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Kopfdruck-/Kopfschmerz, Taubheitsgefühl der rechten Gesichtsh...

A/u0thanerxam82 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Folgende Symptome zehren die letzten Wochen sehr intensiv an mir:

Kopfdruck-/Kopfschmerz, Taubheitsgefühl der rechten Gesichtshälfte, Sinnestrübung, Übelkeit, Schweißausbrüche, stetiges fast vollständig geschlossenes "rechtes" Nasenloch, allgemeines Unwohlsein, pfeifen auf den Ohren (beidseitig seit wenigen Tagen), Gefühl als wäre Wasser im Ohr (beidseitig, ebenso seit wenigen Tagen), deutlich verringerte Sehkraft und in den letzten Tagen auch neurologische Probleme wie "wo bin ich?"... was nur für wenige Augenblicke anhält oder das ich z.B. wie vorletztes Wochenende zwei mal im Restaurant das Essen bestellen wollte. Konnte mich an die erste Bestellung "gar nicht mehr erinnern". HILFEEEE! Was passiert mit mir!?

Jetzt kommt der Schock. 2001 hat das Ganze angefangen.

Zuerst war es ein Schmerz der sich als Zahnschmerz äußerte. Vier mal wurde eine Wurzelbehandlung gemacht (über fast 1 1/2 Jahre erstreckt) dann, als nichts half, mehrfache eine Nelken-Zinkoxid-Füllung und dann eine Wurzelspitzenresektion (Zahnmed. OP). Als dann nach ca. 3 Jahren die Schmerzen immer noch nicht besser geworden sind, wurde der Zahn gezogen.

Das war der erste Weg der eingeschlagen wurde und nicht half.

Ich war mehrfach beim Hausarzt und hab einfach blindlinks Schmerzmittel und mehrfach Antibiotikum bekommen. Die Röntgenaufnahmen die gemacht wurden vom Kiefer/Zahn haben nie etwas gezeigt, waren also unauffällig. Trotzdem wurde die eben beschriebene Behandlung so durchgezogen. Wieso auch immer.

Zwischenzeitlich hat das Ganze ein Stadium angenommen, dass langsam nicht mehr vertretbar ist.

Grundsätzlich habe ich das Gefühl wie wenn ich einen Druck auf dem Kopf habe. Immer an der gleichen Stelle, der rechten Gesichtshälfte.

Die Sinnestrübung die in den letzten Wochen enorm zugenommen hat, macht es fast unmöglich meinen Beruf auszuüben.

- Blutbild war okay (Calcium war etwas niedrig, aber nicht bedenklich)

- EKG, BelastungsEKG und Carotis EKG waren soweit okay, BelastungsEKG hat einen sehr niedrigen Max.-Puls von 148 ergeben.

- HNO hat mir in die Nase geschaut und meinte sei auch alles okay.

Jetzt habe ich am 27.06.2011 einen Termin für ein Schädel-CT aber ich glaub, vorher kipp ich um.

Das Ganze ist völlig Tagesabhängig. An manchen Tagen habe ich nur diese Kopfschmerzen bzw. diesen Druck auf dem Kopf und an manchen Tagen alles. Da würde ich am liebsten ins Bett liegen und sterben. :-/

Ich war bei wahnsinnig vielen Ärzten, in verschiedenen Krankenhäußern etc. und nirgends wurde was gefunden. Manchmal irgendwie zufällig etwas, was aber mit diesem langanhaltenden Krankheitsbild nichts zu tun hatte.

Stellenweise hab ich das Gefühl, man wird nicht ernst genommen. Echt schrecklich wenn es einem nicht gut geht und man eben auch wegen der Anzahl der Symptome dann belächelt wird.

Hat jemand irgend ne Idee, einen Rat irgendwas das mir ggf. ein weiterhilft. Ich verliere so langsam, nach über 10 Jahren, die Lust am Leben. Es ist alles nur noch anstrengend, schleppend und einfach wahnsinnig ermüdend.

Ich bin über jeden Antwort dankbar, wirklich!

Liebe Grüße

Daniel

Antworten
H< Rupxp


Grüß Dich,

warst Du schon mal bei einem Neurologen?

Wie lange dauern Deine Kopf-/Gesichtsschmerzen an?

Treten die in Attacken auf?

