» »

Polyneuropathie, Kribbeln in Händen und Füssen, kein Gefühl mehr

sxchwi5ndelwuxrmig hat die Diskussion gestartet


Ein Hallo an Alle die das hier lesen werden :O)

Ich schreibe hier, weil mir der Krankheitsverlauf meines Vaters (70J.) große Sorgen bereitet.

Er ist seit zig Jahren in Behandlung eines Med.für Innere. Alle drei Monate muss er dort ins Labor und eine Woche später zur Auswertung.

Mein Vater bekommt Medikamente gegen Bluthochdruck, Schilddrüsenhormone (weil ist nicht mehr da), Herz, usw. u.a. auch Allopurinol-ein Medikament was Gichtpatienten bekommen.

Auch hat er Zucker. Jahrelang med.behandelt in Tablettenform, seit ca.2Jahren 4 Spritzen tgl.

Aufgrund dass mein Vater kein Gefühl mehr in Füßen und Händen hat (kann man anfassen u er merkt es nicht, kalt/warum spürt er auch nicht) und es immer schlimmer wird (Gefühl der Taubheit mittlerweile schon über dem Knöchel, kann kaum noch laufen bis gar nicht mehr) bin ich sehr skeptisch geworden und habe mich etwas belesen.

Ich bin der Meinung dass er eine Polyneuropathie hat. Wenn dem so ist, wird er durch seinen Arzt nicht darauf behandelt, er bekommt lediglich das Gicht - Medikament Allopurinol -welches als Nebenwirkung Polyneuropathie hervorrufen kann.

Dieses Mittel nimmt er seit Jahren und ich kann mich jetzt auch im Nachhinein daran erinnern, dass auch die anderen Nebenwirkungen zutreffend waren.

Mein Vater trinkt leider schon immer viel Alkohol. Früher waren es nur ein paar Bier, dann kam Kräuter dazu, als er vom Zucker erfuhr trank er Wodka. (Ein Glück nur zu Hause und keine gnadenlose Besäufnisse). Zudem kommt die Diabetes. Also schon 3 mögliche Ursachen für eine Polyneuropathie! Seine Finder sind gekrümmt und taub, die Füße bis über den Knöchel taub und manchmal dick, gerötet/blau.

Es ist so schlimm dass er nur mit Hilfe aufstehen kann, den ganzen Tag liegt oder sitzt er auf der Couch. Er kann nichts mehr machen. Ihm wird auch oft schwindelig. Vor ein paar Wochen ist auch schon in der Wohnung schwer gestürzt.

Treppen sind ganz schlimm, die schafft er nur mit sehr großer Mühe gerade so noch. Aber ich denke es dauert nicht mehr lange und dann sitzt er im Rollstuhl.

Was ich jetzt nicht nachvollziehen kann, ist dass der Arzt ihn scheinbar nicht richtig untersucht. Er müsste doch sehen, dass er kaum noch laufen kann und die Hände krumm sind. Und Gicht sieht in meinen Augen anders aus. Wenn er mal die Reflexe testen würde (was sogar jeder Kinderarzt macht!) dann würde er feststellen, dass da nichts mehr ist!

Auch bat mein Vater ihn schon um eine Überweisung/Rezept für Krankengym./Physioth., aber der Arzt meinte dies bräuchte er nicht.

Mein Vater ist schon immer Privatpatient und langsam glaube ich, dass es hier nur ums Geld geht. Ich habe dem Arzt bereits zweimal einen Brief zukommen lassen, in dem ich die Beschwerden schilderte. Nichts hat sich geändert. Lediglich eine Überweisung zum Hautarzt aufgrund Verdacht von Hautkrebs hat er bekommen. (und das kam auch von mir) Der Hautkrebs bestätigte sich, allerdings glücklicherweise heller Hautkrebs der mit einer (teuren) Salbe behandelbar ist.

So wie ich das sehe, darf man weder alt und krank werden... am Liebsten würde ich ihn in eine Klinik einweisen lassen aber der Weg dahin ist nicht einfach. So hoffe ich hier auf jemanden der vielleicht Gleiches durchmacht oder einen guten Arzt (Neurologen) in Berlin/Brandenburg kennt. Die Charte Mitte behandelt die PNP nur leider wohnen wir sehr außerhalb und wir hätten Schwierigkeiten mit der Fahrt dorthin.

Ich würde mich freuen, hier vielleicht irgendwie Hilfe zubekommen und wenn es nur seelische ist. Ich kanns einfach nicht mehr mit ansehen, ich liebe meinen Vater sehr und es tut mir unendlich weh ihn so leiden zu sehen.

Antworten
N9ilpf,erd


Ich habe Deinen Beitrag gelesen, weil ich selbst mal eine PNP hatte, allerdings ganz anders als Dein Vater.

Wie Du schon geschrieben hast – da Dein Vater Diabetes hat, kann es gut sein, dass die PNP eine Folgeerscheinung davon ist; wenn er auch noch viel Alkohol trinkt, kann es natürlich (auch) damit zu tun haben. Auf jeden Fall solltet Ihr einen Neurologen, evtl. auch einen spezialisierten Diabetologen aufsuchen.´Wenn Dein Vater Privatpatient ist, müsste das doch notfalls auch ohne Überweisung gehen. Vielleicht ist es auch möglich, zur Erstdiagnose in die Charité zu fahren, und die Behandlung dann vor Ort durchführen zu lassen. Dass der Internist die Beschwerden so gänzlich unbehandelt lässt, finde ich völlig absurd.

