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Schwindel/ Benommenheit ohne Befund

kPrustKy78 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Schwindel oder Benommenheit ohne ärztlichen Befund scheinen sehr weit verbreitet zu sein, wenn man sich in verschiedenen Foren umsieht. Nachdem ich seit langem passiv mitgelesen habe, wollte ich mal meine Geschichte / meinen Verdacht posten.

Seit inzwischen mehr als 3 Jahren leide ich praktisch täglich unter "Benommenheit". Direkt nach dem Aufstehen ist erst mal alles OK, nach 1-1,5 Stunden geht es dann los: es ist schwierig zu beschreiben, wie ein Wattegefühl, als ob ich neben mir stehen würde, etwa wie bei einem Alkoholkater, verbunden mit Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Es ist jedenfalls sehr belastend.

In verschiedenen Internet-Foren findet man ja zahlreiche vergleichbare Beiträge, aber praktisch kaum Heilungs-/Erfolgsgeschichten. Selbst in der Begrifflichkeit tut man sich sehr schwer (oft wird Benommenheit als Schwindel bezeichnet wird, manchmal auch als Benommenheitsschwindel; für mich war Schwindel immer ein "Drehschwindel").

Ich habe fest gestellt, dass der Grad der Benommenheit von der Körperhaltung abzuhängen scheint, die bei mir auch alles andere als optimal ist. Vor allem die "klassische" Schreibtisch-/PC-Haltung oder das "Stoppmuster" sind sehr schlecht, öfter aufstehen und Bewegung / Sport führt zur Besserung. Beim Hinlegen verschwindet die Benommenheit ziemlich schnell, sie kommt nach dem Aufstehen aber nach einiger Zeit wieder. Insgesamt wird es zum späten Nachmittag / abends oft besser.

Vor allem am Anfang habe ich zahlreiche Untersuchungen hinter mich gebracht (z. B. Neurologie: Kopf-CT, Rückenmarkspunktion, EEG; Magen- und Darmspiegelung, Blutbilder, Langzeit-EKG, HNO-Untersuchungen, MRT, CT,…), mit dem Ergebnis, dass ich kerngesund bin %:| .

Irgendwann hat mir ein Arzt gesagt, dass er die Ursache in der HWS sieht. Ich hatte vorher zwar ab und zu Verspannungen / Blockaden, aber nie ernste Probleme oder Schmerzen. Ich habe dann auch einiges in dieser Richtung probiert, leider ohne echte Erfolge (Physiotherapie, Chiropraktik, Osteopathie, American Chiropractic, Dorn-Therapie, Traditionelle Chinesische Medizin, Akupunktur, Atlasprofilax, Atlantotec, Atlas-Therapie nach Arlen,…). Selbstverständlich bestreiten viele Ärzte auch, dass die HWS diese Beschwerden auslösen kann. Trotzdem bin ich inzwischen (vor allem aufgrund des Zusammenhangs mit der Körperhaltung) überzeugt, dass die Benommenheit von der HWS kommt. Deshalb habe ich Röntgenaufnahmen, ein MRT und ein CT der HWS mit folgendem Befund anfertigen lassen: "Streckfehlstellung der HWS, breitbasige dorsale und laterale Bandscheiben-Protrusion zwischen C5/C6 und C6/C7 mit leichter Irritation des Duralsacks" – laut Orthopäde und Radiologe ein "unauffälliger Befund", der die Beschwerden nicht erklären könnte.

Irgendwann habe ich mich auch im englischen Sprachraum auf die Suche begeben und folgende Website entdeckt: [[http://www.dizziness-and-balance.com/]] . Interessanterweise unterscheidet man im Englischen zwischen Vertigo (Drehschwindel), Lightheadedness (Benommenheit) und Dizziness (kann beides bedeuten), es gibt sogar den Begriff cervical dizziness für Beschwerden, die von der HWS ausgelöst werden. Jedenfalls findet sich auf dieser Seite auch eine lange Liste von möglichen Ursachen für Schwindel und Benommenheit.

Nach Angaben der Autoren ist "cervical cord compression", also eine Enge des Spinalkanals durch Bandscheibenvorfälle und -protrusionen eine der häufigsten Ursachen für Schwindel und Benommenheit. Bei den Beiträgen von "Mit-Leidenden" im Internet sind mir vorher Befunde wie meiner auch gelegentlich aufgefallen. Auch gibt es hin und wieder Fälle, in denen die Beschwerden nach einer Bandscheiben-OP verschwunden sind.

