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Muskelschmerzen, Zittern, erhöhte CK, Tinitus und Schwäche

S-ainttSgimoxn hat die Diskussion gestartet


Hallo,

tja, die Symptome hören sich erschreckend an und das ist leider auch noch nicht alles. Wenn man mich aber sehen würde, würden die meisten denken, dass ich voll im Leben stecke. Ist eigentlich auch so, denn die meisten Symptome begleiten mich seit nun fast 10 Jahren und ausser ein paar leicht erhöhten C-Anka, leicht erhöhte ANA und eine Gesamt-CK zwischen 260 und 640 kam nie etwas raus. Eine Muskel/Nervenmessung war etwas auffällig aber nach einer erneuten Messung wieder alles OK. Eine Muskelbiopsie wurde nie gemacht, dafür vor 8 Jahren eine Menge CRT´s. Nichts Auffälliges in der Schulmedizin: Also arrangierte ich mich soweit es ging und mit Magnesium konnte ich oft einen positiven Effekt was die Linderung von Muskelschmerzen anging erzielen. Das Zittern war – wenn heute auch intensiver – mir seit der Kindheit bekannt, war also auch managebar.

Aber seit dem Sommer erlebe ich wieder die merkwürdigsten Symptome, auf die zumindest mein Hausarzt keine Erklärung hat:

Es fing im Juli damit an, dass ich nachts plötzlich mit einem starken Schmerz in der Brust aufwachte. Zuerst hatte ich Sorge, dass dies ein Herzinfarkt sein könnte. Aber statt einem Schmerz im linken Arm, manifestierte sich eher ein Schmerz zwischen den Schulterblätter ... und jetzt kommt das Highlight: mit einem Glas Milch bekomme ich diesen Schmerz sofort weg. Das geht nun unregelmäßig seit dem Sommer so – habe dies als weitere Erscheinung des Alters abgetan bzw. als Magenreizung. Ist mit Milch auch gut managebar – mit der Einschränkung, dass ich davon aufwache. Dieser Höllenschmerz tritt auch nur im Liegen auf.

Wenige Wochen später merkte ich, dass ich plötzlich sehr viel häufiger auf Toilette musste. Wirklich nur 2 bis 3 Sekunden urinieren, dafür 20 mal am Tag. Mittlerweile wieder weniger vielleicht 10 bis 15 mal am Tag.

Dann hatte ich irgendwann Schmerzen auf der rechten Seite, auf höhe der unteren Rippe. Da hatte ich schließlich Sorge, dass irgendwas mit den Nieren nicht mehr stimmen könnte (C-Anca deutete ja auf Morbus Wegner hin) und bin zum Hausartzt: Nierenwerte waren OK, einzig die Gesamt CK bei 460 (ich mache zur Zeit keinen Sport).

Ich war danach wieder völlig "sorgenfrei" und arrangierte mich mit den Symptomen – doch seit 8 Wochen erlebe ich nun einen Tinitus. Bin dann vor 2 Wochen zum HNO, nehme seitdem (unregelmäßig) Blutverdünner.

Seit 4 Wochen (also kein Effekt des Blutverdünners) erlebe ich aber etwas, was mich abends nur schwer einschlafen lässt: sobald ich eine Zeit liege, werden meine Waden ganz heiß und zwar auf beiden Seiten. Gefühlt vorne am Schienbein mehr als hinten. ... dazu kommt irgendwann auch ein mäßiges Schwitzen.

Additiv "natürlich" die ständig auftretenden Schmerzen der Muskeln ... mal hier mal da. Waden und Oberschenkel seit Jahren .... die anderen Muskelgruppen wechseln sich solidarisch ab. Der Schmerztypus schwankt dabei ebenfalls: jetzt am Wochenende mal wieder ein ganz erneues Schmerz-Erlebnis. Ihr kennt doch das Gefühl, wenn jemand einem einen Pferdekuss gegeben hat – ein Schlag oder Tritt auf den Arm oder Oberschenkel – das ist ein richtiger Einschlag und selbst Tage später spürt man den noch. Am Wochenende hatte ich ganz plötzlich ein solchen Pferdekuss-Schmerz am Trizeps – der war dann nach ein paar Minuten wieder weg. Das merkwürdige: der kommt, obwohl zwischenzeitlich überhaupt nichts mehr zu merken war, auch ganz plötzlich wieder ... und geht wieder weg. Er unterscheidet sich von den anderen Muskelschmerzen recht deutlich.