Ich hoffe, Ihr findet einen Arzt, der die Beschwerden ernst nimmt, das schränkt die Lebensqualität ja doch enorm ein. Alles Gute *:)

B%reme0ns/ie


Sucht euch einen Neurologen der der deinen Vater untersucht. Es könnte wirklich eine Polyneuropathie sein.

sfchwi'ndelwxurmig


Ja, ich finde es auch absurd, dass der Arzt ihn in dieser Hinsicht nicht untersucht bzw.behandelt. Es geht ihm ja nun wirklich zunehmend schlechter. Als ich meinem Vater sagte, dass er Gicht-Tabl. bekommt und nichts gegen PNP sagte er, dass das Vorbeugend sein soll. ??? :|N

Ist das nicht eigentlich Blödsinn, ich nehm doch auch keine Antidepressiva vorbeugend, weil ich mal ne Depression bekommen könnte...

Eine Überweisung deshalb, weil mir eine Bekannte sagte, dass man diese bei den meisten Versicherungen braucht, da diese sonst nur 80% der Kosten übernehmen. Und ich gehe schon fast davon aus, dass er im Krankenhaus landen wird-und das wird teuer.

Einen Diabetologen hat er, da muss er auch alle paar Monate hin. Die Ärztin hat auch einen rechten guten Ruf hier bei uns in der Gegend.

Lebensqualität...die hat er schon lange nicht mehr. Das geht schon bei Kleinigkeiten los wie anziehen/ausziehen, Kopf waschen, Körperpflege, (Badewanne würde er weder rein noch raus kommen, gleiches die Dusche betreffend, meine Mutter wäscht ihn), von Couch+Bett aufstehen, Essen muss ihn in Häppchen angerichtet werden, Auto fahren, Spazierengehen ist nicht mehr drin, Treppen oder unebener Boden ist furchtbar, etc.

Wie gesagt, er liegt/sitzt den ganzen Tag auf der Couch u baut noch mehr ab. Ich traue mich auch nicht ihm in diesem Zustand zur Krankengym. zu schicken, weil ihm ja immer gleich schwindelig wird und er sich nicht halten kann. Einmal wollten wir spazieren, nach nur ein paar Metern bekam er Kopfschmerzen u Schwindel und wir sind wieder zurück.

Ich ist mittlerweile auch Deppressiv (mein Vater war früher ein intelligenter, selbstbewusster Mann). Ich hab ihm gesagt, dass er seinen Arzt nach Glücklichmacher fragen soll u er sich dafür nicht schämen braucht. Was er auch tat. Der Arzt empfohl ihm Johanniskrauttabletten ":/ die sind nicht grad der Knaller.

Jedenfalls werde ich heute in der Charité anrufen und fragen ob man einfach so kommen kann oder man einen Termin braucht. Und dann muss mein Bruder uns dorthin bringen. Ich denke mal auch dass sie ihn dort behalten werden.

Kann man denn etwas gegen PNP machen? Ist das Gefühl in Füßen u Händen für immer weg?

JUorixna


Arztwechsel ist hier dringend erforderlich! Zumindest für die Psyche könnte ein vernünftiger Mediziner etwas mehr tun. Die PNP ist allerdings, wenn sie einmal da ist, wohl nur noch zu lindern, zu beheben ist sie meines Wissens nicht mehr.

_xParvxati_


Es sollte auch mal ein Vitamin B Mangel (insbesondere B6, B12, Folsäure) ausgeschlossen werden. Sowas kann auch zu Nervenirritationen führen. Aufgrund des Alters deines Vaters, der vielen Medikamte die er einnehmen muss und und und... wäre ein Vitamin B Mangel gar nicht mal so unwahrscheinlich.

JKoriLna


Fatal ist natürlich, dass Dein Vater weiterhin Alkohol trinkt, der ja eigentlich ein pures Nervengift ist und ein Vitaminräuber und die bereits kranken Nerven weiterhin schädigt; ähnlich dem, wenn er als Diabetiker sein Insulin verweigert und so die Behandlung unterminiert. Das macht es für alle Ärzte schwer.

N2ilp*fe`rd


Meine PNP lag an Vitamin-B12-Mangel, sie hat sich durch die Behandlung vollständig wieder zurückgebildet. Sie natürlich nicht so ausgeprägt wie die Deines Vaters, allerdings hatte ich schon extrem "pelzige" Füße und Fußknöchel, und Kribbeln am ganzen Körper, vor allem in den Gliedmaßen. Da Dein Vater Diabetes hat, ist das – in Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum – wohl die wahrscheinlichste Ursache, aber andere mögliche Ursachen sollten natürlich auch ausgeschlossen werden. Sobald Ihr bei einem brauchbaren Arzt seid, müsste das aber auch passieren.

_hPar7v0atxi_


Meine PNP lag an Vitamin-B12-Mangel, sie hat sich durch die Behandlung vollständig wieder zurückgebildet.

Da hast du echt Glück gehabt. Bei mir bestand der Mangel schon zu lange, so, dass ich schon irreparable Nervenschäden davongetragen habe.

Diese schei* Närhstoffmängel... sollte man echt nicht unterschätzen...

RDeZmu-Al!a


Vitamin B12 Mangel ist recht wahrscheinlich. Bestehe darauf dass ein Bluttest gemacht wird. Und B12 Injektionen sind in seinem Zustand und in seinem Alter sehr viel besser als orale Zugabe, da der Darm nicht mehr so gut aufnimmt, und das gilt nicht nur für Vitamin B. Vielleicht würde er auch davon profitieren in Abständen (Multi-)Vitaminspritzen zu bekommen.

Wünsche dir viel Glück! @:) Super dass du dich um ihn kümmerst. :)^

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH