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Nachbar evtl. dement.. wie als Außenstehender reagieren?

S~foglia[txelle


Danke Distance.. ich nehms in Angriff.. ich meld mich...

K(leinIewaeldfxee


Kann Distance in allem nur zustimmen. Lieber jetzt reagieren auch gegern denen Willen des Mannes, als später Besuch von der Polizei zu kriegen, weil was passiert ist.

STunflo3wer_x73


Ich würde wirklich das Gespräch mit der Ehefrau suchen und ihr Ansprechpartner nennen. Wichtig wäre es, den Hausarzt einzubinden. Ggf. sozialpsychiatrischen Dienst ansprechen, die haben einfach andere Möglichkeiten.

Eine Zwangseinweisung bei Demenz durchzubekommen ist nicht einfach. Wenn der Patient dann bei der Begutachtung durch den Richter einen lichten Moment hat, ist es nicht umsetzbar. Und akute Selbst- oder Fremdgefährdung liegt hier auch nicht zwangsläufig vor. Statt einer Zwangseinweisung in eine x-beliebige Psychiatrie wäre ein gezielter Aufenthalt in einer Geriatrie oder gar speziellen Demenzstation erstmal sinnvoll.

Wenn der Frau aber bewusst ist, wie schlimm das Ausmaß ist: Sie wird garantiert mittlerweile etliche Tricks anwenden, um Schlimmeres abzuwenden (Schlüssel verstecken,...).

Statt von Zwangseinweisung in eine Psychiatrie zu reden, müsste als Hauptziel eine Heimunterbringung gegen den Willen des Mannes veranlasst werden. Das bedeutet aber, ein geeignetes Heim zu suchen (auch in Heimen werden Demenzpatienten NICHT weggeschlossen wie bei einer Zwangseinweisung!). Das bedeutet, eine gesetzliche Betreuung zu veranlassen, die entweder generell ist oder aber das Aufenthaltsbestimmungsrecht und medizinische Belange umfasst. Das bedeutet, die finanzielle Seite zu regeln.

Letztlich geht das nicht von heute auf morgen. Und es ist etwas, wobei die Familie viel Unterstützung braucht. Weil man emotional zu sehr drinhängt, weil man eh schon mit Anschuldigungen des Erkrankten überhäuft wird (die dann gefühlt ja auch zutreffen, was Verschwörung hinter dem Rücken und "Abschieben" angeht!). Und weil i.d.R. scon extrem viel Kraft im Alltag draufgeht für Beobachten, Alltag managen (Dinge verstecken,...).

Ich würde daher mit der Frau sprechen und deutlich machen, welche Gefahren bestehen. Und beim sozialpsychiatrischen Dienst anrufen und erfragen, welche Unterstüzzuung die geben können bzw. was sie raten und welche Ansprechpartner sie nennen können.

Interessanterweise passiert extrem selten was Schlimmes... Spätestens wenn aber x Mal die Polizei die Person irgendwo einsammelt, wird es einfach noch unangenehmer für alle Beteiligten. Ich habe in der direkten Verwandtschaft drei heftige Fälle erlebt und bei meinem Vater wurde auch eine beginnende Demenz festgestellt...

cch3attixe


bei oma hats immer geholfen zuzuhören, einfach sagen überleg dirs nochmal. auf vergangenheit eingehen. also da erzählen lassen zum ablenken. oder aufgaben geben. komm hilf mir mal da und da.

aber glaube menschen empfinden sich oft als last. und wenn das einmal drin ist wird mans so leicht nicht mehr rausbekommen. wenn überhaupt.

denke beste was man tun kann ist ruhig zuzuhören. was bei zig wiederholungen nicht immer sooo leicht ist.

cLhattixe


ach so, ich kann auch nur raten so personen so lange wie es irgendwie geht zuhause zu lassen im gewohnten umfeld.

spätestens wenn man sie abscheibt kommen die gewissensbisse. man weiß das es theoretisch das beste sein sol aber zweifel bleiben immer.

ich denke heute oft ich hätt den beruf aufgeben solen und daheim pflegen. hätte sicher rgendwas vom staat für die pflege erhalten.

aber bei dir siehts ja anders aus beim nachbar.

da hat man ja nicht so einen bezug.

Hlannteshensner


Es muss nicht unbedingt Demenz sein......

Ältere Menschen haben alle möglichen Krankheiten zu ab und an zur Verwirrtheit, die Palette ist groß, so ist Diabetes, Dehydrierung, und vieles andere dafür Verantwortlich. Sicherlich liegt heutzutage die Demenz an ersten Stelle aber wie gesagt es kann auch andere Ursachen haben ,und das sollte medizinisch abgeklärt werden .........

S fogli]atJelle


Hallo Ihr,

also ich war grad bei ihr, weil er spazieren gegangen ist, allein.. Ich hab mit ihr geredet: Der Hausarzt – ein Internist – weiß es wohl, tut aber nichts. Ich sagte, sie soll bei nem anderen versuchen. Das traut sich sich nicht, mit sowas dann gleich nen neuen Arzt zu konsultieren.. Ich bestärkte sie aber nochmals darin es doch zu tun...