Ich bin am Cluster-Kopfschmerz erkrankt, zwischen den eiinzelnen Attacken besteht oft ein "Grundschmerz", auch im Gesicht, im Bereich des Trigeminusnervs.

Sehr selten zwar können Cluster-Kopfschmerzen auch ausschließlich im Kieferbereich auftreten.

Warst Du schon mal stationär in einer (Kopf)schmerzklinik?

Alles Gute und viel schmerzfreie Zeit

Harald Rupp

A1uthqafnr)axm82


Hallo Harald,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ja, ich war schon beim Neurologen. Allerdings war das 1999 als ich eine Trigeminusneuralgie hatte. Seit 99 sind in der Form keine Probleme mehr aufgetreten. Der Schmerz ist durchgehend da. An den meisten Tagen ist es einfach nur ein gleichbleibender Kopfschmerz. Hin und wieder tritt auch ein stechender, sehr starker Schmerz auf. Allerdings ist das eher selten.

Nein, ich war bisher in keiner Schmerzklinik.

Heute habe ich meine neuen Blutwerte bekommen, die wieder okay sind. :-/

So doof es auch klingen mag, hoffe ich jedesmal, dass eine Auffälligkeit da ist, die irgendeinen Hinweis gibt.

Jetzt muss ich bis zum 27. warten und dann habe ich ein CT Cranium.

Ich hoffe so sehr, dass endlich was gefunden wird. Ich halt es so langsam nicht mehr aus.

LG

Daniel

Sras3chZa_S


Wenn Du nicht an einer Angst/Panikstörung leidest, dann hört es sich für mich zumindest sehr nach einer somatoformen Störung an. Mir geht es nämlich ähnlich. Seit 2 Jahren täglich Kopfschmerzen, Kopfdruck, Ohrensausen (Tinnitus), Schmerzen überall mal, nur noch wenig belastbar, schnell Schweißausbruch, Schwindel. Abgenervt von allem.

Und nicht zu vergessen, Depression ist nicht immer das, was wir uns so allgemein darunter vorstellen, nämlich ein ständig weinendes Etwas, was immer so aussieht, als geht für ihn/sie gleich die Welt unter, des Lebens überdrüssig etc. Das wäre ein großer Irrtum. Depression kann sich auch rein körperlich äußern, man nennt das, glaube ich, lavierende Depression. Die Diagnose ist oft schwer, wird spät erkannt.

Man kann also mit all seinen Beschwerden trotzdem relativ gut drauf sein, am Leben hängen, kaum/nicht weinen etc. und trotzdem ne Depression haben.

Ich renne auch 4-6 mal mit meinem Hund draußen rum und die Leute sagen, ich sehe aus wie das blühende Leben und als käme ich gerade aus der Karibik. In Wirklichkeit geht es mir beschissen körperlich.

Wichtig ist natürlich, wirklich alles körperlich gut untersuchen zu lassen. Aber bitte nicht eine Sache 5 mal und immer und immer wieder. Bei mir wurde auch alles mehrfach untersucht und selbst die utopischsten Sachen, sogar 1 Woche Krankenhaus deswegen zusätzlich, musste 24 Stunden den Urin sammeln und lauter so Sachen, Ultraschall aller Organe, Herzkatheter, Röntgen, MRT's, CT's, HNO, Orthopädie, Neurochirurg, Zahnarzt und was weiß ich noch alles. Seit 1 Jahr gehe ich quasi nicht mehr zu Ärzten, weil ich körperlich kerngesund bin. Nur noch zum guten Psychiater. Körperlich alles ok, trotzdem krank, GdB 50 (schwerbehindert) und alles Psyche.

Irgendwann sollte man dann einsehen, es gibt keine andere Erklärung.

Muss bei Dir nicht so sein, könnte aber. ;-)

_IParvSati_


Würde mal abklären lassen, ob ein Vitamin B12 Mangel vorliegt. Außerdem sollte der Calciummangel behoben werden, auch, wenn dieser nur knapp unter der Norm liegt. Nebebei auch das Vitamin D3 kontrollieren lassen. Denn mit einem niedrigen D3 Spiegel kann Calcium nur schlecht aufgenommen werden bzw. könnte ein niedriger Spiegel auch Ursache des Calciummangels sein. Mit Nährstoffmängeln ist übrigens nicht zu spaßen, denn sowas kann häufig zu schweren physischen und psychischen Problemen führen. Wird allerdings oft von den Ärzten unterschätzt.

