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Mrt/ CT einfordern

Z<od#iacx22


@ Schnattergusche:

Ich verstehe nicht so richtig was du damit meinst?! Die Ängste sind ja in der Gegenwart, dass ich nämlich JETZT krebs habe. Aber ja auch in der Zukunft, dass dort die Krankheit am schlimmsten wird oder ich im schlimmsten Fall sterbe.

hast du das so gemeint ?

Achja, wieso sollte ich vor der Vergangenheit Angst haben?

scc-hnat/teLrgusxche


Meine Frage hatte den Zweck, Deine Beobachtung zu schärfen.

Die Gegenwart ist ein Moment. In dem nimmst Du die Angst vielleicht wahr. Aber sie entsteht nicht durch den Krebs. Zu diesem Zeitpunkt bemerkst Du nur ein Symptom oder Syndrom. Und wenn es länger anhält, spürst Du die Angst, die Du in Deiner Vergangenheit (z.B. vor einer Sekunde) in Dir erzeugt hast.

Außer den Ängsten, die uns in der Gegenwart einer realen Gefahr befallen und entsprechend vorsichtig machen (z.B. [[http://anewyorkeratheart.files.wordpress.com/2010/12/preikestolen-cliff1.jpg am ungesicherten Rand eines Abgrunds]]), entstehen die übrigen Ängste, diese lähmenden oder Alpträume verursachenden Ängste, immer im Blick auf die Zukunft.

Achja, wieso sollte ich vor der Vergangenheit Angst haben?

:)^ Das hast Du völlig richtig erkannt. Vor der Vergangenheit hat niemand Angst. Sie mag noch so schlimm gewesen sein, aber sie ist erledigt, abgehakt. Wenn daraus Ängste entstehen, dann höchstens die, dass sich negative Dinge aus der Vergangenheit in der Zukunft wiederholen könnten. Auch dabei wirst Du bemerken, dass Du nie Angst hast, solche Dinge könnten sich in der Gegenwart wiederholen. Die Gegenwart erlebst Du gerade und weißt, was da ist.

Ich möchte jetzt nicht vorschnelle Schlüsse ziehen und frage zur Sicherheit erstmal nach, ob Du mir bis zu diesem Punkt zustimmen kannst.

I~ndivgiQdu'alisxt


@ zodiac

Ohja ich bin zu 98 % ein Kopfmensch... ich glaube etwas Unspontaneres wie mich gibt es kaum.

Doch, mich! ;-D

Was du beschreibst, kenne ich nur zu gut. Solche "Phasen" – und auch du wirst es mal rückblickend so nennen! – habe ich auch häufiger durchgemacht. Ich kenne die unglaubliche Erleichterung und "Leichtigkeit" nach einer "Entwarnungs"-Diagnose. Aber die Ängste, die dem zu Grunde liegen, sind ja nicht weg, sondern nur für eine Weile zum Schweigen gebracht. Sie areiten im Untergrund weiter und suchen sich einen neuen Kristallisationspunkt – und werden ihn finden. Da wird ein harmloser Hustenreiz zum Indiz für ein Bronchialkarzinom, Bauchzwicken zum untrüglichen Zeichen für einen Tumor, und, und, und... Denn so schlau sind wir beide, um zu wissen, dass fast jede schlimme Krankheit irgendwann mal mit harmlosen und uneindeutigen Symptomen anfängt – also kann im Umkehrschluss auch jedes harmlose und uneindeutige Symptom etwas Schlimmes bedeuten. Fatale Logik! Irgendwann setzt sich dann wieder dieses "es wäre immerhin möglich" im Kopf fest, man sucht aktiv nach weiteren Anzeichen und findet sie dann auch – und all das verlangt nach Abklärung bzw. einer Ausschlussdiagnose, bevor man sich wieder "frei" fühlen kann. Ein Teufelskreis...