Sorry für das lange "Vorspiel", nun aber zu meiner Umfrage an alle, die unter "Benommenheit ohne Befund" leiden: habt ihr MRT- oder CT-Aufnahmen eurer HWS, die Bandscheibenprobleme bzw. eine (auch nur leichte) Einengung des Rückenmarks zeigen (ohne Schmerzen)?

Könnte das die Ursache der Beschwerden sein?

Viele Grüße,

krusty

Antworten
V%E"G8x5


Interessanter Faden, mir gehts nämlich leider genauso %-|

Was ich noch vor mir habe, ist ein Termin beim Neurologen. Sonst wurde auch nichts gefunden.

Die HWS ist mir auch schon gekommen, hab nämlich oft ziemliche Verspannungen und Schmerzen. Vielleicht hat der Orthopäde, bei dem ich mal war, einfach nichts getaugt ":/

Freue mich auf Berichte *:)

_kPaCrvatxi_


Die HWS ist mir auch schon gekommen, hab nämlich oft ziemliche Verspannungen und Schmerzen. Vielleicht hat der Orthopäde, bei dem ich mal war, einfach nichts getaugt

Ein Orthopäde kennt sich meist nur mit Knochen aus, nicht jedoch mit Muskeln. Bei muskulären Problemen ist es immer besser einen guten Physiotherapeuten aufzusuchen. Das kann man sich ja von Hausarzt verschreiben lassen. Wenn du weißt, dass du häufig unter Verspannungen leidest, dann wären Massagen ganz gut. Das hilft aber erst mal nur kurzfristig. Langfristig wäre aktive Krankengymnastik besser, wo dir ein Physiotherpeut zeigen kann, mit welchen Übungen du deine Rumpfmuskulatur stärken kannst. Wichtig ist halt nur, regelmäßig (am besten 4-5 mal die Woche ca. 45-60 min) Krankengymnastik und Kraftsport zu betreiben und nicht vergessen, sich auch regelmäßig zu dehnen. Dehnen kann man sich auch mal so zwischendurch z.B. am PC-Arbeitsplatz, falls man viel sitzen sollte.

C~onny(1967


Dann reihe ich mich mal ein!!

Ich bin 44w und spastisch gelähmt, Rollifahrerin. Ich bin Hausfrau und Mutter. Vor 7 Jahren fing es irgentwie an ...ich bemerkte,,,, das ich ab und zu verschwommen sah. Eine Brillen benötigte ich laut Augenarzt aber nicht! Irgentwann bekam ich mein erstes Flimmerskotom. Ich hatte totale Angst!! Als ich im laufe der Jahre die verschiedensten Symptome nicht loswurde ...aber auch keiner irgentwas fand, konnte ich "sammeln und verwerten":

Ich merke das alle Symptome bewegungs und haltungsabhäbhängig sind. Bei mir steigt das von der Brustwirbelsäule auf. Eine Zeit gehörte Herzrasen auch dazu. Es entsteht durch Verspannung oder Anspannung Druck auf der Brust. Oft ein Gefühl als ob mir jemand die Kehle zuschnürt. Dadurch sehe ich Muster vor den Augen oder kurz ganz weiß oder halt wie in Trance. Auch Doppelbilder kommen ganz kurz vor.

Der Schwindel kommt hauptsächlich, wenn ich den Kopf in den Nacken halte oder ich mich im Bett auf die rechte Seite drehe.

Ich bin lichempfindlich und habe sehr starkes Nachleuchten. Meist spielt sich dieses alles Rechts ab.

Mir kribbelt der Nackenbereich als ob jemand Wasser drauftropft. Oft kribbeln mir die Hände oder sie schlafen ein.

lg conny

MUaleeinap20x10


Hallo,

interessante Vermutung... ich selbst habe ja nun seit März immer wieder Kopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit. Eigentlich bin ich in der Woche kaum zwei Tage Benommenheitsfrei... d. h. die meiste Zeit über renne ich total "ballaballa" durch die Gegend... :(v

Viele Untersuchungen hatte ich nicht... also kein MRT oder so vom Kopf aber ein Neuro hat mich untersucht und meinte er hätte bei der Untersuchung schon festgestellt wenn es was ernsteres wäre.

Ich selbst leide ja an Hypochondrie bzw. an Angststörungen und schiebe es immer darauf... der Kopf ist ja ständig gestresst durch diese Ängste... so erkläre ich es mir.

Allerdings bin ich auch wahnsinnig verspannt... und habe oft Schmerzen im Nacken und gesamter Kopf sowie Stirn und sehr oft pulsierende Augen (mittig... also keine Migräne...)

