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Bandscheibenvorfall – was tun gegen Schmerzen im Bein?

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joa aber wegen den Schmerzen

E#hemalligerU Nutzegr (G#325731)


Na ja die hat sie jetzt seit 14 Tagen ... da wird sie die heute auch noch aushalten. Wenn die jetzt neu wären okay. Aber im KH am Sonntag Nachmittag sagen man hat schon seit Wochen solche Schmerzen und gerade heute fällt einem ein man könne ja mal ins KH fahren kommt selten gut an ...

Mehr als Schmerzmittel wird man ihr auch nicht geben

HGerfjoxa


Meine Tipps:

1. Thrombose ausschließen lassen

2. Googeln nach "Biokinematik"

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Also ich habe mit Bandscheibenvorfällen und solchen Diagnosen Erfahrung. Die vorliegende Diagnose spricht nicht dafür, es ist definitiv kein Bandscheibenvorfall. Es handelt sich um eine Verringerung der Höhe der Bandscheibe zwischen 2 Wirbeln. Außerdem liegen Abnutzungserscheinungen vor (ist häufig) und Muskelverhärtungen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Meistens sind in diesem Fall verkürzte Muskeln im Gesäßbereich die Ursache für die Beinschmerzen. Dadurch kann es dann tatsächlich zu Schmerzen kommen (sogar der Ischiasnerv kann dadurch gereizt werden), die denen eines Bandscheibenvorfalls ähneln. Allerdings macht es sich die Orthopädin etwas leicht. Mit einem Übungszettel ist es hier nicht getan. Man kann eine ganze Menge verkehrt machen, wenn die Übungen nicht im Rahmen von Krankengymnastik unter Anleitung eines Physiotherapeuten erlernt werden. Deine Frau braucht ein Rezept für Krankengymnastik (mindestens 2 mal 6 Behandlungen). Gut wären zusätzlich Moorpackungen. Zu Hause kann sie zur sofortigen Erleichterung folgendes machen:

1. Hinknien und Oberkörper und Kopf nach vorn auf die Knie legen, mit den Händen soweit als möglich nach vorn greifen. Hilf ihr beim Hinknien und wieder Aufstehen

2. Auf den Rücken legen, Unterschenkel auf einen Stuhl legen, also eine Stufe aus Rücken, Ober- und Unterschenkel bilden (Stuhl nahe an die nach oben gerichteten Oberschenkel ziehen, es sollte keine Spannung im Kreuz entstehen). Wenn Du ihr beim Legen der Unterschenkel auf den Stuhl hilfst, ist das für sie erträglicher. Mindestens 20 Minuten so liegen bleiben. Sie sollte auf einer Decke liegen und den Rücken warmhalten.

3. In der Apotheke gibt es Thermacare-Gürtel. Damit kann man auch rumlaufen, was angebracht ist, damit es nicht noch zu einer Thrombose kommt. Ständiges Liegen ist bei Rückenschmerzen kontraproduktiv, da es dabei zur Schwächung der Muskulatur kommt.

4. Die Muskulatur im LWS-Bereich kann man auch sehr gut mit Gleichgewichtsübungen auf einer dicken Schaumgummimatte stärken (z. B. Stehen auf einem Bein). Das ist aber etwas für die Zeit nach so einer Attacke, wenn sie nicht mehr so starke Schmerzen hat. Das bringt mehr als die altbekannten Bauchmuskeltrainingsübungen.

Zum Schluss möchte ich noch bemerken, eine OP sollte absolut die allerletzte Option sein, da es dadurch zu Narbenbildungen kommen kann. Die Narben drücken dann wieder auf die Nerven. Sollte es zu Lähmungserscheinungen oder zu Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang kommen, ist es mit Sicherheit zu einem Bandscheibenvorfall gekommen. Dann nicht zum Arzt, sondern gleich in die Notaufnahme, damit es nicht zu dauerhaften Problemen kommt.

Ich hoffe, ich konnte mit meinen Infos etwas helfen. Ich bin aber kein Arzt und kann aus der Ferne nicht beurteilen, wie schlimm es im Moment ist. Der Befund vom Sommer ist jedoch nicht besorgniserregend.

Ich wünsche gute Besserung.

Stchneeh`exe


@ Dario33

Es ist ja eigentlich schon alles gesagt.

Die Ärztin verschrieb Ihr das Medikament Diclo Dispers 50 mg. Die ersten 20 Tabletten hat sie jetzt genommen, wenn überhaupt hilft die Wirkung der Tabletten allerdings nur für ein paar Stunden – wenn´s gut läuft.

Wenn sie Diclo über einen längeren Zeitraum nimmt sollte sie zusätzlich auch einen Magenschutz einnehmen (am besten beim HA danach fragen).

Was kann man gegen die Schmerzen machen? Gibt es Entlastungsübungen? Meine Frau liegt das ganze Wochenende auf der Couch, weil sie nicht laufen kann.

Rumliegen auf einer Couch, dürfte nicht das Optimale sein :-/ .

Ich habe wegen meinem Bandscheibenvorfall (L3/L4) jetzt zwei Spritzen (mit Cortison+Lokalanästhetikum) im Abstand von 6 Wochen an die Nervenwurzel bekommen, danach ist es immer für ein paar Tage ganz gut, außerdem habe ich natürlich manuelle Therapie verordnet bekommen. Eine OP kommt für mich nur in Frage falls ich neurologische Ausfälle (Lähmungen) hätte.

m~oncsheriTe45


Hallo,

ich litt fast ein Jahr unter den gleichen Symptomen....ich war zuerst beim Orthopäden, nichts half. Krankengym, Fango, Div. Schmerzmittel, alles ohne Wirkung. Ich bin dann zurück zum Hausarzt, der mir eine Überweisung zum Neurochirurgen gab. Ich hatte bereits zuvor Bilder von einem MRT, auch Röntgen Bilder, die eine Verengung des Spinalkanals zeigten und einen minimalen Vorfall der Bandscheibe/LWS4/5. Eine Op vor gut 4 Wochen brachte schmerzfreiheit.... Muss demnächst noch in die Reha, zur vollständigen Genesung. Ich kann eine OP nur empfehlen, die Schmerzen waren nicht mehr zum aushalten....

Gruß, Moncherie

Ehhemali5ger NutCzeor (#3Q25731)


Ich kann eine OP nur empfehlen, die Schmerzen waren nicht mehr zum aushalten....

Wie Schneehexe schon schrieb, sowas sollte erst nach Versagen aller konservativer Maßnahmen stattfinden, was bei dir der Fall gewesen sein mag. Aber im Eingangspost steht ja das noch nichts konservatives erfolgt ist, geschweige denn der BSV gesichert ist. Insofern ERST Diagnostik und dann erst mal konservative Therapie (auch SchmerzTherapie in Form von den Spritzen an die Nervenwurzeln) und dann ggf. OP

Lqenzx11


MRT hatte sie doch!

eostre$lle


@ moncherie45

hattest Du wirklich schon alle Möglichkeiten an Schmerztherapie ausprobiert? Ich war nach meiner ersten OP (durchgeführt auf Anraten eines Neurologen, der einen Bruder in einer Neurochirurgie hatte) auch vollkommen beschwerdefrei, für 7 Jahre. Dann kam es wegen zunehmender Bildung von Narbengewebe, welches auf die umliegenden Nerven, drückte zu erneuten Schmerzen, eigentlich noch schlimmer als zuvor. Zusätzlich waren auch die Nerven betroffen, die Schließmuskel von Darm und Blase lähmten. Es gab eine Notoperation. Das selbe 4 Jahre später. Ich kann nur von einer OP abraten, solange keine Lähmungen da sind. Für Schmerzen gibt es noch andere Möglchkeiten als Tabletten und OP. Man sollte sich bei Schmerzen auch immer einen sehr guten Physiotherapeuten suchen. Manche sind so gut, dass sie auch scheinbar hoffnungslose Fälle von den Schmerzen befreien können. Auch die Osteopathie durch einen erfahrenen Osteopathen ausgeübt kann sehr hilfreich sein. Gute Therapeuten kennen auch ihre Grenzen und raten zur OP, wenn sie keine Möglichkeiten einer konservativen Behandlung mehr sehen. Also vor der OP nicht nur Neurochirurgen und operierende Orthopäden um Rat fragen. Zu beachten wäre auch, dass es meist ein komplettes Paket (Schmerzmittel, Physiotherapie und eigene Anstrengungen) ist, was langfristig erst zum Erfolg führt. Bei erreichter Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit dann nicht mit den Übungen aufhören.

tDhe-~caxver


Das ist alles Spekulation, solange man nicht den *genauen* Schmerzverlauf am Bein, die neurologische Situation und den MRT-Befund kennt (es ist ja eines gemacht worden).

