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Betablocker bei Migräne?

S[unflo9wer_x73 hat die Diskussion gestartet


Ich habe schon seit Jahren mit Migräne zu kämpfen. Im Schnitt 6-10 Attacken pro Jahr, davon die Hälfte richtig heftig (= es geht für 1-2 Tage nur Bettruhe, Übelkeit,...). Damit konnte ich leben, konnte einige Auslöser (Wetter, Stress, Hormone) identifizieren und somit Attacken verhindern oder zumindest "einkalkulieren".

Behandelt wurden sie mit Diclofenac (Aspirin vertrage ich nicht, Paracetamol reicht nicht) und gegen die Übelkeit MCP.

Seit ca. 3 Monaten habe ich nun deutlich mehr Stress – und ziemlich genau alle 2-3 Wochen so hefitge Attacken, dass ich mich 1-2 Tage krankmelden muss. Was im neuen Job echt ungünstig ist.

Ich habe alle Auslöser eliminiert, soweit ich kann. Mache täglich Entspannung, um dem Stress gegenzuwirken (was leider nur ansatzweise funktioniert). Habe nun mittlerweile auch drei Triptane durch, ordnungsgemäß genommen – aber ohbe Wirkung bzw. mit zu starken Nebenwirkungen.

Sowohl Hausarzt als auch Neurologe schlugen nun einen Versuch mit Betablockern vor. Den 1. habe ich vor einigen Wocehn gestartet, aber die Nebenwirkungen (Übelkeit, Schwindel) haben mich abgeschreckt. Gestern nun ein weiterer Versuch (man muss das Wochenende ja nutzen). Und wieder: Nur Nebenwirkungen (Übelkeit, Schwindel, Gefühl wie seekrank, müde, benommen). Frage mich, ob es sich überhauüt lohnt, das noch einige Tage auszusitzen.

Hat jemand hier Erfahrungen? Alternativtipps?

Weil es nervt mittlerweile wirklich, 2x im Monat mit Migräne flachzuliegen!

Antworten
S3chnweehexxe


Behandelt wurden sie mit Diclofenac (Aspirin vertrage ich nicht, Paracetamol reicht nicht) und gegen die Übelkeit MCP.

Habe nun mittlerweile auch drei Triptane durch, ordnungsgemäß genommen – aber ohbe Wirkung bzw. mit zu starken Nebenwirkungen.

Na ja mit Diclo hätte ich da auch keinen Erfolg. Bei den Triptanen ist es anscheinend wirklich so, dass nicht jedes bei jedem gleich gut hilft, das Gleiche gilt für die Dareichungsform (Tablette, Schmelztablette, Nasenspray). Ich habe auch so gut wie alle durchprobiert und habe jetzt mein Migränemedikament Maxalt 10 gefunden, das mir am besten hilft und mich am wenigsten einschränkt. Genauso geht es einer Freundin von mir, ihr hilft wirklich nur ein Einziges Naramig..

Vielleicht solltest du noch nicht aufgeben und noch weitere probieren.

Welche Triptane hast du denn bisher genommen?

Sowohl Hausarzt als auch Neurologe schlugen nun einen Versuch mit Betablockern vor. Den 1. habe ich vor einigen Wocehn gestartet, aber die Nebenwirkungen (Übelkeit, Schwindel) haben mich abgeschreckt. Gestern nun ein weiterer Versuch (man muss das Wochenende ja nutzen). Und wieder: Nur Nebenwirkungen (Übelkeit, Schwindel, Gefühl wie seekrank, müde, benommen). Frage mich, ob es sich überhauüt lohnt, das noch einige Tage auszusitzen.

Einen Versuch ist es sicher wert, bei mir haben sich durch die BB-Einnahme ganz niedrige Dosierung die Anfälle drastisch reduziert. Sicher hatte ich die ersten Wochen auch stark mit Müdigkeit und Schwindel zu kämpfen, aber das hat sich mittlerweile gelegt.

Vielleicht ist bei dir die Dosierung etwas zu hoch ":/ . Was nimmst du und in welcher Dosierung?

äKpfelc)hen


Hast du die Triptane als Tabletten genommen?

Bzw. wann hast du sie genommen?

Ich selbst hab Sumatriptan und wenn ich sie nehme, sobald ich merke, dass ich die Aura bekomme, nehm ich sie schon.. zufrieden bin ich auch nicht, aber es ist erträglicher.

Mir wurde mal erzählt, dass man bei einer Attacke was gespritzt bekommen kann.. ich weiß aber nicht genau, welche Medikamente.. hat mir mal jemand erzählt, als ich so oft in der Schule gefehlt hab (irgendein Lehrer, dass seine Frau das bekommt).

Mit Betablockern hab ich allerdings gar keine Erfahrung..

Gute Besserung @:)

P.S. Der Freund meiner Mama, der hat ganz oft und stark damit zu kämpfen und hat bestimmte Medikamente.. ich kann mal schauen, was der hat, wenn du willst.. ich weiß nur, dass meine Mama mir die nicht geben wollte, weil sie ziemlich stark wären.