Diese Benommenheit ist allerdings das schlimmste... ich kann es einfach nicht ertragen unter vielen Leuten zu sein und selbst wenn mein Kleiner laut ist oder Kinder zu Besuch sind, dann ist mir oft alles zuviel...

Aber an eine Körperliche Ursache habe ich noch nicht gedacht... wer weiss... vielleicht ist das ja auch der Grund für meine Nacken-und Rückenschmezen... ???

Wenn ich mich mal wieder aufraffen kann ... werde ich es mal meiner Ärztin erzählen... mal sehen was sie dazu sagt...

Wie äussert sich denn bei Euch diese Benommenheit? Wird es auch durch Stress (auch einfach nur durch Einkaufen gehen) schlimmer? Oder wenn Ihr unter vielen Menschen seid? Das ist für mich nämlich das schlimmste... ich habe angefangen solche Orte zu meiden.... und gleichzeitig nervt es mich aber... ich will das so gar nicht.... %-|

a0-p>sychxo


Hallo zusammen,

mir geht es genauso. Nur lautet meine Daignose Angst – und Panikattacken.

ich bin jeden Tag müde, Benommenheit, Schwindel, etc. Arbeite am PC, also sehr schlechte Haltung.

Auch viele Leute nerven mich, ich brauch meist Ruhe.

_nParvaxti_


Jetzt haben ja schon ein paar geschrieben, dass sie Rücken- bzw. HWS Probleme haben Macht ihr denn auch mal was dagegen? Es dürfte ja langsam mal bekannt sein, dass man da sich viel Bewegen und regelmäßig Sport/ Krankengymnastik machen sollte, gerade, wenn man auch viel am PC sitzt. Ärzte weisen einem auch ständig darauf hin (ging mir zumindest so).

Ihr müsst da auch echt selber mal aktiv werden und könnt nicht ständig von den Ärzten (die x-te Untersuchung und die x-te Behandlung) fordern. Ich will hier jetzt nicht alle über einen Kamm scheren, denn ich weiß ja nicht genau, was ihr selbst schon gegen eure Rückenprobleme, die durchaus auch die Ursache eurer Benommenheit sein kann (liegt ja nahe), unternommen habt. Aber ich für meinen Teil habe hier im Forum schon so viele Fäden gelesen und da ist selten jemand dabei, der auch selbst was aktiv gegen die Rückenbeschwerden unternimmt.

b[etauMxan


Also Deinen Befund erkenne ich nicht als Unauffällig, was da von den Bandscheiben geschrieben steht, ist doch Ursache genug.Eventuell wäre Osteopathie eine Lösung? :)z

Coonny19/67


Parvati, du magst sowas von Recht haben und das meine ich ernst!! Aber als Rollstuhlfahrer finde da mal einen Anfang .... vor allem wenn keiner Symptome wie Doppelbilder, verschwommen sehen ....kurz nebelsehen Schatten auf die HWS schiebt

lg conny

VLEIG85


Ihr müsst da auch echt selber mal aktiv werden und könnt nicht ständig von den Ärzten (die x-te Untersuchung und die x-te Behandlung) fordern.

Vielleicht wussten auch viele (unter anderem ich) nicht, dass die Symptome auch von der HWS kommen KÖNNEN?? Was soll man denn machen, außer die Ärzte "belästigen" (wozu gibt es Ärzte.. ). Daheim rumsitzen und nichts tun?? Da ists doch klar, dass man erstmal alle Möglichkeiten, die einem einfallen, abklappert und hofft, dass irgendwas hilft!?

":/

VlEG8m5


vor allem wenn keiner Symptome wie Doppelbilder, verschwommen sehen ....kurz nebelsehen Schatten auf die HWS schiebt

Richtig. Wenn selbst ein Arzt nicht auf solche Vermutungen kommt (und bei mir hat noch kein einziger Arzt bisher etwas in diese Richtung gesagt.. ), wie soll man dann als Laie drauf kommen?

_uParv_at&ix_


Vielleicht wussten auch viele (unter anderem ich) nicht, dass die Symptome auch von der HWS kommen KÖNNEN?? Was soll man denn machen, außer die Ärzte "belästigen" (wozu gibt es Ärzte.. ).

Wenn man Beschwerden im Rücken hat und rechtzeitig etwas dagegen unternimmt und es hilft dann verschwinden auch meist die anderen Beschwerden, wo man vorher keinen Zusammenhang zum Rückenleiden erkannt hat. Symptome treten eben nicht immer allein auf sondern es können oftmals Zusammenhänge bestehen.

