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beängstigende beschwerden im schulter-/armbereich

iVn_ltoox_deep hat die Diskussion gestartet


hallo heute,

ich wusste nicht genau, wo ich meinen thread zuordnen soll, es betrifft sowohl die neurologie als aber auch die psyche. vielleicht kann mir jemand helfen.

also ich hab schon seit einiger zeit große angst, an ALS erkrankt zu sein. mal ist die angst größer, mal auch gottseidank weniger groß, sonst wär ich schon lange durchgedreht.

weshalb ich hier letztendlich im unterforum neurologie schreibe, ich hoffe einfach auf einige antworten, die meine "thesen" widerlegen.

angefangen hat alles heuer im februar, als mir ständig schwindelig wurde. auch da hatte ich mich schon total reingesteigert und war fast davon überzeugt, einen tumor zu haben. nachdem ein mrt gottseidank ergebnislos blieb, war ich erstmal sehr erleichtert.

einige zeit später fing mein rechtes bein an, immer so komisch zu zucken, vor allem meine zehen.

ich hatte missempfindungen, irgendwann übertrug sich das auch auf meine rechte schulter und meinen rechten arm. ich dache, das ist jetzt MS, steigerte mich da total rein und nach unzähligen untersuchungen (nochmals mrt vom kopf mit kontrastmittel, mrt hws, mrt bws und lws, umfangreiche blutuntersuchung, nlg-messung, eeg) kam die entwarnung – keine MS.

alle untersuchungen blieben ohne befund, einzig ein wert bei der nevenleitsgeschwindigkeit war ein kleines bisschen verzögert, was mein neuro aber nicht als weiter tragisch empfand)

ich wurde mit der diagnose "somatisierungsstörung" zu einer psychologin geschickt, mit der ich seit mitte april arbeite.

seitdem ging es mir mal besser, mal schlechter – je nachdem, wie sich meine symptome zeigten.

ende juli, fing es an, in meinem schulter- und oberarmbereich zu zittern und zu tuckern. ich hatte unheimliche angst vor ALS und vereinbarte einen termin bei einer neurologin in meiner stadt (einer anderen, weil der neuro, der mich auf MS untersucht hatte, leider etwas weiter weg ist), schilderte der meine probleme und sie machte an zwei stellen (einer am oberarm, einer am oberschenkel) ein emg, was absolut sauber war.

ich wiedermal erleichtert, dachte mir, jetzt kann ich endlich beruhigt sein, es wurde alles untersucht. tja, meine schulter ließ mich aber nicht in ruhe und ich bekam auf öfters krämpfe, worauf ich ein paar wochen später schon wieder bei der neurologin auf der matte stand.

da sie meine vorgeschichte kannte, untersuchte sie mich nicht nochmal, sondern bat mich eindringlich, mit meiner therapeutin weiter an meiner angststörung zu arbeiten.

tja, ich hab echt versucht, mich zusammenzureißen und das ist mir eigentlich bis vorgestern gut gelungen. meine symptome am oberarm und an der schulter verschwanden sogar teilweise vollständig und ich war echt happy und zu 80 prozent angstfrei. es war herrlich.

plötzlich, seit vorgestern sind alle schulter/arm-probleme schlagartig wieder da. zusätzlich hab ich in dem bereich heftige muskelzuckungen und ein schwächegefühl in der hand, was ja ein hauptsymptom der ALS ist.

das problem, vor dem ich jetzt steh ist: ich halte es nicht mehr für sinnvoll, mich nochmals beim neuro vorzustellen, weil ich mitterweile (aufgrund von einigen berichten, die ich leider gelesen habe) die these vertrete, dass ALS sich teilweise über jahre hin zieht, ohne dass schlimme ausfälle auftreten und ich glaube, dass in dieser zeit auch ein emg noch nicht aussagekräftig ist.

was soll ich jetzt tun, um mit meiner angst umgehn zu können? ich kann ja nicht 3 oder 5 jahre noch im ungewissen bleiben, bis ich endlich weiß, ob ich ALS habe oder nicht. das macht mich fertig. ich bin momentan überzeugt, an dieser scheußlichen krankheit zu leiden.

wer kann mir helfen? mir sagen, dass ich kein ALS habe, mich beruhigen, mir tipps geben?

achja, vielleicht zur info: bin 28 jahre alt und weiblich.

liebe grüße!

Antworten
l@umVpygJravxy


deine Symptome sind recht unspezifisch, Schwindel u. Mißempfindungen gehören allerdings nicht zu deinem Angstgegner ALS. Das andere genannte sehe ich als nichtssagende nervöse Störung an , doch das wird deine Sorge bestimmt nicht zerstreuen.

