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Faszikulationen und Krämpfe / Als Angst

J@asoxnk hat die Diskussion gestartet


Ich habe Angst vor Krankheiten. Vor 8 Wochen verschrieb mir der Neurologe Trevilor. Eine Woche später begannen Faszikulationen, erst in den Waden, dann am ganzen Koerper. Ein darauf durchgeführtes EMG war ohne Befund. Zudem kamen Krämfpe in der rechten Hand und durch google panische Angst vor ALS. Da ich die hoffte, die Befunde den Medikamenten zuschreiben zu können, setzte ich diese für eine Woche ab. Die Faszikulationen blieben. Leider. Seitdem sind 6 Wochen vergangen, und ich faszikuliere ununterbrochen. Schwäche Habe ich noch keine feststellen können, aber davor habe ich Angst und bin kaum noch lebensfähig. Bekomme nun zur Beruhigung noch Tavor und möchte so gern an die benigne Variante der Faszikulationen glauben.

Wer hat auch Erfahrung mit benignen Faszikulationen und gelegentlichen kraempfen und kennt dies seit Wochen oder Monaten, ohne das Schwäche oder Lähmungen aufgetreten sind?

Ab wie vielen Wochen/Monaten der Faszikulationen ohne Schwäche kann mann sicher sein, keine ALS zu haben?

Ich kenne alle möglichen google Berichte dazu, also bitte keine Zitate sondern nur eigene Erfahrungen.

Ganz lieben Dank.

Antworten
a\bra?kadaHbrax86


Hi,

ok keine Zitate, also hier meine eigenerfahrung:

ich habe: faszikulationen am gesamten körper, kopf, gesicht, hals, arme, hände, bauch, rücken, füße, waden, oberschenkel und zehen

das wechselt immer munter hin und her, nirgends ist es länger als eine woche.

ich hatte:

ein emg – ohne befund

2 neurologische untersuchungen – ohne befund

das ganze geht bei mir seit februar 2011 also über ein Jahr.

ich habe nicht: krämpfe, klinische schwäche, muskelschwund oder ähnliches

ich hatte auch ein Jahr eine riesen angst vor als, die ist seit 2 monaten so gut wie weg, ich hab jetzt angst vor hirntumor ;-) weil mir seit 3 wochen schwindelig ist....allein das sollte dir zeigen, dass wir im selben boot sitzen , angst haben und höchstwarscheinlich doch nicht krank sind...gott sei dank

Übrigens: Mein neurologe sagte im EMG könne er ALS – Anzeichen auch schon vor ersten Symptomen nachweisen...vielleicht beruhigt dich das ein wenig. Kopf hoch, es wird wieder.

:)^

INni*pi


Hallo Jasonk,

schau mal unter Psychologie nach... Dort gibt es ein Faden "Unglaubliche Angst vor ALS" Dort tummeln sich lauter zuckende, ängstliche Menschen! Ich bin Eine von Ihnen. Habe Muskelzuckungen seit über 6 Monaten und schon diverse Untersuchungen hinter mir ... Diese Krankheit ist zum Glück sehr selten und Zuckungen sind fast nie ein Erstsymptom.

Wie alt bist Du?

J)asoGnxk


Vielen Dank. Ich bin 35 Jahre. Die Faszikulationen sind allein schon beängstigend, aber das da die rechte Hand 1-2 mal in der Woche krampft macht mich in der Kombination schon wahnsinnig. Ich habe gelesen, daß Faszikulationen ohne Schwäche in der Regel benigne sind. Ich habe aber auch in Erfahrungsberichten von Betroffenen gelesen, daß erst die Faszikulationen und Krämpfe da waren und ein paar Monate später dann erst die Schwäche. Nun warte ich, daß ich keine Schwäche bekomme. Blöd, oder? Aber kaum auszuhalten.

I!nipFi


Diese Berichte kennen wahrscheinlich die Meißten die sich mit ALS Angst plagen! Angst geht üblicherweise mit extremer Verspannung einher, Du verkrampfst und verspannst Deine Muskeln unbewußt weil Du Angst hast, Dein Körper versucht diese Verspannungen auszugleichen indem er zuckt oder vielleicht auch mal verkrampft. Wichtig ist, das Du neurologisch untersucht worden bist! Wie gesagt, meine Zuckungen dauern jetzt seit über 6 Monaten an und ich warte immer noch darauf, daß der Spuk verschwindet wie er gekommen ist. Aber je mehr Zeit verstreicht ohne das Schlimmeres passiert, desto ruhiger werde ich langsam. Aber ich hatte auch ganz schlimme Zeiten der Angst... Nehme auch Medikamente und mache eine Psychotherapie.