Was mir letztlich geholfen und mich gelassener gemacht hat, ist – so paradox das klingt – die folgende Einsicht: Es gibt sowieso, egal wie wir uns auch abstrampeln, grundsätzlich keine Sicherheit und keine Garantien im Leben – außer ausgerechnet jener einen, dass wir sterben müssen! Es ist bitter, aber da es unabwendbar ist, kann man sich nur damit arrangieren. Alles andere hieße, die Quadratur des Kreises zu versuchen.

Diese Erkenntnis macht bescheidener hinsichtlich dessen, was dem eigenen Einfluss unterliegt und was nicht. Unsere Einflussmöglichkeiten auf den Lauf der Dinge sind zwar gegeben, aber doch sehr begrenzt, gerade wenn es um sehr elementare Dinge geht. Wir sollten sie einsetzen, um das Leben zu gestalten, anstatt quasi das Sterben verhindern zu wollen.

Oder, für die Logik des Kopfmenschen: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich hinter deinen Symptomen eine schlimme Krankheit verbirgt, ist zwar nicht exakt gleich Null, aber sie mit Sicherheit sehr viel geringer als die Wahrscheinlichkeit, dass ein Arzt im MRT auch mal etwas übersieht. Und nun? Was bleibt da von der angeblichen Unfehlbarkeit der Maschinen übrig? Mit 100% Wahrscheinlichkeit in Ängsten gefangen zu sein, wird mehr nutzbare Lebenszeit, mehr gelebtes Leben kosten, als man mit 0,01% Wahrscheinlichkeit im günstigsten Fall durch Früherkennung einer schlimmen Krankheit "rausholen" kann. Schlechte Bilanz, oder?

Mit dem Kopf wissen wir, dass unser Leben sowieso endlich ist, dass wir "nur zu Besuch" hier sind, dass wir nichts festhalten und nichts mitnehmen können. Aber wie sehr lassen wir das wirklich an uns heran und lernen, es auszuhalten? Oder wie sehr strampeln und zappeln wir, um es nicht wahrhaben zu müssen?

Das ist eins der Urthemen, das die Menschheit zu allen Zeiten beschäftigt und beunruhigt hat – und jede Zeit hat ihre eigenen Lösungen gefunden, um damit umzugehen. Zum Beispiel Religion und der tröstliche Glaube an ein Jenseits. Die heutige Zeit ist durch eine Art "Machbarkeitswahn" als neue Religion gekennzeichnet, alles scheint möglich und wird versucht; der Mensch suggeriert sich selbst, dass er prinzipiell alles unter Kontrolle haben kann, und sonnt sich in dieser Illusion. Eine Entfremdung von natürlichen Gegebenheiten ist die Folge. Umso hilfloser sind wir, wenn die Natur nur mal "furzt", wie sie es seit Jahrmillionen gelegentlich tut, und uns damit handstreichartig unsere ganze Ohnmacht vor Augen führt.

Dein Fühlen und Denken, ebenso wie zumindest mein früheres, entspringt dem Wunsch, alles unter Kontrolle zu haben. Ein eigentlich kindlicher und vermessener Allmachtsanspruch. Je mehr man versucht, alles unter Kontrolle zu haben, umso mehr Energie entzieht man dem eigentlichen Leben.

Das Fazit aus alledem kann nur lauten: carpe diem! Das fällt spontaneren Menschen sicher leichter als unsereins, aber es ist unsere Aufgabe, an dieser Front voranzukommen. Das ist nicht leicht – aber leichter als die Quadratur des Kreises ist es allemal. ;-)

Ärzte sind nicht unfehlbar, aber mit einiger Sicherheit kennen sie sich auf ihrem Gebiet besser aus als wir Laien. Grund genug, sie in Anspruch zu nehmen und ihnen zu vertrauen – es muss ja kein "blindes" Vertrauen sein. Als Kopfmenschen sollten wir anstreben, ein mündiger Patient zu sein, der auch selbst mitdenkt, Fragen stellt, Anregungen gibt, der im Arzt keinen Gott sieht, sondern einen Berater, mit dem man sich gegen die Krankheit verbündet. Nur eins verträgt sich nicht: einerseits einen Arzt zu brauchen, andererseits aber doch zu glauben, man wisse es besser als er. Ein bisschen Hingabe – sei es an den Arzt, an den Moment, an das Leben – ist zwar immer ein Risiko, aber beschert uns auch das, was ein glückliches Leben ausmacht.