Man muss ja auch nicht immer erst was gegen seine Beschwerden tun, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Schon mal was von Prävention gehört? Wenn man allgemein gesund lebt, dann lassen sich zumindest bestimmte Krankheiten vermeiden. Ausschließen kann man aber selbst da nichts, aber man kann zumindest das Risiko, an einem (Volks)leiden zu erkranken, verringern.

Daheim rumsitzen und nichts tun??

Das hat niemand gesagt. Aber du hättest schon mal etwas gegen dein Rückenleiden tun können. Anscheinend hast du das Problem ja schon länger. Außerdem ist es immer sinnvoll sich auch mal selbst zu reflektieren. Die meisten Krankheiten resultieren ja aus folgendem: mangelde Bewegung, ungesunde oder nicht ausgewogene Ernährung, Stress und allgemein einer ungesunden Lebensweise. Da kann man sich schon mal fragen: Was habe ich bisher falsch gemacht? Was kann ich ändern bzw. besser machen? usw.

N,iko_;Bellic


@ krusty78

hast du denn deine schilddrüse untersuchen lassen oder gehört das zu den blutbildern dazu?

sowas kann zahlreiche symptome aufrufen das glaubt man kaum.

aber du scheinst wohl wirklich alles zugeben, das muss auch so sein und das find ich gut so ;-)

VaEG8x5


mangelde Bewegung, ungesunde oder nicht ausgewogene Ernährung, Stress und allgemein einer ungesunden Lebensweise.

Da trifft nichts zu. Abgesehen davon habe ich nicht ununterbrochen Rückenleiden, sondern ab und an mal Nackenverspannungen – dann aber dafür umso schlimmer.

Sagt ja auch keiner, dass man nicht bereits versucht hat, was dagegen zu tun.. oder?

k4rusty978


Sehr schön, die Diskussion kommt langsam in Gang :)=

Schade, dass bislang noch niemand MRT oder CT Befunde hat. Parvati hat natürlich recht, dass man Sport machen sollte (mache ich, Rückenschule und Gerätetraining etc.), und auch die Psyche würde ich als Ursache nicht ausschließen. Da Benommenheit und Schwindel aber ziemlich belastend sind, stellt sich dabei auch immer das Henne / Ei Problem... Osteopathie hat mir leider nicht weiter geholfen, war bei mehreren Osteopathen z.T. über mehrere Monate, leider ohne Erfolge...

Meine Theorie geht wie folgt weiter:

Morgens nach dem Aufstehen ist ja alles OK: über Nacht ist die HWS Muskulatur entspannt, die Bandscheibe hat sich erholt. Nach dem Aufstehen muß die HWS wieder das ganze Gewicht des Kopfes tragen, dadurch (und auch durch Verspannungen) wird Druck auf die Bandscheiben ausgeübt. Normalerweise sollte das ja kein Problem sein, wenn aber schon ein Protrusion besteht, könnte diese durch den Druck weiter vergrößert werden (die Bandscheiben sind mit einer gel-artigen Flüssigkeit gefüllt). Dadurch könnte die Bandscheibe auch auf das Rückenmark drücken (="Pelottierung des Duralsacks").

Warum lässt sich das in der Regel nur schwer diagnostizieren? MRTs und CTs werden im Liegen aufgenommen, d.h. ohne Druck auf die Bandscheibe! Im Röntgenbild sind solche Schäden überhaupt nicht zu sehen.

Gegen Abend wird die Symptomatik oft wieder besser: ich habe mal gelesen, dass die Bandscheibe im Laufe des Tages Volumen verliert. Daher ist man abends oft 1-2 cm kleiner als morgens. Es wäre also denkbar, dass auch eine Protrusion wieder ein wenig schrumpft und weniger Druck auf das Rückenmark ausübt, die Beschwerden also verschwinden. Nachts erhält die Bandscheibe wieder ihr volles Volumen und am nächsten Tag geht das Spiel wieder von vorne los.

Wie könnte es also nun weiter gehen?

Meine Überlegungen:

1. Aufnahme eines Upright-MRT (z. B. Köln, Hannover, etc.) unter physiologischen Bedingungen (Stehen, Sitzen) bei Rotation oder Beugung des Kopfes

Nachteil: es wird nur privat abgerechnet (ca. 700 Euro?)

2. wenn dabei alle anderen Ursachen ausgeschlossen sind: OP, wobei sich die Frage stellt, welcher Neurochirurg das (und v.a. wie) operieren würde... oder Discogel, wobei dieses Verfahren wohl noch eher im "experimentellen Stadium" ist. Ist hier vielleicht jemand, der damit Erfahrung hat?

So, dann mal auf in die nächste Runde der Diskussion ;-D

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