Um noch ein weiteres und objektivierbares Symptom hinzuzuzählen .... seit Jahren habe ich immer wieder aufplatzende (sieht aus wie sehr trockene Haut, kreisförmig) an den Händen – kommt und geht, Cremes bzw. Kortison hielft nur bedingt.

Ansonsten tritt manchmal auch ein leichtes Zittern auf, das wenn ich etwas nicht ganz richtig greife gelegentlich zu einem groben Zittern führt. Beispiel: Löffel mit spitzen Fingern zwischen zwei Fingern ... wenn ich gerade generell meinen zittrigen habe, kann daraus ein so starke Zittern werden, dass mir der Löffel "entgleitet" und ich nichts dagegen tun kann ;-)

Seit Jahren ein inneres Zittern der Wadenmuskeln (rechts). Extreme (gefühlte!) Schwäche nach längerer Betätigung.

So, wahrscheinlich habe ich alle damit genug verwirrt. Nun zu meinen Fragen:

a) hat jemand eine Idee, was das mit den heißen Waden im liegen zu tun haben könnte. (Hausartzt hat keine Erklärung – beobachten.)

b) hat vielleicht jemand – wenn er all das hier liest – vielleicht eine Idee, wie man alle Symptome bequem unter "einen Hut" bringen könnte?

Ich habe in zwei Woche noch mal einen Termin bei einer Rheumathologin (nach Bitte des Hausarztes) ... die wird wieder nichts finden. Und ich werde mich nicht selbst wieder auf eine Ärzte-Odysee begeben, so lange das alles noch managebar ist. Oder ich selbst keinen Verdacht habe, um den Ärzten auf die Sprünge zu helfen.

Freue mich auf jegliches Feedback.

SaintSimon

P.S.: bin 41

Antworten
SYaintRSimoxn


Noch ein Hinweis: eine solide Antwort auf "a" ist mir wichtiger als irgendwas unspezifisches auf "b". Wie angedeutet, versuche ich ja meine Balance zu halten ;-) ... bei "B" also bitte nur etwas, wenn ihr wirklich der Überzeugung seid, dass das alles Symptome einer bestimmten Krankheit sind.

Merci :p>

r\aznxek


Hallo SaintSimon,

ich habe diesen und einen älteren Bericht von dir gelesen, und deine Symptome sind den meinen z.T. doch sehr ähnlich. Bei mir ist es mit großer Wahrscheinlichkeit eine Borreliose, und zwar eine seronegative (Ärzte wie Dr. Hassler leugnen deren Existenz). Ich hatte ein Erythem und habe sehr früh Antibiotika genommen, vielleicht haben sich bei mir deswegen keine Antikörper entwickelt. Ich habe allerdings einen LTT (Lymphozytentransformationstest) machen lassen und dieser war positiv auf Borreliose und Ehrlichiose. Ich habe schon mehrere Antiobiotikatherapien hinter mir (jeweils 45 Tage Minocyclin + 20 Tage Quensyl), und genau wie in deinem ersten Bericht ging es mir danach immer gut. Zur Zeit habe ich allerdings wieder diverse Symptome (nach 3-4 Monaten relativer Beschwerdefreiheit):

- Rückenschmerzen, die direkt von der Wirbelsäule zu kommen scheinen, besonder Ischias und BWS

- z.T. Schmerzen in Armen und Beinen, manchmal auch in den Füßen

- Zittern im linken Knie

- Manchmal ein "Vibrieren" in den Beinen

- Schmerzen zwischen den Schulterblättern, besonders nachts und wenn ich auf der Seite liege

- Manchmal auch Probleme mit dem Magen

- Muskelzucken überall am Körper

Diese plötzlich entstehenden "Pferdekuss"-Schmerzen, die du beschrieben hast, habe ich gelegentlich auch.

