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Rasende Kopfschmerzen, schlapp, Zittern am ganzen Körper

WjoKlkentxraum


Ich denke auch, dass ich noch mal meinen Arzt ansprechen werde und evtl. für eine Spezialklinik anfragen werde. Aber ich bin erst 19, also nicht wirklich in der Lage, Behandlungskosten selber zu tragen.

Alle Untersuchungen waren bis jetzt eigentlich o.B. , so dass ich mich frage, was, wenn ich mir im Traum auf die Zunge gebissen habe? Es waren auch nur leichte Bisse am Rand, innerhalb weniger Tage abgeheilt.

Ich habe auch schon mal überlegt, ob ein Stress dafür verantwortlich sein kann, ich habe kurz vorher das erste Mal von meiner Mutter einen Anruf bekommen, dass sie mich sehen will. Dazu muss ich sagen, dass ich vor 5,5 Jahren vom Jugendamt "geholt" wurde und danach keinen Kontakt mehr zu ihr hatte.

Es ist schon wichtig, was dabei herauskommt, weil im Moment quasi mein ganzes Leben still steht. Meinen Job habe ich verloren, ein Hobby habe ich erstmal komplett aufgeben müssen und beim anderen, naja... so wirklich etwas machen kann ich da auch nicht mehr. :°(

Durch das Medikament schlafe ich fast nur noch und die Kopfschmerzen.. die klopfen auch regelmäßig an >:(

Danke für die Gute Besserung! :-)

AFntanSana,riva


Hallo Wolkentraum,

bei tonisch-klonischen Anfällen handelt es sich in der Tat um Grand Mal Anfälle, ich finde es aber sehr merkwürdig, dass diese von allein aufgehört haben sollen, denn das tut diese Art von Anfall nicht ":/ GM-Anfälle sind allerdings sehr gut mit Medikamenten behandelbar- daher muss man eigentlich diese Medikamente meist ein Leben lang einnehmen, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass diese GM wieder auftreten bzw. schon aufgetreten sind. Es gibt aber auch sog. "benigne Anfälle des Kindesalters", die in der Tat mit der Pubertät von alleine wieder verschwinden, diese sind aber nicht tonisch-klonisch. Als Patient merkt man es eigentl. schon, ob man einen sog. GM hatte oder nicht: die wenigsten haben dabei aber einen lateralen Zungenbiss (und Nässen ein), die meisten klagen über eine Art schlimmen Muskelkater; Kopfschmerzen; Unwohlsein und haben sehr oft Sprachprobleme.

Du hast von diesen Symptomen gesprochen: plötzlich einsetzende Kopfschmerzen, Zittern, "Einsacken" der Beine usw. – diese Symptome klingen definitiv nicht nach Epilepsie.... es ist auch völlig unlogisch (für Epilepsie), dass diese Symptome so lange andauern.

Keine Ahnung, wo du wohnst, daher nenne ich dir jetzt einfach mal folgende Epilepiezentren (sind zumindestens die Bekanntesten): Bonn, Freiburg, Tübingen (mein persönlicher Favorit), Hamburg : Du musst da einfach anrufen, um mit denen einen Termin zur stat. Aufnahme vereinbaren (Telefonnummer findest du im Internet), den Einweisungsschein bekommst du vom Hausarzt oder vom Neurologen.

Wie du selber geschrieben hast, geht es dir im Moment (auch psychisch) nicht so besonders gut, daher ist eine stat. Abklärung definitiv die best. Option für dich. Gerade weil du erst 19 bist, muss man unbedingt der Sache auf den Grund gehen.

Lass von dir hören, wie es bei dir weiter geht...

WGolkeQntrxaum


Ich kann bzgl. der Anfälle nur das sagen, was mir gesagt wurde, da ich mich an keine erinnern kann: Laut Zeugen habe ich zuerst die Arme und Beine versteift, geschrieen und bin wie ein Brett umgefallen und habe gezuckt, teilweise soll ich mich sogar eingenässt haben.

Meine leibliche Mutter hat mir früher mal gesagt, dass die Ärzte die Tabletten nicht absetzten wollten, weil das zu gefährlich wäre, die Anfälle könnten wiederkommen, aber es auf Wunsch meiner Mutter versucht worden wäre (sie hätte sonst die Tabletten eigenmächtig abgesetzt) %-| , da ich ja zu dem Zeitpunkt 4 Jahre Anfallfrei war. Vielleicht hilft das Medikament weiter: damals war es Ospolot und für den Notfall Diazepam. Ich weiß nur, dass ich tatsächlich anfangs sehr regelmäßig EEGs schreiben lassen musste, auch immer wieder mit Schlafentzug usw.

Ich bin richtig verwirrt, weil das schon stimmt.. Warum sollten solche Anfälle wieder aufhören? Bis jetzt hatte ich mich da auch nicht weiter mit befasst. Hoffe, dass der Termin nächste Woche beim Neurologen was neues ergibt. :[]

WJolkelntraquxm


So... Ich war noch einmal beim Neurologen. Nach den Klinikbefunden geht er weiterhin davon aus, dass es sich um eine leichtere Form der Epilepsie handelt. Die Symptome sind schon Zeichen für Anfälle (fokal), da auch nichts feststellbar war in den Untersuchungen. Jedenfalls ist meine Fahruntauglichkeit auf ein Jahr nach dem letzten Anfall verlängert worden... Ich habe jetzt ein zweites Medikament als "Unterstützung" für mehrere Tage, danach sollte das eigentliche Medikament so eingestellt sein, dass es "greift" . In vier Wochen wird mir dann Blut abgenommen.

Afntanan2arixva


Hallo Wolkentraum,

sorry, wenn ich damit unangenehm auffallen sollte bzw. nerven sollte: lass dich bitte in ein Epilepsiezentrum einweisen und lass dort abklären, ob es sich um fokale Anfälle handelt oder nicht!

W0olkelntraxum


Also ich habe wieder in einer Klinik gelegen, aber nicht in einer Spezialklinik. Ich hatte wieder die anfangs beschriebenen Symptome und ein Arbeitskollege hat mich ins nächste Krankenhaus gefahren. Dort kam es noch auf dem Flur der Notaufnahme zu einem Anfall, bei dem meine ganze Seite taub wurde. Ich bekam ein Antiepileptikum und wurde mit einem Intensivtransportwagen in eine Klinik mit Neurologie gefahren. Leider nicht die, in der ich zuvor gelegen hatte, da diese nicht aufnehmen konnte.

Ich hatte nachts (17.8) noch einen Anfall (blieb aber bei Bewusstsein) und im Laufe des nächsten Tages (18.8) nachmittags noch einmal einen. Ich hatte zwei ganze Tage eine gelähmte Seite und keine Reflexe, dann bekam ich langsam wieder Gefühl in Gesicht und Hand.

Ich weiß nicht, warum die Anfälle plötzlich in dieser Heftigkeit auftraten, ich hatte nach den 3 Anfällen nach 24 Std noch einmal einen nachts (19.8) .

Ich habe bis jetzt noch keine wirklichen Gefühle in meinem rechten Bein, kann nicht laufen. Heute wurde ich entlassen, weil es ja eine Parese wegen der Anfälle ist. Bis gestern war ich im Rollstuhl, heute probier ich es auf Krücken... ":/

I@ndienfJan


Namaskaram Wolkentraum,

ich wuerde Dir wirklich nahelegen mal in Bonn anzufragen, wie ich bereits

2011-07.30 20:13

schrieb. Dann hast Du ein Ergebnis, mit welchem Du planen kannst ein besseres, unbeschwerteres Leben zu fuehren. Gute Besserung.