Warst du auch mal bei einem HNO-Arzt? Oder mal bei einem Orthopäden?

S`asc,hax_S


Mit Nährstoffmängeln ist übrigens nicht zu spaßen

Ach, den hat doch in unseren Breitengraden kaum einer. Das haben mir nun auch schon etliche Ärzte gesagt. Wer sich halbwegs normal ernährt, hat auch keine Mangelerscheinungen. Es sei denn, es steckt doch eine organische Ursache dahinter und es ist was gestört, Stoffwechsel oder was auch immer.

Dieser ganze Kram mit den Vitaminpillen und Zusatzstoffen, es ist ein Milliarden Markt und da wird Welle gemacht, aber im Prinzip braucht das kein Mensch, wenn er sich, wie gesagt, normal ernährt.

Bei mir wurde alle diese Werte im Krankenhaus bestimmt, wirklich alles was es gibt. Das waren bestimmt 60-70 Werte, wirklich. Alles super und obwohl es mir schon lange schlecht ging.

_qParBvatiJ_


Ach, den hat doch in unseren Breitengraden kaum einer.

Mir scheint, du hast absolut keine Ahnung ;-)

Wer sich halbwegs normal ernährt, hat auch keine Mangelerscheinungen.

Das ist ein fataler Irrglaube. Man kann sich auch super ernähren und trotzdem einen Mangel haben.

Es sei denn, es steckt doch eine organische Ursache dahinter und es ist was gestört, Stoffwechsel oder was auch immer.

Die Usachen sind verschieden und oft sind die Ursachen auch nicht zu finden. Fakt ist aber, dass Nährstoffmängel in unseren Breitengraden sehr verbreitet sind. Ob jetzt eine Organische Ursache dahinter steckt oder nicht, sei erst mal dahingestellt.

Dieser ganze Kram mit den Vitaminpillen und Zusatzstoffen, es ist ein Milliarden Markt und da wird Welle gemacht, aber im Prinzip braucht das kein Mensch, wenn er sich, wie gesagt, normal ernährt.

Es gibt aber viele Menschen, die auf solche Zusatzpräperate angewiesen sind und ohne die nur schwer überleben könnten. Spiel das Ganze bitte nicht so runter! Es ist schon schlimm genug, dass viele Ärzte niedrige Nährstoffwerte nicht ernst nehmen und dadurch mit der Gesundheit des Patienten fahrlässig umgehen.

Bei mir wurde alle diese Werte im Krankenhaus bestimmt, wirklich alles was es gibt. Das waren bestimmt 60-70 Werte, wirklich. Alles super und obwohl es mir schon lange schlecht ging.

Wenn man wirklich alle Werte die es gibt untersuchen wöllte, dann würde man mit 60-70 Werten nicht auskommen. Oft dauert es auch Jahre, bis eine Ursache gefunden wird. Ich habe mich auch mehrere Jahre mit üblen Beschwerden rumgeplagt. Bin von Arzt zu Arzt gerannt. Hab etliche Untersuchungen über mich ergehen lassen. Am Ende hat man mich auch schon auf die Psychoschiene geschoben und mit mit Antidepressiva voll gepumt. Brachte aber alles nix. Letztendlich kam dann doch raus, dass die Ursache meiner Beschwerden doch physisch ist. Ein Teil meiner Beschwerden sind sogar irreparabel, eben, weil ich nicht rechtzeitig behandelt wurde!

Saasc'ha_S


Mir haben sicher schon 10 Ärzte was anderes gesagt. Und auch auf Fachseiten hab ich schon oft gelesen, es kommt in den Industriestaaten sehr sehr selten zu Mangelerscheinungen und wenn, dann ist es wirklich extrem einseitige Ernährung oder eine organische Ursache, die dann eben bei bestimmten Stoffen zum Mangel führt.

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denke das kann von ms bis vorfall hws alles sein .. würde an deiner stelle mal ein mrt vom schädel und der hws und bws machen lassen ... hatte ähnliches bei mir war es verdacht ms der auch besteht aber die beschwerden kamen von nem vorfall an der hws ...

_VParDvatxi_


Mir haben sicher schon 10 Ärzte was anderes gesagt.