Also gehe pragmatisch vor: das einzige , was dich ruhig stellen wird, ist eine klare Ansage einer spezialisierten Neurologie eines Krankenhauses oder medizinischen Hochschule. In der Nordhälfte Deutschlands fallen mir dazu die MHH ( Hannover) und die Berliner Charitee ein.

Du kannst sicher sein , da wird nichts übersehen, wenn dir dort gesagt wird - is nix-, dann ist das Gesetz, und du kannst das Problem knicken.

Ich, an deiner Stelle würde allerdings gar nichts unternehmen, ich habe ähnliche Symptome seit mindesten 5 oder 6 Jahren, es kommt und geht aber scheinbar lebe ich noch.

Das heißt, meine Empfehlung in die Neurologie zu gehen, halte ich nur in Bezug auf die nagende Angst für sinnvoll. Dazu braucht man allerdings gute Nerven, ich weiß...

liebe Grüße

_bParvaZti_


Klingt stark nach einen muskulären Problem. Könnte ein Schulter-Arm-Syndrom, Mausarm, Tennisarm o.ä. sein. Meist durch Muskelverspannungen verursacht. Muskelverspannungen führen auch zu Schwindel. Ich würde es an deiner Stelle mal den Physiotherapeut aufsuchen und es mal mit Sport und Krankengymnastik versuchen. Zusätzlich kannst du ja noch Magnesium einnehmen. Aber ein Bluttest wäre da auch mal ganz gut, um zu schauen, ob nicht auch ein Magnesiummangel vorliegt.

_dParvaxti_


Sitzt du zufällig viel vor dem PC? Wenn ja, dann wäre eine Muskelverspannung sogar sehr wahrscheinlich.

iYn_+too_xdeep


danke für eure antworten.

lumpygravy

ich wohne in österreich und deshalb ist es ausgeschlossen, dass ich für eine untersuchung extra nach hannover oder berlin fahren werde. und so wie du sagst, es ist mir auch zu hart, jetzt schon wieder zum doc zu rennen. ich will endlich mal ruhe. :-/

parvati

ja, ich sitze den ganzen tag vor dem pc und mir kommt auch vor, wenn ich mal ein paar tage frei hab, bessern sich die beschwerden etwas. aber das kann ich mir auch nur einbilden. vitaminmangel scheine ich keinen zu haben, zumindest hat man im blut keinen hinweis darauf gefunden. nehme aber dennoch auf anraten des hausarztes vitamin b und magnesium.... hilft aber nix :-(

ivn_ntoo_dxeep


muss nochwas hinzufügen, was mir aufgefallen ist.

da ich früher viel zu viel im netz nach krankheiten wie MS und ALS gegoogelt habe, habe ich es mir vor einigen monaten verboten. ich hab mich auch daran gehalten.

nun bin ich leider gottes letzten mittwoch in unserer lokalzeitung auf einen bericht über einen ALS-kranken aus unserem bezirk gestoßen und auch wenn ich am liebsten die seite überblättert hätte, ich habs nicht geschafft und den artikel gelesen. der erkrankte ist auch noch relativ jung, was ja eher selten ist und von beginn seiner beschwerden bis zur diagnose vergingen lt bericht (was ich mir zwar echt nicht vorstellen kann, aber scheint so) sechs ganze jahre. und das hat mich so geschockt. ich dachte immer, wenn man beschwerden hat, die evtl auf ALS hindeuten und man macht ein emg, das sauber ist, kann man die krankheit ausschließen. aber sechs jahre ??? ? ich muss hinzufügen, dass der mann aber allerdings nie bei einem neuro war und erst als er sich neurologisch unterschuchen ließ, stelle man die diagnose.

kann es sein, dass meine beschwerden wegen dem zeitungsartikel wieder gekommen sind? oder ist das eher unwahrscheinlich??

_*Parv1ati_


Man sollte nicht unterschätzen, was die Psyche für Auswirkungen auf den Körper hat. Selbst Muskelverspannungen kann die Psyche auslösen. Deine Sitzerei vor dem PC wird dir da wahrscheinlich noch den Rest geben. Du solltest auf jeden Fall einen ausgleich zu deinem Büroalltag schaffen. Mache Sport! Das wird auch deiner Seele gut tun und ich von deinen Ängsten ablenken. Im Büro kannst du auch ein paar kleine (Dehn)übungen machen (einfach mal googeln).

Nicht immer ans Schlimmste denken :-)

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