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Karpaltunnelsyndrom schon mit Ende 20? Abhilfe, Übungen, OP?

n~0gidvea hat die Diskussion gestartet


Hallo,

kann mir hier jemand Rat geben?

Bin nun seit 1,5 Wochen krankgeschrieben.

Die Durchgangsärzte in der orthopädischen Praxis machten mich unsicher. Ihre Diagnose lautete Sehnenentzündung + leichter Tennisarm. Also Arm ruhig halten, Manschetten für Hand und Ellenbogen, Ibu Profen, kühlen.

Ich hatte vor zwei Wochen meine Hand links wohl überlastet. Dann aber die Arbeitswoche weiter munter am PC gearbeitet (ohne Schmerzen). Am WE wachte ich dann mit Schmerzen im ganzen linken Arm auf. Als ob ich draufgefallen wäre.

Trotz meiner Schiene konnte ich mit der rechten Hand nicht schmerzfrei tippen (auch wenn der Arm sich sonst besserte). Also bin ich zur Handchirurgie gewechselt. Dort wurde dann leichter Tennisarm und eben Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert. Soll nu vom Neurologen abgeklärt werden+Reizstrom+KG.

Kortisonspritze erhielt ich auch noch (Spritzstelle tut immer noch weh).

Im Moment bin ich extrem frustriert und falle für mich immer wieder in ein Loch. Ich mache beruflich vorrangig Dateneingabe, tippe sonst > 400 Zeichen die Minute, auch mal im Akkord (seit 12 Jahren) und Mühe mich jetzt so sehr mit diesem Beitrag ab :°(. Es passiert, dass ich Dinge fallen lasse oder Flaschen etc. nicht aufbekomme. Seitdem ich die linke Hand schone, merke ich auch in der rechten dieselben Probleme Richtung Daumen (ist jetzt ja auch stärker im Einsatz).

Eigentlich habe ich mit der linken Hand schon seit vergangenem Dezember Probleme. Ich hatte sie belastet (viel getragen). Danach fühlte sich der Daumen anders an (keine Schmerzen). Seitdem hatte ich das Gefühl, den Daumen immer in der Faust stützen zu müssen und... er fühlte sich nicht mehr an wie meiner. Die Ärztin (Handchirurgie) sagte mir, die Muskulatur am Daumen hätte auch schon abgenommen.

Aktuell mache ich folgendes:

- Ibu Profen abgesetzt

- seit heute versuche ich normal zu belasten ohne Schienen

Ergebnis: Beide Hände kribbeln, unangenehmes Gefühl, nicht voll belastbar, ich treffe einhändig die Tasten nicht, die ich eigentlich tippen will. Schmerzen beim Schreiben.

Ich möchte das los sein und wieder normal die Hände benutzen können (brauche sie beschwerdefrei ab Herbst).

Bei meinen Recherchen bin ich z. B. auf

[[www.tennisarm.ch]] aufmerksam geworden.

Gibt es in dieser Art auch Übungen für die Hand bei Karpaltunnelsyndrom?

(kann das helfen oder mehr schaden?)

Ist es richtig, wieder normal zu belasten?

In welchem Alter habt ihr mit sowas Probleme gehabt?

Wie lange wart ihr damit insgesamt krankgeschrieben?

Seit ihr ohne OP ausgekommen, oder habt sie durchführen lassen?

Mit welchem Ergebnis?

Gibt es hier auch Berliner, die mir Handchirurgen empfehlen können (falls es bei mir auf OP hinauslaufen sollte) ?

Die Situation im Moment ist einfach nicht zum Aushalten. Höre jetzt auf zu tippen, denn beide Hände tun jetzt weh...

gruß

n0idea

Antworten
R;übc_hexn


Ich hatte das jahrelang, es ging dann weg mit Schonung (absolute!), dazu Krankengymnastik und Elektrotherapie.

Eine Bekannte hat es operieren lassen, musste dann ein zweites Mal unter'sMesser, hat immer noch nicht richtig Ruhe.

Gute Besserung!

R#übcxhen


Ach ja, Deine Fragen: Es fing an mit Sehnenscheidenentzündung, als ich 25 war, dann kam Karpaltunnelsyndrom immer wieder, im Alter von 32 bis 38, dann thorakales Outletsyndrom und Karpaltunnel mit 37 bis 39.

Seit 3 Jahren so gut wie nichts mehr, Elektrotherapie hat es ab dem Alter von ca. 36 gut gelindert oder zwitweise verschwinden lassen. Es kam immer wieder bei zu früher Anstrengung, bei Überanstrengung oder auch durch andere Rückenprobleme und Haltungsschäden.

Eine gute Physiotherapeutin plus Elektrotherapie über längere Zeit haben aber dauerhaft geholfen.

Krankgeschrieben war ich dann 3 Wochen, glaube ich.

Nur eine Physiotherapeutin kann einem auch geeignete Übungen zeigen.