WmolkentGraum


So... langsam werde ich verrückt mit dem hin- und hergerenne. Ich war wieder in der Notaufnahme, diesmal wieder in der ersten Klinik (Uniklinik), weil ich vom niedergelassenen Neurologen hingeschickt wurde, um die Parese abklären zu lassen, da das andere KH bis auf ein MRT nichts unternommen hat. Ich habe selber Motorikübungen und Laufübungen mit Freunden durchgezogen.

Ich hatte dann verschiedene Ärzte – eine Neurologin der Notaufnahme, meine damalige Stationsärztin, der Oberarzt Neurologie und sogar eine Psychologin. Geschlagene 10,5 Stunden hab ich da verbracht!

Das Ergebnis hat mich überrascht. Weiterhin halten alle an der Epilepsie fest und sind der Meinung, dass die Paresen mit den Anfällen im Zusammenhang sind.

Die Ursache ist wie immer unauffindbar – alles o.B. Allerdings war rechts deutlich weniger Kraft als links. Die Psychologin ist der Meinung, dass die Parese nach einer psychischen Krise gekommen ist, evtl. wegen meiner Vergangenheit und wahrscheinlich wegen der Umstände jetzt. Aber depressiv oder so bin ich nicht. Ich soll mir jetzt einen Psychotherapeuten für Verhaltenstherapie suchen.

Mittlerweile nehme ich 75mg Lamotrigin morgens und die selbe Menge abends.

Und ich konnte heute wieder arbeiten. Ich habe letzte Woche jeden Tag immer mehr laufen geübt und Mittwoch letzte Woche kam wieder Gefühl in das Bein... Der Kraftaufbau war dann ein leichtes Spiel.

Seid ihr sicher, dass man das wirklich abklären lassen sollte? Bonn ist schon etwas weiter weg (aber das nächste) und wie gesagt – es gibt keine deutlichen Befunde.

Das einzige, was mir aufgefallen ist, ist dass mein PTT Wert beim ersten KH – Aufenthalt bei 24ms lag.

Ich werde Donnerstag zu einem Feuerwehrarzt gehen, dem habe ich heute meine Befunde gegeben. Ich muss dahin, da ich auf Grund vorletzter Woche verständlicherweise komplett aus der Feuerwehr gezogen wurde. Der hat alles da und vielleicht kann der mir weiterhelfen.. Ihr geht davon aus, dass es evtl. nicht eine Epilepsie ist? Aber sie ist diagnostiziert ... ":/

Ifnd=ienpfxan


Namaskaram Wolkentraum,

auch wenn, wie Du sagst: "Bonn" schon weiter von Aachen schon "etwas" weiter entfernt liegt, nochmals meine Empfehlung, melde Dich dort mal. Und frage nach einem "Prof. Dr. med. Christian E. Elger (FRCP)". Weiteres per PN.

AantananaKrixva


Hallo Wolkentraum,

geh endlich in ein Epilepsiezentrum! Ich verstehe nicht, worauf du noch wartest :|N diese rumschreiberei hier, ist doch nur vergeudete Zeit! Es ist vollkommen egal, wo du hingehst, guck halt, wo du am schnellsten einen Termin bekommen kannst!

Das, wie du sagst, deine Epilepsie diagnostiziert ist, ist ja schön und gut (ich bin immer noch anderer Meinung), aber dein Neurologe ist offenbar nicht in der Lage, dich vernünftig medikamentös einzustellen, da deine "Änfalle" ja weiterhin heftigst auftreten- auch da hilft das Epilepsiezentrum weiter...

Ohne dich jetzt verunsichern zu wollen, ich kenn auch dein Tätigkeitsfeld bei der Feuerwehr nicht, aber als Epileptiker hast du dort keine Chance mehr, dich beruflich zu etablieren...

