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"Stromschläge" in gelähmten Bein?

S{foglilate`lxle hat die Diskussion gestartet


Hallo, Guten Morgen,

meine Mum wurde letztes Jahr – 2011 – im Mai wegen einer Hüftkopfnekrose mit einem künstlichen Hüftgelenk operativ versorgt. Was übrig blieb war eine Peroneusparese.

Nachdem anfangs Laufen nicht wirklich möglich war – 2 Schritte, dann totale Erschöpfung – läuft sie jetzt bereits mit Stöcken, Kreuzgang.. Das betroffene Bein zeigt nach wie vor diese Lähmung, Fuß kann immer noch nicht gehoben werden... alternativ muss sie Treppen mit der Kraft aus dem Oberschenkel bewältigen. Geht gut, aber der OS schmerzt so vorn seitlich rüber. Soweit ich mich an meine PT-Ausbildung erinnern kann verläuft doch der Quadrizeps, der zum Heben notwendig ist.. Kann es davon sein, dass die Schmerzen dort auftreten?? Oder Überreizung vom Strom, den sie am Fuß bekommt? Nerv doch nicht kaputt?

Verstärkt treten jetzt auch wie oben im Betreff geschrieben eine Art "Stromschläge" in jenem Bein auf. Nachts bzw. abends wenn sie zur Ruhe kommt. Sie hat leider erst Ende März einen Termin beim Neurologen. Bis dato hat man noch nichtmal in der Klinik damals eine Nervenleitungsmessung gemacht, sondern gesagt: "Wird schon wieder." – kenne leider keine Zahlen, was die Heilung nach einer Peroneusparese betrifft, deshalb ärgert mich so eine Aussage, wenn man noch nichtmal anhand von neurologischen Untersuchungen sowas gerechtfertigterweise sagen kann... Das zieht einen Patienten natürlich runter, wenn man die Worte im Ort hat, aber man sieht, es tut sich wenig..

Jetzt wird bei einem guten Neurolgen diese Messung Ende März gemacht. Kann es sein, dass diese Stromschläge vom Nerv kommen? Ist der Peroneus am Aufleben?

Gesetz dem Fall er wäre gequetscht, könnte er sich erholen, wenn man die Quetschung, wie auch immer beseitigt?? Orthopädisch ist alles ok. Sie war jetzt bei ihrem Stammorthopäden, der röntgte und die Hüfte sitzt prima...

Kann mir bitte jemand dazu helfen??

LG

Antworten
RGosWe4


Hallo Sfogliatelle,

durch das Treppensteigen mit der Kraft es Oberschenkels wurde dieser überlastet und es haben sich winzige Verspannungen gebildet. Durch diese verkürzt der Muskel und zerrt an den umliegenen Knochen und Sehnen, auch kann dadurch ein Nerv eingequetscht werden, was zu Taubheit, Schmerzen oder den "Stromschlägen" kommen kann.

Auch in den Peronaeusmuskeln können solche winzigen Verspannungen zu diesen Symptomen führen, ebenso zu Fußgelenksschwäche, der vordere Teil des Fußes kann nicht gehoben werden.

Man kann diese Muskeln gut selber massieren und damit die winzigen Verspannungen ( Triggerpunkte) deaktivieren.

Beim Oberschenkel könnte der mittlere Schenkelmuskel (vastus intermedius) betroffen sein. Suche auf der Vorderseite des OS in Höhe eines Drittels der Gesamtstrecke bis zur Hüfte nach einem Triggerpunkt, er kann so groß wie ein 20-Centstück sein und massiere ihn mit beiden Daumen mit 6-12 Massagestrichen mehrmals täglich. Triggerpunkte schmerzen auf Druck, aber mit jeder Massage wird es besser.

Es gibt 3 Wadenbeinmuskel, den peronaeus longus, brevis und tertius. Massiere die gefundenen Punkte mit den Fingern wie beschrieben.

Ich sende Dir eine Seite, klicke auf Alphabetical Index, dann auf Vastus intermedius, Peronaeus longus und brevis, da sind jeweils die Muskeln abgebildet. Die Kreuze sind die TP, die man massieren soll, der rote Bereich das Schmerzmuster. Gute Besserung für Deine Mutter.

[[http://www.triggerpoints.net/]]

S6fogliaxtellxe


Danke Rose.. funktioniert das auch, wenn diese Lähmung als Folge einer OP aufgetreten ist? Weil seitdem hat sie das..

Überreizen kann ich damit nichts oder ??? Ich bin ewig lange aus dem Fach raus.. Bandscheiben.. %:|

Rgos%ex4


Versuchen kann man es immer. Wenn man die schmerzenden Punkte gefunden hat und sie massiert, kann man eigentlich nichts falsch machen.

Dir selber würde ich raten, mal die Gesäßmuskeln zu massieren. Wenn in diesen solche TP sind, vor allem im mittleren, dem glutaeus medius, ziehen diese durch die Anspannung den Beckenrand nach unten, versteifen und verflachen den Unterrücken. Chron. Verkürzung bewirkt, dass man mit vorgestrecktem Becken steht und geht.

Häufig wird ein Bandscheibenvorfall, ein verschobener Wirbel, ein abgeklemmter Nerv oder eine Dysfunktion des Iliosakralgelenks angenommen. Schmerzen verschwinden manchmal auch nach chir. Eingriffen nicht und erscheinen dann dem behandelnden Arzt wie auch dem Patienten äußerst rätselhaft.

Löst man die TP auf, verschwinden oft die Schmerzen. Diese Muskeln kann man am besten mit einem Tennisball, den man gegen eine Wand drückt, massieren. Man bewegt sich hin und her und drückt mit dem Körpergewicht gegen den Ball, jede gefundene Stelle 10-20 Sek. massieren und das mehrmals am Tag.

Gehe auf der Seite, die ich geschickt habe, auf Torso, dann in der rechten Spalte auf glutaeus medius, aber auch die anderen Gesäßmuskeln können Rückenschmerzen verursachen, der glutaeus minimus, glutaeus maximus, piriformis.

Ich wünsche Euch gute Besserung :)*

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