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Lange Wartezeit beim Neurologen und die Zeit bis dahin

ZAodiUaxc22 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich möchte jetzt doch nochmal meine Geschichte aufgreifen, da ich momentan ziemlich alleine mit meinem Problem dastehe.

Und zwar bin ich männlich, 23 Jahre alt und leide ich an einer ständigen Angst, tödlich krank zu sein/werden. Angefangen hat dies vor ca. 1 Jahr, hatte dann eine längere Pause, in der es besser war, aber mittlerweile ist es wieder extrem.

Ich habe immer etwas Schwindel und deshalb hab ich panische Angst vor einem Hirntumor. Dann 2 Wochen später z.B. fürchte ich mich vor ALS, da ich etwas zittrig bin, vorallem an den Händen/Fingern. Das Zittern ist definitiv da, jmd. aus meiner Familie meint allerdings, ich habe das schon mind. 1-2 Jahre.

Nun achte ich natürlich ständig darauf und deshalb kommt es mir so vor, als sei es schlimmer geworden und ständig da.

Kann dieses Zittern auch normal sein? es kommt vorallem beim Ausstrecken der Hände vor oder wenn ich die Finger krümme, nicht z.B. wenn sie auf dem Tisch liegen etc.

An den Beinen ist es auch etwas da, und an den Armen auch.

Und kann es viele andere Ursachen für dieses Zittern haben, außer ALS?

Ich war bereits beim Hausarzt (allerdings nicht wegen des Zitterns, das ist mir damals noch kaum aufgefallen, bzw. ich habe ihm keine Bedeutung beigemessen) und habe eine Ganzkörperuntersuchung hinter mir (mit großem BLutbild), war aber alles ok, abgesehen davon, dass meine Milz etwas vergrößert ist. Da meinte der Arzt aber nur, ich soll in einem halben Jahr nochmal vorsichtshalber nachschauen lassen, also ist dies auch nicht zu bewerten.

Der Hausarzt meinte, ich soll, wenn es mich weiterhin beschäftigt, zu einem Neurologen. Dort habe ich nun wegen der langen Wartezeit erst in 3 Monaten einen Termin.

Wisst ihr, wie ich diese Zeit lang einigermaßen gut überbrücken kann?

Momentan habe ich panische Angst, an ALS erkrankt zu sein wegen des Zitterns. Es schränkt mein Leben doch sehr ein, habe momentan Urlaub, aber ich kann mich auf nichts anderes konzentrieren, als auf diese Angst.

Ich habe auf nichts mehr Lust, weil mich das dermaßen runterzieht, kann mich an nichts mehr erfreuen, da ich ständig im Hinterkopf habe "du hast ALS und stirbst bald".

Für Eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Antworten
e]s>trexlle


Als erstes möcht ich Dir sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit 23 an ALS erkrankt, gegen Null geht. Es gibt zwar immer die eine Ausnahme von der Regel, aber die Wahrscheinlichkeit ist um ein viefaches geringer als die, dass Dein Zittern

1. ein Symptom für Angst ist

2. ein Tremor ungefährlicher Ursache ist (schau mal bei Wikipedia unter Tremor nach)

Auch der Schwindel hat zu etwa 15 % aller Fälle die Angst als Ursache.

Ich rate Dir, die Angst gezielt behandeln zu lassen. Natürlich solltest Du organisch alles abklären. Nimmst Du eigentlich schon Medis gegen Angst (Lyrica, Citalopram o. ä.). Wenn es so schlimm ist, sollte es medikamentös behandelt werden und zusätzlich natürlich mit einer Therapie.

Auch wenn ich Dir gerade zu Wikipedia gerate habe, ist es vielleicht aber für Dich besser, die Finger vom Googeln zu lassen. Angstkranke finden da sogar Krankheiten, die es gar nicht gibt. ;-)

:)* :)*

n9iemarnd00


Psychotherapie

ZWodiaxc22


Medikamente nehme ich noch keine, da ich ja bisher nur beim Hausarzt war und dieser mich an den Neurologen verwiesen hat.

Der Neurologe wird ja auch wieder Tests machen und hoffentlich dann ALS auch ausschließen und auch dann anschließend an einen Psychotherapeut/Psychologe verweisen.

Ich werde dann auch eine Therapie machen, garkeine Frage.

Aber es sind halt noch 3 Monate zum Neurologen-Termin. Bis dahin drehe ich doch vollends durch, vllt. hört es auch in 2 Wochen wieder auf, aber ich befürchte nicht.

Und diese Internetrecherchen bereue ich auch im Nachhinein, aber es reizt einen einfach oftmals.

Ich habe vor 4 jahren meinen Zivildienst in einer psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses abgeleistet und habe mir überlegt, ob ich vllt. deshalb dort durch Beziehungen früher eine Therapie beginnen kann und an die entsprechenden Untersuchungen komme.

Aber man braucht warsch. erstmal eine Überweisung eines Neurologen bzw. Abklärung ob Körperlich alles in Ordnung ist oder?

Sqch~li\tza"uXgeK67


Ich bräuchte nur meine Krankenkasse anrufen, die vereinbart einen Termin in allernächster Zeit. Vielleicht bietet Deine Krankenkasse dieen Service ja auch an.

ZQodiEac2x2


meinst du beim Neurologe oder Psychologe?

Bietet sowas auch eine gesetzliche KV an?

e:stre<lle


Du solltest definitiv deinem Hausarzt sagen, dass du unter starken Ängsten leidest und zur Überbrückung eine Medikament brauchst. Vielleicht kann er auch einen schnellen Termin bei einem Psychiater machen, wenn er nichts verschreiben möchte. Ich denke, bei Dir ist es schon ein Notfall mit der Angst.

ZWodi0acx22


jetzt habe ich in einem anderen Beitrag hier gelesen, dass man bei ALS zu viel Speichel im Mund hat aufgrund von Schluckstörungen, die man selbst nicht wirklich wahrnimmt.

Ich habe schon immer etwas mehr Speichel im Mund, aber nun achte ich permanent darauf, jedes Schlucken nehme ich wahr, ist ja ansonsten auch nicht der Fall.

Ich drehe wirklich noch langsam durch, Neurologentermin ist ja bereits gemacht, aber dauert halt noch etwas.

Was ist, wenn mir das mit dem Speichel jetzt wochenlang nicht mehr aus dem Kopf geht und ich sekündlich darauf achte? ohmanoman.

Davon abgesehen, ist es normal, dass manche Menschen mehr Speichel im Mund haben als andere, ohne dass es auf eine Krankheit zurückzuführen ist?

Bin echt froh, dass es dieses Forum gibt und so viele nette Menschen auch schnelle Antworten parat haben.

BTr'uc8e2x1


Erstmal zittern ist kein typisches ALS Symptom.

dass man bei ALS zu viel Speichel im Mund hat aufgrund von Schluckstörungen, die man selbst nicht wirklich wahrnimmt.

Das stimmt so nicht.Ein ALS patient nimmt das Verschlucken sehr wohl wahr,am Anfang durch sehr häufiges verschlucken.Der übermäßige Speichelfluß kann erst enstehen,wenn die Schluckstörung schon fortgeschritten ist.

w!antmNaixl


@ Zodiac22

Für deine Ängste habe ich leider keinen Rat, aber Deine Beschreibung, was Du hast, bringt mich auf den Gedanken, Dir den Ostheopathen zu empfehlen, sowohl zur gründlichen Diagnose, was ein guter (mit der langen Ausbildung) kann – und dann auch die Heilung, zumindest des körperlichen. bei einem Guten wirst Du mit ca 4 bis 6 behandlungen durch sein und wenn Du eine entsprechende Krankenkasse hast, dann wir die das auch zahlen. – Selbst zahlst Du sonst ca 200-300.-.-

Selbst zahlen musst Du dann eventuell eine Anwendung Die die ca 50.- gesamt kostet und über den ganzen behandlungszeitraum geht.

eestr5elle


Ich habe schon immer etwas mehr Speichel im Mund

Woher willst Du wissen, dass Du zuviel hast? Hast Du es gemessen und mit welchen Referenzwerten verglichen? Es gibt bestimmt auch da eine große Bandbreite, was normal ist.

Du solltest dringend Deinen Hausarzt um ein Medikament gegen die Angst zur Überbrückung bis zu einer Therapie bitten.

Wir können Dir hier immer nur wieder sagen, dass all Deine Symptome entweder keinerlei Krankheitswert für eine organische Erkrankung haben bzw. dass Du vollkommen normale körperliche Reaktionen überbewertest und einer Krankheit zuordnen möchtest, die gerade Dein ganzes Denken in Anspruch nimmt.

ZRodiaxc22


naja ich merke halt beim Sprechen, wie sich ziemlich schnell der Speichel sammelt, vorallem an den Lippen und dass ich eben oft schlucke und sich nach dem Schlucken der Speichel wieder schnell im Mundraum sammelt.

Aber ob das übermäßig zu viel ist, weiß ich natürlich nicht.

Bei mir steht demnächst ein HNO-Besuch zum Ohrenausspülen an, muss das jedes Jahr ca. 3-4 mal machen lassen.

Kann der HNO-Arzt testen, ob ich zu viel Speichel im Mund habe und ob dies von einem Schluckdefekt kommt?

Wenn nicht, welcher Arzt misst sowas?

Schluckbeschwerden an sich habe ich fühlbar keine, also ich verschlucke mich nicht regelmäßig (manchmal ja, aber das passiert jedem mal, wenn er z.B. hastig isst oder trinkt), außer dass es halt manchmal im Rachen etwas brennt, wie z.B. wenn man Halsschmerzen hat oder wenn der Rachen etwas gereizt ist.

Bei ALS hat man aber nicht dieses leichte "brennen" beim Schlucken oder? Damit ist ein wirkliches Verschlucken gemeint?

Mqa[stexrp


Ich habe immer etwas Schwindel und deshalb hab ich panische Angst vor einem Hirntumor. Dann 2 Wochen später z.B. fürchte ich mich vor ALS, da ich etwas zittrig bin, vorallem an den Händen/Fingern. Das Zittern ist definitiv da, jmd. aus meiner Familie meint allerdings, ich habe das schon mind. 1-2 Jahre.

Nun achte ich natürlich ständig darauf und deshalb kommt es mir so vor, als sei es schlimmer geworden und ständig da.

Das solltest Du nicht tun. Dadurch entstehen dann noch zusätzliche Symtome.

Kann dieses Zittern auch normal sein? es kommt vorallem beim Ausstrecken der Hände vor oder wenn ich die Finger krümme, nicht z.B. wenn sie auf dem Tisch liegen etc.

An den Beinen ist es auch etwas da, und an den Armen auch.

Und kann es viele andere Ursachen für dieses Zittern haben, außer ALS?

Das Zittern kommt von deiner reingesteigerten Angst. Das hatte ich im März selbst.

Du solltest zu einem Psychiater gehen der Dich per Medikamente gegen deine Angsterkrankung einstellt sonst kommst Du aus diesem Teufelskreislauf nicht raus.

eestryellxe


Kann der HNO-Arzt testen, ob ich zu viel Speichel im Mund habe und ob dies von einem Schluckdefekt kommt?

Wenn nicht, welcher Arzt misst sowas?

Am besten kann Dir so etwas ein Zahnarzt sagen. Der kennt mit Sicherheit die normale Bandbreite.

Zdodia=c22


also zum Hausarzt gehe ich zeitnah, um mir Rat einzuholen, wie ich die lange Wartezeit zum Neurologe am besten überstehen kann.

Ich befinde mich allerdings noch in zwei Zwickmühlen.

1) es kann durchaus sein, so war es im letzten Jahr zumindest öfters der Fall, dass ich evtl. nach ein paar Wochen die "Symptome" für ALS vergesse bzw. nicht mehr wahrnehme, weil ich dann vllt. nicht mehr ständig darauf achte.

Wenn ja aber dann der Termin beim Neurologe näherrückt, muss ich mir das alles ja wieder ins Gedächtnis rufen, da ich dem ja das alles auch erzählen muss.

Dann bricht die Angst vor ALS doch bestimmt wieder von Neuem aus? =(

2) ich habe mir überlegt beim Zahnarzt mal meine Speichelmenge testen zu lassen. Nehmen wir mal an, ich habe etwas mehr Speichelfluss als normal, was vllt. nichtmal krankhaft ist, dann wäre ich ja vollends überzeugt davon, dass ich ALS habe.

Der Zahnarzt kann ja nicht unbedingt die Ursache finden und auf ALS bezogen ja sowieso erst dann der Neurologe.

Wenn die Speichelmenge allerdings normal wäre, wäre ich in dieser Hinsicht beruhigt.

Was könnt ihr mir da empfehlen? testen oder nicht?

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