Im Grunde ist es nicht die Furcht vor Krankheit und Tod, sondern die Furcht vor dem Leben, die uns in übertriebene Absicherungsbemühungen treibt.

LGila


Individualist

Sehr schöner Beitrag! :)= @:)

ZEodi'ac22


Zunächst mal Vielen Dank für Eure Antworten. Vorallem an Schnattergusche und Individualist, aber natürlich auch an alle anderen. Mein I-net hat jetzt leider die letzten beiden Tage gesponnen und ich bin hundemüde und muss jetzt auch ins Bett. Aber ich meld mich morgen auf alle Fälle auf Eure neuesten Beiträge.

Zqodiaxc22


sorry sorry sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber mein Internet war total hinüber und das hat sich jetzt die Tage hingezogen.

Also was ich jetzt auch beobachtet habe, die letzten Tage hatte ich diese Ängste total vergessen/verdrängt bzw. ich hab nicht mehr daran gedacht.

Nun heute hatte ich wieder Probleme mit meinen Augen und zack... schon denke ich natürlich wieder dran.

Mensch, wenns doch dauerhaft so wäre, wie die letzten Tage, das war echt super.

@ Schnattergusche:

joa bis dahin kann ich dir voll und ganz zustimmen. Die größte Angst liegt natürlich in der Zukunft. Und ja, sie kommt manchmal ganz plötzlich, wenns wieder irgendein Symptom gibt, ich wieder dran denke oder eben wegen der Denkweise, wenn ich mich über etwas freue oder auf etwas freue: "Halt mal, du hast evtl. Krebs".

Z1o8dilac22


@ Individualist:

Joa das mit der alles unter Kontrolle haben zu müssen, trifft bei mir voll und ganz zu. Es muss alles JETZT geklärt sein oder ungewisse, negative Dinge JETZT ausgeschlossen sein.

mCaripTosa


sorry sorry sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber mein Internet war total hinüber und das hat sich jetzt die Tage hingezogen.

Also was ich jetzt auch beobachtet habe, die letzten Tage hatte ich diese Ängste total vergessen/verdrängt bzw. ich hab nicht mehr daran gedacht.

Nun heute hatte ich wieder Probleme mit meinen Augen und zack... schon denke ich natürlich wieder dran.

Mensch, wenns doch dauerhaft so wäre, wie die letzten Tage, das war echt super.

Das ist leicht zu erreichen: verbringe möglichst wenig Zeit im Internet!

s/chna]tter)gusCche


Und ja, sie kommt manchmal ganz plötzlich, wenns wieder irgendein Symptom gibt, ich wieder dran denke oder eben wegen der Denkweise, wenn ich mich über etwas freue oder auf etwas freue: "Halt mal, du hast evtl. Krebs".

Glückwunsch! Damit hältst Du den Schlüssel in der Hand. Du zäumst nur das Pferd von hinten auf.

Du hattest die Ängste nicht verdrängt. Du hattest einfach nicht die gewohnte und trainierte Gelegenheit, sie Dir zu machen. Denn das ist genau der Punkt. Diese Ängste haben nichts mit "Symptomen" zu tun, sondern sind das Ergebnis Deiner eigenen Gedanken.

Was Du spürst sind keine Symptome einer Krankheit, sondern ganz einfach Signale Deines Körpers. Der ist ständig in Bewegung, muss Signale (Reize, Informationen im allgemeinen) und Stoffe (Flüssigkeiten, Nährstoffe, Reaktionsprodukte usw.) transportieren. 24 Stunden lang an jedem Tag Deines Lebens. Das ist ein sehr komplexes System. Darin kommt es immer auch zu kleinen Staus und Stockungen. Dann geht ein Signal von dort an die Zentrale, damit an dieser Stelle verstärkt aufgeräumt werden kann.

Du spürst z.B. ein Zwicken oder einen Schmerz. Da steckt aber noch längst keine Krankheit dahinter. Es ist nur ein Achtungszeichen. Und entweder sofort oder in der nächsten Phase der Entspannung, also in der Regel in der folgenden Nacht, scannt Dein Hirn den Körper ab, um an diese Stellen entsprechende Stoffe zu schicken, damit die Blockade aufgelöst wird. Das können Hormone sein, die extra ausgeschüttet oder dorthin geleitet werden. Das können auch Nährstoffe sein, die ein stoffliches Defizit ausgleichen. Manchmal werden ganz bestimmte Zellen gebildet, um z.B. mit eingedrungenen Mikroorganismen oder Viren fertig zu werden.

Das alles gehört zur normalen Funktion des Körpers und hat nichts mit Krankheiten zu tun. Die entstehen erst, wenn diese Funktion selbst blockiert ist. Sie wird ganz allgemein "Selbstheilung" genannt. Wenn z.B. die Signale nicht mehr weitergeleitet werden oder der Versorgungsfluss unterbrochen ist, dann können sich solche Staus ausweiten und große Baustellen werden. Daraus entwickeln sich dann Krankheiten.

Genau da liegt die Chance für jeden selbst. Anstatt Dein Denken auf mögliche Krankheiten zu programmieren, kannst Du auch verstehen lernen, wie der Körper funktioniert, und seine Selbstheilung unterstützen. Ausreichend Schlaf ist schon ein Anfang. Das Loslassen der Gedanken an Krankheiten klappt sicher nicht von jetzt auf gleich. Aber das wäre ein weiterer Schritt. Denn die daraus entstehende Angst führt zu Verkrampfungen und blockiert damit die Korrekturarbeiten des Körpers.

Wenn es Dir gelingt, kannst Du aber noch einen draufsetzen und mit Deinen schon so "trainierten" Gedanken sogar das Gegenteil bewirken und so die Selbstheilung unterstützen. Dazu brauchst Du nur die Inhalte der Gedanken austauschen. Ich bin inzwischen für das gelegentliche Zwicken dankbar und rede dann in Gedanken mit meinem Körper wie mit einem Menschen. Danke, dass Du mir gezeigt hast, wo etwas nicht stimmt. Das war nicht angenehm, aber zum Glück ist es so und nicht schlimmer. Jetzt lasse ich dort ganz gezielt locker, damit du leichter deinen Job erledigen kannst. Dann lege ich mir eine CD zur Meditation ein, und meistens ist schon nach kurzer Zeit, manchmal bereits am nächsten Tag, alles in Ordnung. Ich genieße meine Gesundheit. Und manche Leute wundern sich, dass ein Endvierziger keinen Hausarzt hat und in seiner Krankenkasse fast nur zahlendes Mitglied ist. Mein letzter Arztbesuch wegen einer Erkrankung war 2007, als ich eine Virusgrippe hatte. Mit meinem mentalen Einfluss war ich schneller wieder fit als andere Leute bei einem grippalen Infekt. Ich habe nur drei Tage gebraucht.

Das ist alles eine Frage der Übung. Anfangs habe ich über solchen Blödsinn abschätzig gelächelt und es für esoterischen Quatsch gehalten. Aber weil ich ein Skeptiker bin und es wirklich wissen wollte, habe ich es einfach mal ausprobiert. Meine Gedanken konnte ja keiner sehen. Bei einem Mißerfolg hätte ich einfach niemandem davon erzählt. Und siehe da, es hat ganz schnell geklappt. Die Kraft der Gedanken zu nutzen ist kein Allheilmittel, aber es kann helfen.

Iindi*vidxualixst


Schön geschnattert, Gusche! :)^ :)=

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