Slchn?eeheRxe


zufrieden bin ich auch nicht, aber es ist erträglicher.

Man muss halt für sich selber abwägen was das kleinere Übel ist. ":/

Wenn ich einen Migräneanfall habe, nehme ich lieber in Kauf,dass ich für kurze Zeit (ca. 1/2 Std.) leichte Nebenwirkungen (Schindel + Müdigkeit) von den Triptanen habe bis sie richtig wirken, statt den ganzen Tag pochende Kopfschmerzen (ich habe dann das Gefühl als ob mein Auge rausfallen würde), Schwindel und Übelkeit zu haben.

ä5pfe.lcxhen


Klar, das meine ich ja. Mir gehts dann nicht perfekt, aber es ist besser, als würde ich gar nichts nehmen..

Ich darf nicht hoch dosieren und hab nur ganz schwache.. da hab ich nur die Wahl zwischen Hammerschmerz oder "leichteren Schmerz".

Gibt es überhaupt irgendein Mittel, was so gut anschlagen würde, dass es so wäre, als wäre man gesund? :-/

Ich dachte, dass man auf jeden Fall was merkt.. also Übelkeit, usw., aber wenn es so heftig ist wie bei Sunflower mit den Nebenwirkungen.. hmm. Dann ist das vielleicht auch nicht das Richtige.. natürlich muss man dann abwägen, ob die Schmerzen schlimmer sind oder die Nebenwirkungen, aber wenn man das Gefühl wie seekrank hat, dann kann man ja auch nicht viel tun außer Bettruhe, oder? Vorallem wird einem dann ja auch richtig richtig schlecht..

äGpfzelchxen


@ Sunflower:

Hast du Deinem Arzt gesagt, dass die Nebenwirkungen so stark sind? Wenn ja, was hat er gesagt?

S7chneEehexxe


aber wenn man das Gefühl wie seekrank hat, dann kann man ja auch nicht viel tun außer Bettruhe, oder? Vorallem wird einem dann ja auch richtig richtig schlecht

Ohne Medi ist es für mich selbst im Bett unerträglich und ich bin wirklich kein empfindlicher Mensch.

RQemingtfon9 StIeelxe


Betablocker hat mir einmal mein damaliger Hausarzt kommentarlos gegeben. Da er zu keiner weiteren Erklärung bereit war, habe ich diese nie eingenommen.

Gibt es überhaupt irgendein Mittel, was so gut anschlagen würde, dass es so wäre, als wäre man gesund?

So geht es mir mit Ascotop 2,5 (neu: Schmelztabletten) – interessanterweise vom gleichen Hausarzt erhalten und über Jahre bewährt.

Diese sind aber inzwischen sehr teuer geworden.

Deshalb habe ich z.Zt. Sumatriptan 50mg. Die Wirkung ist schlechter und es kommt zu wiederholten Migräne-Attacken an den Folgetagen. Zufall? Möglich, aber chronologisch congruens mit dem Wechsel des Präparates.

Auf alle Fälle würde ich an Deiner Stelle weitere Triptane testen (Proben, direkt vom Arzt geben lassen).

Streß ist leider immer wieder der Hauptauslöser, wobei sich eine Migräne typisch bei beendeter Streßsituation einstellt, aber nicht mittendrin.

Diskontinuierliche Abläufe im Alltag (nicht nur philosophisch gesehen) sollte man vermeiden – leider ist das oftmals schwer erreichbar.

Deshalb hat dies – imho – auch keinen Erfolg:

Mache täglich Entspannung, um dem Stress gegenzuwirken (was leider nur ansatzweise funktioniert).

S;innesQtätexr


Meine Migräneattacken haben sich, seit dem Langzeitkonsum von SSRIs (über den ich nicht übermäßig glücklich bin) in Luft aufgelöst.

Bei genügend großem Leidendruck, vielleicht wäre das ein Weg?

SEunLflowecr_73


Danke für Eure Antworten!

Also...

@ Schneehexe:

Bislang half bei 75% der Anfäülle Diclo. Zusammen mit MCP eingenommen, ging es mir nach einer Stunde einigermaßen. Nicht gut, aber auch nicht so, dass ich nur noch liegen konnte.

Betablocker:

Metoprolol 47,5mg HALBE Tablette: Gleichbedeutend mit 18 Stunden Übelkeit und Extremschwindel.

Atenolol 25mg HALBE Tablette: Gleichbedeutend mit ca. 16 Stunden Achterbahngefühl. Nicht so schlimm wie beim Metoprolol, aber schon übel. Zumindest so übel, dass ich so nicht arbeiten könnte. Hilft mir also auch nicht weiter.

@ all:

Triptane

Durch bin ich Formigran (also Naratriptan), Zolmitriptan und zuletzt Rizatriptan. Halfen alle nicht. Bzw. nur für 1-2 Stunden, dann flammte die Attacke wieder auf.

