» »

Neurologische Erkrankung oder "nur" psychosomatische Störung?

m%famxr hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin seit längerem hier als stillerLleser und habe mich nun durchgerungen mal meine eigene Frage an das Forum zu stellen.

Selbst zerbreche ich mir leider nur den Kopf und komme nicht weiter.

Damit man sich ein etwas besseres Bild von mir machen kann möchte ich mich zunächst in groben Zügen vorstellen.

Ich bin 23 Jahre alt, männlich und zur Zeit Azubi und Student.

Selbst würde ich mich als sehr gesundheitsbewusst und sportlich beschreiben. Ich mache abwechselnd Kraft und Ausdauersport, trinke fast keinen Alkohol und rauche auch nicht, meine Ernährung gestallte ich bewusst ausgewogen und abwechslungsreich.

Den Eindruck gesundheitliche Problem zu haben, hatte ich bis vor ca. einem 3/4 Jahr nie. Das gilt besonders für neurologische oder psychosomatische Themen!

Seit gut einem 3/4 Jahr kann ich das so nichtmehr bestätigen.

Angefangen hat alles mit einem Schwindelgefühl, starkem Zittern und Taubheit der Hände. Da mir zu diesem Zeitpunkt häufig am morgen schlecht war und ich fast täglich mit Kopfschmerzen zu kämpfen hatte, wurde im MRT abgeklärt ob eine Raumforderung besteht - das war nicht der Fall.

Seitens des HNO Arztes konnte ebenfalls kein Befund erhoben werden.

Deutlich beruhigt verschwanden die Symptome nach wenigen Tagen.

Vor ca. vier Wochen begannen meine Hände erneut stark zu zittern, ich hatte ständig Muskelzukungen (langsames, fast regelmäßiges Zucken teilweise über mehrere Tage).

Dazu hatte ich Empfindungsstörungen. Ich kann das Gefühl schlecht beschreiben, es war kein Kribbeln, kein "pelziges" Gefühl, Ameisenlaufen würde ich es auch nicht nennen...es war einfach anders. Dazu hatte ich auch subjektiv weniger Kraft in der Hand, was objektiv nicht der Fall war.

Am Donnerstag war ich erneut beim Neurologen und habe mein Problem geschildert. Nachdem er die Kraft, Lagegefühl und Reflexe getestet hatte war er der Meinung, dass aus neurologischer Sicht kein Problem vorhanden sei. Dennoch wurde ein EMG gemacht, was ebenfalls völlig normal ausgefallen ist.

Seit Donnerstag abend habe ich keine Beschwerden in der Hand, statt dessenhabe ich jetzt ein komisches Gefühl im linken Fuß bis hin zur Wade.

Fuß und Wade "bizzeln" von innen und fühlen sich seltsam verspannt an. Beim Abtasten der wade ist sie jedoch nicht verhärtet oder irgendwie anders als rechts.

Subjektiv fühle ich mich im linken Bein wacklig und etwas kraftlos...objektiv könnte ich das nicht bestätigen.

Nun habe ich bereits den Fehler gemacht und mich im Internet erkundigt...dabei bin ich unter anderem auf die ALS und MS gestoßen., was mir sehr starke Panik macht.

Mein Neurologe hält eine ALS für ausgeschlossen. MS habe ich nicht erwähnt.

Er geht von Stress aus und hat mir eine Überweisung zur Psychosomatik gegeben.

Ich selbst muss zugeben, dass ich sehr wohl gestresst bin, nicht nur was den Leistungsdruck angeht, sondern auch das Arbeitsklima in der Ausbildung macht mir sehr zu schaffen.

So kenne ich mich eigentlich nicht, da ich immer sehr gelassen (oft zu gelassen) durchs Leben gegangen bin und nie psychischen Druck empfunden habe. Heute ist es so, dass ich ständig angespannt bin, kaum diskussionsfähig bin und auch wenn man es mir nicht anmerkt, bin ich sehr "ängstlich" geworden. Aus diesen Gründen habe ich von meiner Hausärztin Citalopram 20 verschrieben bekommen, welches ich nun auch seit einer Woche nehme...bis jetzt ohne irgendeine Wirkung, jedoch mit den typischen, langsam abklingenden Nebenwirkungen.