Ich habe seit fast 4 Jahren mit diesen (und anderen) Symptomen zu kämpfen und werde wohl demnächst mal eine Therapie mit Antibiotikainfusion versuchen. Mein behandelnder Arzt ist Herr Dr. von Blittersdorf in Heidelberg, ihn kann ich nur wärmstens empfehlen.

Ich habe übrigens auch schon diverse Untersuchungen hinter mir, bis auf den LTT alle ergebnislos.

Blutwerte top, neurologische Untersuchung ohne Befund, MRT von Kopf und HWS ohne Befund. Außerdem fing bei mir ja alles mit einem Zeckenbiss an. Hab die Zecke selber entfernt ( das könnte ein Fehler gewesen sein ;-) ) und zwei Wochen später das Erythem. Wenn du noch Fragen hast, lass hören :-)

Ich wünsche dir gute Besserung und verbleibe freundlichst grüßend *:) ,

hYeiNmfSelxd


@ raznek

Hallo, der Verfasser SaintSimon hat sich schon lange nicht mehr hier blicken lassen.

Hoffentlich gehts ihm gut.

Auch ich fand die Beschreibung der Symptome sehr interessant da sie den meinen sehr ähnlich sind.

Nach 5 Jahren des Ärztehopping steht auch bei mir die Diagnose "aktive seronegative Borreliose" gestützt durch im Blut nachgewiesene Co Erreger Bartonellen und Ehrlichien.

Außerdem noch EBV und Chlamydia Pneumoniae.

Mache zur Zeit eine breitflächige AB Therapie unterstützt mit Med. aus der Naturmedizin die es aber in sich haben.

Zur Zeit noch Achterbahnfahrt aber es wird doch langsam besser.

Aktuell noch:

- Gelenkschmerzen ( Knie,Hüfte ) brennend

- Fersenschmerzen

- Muskelansatz ( Sehnen ) Schmerz

- Muskelzucken

- Elektrisieren einz. Körperteile z.B Unterarme

- extreme Stimmungsschwankungen

Lass von Dir hören wie es bei Dir weitergeht.

Grüße

M`eraixn


@ heimfeld

ich erinner mich noch du hattest doch auch das Muskelzucken ÜBERALL oder??

Wie kann es sein das nach 5 Jahren erst dann eine Borelliose raus kommt? Wenn du magst schreib mir mal ne pn:)

lg @:) @:) @:)

h1eim feld


@ Merain

dass es seronegative Borreliose gibt, ist unbetritten auch wenn diese von einigen Schulmedizinern gern verleugnet wird. Das Thema ist recht kompliziert und es Bedarf guter Ärzte die dem Thema aufgeschlossen gegenüber stehen.

Es muss nicht Borreliose sein.

Bartonellen,Ehrlichien, Chlamydien ( um nur Einige zu nennen ) sind für sich schon ausreichend, können genau diese Symptome verursachen und machen dich körperlich platt.

Nicht jeder, der diese Erreger in sich trägt wird Symptome entwickeln. Man vermutet ein geschwächtes Immunsystem. Auch ist immer wieder zu Lesen dass das sog. BFS oft nach starken Infekten beginnt.

Die Diagnose wurde letztendlich aufgrund der vorhandenen Co. Erreger gestellt. Vor allem Bartonellen u. Ehrlichien treten oft in Zusammenhang mit Borrelien auf. Nimmt man dazu noch die passende Symptomatik wird die Wahrscheinlichkeit schon sehr hoch, dass es eine vermutlich Jahre zurückliegende Infektion gegeben haben muss.