Da hast du meinen Hausarzt und meine Hämatologin noch nicht kennen gelernt. Die nehmen das, im Gegensatz zu manch ihrer Kollegen, durchaus sehr ernst und geben nur selten was auf Lehrmeinungen und bilden auch mal eine eigene Meinung.

Und auch auf Fachseiten hab ich schon oft gelesen, es kommt in den Industriestaaten sehr sehr selten zu Mangelerscheinungen

Wenn du es schon so oft gelesen hast, dann dürfte es für dich ja kein Problem sein, auch mal ein paar Quellen hier rein zu stellen.

dann ist es wirklich extrem einseitige Ernährung oder eine organische Ursache, die dann eben bei bestimmten Stoffen zum Mangel führt.

Das sind auch nur zwei Ursachen. Es gibt aber wesentlich mehr. Zum Beispiel besteht bei manchen Menschen auch ein erhöhter Bedarf an bestimmten Nährstoffen z.B. bei Schwangeren, Rauchern, Sportlern und bei Frauen allgemein aufgrund der Regelblutung. Dieser Mehrbedarf kann meist nicht mehr durch eine gesunde Ernährung gedeckt werden. Hinzu kommt noch, dass wir in der Industrienation stärker mit Giftstoffen und Schwermetallen belastet sind, was wiederum zu einem erhöhten Bedarf an Nährstoffen führt. Auch (dauerhafte) Medikamenteneinnahme kann die Aufnahme bestimmter Nährstoffe hemmen oder gar ganz blockieren oder auch den Bedarf erhöhen.

S|asch9a_S


Zum Beispiel besteht bei manchen Menschen auch ein erhöhter Bedarf an bestimmten Nährstoffen z.B. bei Schwangeren, Rauchern, Sportlern und bei Frauen allgemein aufgrund der Regelblutung.

Ja, aber das ist doch auch ok und darum ging es mir nicht. Ich weiß das auch alles. Mit einer Hämatologin hab ich neulich auch gesprochen. Ich hatte großes Blutbild bei und sie machte noch andere Werte und beim 2. Termin sagte sie, alles super. Und ich bin auch starker Raucher und ernähre mich nicht unbedingt so toll.

Natürlich werden bei vielen Leuten die Werte nicht immer optimal sein, aber um wirklich ernste gesundheitliche Probleme zu bekommen, also da müssen schon extreme Mangelerscheinungen da sein und die erreicht man selbst als Raucher, mit viel Alkohol und Stress etc. kaum.

Bei psychischen Erkrankungen kann es auch zu Mangelerscheinungen kommen und sogar normale Blutwerte können sich ändern. Hier liegt es also nicht an eine Mangelerscheinung aus organischen Gründen oder wegen schlechter Ernährung, sondern an der psychischen Erkrankung. Und das kann alles sein als Grund, Depression, Angststörung, Hypochondrie oder was auch immer. Das sollte man bedenken. ;-)

Die klare Ursache lässt sich oft auch nicht ausmachen.

_qParvaitix_


Ja, aber das ist doch auch ok und darum ging es mir nicht.

Um was dann?

Und ich bin auch starker Raucher und ernähre mich nicht unbedingt so toll.

Was ja nicht zwingend heißt, dass du auch Mängel bekommen kannst.

Natürlich werden bei vielen Leuten die Werte nicht immer optimal sein, aber um wirklich ernste gesundheitliche Probleme zu bekommen, also da müssen schon extreme Mangelerscheinungen da sein

Nein, muss nicht zwingend sein. Manche haben schon bei leichten Mangel starke Probleme. Genauso gibt es auch welche, die zwar einen Mangel haben, aber keine Probleme. Wenn man aber Beschwerden hat, dann sollte der Mangel schon behoben werden, selbst, wenn noh nicht eindeutig geklärt ist, ob die Beschwerden durch den Mangelzustand verursacht wurden.

Bei psychischen Erkrankungen kann es auch zu Mangelerscheinungen kommen und sogar normale Blutwerte können sich ändern.

Ja, das ist auch möglich.

Aber eigentlich möchte ich jetzt nicht mehr mit dir darüber diskutieren. Da das schon sehr am eigentlichen Thema vorbei geht.

S aschax_S


Ja, geht zu sehr am Thema vorbei. ;-)

Welcher Mangel und welche Symptome dann, ist hier ganz übersichtlich.