Ich weiss nicht ob meine Gedankengänge nachvollziehbar sind, aber ich muss zwanghaft wissen ob ich an einer "todbringenden Krankheit" leide oder nicht.

Eigentlich halte ich meine Gedankengänge bezüglich MS oder ALS für absurd, aber wirklich sicher bin ich mir nicht. Ich könnte natürlich morgen nochmal beim Neurologen anrufen, aber ehrlich gesagt wäre mir das peinlich.

Wnn ich zu 100% wüsste, dass es am Stress liegt, würde ich mir sofort helfen lassen, aber so lang ich selbst nicht zu 100% davon überzeugt bin, kann ich das irgendwie nicht.

Kann sich eigentlich bei MS etwas am MRT von mitte Februar etwas geändert haben - also so, dass man damals nichts erkennen konnte und jetzt doch?

Sollte ich nochmal ein EMG am Bein machen lassen?

Ist es überhaupt möglich diese Symptome durch Stress oder Belastung zu bekomen? Wenn ja, wie geht man damit um?

Ich denke das war zum jetzigen Zeitpunkt alles was mir einfällt :-)

Leider springt das Eingabefeld ständig nach oben, weshalb ich meinen eigenen Text nicht genau lesen kann - sollten sich grobe Fehler finden, bitte ich bereits jetzt um Entschuldigung!

Vielen Dank und einen schönen Sonntag!

Antworten
C0riMms%on24


Hm komisch, hat man sich auch bezüglich Parkinson oder ähnlichen Erkrankungen erkundigt?

m+famr


Nein, hat man nicht.

Seltsamerweise habe ich seither absolut keine Probleme mit Schwindel, ect.

Mein Bein fühlt sich jedoch momentan am Schienbein "merkwürdig" an. Ich würde es als ganz ganz leicht eingeschlafen ohne Kribbeln beschreiben.

Gestern war es die meiste Zeit am Fuß und der Wade...

Motorisch ist nichts eingeschränkt und Schmerzen habe ich absolut keine.

Anbei übrigens eine guten Morgen ;-)

H)oniLgbienYe24x7


mfamr

Guten Morgen *:)

Wenn du ALS-Aengste hast, komm doch zu uns in den Faden!

sQchne*cke1U98x5


@ mfamr

Morgen! *:)

BEVOR du noch weitere schulmedizinische Untersuchungen machst, würde ich es mit Stressreduktion versuchen! Für eine beginnende Angststörung / Somatisierung ist die Ärzte-Odyssee und das Googeln nämlich der Anfang vom Ende!

Ich weiss nicht ob meine Gedankengänge nachvollziehbar sind, aber ich muss zwanghaft wissen ob ich an einer "todbringenden Krankheit" leide oder nicht.

Wenn ich zu 100% wüsste, dass es am Stress liegt, würde ich mir sofort helfen lassen, aber so lang ich selbst nicht zu 100% davon überzeugt bin, kann ich das irgendwie nicht.

Merkst du was? ;-)

Warum es nicht erstmal mit der psychosomatischen Behandlung versuchen, bevor du dich noch mehr verrückt machst? 100% Aussagen gibt es in der Medizin kaum, statt dessen wird man dich von einem Doc zum anderen überweisen – die Odyssee beginnt.

Deine Symptome sind seeehr unspezifisch... auch das spricht in meinen Augen eher für ein psychisches Problem (aber ich bin kein Arzt :)_ )

Siehs doch mal so: Wenns nix Psychisches ist, dann kann dir wenigstens im Umgang mit deinem Stress und deinen Alltagsproblemen geholfen werden. Du profitierst also auf jeden Fall davon. Zumal du schreibst, dass du an dir eine Persönlichkeitsveränderung wahrgenommen hast.

Soweit mein Senf @:) *:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH