freu' Dich, dass es bei Dir funktionniert!

Bzgl. der Medikamente:

1. Keppra ist doch Levetiracetam, dachte ich?!

2. Was ist an einer Einnahme 2x täglich so "nervig und umständlich"? Wenn man dadurch ein normales Leben führen kann, ohne Anfälle und mit Dingen wie Autofahren?

l0unSa$li7x9


ich sehe das wie sunflower.eine epilepsie bleibt eine epilepsie,und man kann sich mehr als glücklich schätzen,wenn man so gut eingestellt ist,dass man anfallsfrei ist. ich arbeite mit vielen epilepsiekranken menschen und weiß,wie selten eine komplette anfallsfreiheit wie bei dir ist. und ich denkenauch-2 tablentten am tag sind doch nicht umständlich. ich nehme täglich meine pille und ein antihistaminikum.und käme nie auf die idee zu sagen es sei umständlich ;-) gegen eine beratung ob man die medikation ändern kann bzw was da möglich ist spricht ja keinesfalls etwas :)z

Frluch$tgedvankxe


Ja, die Epilepsie wird wohl weiterhin vorhanden sein und nur durch die Medis unterdrückt werden.

Trotz dieser langen anfallsfreien Zeit bekomme ich weiterhin Keppra verschrieben.

Das ist auf Dauer natürlich (ich bin schließlich jugendlich) nervig und umständlich

LOL. Wenn du DAS schon als nervig und umständlich empfindest... Was sollen bloß Leute sagen die dreimal am Tag oder öfter Medis nehmen müssen?

Ich nehm seit ich 15 bin zweimal täglich meine Medikamente ein, egal wo ich grad bin, meist mit dem blöden Kommentar "Abendessen!" dazu.

Lass dich bei 'nem Neurologen beraten aber stell dich schonmal darauf ein dass du wohl weiterhin Medikamente nehmen solltest um die Anfallsfreiheit beizubehalten.

DYBpxbg


So war das natürlich nicht gemeint. Ich sehe es ja ein, dass ich Medikamente nehmen MUSS und wollte dies auch nicht unbedingt von heute auf morgen absetzen.

Aber ich liege doch insofern richtig, alsdass ein medifreies Leben (auch wenn es nur wenig sind) doch "entspannter" ist - klar, nach einiger Zeit kommt da Routine rein, aber eben vor allem im alltäglichen Rhythmus (mal ist man spontan ne Nacht bei Freunden) kommt man oft in Situationen, in denen man nicht sofort die Medikamente zur Hand hat.

Mit dem Thread wollte ich nun auch keine Grundsatzdiskussion losreißen. Was vielleicht nicht ganz deutlich geworden ist: Ist es überhaupt "messbar", ob Epilepsie vorhanden ist oder wäre dies erst nach längerer Zeit ohne Antiepileptika messbar?

Zitat:

1. Keppra ist doch Levetiracetam, dachte ich?!

Ich habe vor Keppra ein anderes Medikament genommen, welches eben so hieß. Da das bereits zwei Jahre zurück liegt, habe ich den genauen Namen nicht mehr im Kopf, sorry.

FPluc+htgeduanke


Aber ich liege doch insofern richtig, alsdass ein medifreies Leben (auch wenn es nur wenig sind) doch "entspannter" ist – klar, nach einiger Zeit kommt da Routine rein, aber eben vor allem im alltäglichen Rhythmus (mal ist man spontan ne Nacht bei Freunden) kommt man oft in Situationen, in denen man nicht sofort die Medikamente zur Hand hat.

Och, ich krieg das trotz Medis und Kontaktlinsen hin.

Was die Medis angeht hab ich immer eine Tagesdosis im Portemonnaie oder in der Handtasche.

S@unfl@ower_x73


Lass' Dich von einem (spezialisierten!) Neurologen untersuchen und beraten. Ich bin mir nicht sicher, ob die typ. EEG-Veränderungen auch unter Antiepileptika erkennbar sind oder nicht. Oder nur während eines Anfalls.

Ich glaube aber, dass ein ANFALLSFREIES Leben deutlich entspannter ist als ein MEDIKAMENTENFREIES.

Und ganz ehrlich: 2 Tabletten sind wirklich kein Aufwand. Da gibt es andere Krankheiten, die ähnlich riskant sind, aber viel aufwendiger in der medikamentösen Behandlung.

e"pi:eltexrn


Wenn Du mit zwei Tabletten am Tag anfallsfrei bist, sehe ich keine größeren Einschränkungen für Dich. Du darfst Autofahren, Du kannst fast jeden Job machen außer LKW-Fahrer, Pilot oder Kapitän eines Schiffs.

Klar sind Tabletten lästig, aber die kann man immer mitnehmen, egal wohin man geht.

Du kannst Dich natürlich nochmal bei einem Epileptologen vorstellen, aber zu einem Absetzversuch würden die Dir wahrscheinlich erst mal nicht raten. Dazu müsstest Du schon eine einige Jahre anfallsfrei sein. Das Risiko, dass Du bei solch einem Versuch eingehst, ist nicht nur ein neuer Anfall, sondern auch, dass dann das Keppra nicht mehr wirkt. Dann fängt die Sucherei nach einem anderen Antiepileptikum an.

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