Mein Problem ist auch: Früher bekam ich die Attacken gegen Abend, es bahnte sich langsam im Verlauf des Nachmittags an. Wenn ich dann Schmerzmittel nahm und mich hinlegte, war evtl. die Nacht nicht so toll – aber am nächsten Tag alles einigermaßen wieder im Lot. Zumindest ausreichend für's Arbeiten.

Momentan werde ich i.d.R. nachts zwischen 2 und 4h von Schmerzen und Übelkeit wach – vermutlich ist es dann auch schon zu spät, etwas zu nehmen. Wobei Migräne bei mir eh in der Familie liegt – und es da einige Fälle gibt, die auf KEIN Triptan ansprechen, egal in welcher Darreichungsform. Werde mal weiter probieren. ":/

@ Remington:

Naja, die Entspannung brauche ich aber ingesamt... da insgesamt ziemliche Stresssymptome z.Zt.

Und diskontinuierliche Abläufe habe ich z.Zt. gar nicht. Die hatte ich VOR der Zunahme der Attacken, aber die gehen ja mit dem Stress im neuen Job einher – und der fordert doch extreme Disziplin. Kannte das früher mit Migräne nach extremer Rhythmusverschiebung am Wochenende. Aber davon trifft gerade so gar nichts zu.

@ Sinnestäter:

Hmm... muss ich mal recherchieren und nachdenken.

Falls noch jemand Erfahrungen mit Betablockern hat... ich werde das Atenolol gleich nochmal nehmen. Schlimmstenfalls hänge ich morgen genauso in den Seilen wie heute. Ist ja Wochenende. ]:D

äspfe'lpchexn


Ja.. nur kurz erstmal: Ich sollte mein Sumatriptan eben direkt nehmen, wenn ich merke, dass die Aura kommt.. als ich das verschrieben bekommen habe, da bin ich direkt in die Apotheke und die hatten das nicht da.. ich saß dann da auf dem Stuhl, weil ich so blass war und die wollten das direkt aus einer anderen Apotheke (Partnerapo) holen und das war am Ende trotzdem das Falsche.

Sie wolltens mir dann liefern, aber meinten auch, dass es dann wohl zu spät wäre..

Ich saß da ja schon heulend, blass und zitternd auf dem Stuhl.. man muss es anscheinend wirklich am Anfang nehmen..

Also wenn du aufwachst, dann ist es vielleicht wirklich schon zu spät.. doof.

Und wenn bei Euch in der Familie mehrere nicht auf Triptane ansprechen, dann ist das auch doof.

Ich frag mal Mamas Freund, was der hat..

Viel Erfolg, dass du was findest @:) :)*

S4chnkeehexe


Bislang half bei 75% der Anfäülle Diclo. Zusammen mit MCP eingenommen, ging es mir nach einer Stunde einigermaßen.

Hast du schon mal Novalgin + MCP probiert?

Zumindest so übel, dass ich so nicht arbeiten könnte.

Das ist ja übel, steht das denn als Nebenwirkung in der Packungsbeilage. Als ich damals angefangen BB zu nehmen, war ich dauermüde, stand auch etwas neben mir und mir war auch schwindelig, aber übel war mir nie davon. Diese Nebenwirkungen waren aber dann nach einigen Wochen verschwunden.

da einige Fälle gibt, die auf KEIN Triptan ansprechen, egal in welcher Darreichungsform. Werde mal weiter probieren.

Du hast ja noch ein paar Möglichkeiten: z.B. Allegro, Sumatriptan, Relpax(kenne ich aber nicht) .

Wie schon gesagt hilft mir am besten Maxalt 10, da habe ich zwar auch bei Wirkeintritt für ca. 30 Min. starken Schwindel und Müdigkeit, aber dann ist der Anfall ausgestanden. Dagegen bei Ascotop und Sumatriptan, kann ich mich nur noch ins Bett legen, habe dann zwar keine Kopfschmerzen mehr bin aber sonst total am Boden.

SUunfloXwerx_73


@ Schneehxe:

Das Maxalt hab' ich ja schon durch... ":/

Bleibt wohl nur Ausprobieren... Boah, mich nervt das. ]:D

Jkas'm(indax75


Behandelt wurden sie mit Diclofenac (Aspirin vertrage ich nicht, Paracetamol reicht nicht)

Ich verstehe immer nicht, wie man eine Migräne mit so Pille-Palle-Medis versucht zu behandeln. :|N Bei "normalen" Kopfschmerzen eine Aspirin, Paracetamol oder Neuralgin ist ja okay und hilft in den meinsten Fällen sehr schnell. Aber bei einer richtigen, fetten Migräne? Die muss doch mit einem Migräne-Medi behandelt werden.

(Einen Waldbrand versuche ich auch nicht mit einer Wasserpistole zu löschen ;-D )

S'unflzower_x73


Zum einen hat es bislang gut funktioniert.

Zum anderen experimentiere ich seit zwei Monaten mit Migräne-Medikamenten und ergänzend mit Betablockern, daher auch der Faden hier.

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