Dxrac=hPenbauxm


Hallo, wenn eine Hand starke Beschwerden macht, treten die Syptome meist auch verstärkt in der anderen auf. Warte die Meßwerte des Neurologen ab. Lasse gleich beide Hände durchmessen. Der sagt Dir auch wie dringend eine OP ist und kennt meist auch gute Operateure. Zu lange solltest Du nicht warten, denn der Nerv wird sonst zu stark geschädigt.

Krankengymnatik und Elektrotherapie sind einen Versuch zur Besserung wert.

Ich hatte 1998 die erste OP links, die zweite dieses Jahr im März an der gleichen Hand (bin Linkshänder). Hatte einfach zu lange gewartet und habe noch immer Beschwerden auch durch die Vernarbungen. Die Schmerzen, Brennessel und Ameisen waren gleich nach der OP weg, aber die Finger waren bei mir weiterhin taub. Durch KG und Elektro wird es jetzt endlich besser, hätte ich auch früher machen sollen. Bei mir ist das ein Extremfall, die meisten sind nach 2- 4 Wochen wieder voll einsatzfähig.

ROoser4


Hallo,nOidea,

die Beschwerden dürften von winzigen Verspannungen in den Handstreckermuskeln und einem Oberarmmuskel kommen. Diese Verspannungen verkürzen die Muskel und senden Schmerzen oft an ganz anderer Stelle aus, als diese sog. Triggerpunkte sind.

Der Karpaltunnel befindet sich im Handgelenk, er wird aus den Handwurzelknochen sowie den Bändern und anderen faserigen Geweben gebildet, die erstere zusammenhalten.Der Mittelarmnerv und mehrere Sehnen verlaufen auf ihrem Weg zur Hand und den Fingern durch den Karpaltunnel. Der Nerv und die Sehnen können gequetscht werden, wenn diese Passage durch Schwellungen oder andere Hindernisse teilweise blockiert ist, wie es durch die sog. TP geschehen kann. Man kann diese durch Massage deaktivieren, dann vergehen die Schmerzen.

Der Oberarmmuskel ist der M. biceps brachii, er bedeckt die Vorderseite der unteren Hälfte des Oberarmknochens, das untere Ende ist mit der Elle verbunden.Er wird leicht überstrapaziert durch Tragen schwerer Taschen oder durch ganztägiges Arbeiten an einer Computertastatur mit nach vorn gestreckten Armen.Der TP findet sich unmittelbar über der Ellenbeuge. Man legt den Arm auf den Oberschenkel und massiert mit den Fingerspitzen gegen den Knochen mit 6-12 Massagestrichen und das mehrmals täglich.

Die Unterarmmuskeln sind der lange Handstrecker(M.extensor radialis longus) und der kurze Handstrecker (M.extensor radialis brevis).

Ich schicke Dir einen Link, wo diese Muskeln zu finden sind.Beide werden u.a. auch durch langes Schreiben an der Computertastatur, kräftiges Greifen mit Händen und Fingern, durch Geige spielen überlastet. Massiere die gezeigten Stellen auch mit den Fingerspitzen wie oben beschrieben.

Gehe in die Zeile"Ellenbogen, Unterarm bis äußere Hand, da findest Du die Handstreckermuskel. Das blaue Kreuz bezeichnet die TP, die rote Fläche die Schmerzzone.

Dann gehe in die Zeile "Schulter in Teilen, vorderer Oberarm", da findest Du den M.biceps brachii.Das rote Schmerzmuster zeigt hier nur nicht alle beteiligten Schmerzgebiete an, Schmerzen können nämlich auch an der Basis des Daumens auftreten und unmittelbar unter der Ellenbeuge.

Ich wünsche Dir recht gute Besserung, hier der Link:

[[www.physiotherapie-aequilibrium.de/schmerzzone.htm]]

f.eluHbbxa


Ich hatte ein Kapaltunnelsyndrom mit 17. Ich hatte eine extrem dicke Hand, die erstmal in Gips verpackt wurde. Ich lag damit einige Tage im Krankenhaus, wo der Arm den ganzen Tag an einen Tropfständer angebunden war. Das war vielleicht ein doofer Zustand.

Besser wurde es nicht. Ich bekam Krankengymnastik und Lymphdrainage und musste alle paar Tage zum Neurologen.

Neujahr wurde ich dann Notoperiert, weil der Nerv auf gar nichts mehr reagierte.

Ich bin ja sonst eher der Typ der abwartet, aber in dem Fall würde ich es nicht noch einmal tun.

Lieber geplant und schnell davon ab, als der Mist. Der Schuss hätte auch ganz nach hinten los gehen können ":/

Ne Freundin von mir ist Köchin und hat auch gerade eine Sehnenscheidenentzündung mit Kapaltunnelsyndrom. Sie lässt sich auch mit Cortison und Schmerzmittel voll pumpen, nur damit sie weiter arbeiten kann und weil sie gerade "keinen Bock" auf eine Op hat.

Wenn ich sie wie sie sich da abquält, kann ich nur den Kopf schütteln.

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