S=andmänngchen1x9


Hallo Jasonk,

auch ich bin eine von den ewig Zuckenden. Bei mir begann der Spuk im Novemer 2010. Ich zucke also schon anderhalb Jahre. Gelegentliche Krämpfe hatte ich auch. Und jede Menge anderer seltsamer (zum Teil sicher eingebildeter) Beschwerden. Ich war sooo sicher, dass ich ALS habe. Ich habe mit dieser Angst ein Jahr meines Lebens verschenkt. Neurologische Untersuchungen waren alle ok. Meine Panik war dennoch immer da... ständiges Muskelvergleichen, ständige Kontrolle der Zunge im Spiegel... jede Sekunde des Tages dieses Thema im Kopf... Es war furchtbar.

Inzwischen weiß ich, dass ich es nicht habe. Meine Angst ist weg. Es zuckt trotzdem noch. Aber nicht mehr so häufig und ich beachte es nicht mehr. Ich habe keine Schwächen entwickelt (obwohl ich zwischendurch ganz sicher war, ich hätte welche)

Eines haben fast alle "Zucker" gemeinsam: Wahnsinnige Angst vor Krankheiten. Und bei den meisten war das auch vor der ALS-Angst so. In dem Faden, den Inipi genannt hat, gibt es viele Leidensgenossen. Viele, die über Jahre diese Beschwerden haben... aber KEINEN, bei dem je eine ALS bestätigt wurde... KEINEN der eine klinische Schwäche entwickelt hat... und VIELE, die irgendwann ihre Angst verloren haben. Leider oft erst, wenn viel Zeit verstrichen ist. So war es auch bei mir.

Wichtigster Tipp: LASS DAS GOOGELN SEIN! Dabei würdest du immer wieder auf beängstigende Berichte stoßen. Vertrau deinem Neurologen! Dr. Google ist kein Arzt!!!

Jkasoxnk


Vielen lieben Dank für die Antworten. Es hilft schon ein wenig, zu sehen, daß die Probleme, wie ich sie gerade erlebe, doch häufig vorkommen, und es zumindest hier bisher keinen "ernsten" Fall gegeben hat. Manchmal tut es wirklich gut, von Menschen zu lesen, welche die eigenen Sorgen kennen und vor allem verstehen.

Ich lade alle "Zuckenden" ein, sich hier an der Diskussion zu beteiligen. Umso mehr harmlose "Faszikulierer" wir sind, umso kleiner wird vielleicht auch unsere eigene Angst vor ALS.

BJromVbeerEküc#hleixn


Ich lade alle "Zuckenden" ein, sich hier an der Diskussion zu beteiligen

Es gibt diese Diskussion schon Jasonk ;-)

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/579158/]]

JWas+onk


Krämpfe + Faszikulationen und trotzdem kein ALS ??? ??

Wollte mich mal zurückmelden. Seit wenigen Monaten faszikuliere ich am ganzen Körper, daran hat sich noch nichts geändert. Inzwischen konnte ich mich "halbswegs" beruhigen, der erste EMG Ende Februar war ja ohne Befund und hier gibt es ja ganz viele "Zucker", die keine ALS haben. Was meine Ruhe allerdings immer wieder aus dem Gleichgewicht bringt, ist die zu den Faszikulationen bestehende schemrzlose Verkrampfung in der rechten Hand. Ist jetzt seit ca. 4 Monaten regelmäßig, also ca. 1 mal in der Woche. An Magnesium oder so kann es nicht liegen, habe alles probiert und die Bluttests in diese richtigung waren auch alle im Normbereich (Elektrolythe, Magnesium, Kalzium und so). Naja die Kombination Faszikualtionen und Krämpfe macht schon Angst. In 3 Wochen habe ich einen Kontroll EMG.

Kennt jemand jemanden, der Faszikulationen und Krämpfe hatte und trotzdem keine ALS?

R"lm?mOp


Kennt jemand jemanden, der Faszikulationen und Krämpfe hatte und trotzdem keine ALS?

Ja sicher, viele in dem anderen Faden!

Jxason7k


Habe den Faden gelesen, mit Krämpfen und Faszikulationen haben ich nichts gefunden.

R#lm@mp


Hast du dann nicht, User Merain krampft und zuckt rum...

J{aso*nck


Kein ALS

Nach 3 Monaten Faszikulationen hatte ich heute ein kontroll-emg. Kein ALS. Also an alle Zuckerer: dies ist wohl wirklich eher ein Symptom von uns Angstpatienten als von ALS.

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