Der BS-Vorfall ist nur dann die eindeutige Schmerzursache, wenn er auf eine Nervenwurzel drückt (mit "erste Bandscheibe" ist vermutlich L5/S1 gemeint, da kämen dann die Wurzeln L5 oder S1 in Frage). Wenn MRT-Befund und klinisches Bild zueinander passen (und nur dann!), ist das eine sogenannte "relative OP-Indikation" - mit anderen Worten: Kann manoperieren, mss man aber nicht. Die entsprechenen Studien zeigen, dass die Langzeitergebnisse (Schmerzsituation nach 2 jahren) mit oder ohne OP gleich gut sind: Mit OP wird es schneller besser, dafür handelt man sich die OP-Risiken ein (insbesondere Narbenbildung) - letztlich mittelt sich das dann aus.

Sofern Lähmungen auftreten sollten, sieht das natürlich anders aus, dann ist es eine dringende OP-Indikation.

Grüße

D^ario&33


So, kleines Update und weitere Fragen. :=o

Wir haben den Orthopäden gewechselt, dieser liess auch direkt ein CT vom Radiologen anfertigen und dieser war sehr erschrocken, dass eine 30jährige Frau solch einen grossen Bandscheibenvorfall hat. Traurig aber wahr, dass die alte Orthopädin einfach aufgrund von Röntgenaufnahmen gesagt hat, mach mal die und die Übung, dann geht das schon wieder weg. :|N Ohne Worte! Ich bin der Meinung, dass meine Frau durch diese Übungen noch mehr kaputt gemacht hat, als das es geholfen hat. Aber egal jetzt.

Der Orthopäde hat dann die Bilder eingesehen vom Radiologen und meiner Frau 2 Dinge gesagt: Schwerer Bandscheibenvorfall. Er schlägt vor, eine epidurale Injektion zu machen, bei der Cortison neben den Nerv gespritzt wird. Das ganze 3 Mal. Bei manchen würde das helfen, bei anderen allerdings nicht. Diese Leistung muss man selbst bezahlen und schlägt mit 250 € zu buche. Wenn das nicht hilft, OP.

So, da unser Vertrauen in die Ärzte aufs minimalste geschrumpft ist, bin ich natürlich skeptisch. Eine Volkskrankheit wie ein Bandscheibenvorfall kann also nur dadurch gelöst werden, dass man entweder eine privatärtzliche Massnahme durchführt oder sich aber unters Messer legt, wovon der Doc selbst im Moment abrät!?

Das kann es ja nicht gewesen sein, oder?

Das Problem: Meine Frau hat vor ca. 4 Wochen mit Diclofinac angefangen, weil sie unsägliche Schmerzen beim laufen hat. Die Schmerzen ziehen ins linke Bein, im Rücken selbst hat sie keine Schmerzen.

Diclofinac hat genau 1 Woche ca. gewirkt, danach lies die Wirkung nach, der Schmerz am wieder. Wir wechselten eigenständig auf Iboprofen 800, die ich noch im Haus hatte. Die schlugen an, 2 Tage später waren wir beim neuen Orthopäden, der mit der Einnahme einverstanden war und verschrieb eine neue Packung, die jetzt auch zu Neige geht. Allerdings ist hier die Wirkung auch schon wieder nachlassend.

Wie kann man die Entzündung denn soweit aus dem Körper holen, dass sie die Schmerzen erträglich hat!? Sie kann derzeit gar keine Übungen oder so etwas machen. Liegen tut ihr ganz gut, soll sie ja aber vermeiden, bewegen geht aber nicht. Sie rennt mit Tränen in den Augen manchmal zum Bett, wenn sie nur zum Klo will, weil der Schmerz so extrem ist auf dem kurzen Weg vom Wohnzimmer zum Klo. Ich steh sehr hilflos daneben und dem Doc vertraue ich auch noch nicht wirklich.

Die Schmerztabletten will und kann sie ja auch nicht ewig nehmen, aber es findet zu keinem Zeitpunkt eine Besserung ihres Zustandes statt. Nur für ein paar Stunden, indem die Schmerztabletten wirken. Die Wirkung lässt aber wie gesagt immer schneller nach oder findet gar nicht mehr so statt. Für Antworten wäre ich echt dankbar.

Sichne;eh0exxe


Die Schmerztabletten will und kann sie ja auch nicht ewig nehmen,

Bei einer längeren Einnahme von Diclo oder Voltaren sollte sie eh einen Magenschutz (z.B. Pantoprazol) dazunehmen, sonst hat sie dann zusätzlich noch ein Magerngeschwür.

B{in]e2x500


Dario, man mit deiner Frau,das tut mir echt leid... Ich weiß wie das ist, wenn man starke Schmerzen hat. Ich habe von meiner Orthopädin ARCOXIA 120 verschrieben bekommen. Ibuprofen 800 habe ich auch ne Zeit lang genommen, aber wie schon erwähnt, schlagen die auf den Magen.

Ich wünsche deiner Frau gute Besserung! @:)

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