Du hattest als Kind GM-Anfälle, daher ist deine Epilepsie natürlich diagnostiziert (siehe Beitrag weiter vorn), d.h. aber nicht, dass deine jetzigen Ereignisse auch epileptisch sein müssen... (einige Aspekte sprechen für, die meisten Aspekte aber gegen eine Epilepsie)

Also, geh endlich in ein Epilepsiezentrum!

PS: Nur weil man Neurologe ist, heisst das noch nicht, dass man auch Epileptologe ist!

Woolk,e/ntraxum


Aachen ist die nächste Großstadt in meiner Nähe, werde aber diesen Monat ins Ruhrgebiet ziehen. Die Medikamente sind fertig eingestellt und ich bin nicht mehr bei der Feuerwehr. Soweit geht es mir wieder gut, ich hoffe, das hält an.

Der Feuerwehrarzt ist auch nicht ganz so der Meinung, dass es sich um eine typische Epilepsie handelt. Mit ihm werde ich jetzt weiter verfahren und in die speziellen Bereiche gehen.

Danke für eure Tipps und Ratschläge, ich werde mich in einigen Wochen dann mal melden, was noch passiert, bzw. wie es weiter gelaufen ist.

W[olke"ntrYauxm


Hallo!

Ich habe wieder ein MRT gemacht, das zeigte allerdings einen Befund. Es war auf der linken Seite ein dunkler Fleck zu sehen, allerdings wurde ein Tumor bereits ausgeschlossen. Was der Fleck ist, können die Ärzte mir nicht sagen.

Angst gemacht hat mir, dass ich im MRT auf einmal alles doppelt sah und während der Untersuchung das Bewusstsein verlor und erst etwas mehr als zwei Stunden später auf der Intensivstation aufwachte.

Mit Wartezeit soll ich bald in eine Klinik, die sich auf Psychosomatik und Neurologie spezialisiert hat.

Die Ärzte meinen mittlerweile alle, dass ein nicht verarbeitetes Trauma in der Vergangenheit ein neuer Auslöser für die Epilepsie ist.

S7unoflow9er_7x3


Ich kann Bonn und Prof. Elger nur empfehlen. Ich habe als Studentin mal in der Epilepsieforschung gejobbt und der Prof da hatte enge Kontakte nach Bonn.

Auch noch zu empfehlen: Bielefeld-Bethel. Aber lass' es weiter abklären!

Und psychische Probleme können eine Epilepsie verstärken, aber nicht unbedingt so vollständig auslösen. Hätten manche Tiefenpsychologen gerne, ich sehe es aber kritisch.

W$olk_enktra#uxm


Jetzt sind einige Wochen vergangen und viel weiter als vorher bin ich nicht. Also ich werde weiterhin auf Epilepsie behandelt, weil es am 22.10.11 erneut zu einem Zwischenfall gekommen ist.

Ich war auf einer Feier und habe auf das Flackerlicht reagiert – ich habe heftige Kopfschmerzen linksseitig bekommen und mir wurde ganz komisch; ich habe auf den Boden geschaut und bin ganz schnell raus. Dort musste ich mich hinsetzen, weil meine Beine wieder versagten. Ein zufällig anwesender Rettungsassistent, den ein Freund von mir kannte, leistete erste Hilfe und brachte mich in das Auto – ich hatte einen Rettungswagen abgelehnt – und beide wollten mich ins Krankenhaus fahren.

Allerdings fing mein ganzer Körper plötzlich an zu zittern, so dass ich zur nächsten Wache gefahren wurde, die vielleicht zwei Minuten entfernt lag. Dort wurde ich dann versorgt und mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren. Auffällig war, dass bei der ersten Messung des Blutzuckers ein Wert von 136 gemessen wurde, 5 Minuten später nur noch einer von 64.

Ich habe an dem Tag keinen Alkohol getrunken und meine Cola immer mit mir herumgetragen.

Was sagt ihr dazu? ???

PJap6ula


Meiner Meinung nach wurde schon alles gesagt! *:)

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