Warum nicht schon viel früher festgestellt wurde, dass ich bestimmte Erreger mit mir herumschleppe, welche mir vermutlich schon seit Jahren das Leben schwer machen,bleibt ein Geheimnis der Ärzte, die mir ein psychosomatisches Problem aufdrückten.

Ach, das ist immer so schön einfach und es gibt so tolle Medikamente ! Soviel dazu !

Ich kann nur jedem raten, ganzheitliche Ärzte aufzusuchen.

Es gibt durchaus gute Schulmediziner, welche Schulmedizin mit Naturheilkunde kombinieren.

Listen mit Ärzten welche sich spez. mit Infektionen beschäftigen findet man in bestimmten Foren zum Thema.

Grüße

M eraixn


vielen lieben Dank @:) @:) @:) aber du hast die Zuckungen auch überall mal?

h<eim*fexld


Zuckungen auch überall mal?

Ja überall und ständig ! Aber das Thema ist sinnlos.

r(azQnek


Hallo heimfeld,

schade, das der Verfasser sich hier nicht mehr blicken lässt, mich hätte interessiert, wie es bei ihm weiterging (hoffentlich positiv!).

Ich war heute bei meinem Borreliose-Spezi und hab Blut abnehmen lassen für einen LTT. Da die meisten meiner Symptome irgendwie mit dem Rücken zusammenhängen und ich auch vor der Borreliose schon Probleme mit dem Rücken hatte (wenn auch nie in dieser Dimension), geh ich jetzt erst mal zur Physiotherapie. Mein Arzt meinte, dass die Borreliose meine Rückenprobleme begünstigt, quasi meine ohnehin vorhandenen "Schwachstellen" angreift.

Nach Erhalt des Blutergebnisses, also in 3 Wochen, vor allem aber auf Grund des körperlichen Befundes nach der Physio werden wir dann weitere Therapiemaßnahmen besprechen. Mein Arzt ist kein großer Fan von Infusionstherapie, die letzte orale Therapie hat ja bei mir auch ganz gut gewirkt. Nur stehe ich jetzt vor dem Problem, dass Minocyclin bei mir den stärksten Effekt erzielt hat, man damit aber nicht in die Sonne darf :( Also entweder ein anderes AB oder warten bis Herbst.

Ich werd berichten wies bei mir weitergeht.

Darf ich mal fragen, mit welchem Test bei dir die Co-Erreger nachgewiesen wurden? Hast oder hattest du sonst noch irgendwelche Auffälligkeiten im Blutbild?

Gute Besserung und viele Grüße,

hCeimfkeld


@ raznek

Hallo , wir machen ja gerade dasselbe Programm durch :)

Bei mir 4 Wochen AB ( Cefotaxim ) Infusion jetzt weiter mit Minocyclin+Plaquenil.

Parallel dazu Ausleitung von Schwermetallen und Einnahme eines Oxidant. Das ist der heilpraktische Teil der Therapie. Dazu kann ich Dir gern mal eine PN schreiben falls es Dich interessiert.

Auch Dir gute Besserung ! :[]

h.ei>mfseld


nach ca. 10 Wochen Antibiotika Therapie nun postitive Antikörper ( IgM ) auf Borrelia Burgdorferi !

IgM sind frühe Antikörper die in der Regel im Laufe, oder nach überstandener Infektion zurückgehen. Da die Beschwerden schon einige Jahre bestehen, ist nun von einer chronischen aktiven Borreliose auszugehen.

Der ELISA Test ( wurde mehrmals gemacht ) hat hier völlig versagt und damit nimmt das Elend seinen Lauf ! Keine Behandlung, da Patient körperlich gesund oder vlt. psychisch krank !

Dabei gibt es Möglichkeiten die über den ELISA hinaus genauere Aussagen liefern.

Doch werden diese von der KH nicht bezahlt bzw. werden einem diese von einigen Fachärtzen ausgeredet.

Statt dessen Versuch der Behandlung mit Psychopharmaka. Das grenzt doch schon an Körperverletzung !

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