Er sieht wohl Menschen in der Wohnung, kann nichts einschätzen.. innerhalb von 4 Wochen so krass geworden.. Sie meinte nur, er habe sich an mir festgebissn. Will heißen, dass wenn was sei, er ihr sofort sagt er geht zu mir und lässt mich fahren.. keine Ahnung wieso.. wir hatten nie soooo engen Kontakt... Ich denk, mehr kann ich nicht tun... Ich hab angeboten, wenn was ist, sie soll klingeln, aber was anderes kann ich nicht tun...

LG

HYannesqhennyer


Es ist für den Arzt schwierig, gegen den Willen des Patienten, irgend etwas zu unternehmen.

"Jeder Mensch besitzt in diesem Land, Rechte die nicht so einfach ein zu schränken sind".

Es sei denn,es besteht Gefahr für Leib und Leben, oder für die Umgebung, Brand Gefahr, durch Messiverhalten oder ähnliches, dann können Behörden eingreifen eher nicht.

Wer glaubt man könne Menschen weil sie etwas sonderbar sind einfach mal irgend wo deponieren der irrt.

Es gibt Dinge im Leben, die man einfach ertragen muss.

Sfflolgl}iatel]lxe


Das ist schon klar. Ich hab keine Ahnung, wie Demenz behandelt wird.

S^unflowKer_7x3


Die drastische Verschlechterung ist jetzt nicht sooo typisch Demenz. Außer, man hat viele kleine Anzeichen im Vorfeld übersehen. Kenne ich aus der Verwandtschaft... *seufz* Da aber bei älteren Menschen auch Depressionen einer Demenz gleichen können und auch falsche Medikamente, zu geringe Flüssigkeitszufuhr etc. zu Verwirrung führen können. wäre es wichtig, dass man es ärztlich begutachtet UND der Hausarzt an einem Strang zieht.

Soll heißen: Zwangseinweisung ist schwierig. Aber man kann trickreich vorgehen. Meine Eltern haben den Hausarzt gewechsel und die neue Ärztin beruft sich sehr streng auf die Schweigepflicht. Aber nach einigen Hinweisen meiner Mutter und nachdem sie meine Vater jetzt (nach anfänglicher Uunauffälligkeit in der Praxis) auffällig erlebt hat, greift sie doch durch. D.h. mit "fadenscheinigen" Gründen schickt sie meinen Vater zu diversen Ärzten, um Dinge abzuklären. Zur eigentlichen und vor 3Jahre empfohlenen erneuten Demenzabklärung in eine spezielle Einrichtung will er zwar nicht, aber wir schließen häppchenweise andere Dinge aus. Aber man braucht einfach einen engagierten Arzt, der den Patienten ggf. auch mal beschummelt.

Behandlung Demenz:

Im Prinzip nicht behandelbar. Mit Medikamenten kann der Prozess evtl. verlangsamt werden – aber dafür ist es vermutlich jetzt schon zu spät. Ansonsten halt möglichst viel Hilfestellung im Alltag: Gedächtnisstützen,... wenn jemand in der Vergangenheit steckt, darauf eingehen und geschickt ins Hier und Jetzt überleiten. Die Desorientierung macht oft Angst und als Folge Aggression, also immer Sicherheit vermitteln. Mit ruhiger Stimme sprechen... nicht widersprechen, sondern sanft das Thema wechseln... Sagen, wer Du bist. Sich immer wieder vorstellen ("Ich bin x, ihre Nachbarin...). Ankündigen, was man macht ("Ich bringe sie jetzt wieder in ihre Wohnung, zu ihrer Frau"). Also viel Transparenz in solchen Momenten. Ist letztlich wie Umgang mit Kleinkindern.

Wenn er Dich irgendwie "auserkoren" hat: Es kann gut sein, dass irgendwas an Dir ihn an jemanden erinnert. Vielleicht kommt da mal was raus...

Was das Zu-Hause-behalten angeht:

Ich sehe es sehr ambivalent. Demenzkranke können extrem schwierig sein. Man kann sie ggf. NIE aus den Augen lassen, d.h. nicht mal ein WC-Besuch ist in Ruhe möglich. Das ist was völlig anderes als eine körperlich schwer pflegebedürftige Person. Was auch sehr schwer ist – aber die Person kann ggf. auch mal ein paar Minuten allein auskommen, wird nicht grundlos extremst aggressiv, kann sich noch artikulieren. Und man kann sie mal aus den Augen lassen.

Oft werden dann auch die pflegenden Angehörigen in ihrer Erschöpfung und angesichts der Aggressionen selber aggressiv. Daher kann eine Heimunterbringung oft helfen. Ich habe es selber in der Familie gesehen – dann war endlich wieder Zuneigung und Mitgefühl da. Ja, auch Gewissensbisse, aber alles kann man nicht haben. Ein Trost ist auch, dass ab einem best. Punkt der Erkrankung die Betroffenen eh nicht mehr so viel merken.

Aber die Entscheidung ist ein langer, schwieriger Prozess...

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