[[http://www.nam.de/mangel.htm]]

Ich kann nur sagen, ich hab das auch alles durch, weil ich schon Jahre bestimmte Symptome hab, die dazu passen. Einiges hab ich schon lange geändert, Ergänzungs-Präparate hab ich auch etliche durch und sicher in 2 Jahren 200€ dafür in der Apotheke gelassen. Oder Ginkgo plus Sauerstoffkur gegen Kopfschmerzen für 83€. Effekt von allem = null.

Und auf die Psychoschiene sollte man im Idealfall erst "abgeschoben" werden, wenn es wirklich keine anderen Erklärungen mehr gibt. Und oft ist das der Fall, die Leute rennen aber weiterhin von Arzt zu Arzt auf der Suche nach den Ursachen.

_(Par:vaxti_


Welcher Mangel und welche Symptome dann, ist hier ganz übersichtlich.

[[www.nam.de/mangel.htm]]

Sehr lückenhaft. Da sind ja nur wenige wichtige Nährstoffe aufgeführt ":/

Ergänzungs-Präparate hab ich auch etliche durch und sicher in 2 Jahren 200€ dafür in der Apotheke gelassen. Oder Ginkgo plus Sauerstoffkur gegen Kopfschmerzen für 83€.

Ähm ja... selbst schuld.

Effekt von allem = null.

Logisch. Wenn man keine Mängel hat, dann bringen einem die Nahrungsergänzungsmittel auch nix.

Und auf die Psychoschiene sollte man im Idealfall erst "abgeschoben" werden, wenn es wirklich keine anderen Erklärungen mehr gibt.

Und wenn doch? Wie gesagt, es kann Jahre dauern, bis eine Ursache gefunden wird. Ich will jetzt nicht sagen, dass man die Psyche nicht mit in Erwägung ziehen soll, aber man sollte parallel dazu trotzdem noch nach physischen Ursachen suchen. Bei der Sache muss ich immer an meinen Bruder denken. Über 10 Jahre hatte er häufig Koliken. Er war sich lange Zeit so sicher, dass es Gallenkoliken sind. Nur wurden nie Gallensteine gefunden. Weder per Ultraschall noch per MRT. Irgendwann war selbst er davon überzeugt, dass er einen psychische Störung hat. Hat sich selbst zig mal in Kliniken einweisen lassen. Schmerzen wurden aber nicht besser. Irgenwann ging es ihm dann so schlecht (er wäre wirklich fast gestorben), dass die Ärzte hellhörig wurden und noch genauer nach körperlichen Ursachen suchten. Und was fanden sie in den Gallengängen? Drei mal darfst du raten...

Na ja, einige Zeit später ist dann noch raus gekommen, dass er einen sehr seltenen Gendefekt hat, wo der Körper immer wieder zur Bildung von neunen Gallensteinen angeregt wird.

SJaskchag_S


Ja, natürlich muss gründlich nachgesehen werden und wie gesagt, eine psychische Diagnose setzt immer eine intensive körperliche Diagnostik voraus. Das ist wichtig. Klar, nicht immer geschieht das so.

Und da gibt es auch klare Regeln für die Ärzte und ich kann in meinem Fall nur sagen, die Regeln wurden eingehalten. Was ich in einem vorigen Beitrag geschrieben hab, es ist nur ein Bruchteil der Untersuchungen, die bei mir gemacht wurde. Wenn ich allein meine chronischen Kopfschmerzen nehme, da kann man nicht mehr machen, um dann noch eine Ursache zu finden. MRT, CT, Ultraschall Halsgefäße, EEG, HWS, Hämatologin, Orthopädie, Neurochirurg, HNO, Internist, Neurologe, der Blutdruck ist es nicht, Herz i.O., Säurehaushalt i.O., Schilddrüse Ultraschall, also mehr kann man nicht machen und das kostete wahrscheinlich die Kasse Tausende Euro. Und es wird keine Ursache gefunden.

Da bleibt dann eben manchmal wirklich nur noch die Psyche über. Aber, es sollte eben gründlich untersucht werden. Und darauf sollte man auch bestehen. Allerdings kann ich aus Erfahrung auch sagen, die Grenze zur Hypochondrie kann dann auch schnell näher kommen. Da sollte man aufpassen.

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